Autor Thema: *besondere Schulen*  (Gelesen 5650 mal)

blondchen

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*besondere Schulen*
« am: 10. Oktober 2013, 12:29:01 »
Gibt es hier Kinder die im besondere Schulen gehen ?
Oder vielleicht Mamas die dort unterrichten.?

ernstgemeinte PNs sind jederzeit willkommen
Es geht nicht darum, wie schön ein Satz formuliert ist, sondern wie ehrlich er gemeint ist !



Mama von Prinz06 und King89

Schnukki

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« Antwort #1 am: 10. Oktober 2013, 12:41:28 »
Was genau meinst Du mit *besondere*?


Mondlaus

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« Antwort #2 am: 10. Oktober 2013, 12:47:08 »
Hi blondchen,

Meinst du eine Förderschule/Sonderpädagogische Schule? Wenn ja, mit welchem Schwerpunkt? War mir auch unsicher, was du meinst. Aber du musst dich nicht zieren, die Schulen beim Namen zu nennen, ich glaube, da fühlt sich niemand vor den Kopf gestoßen.

Kind 2011
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blondchen

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Antw:*besondere Schulen*
« Antwort #3 am: 10. Oktober 2013, 12:53:18 »
Ich meine schulen die vom normalen standard abweichen
für mehr oder weniger begabte kinder.
Es geht nicht darum, wie schön ein Satz formuliert ist, sondern wie ehrlich er gemeint ist !



Mama von Prinz06 und King89

~Netti~

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« Antwort #4 am: 10. Oktober 2013, 12:59:42 »
ich habe eine freundin deren sohn auf eine besondere schule für ADHS-kinder ging. was möchtest du denn wissen?
bei paul geht es ja sicher um eine schule für begabte kinder schätze ich mal.

moni

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« Antwort #5 am: 10. Oktober 2013, 13:25:01 »
ich bin jetzt gemein  :-*

begabten bzw hochbegabtenschulen. anlaufstellen, internetadressen oder foren

Haselmaus

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« Antwort #6 am: 10. Oktober 2013, 14:02:37 »
Guck doch mal, was es bei euch im Umfeld gibt. In jeder größeren Stadt gibt es mittlerweile ein Gymnasium mit einem Begabtenzweig.

Ganz streng genommen hat das Kind einen einen besonderen Förderbedarf. Welche Schule den am Besten abdecken kann, ist von Kind zu Kind und auch von Stadt zu Stadt unterschiedlich.
Hochbegabte bzw. begabte Kinder könnte man theoretisch natürlich an eine Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen zuordnen. Macht nur meistens wenig Sinn, wenn dort nur "Schwächere" Kinder sind.

Theoretisch passen sie auch eine Schule mit dem Förderschwerpunkt emotionale und soziale Entwicklung.

Ich arbeite im Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Falls dir das was nützt, dann frag ruhig.

In meinen Augen (und auch in den Augen einer sehr kompetenten Professorin, bei der ich studiert habe), sind Lernbehinderung und (Hoch-)Begabung nur zwei Seiten der gleichen Medaille.



M-e-l

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« Antwort #7 am: 10. Oktober 2013, 14:50:09 »
Ich glaube auch, dass das nicht so leicht zu beantworten ist. Die Frage ist ja, welche Möglichkeiten habt ihr? Welche Schulen sind von euch aus überhaupt erreichbar, oder spielt ihr mit dem Gedanken an ein Internat?

Was ist die Alternative, wie kooperativ ist die jetzige Schule? Welche Möglichkeiten gibt es für die weiterführende Schule, was kann ihn wann auffangen?

Ich denke das hängt sehr vom Umfeld ab. Mit Spezialschulen kenn ich mich demnach nicht aus. Sollte überspringen eine mögliche Option sein und du dazu Fragen haben, kannst du gerne fragen, das haben wir ja durchaus positiv hinter uns und ein paar andere hier ja auch.

Ansonsten wünsche ich euch erst mal alles Gute, die Anfangssituation kann sehr nervraubend sein, aber vieles lässt sich doch regeln mit der Zeit und ich denke es gelingt jedes Kind auf einen guten, für ihn richtigen Weg zu bringen mit dem nötigen Interesse, egal in welche Richtung.

Bettina

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« Antwort #8 am: 10. Oktober 2013, 20:23:09 »
Mein Sohn geht seit den Sommerferien auf eine Privatschule mit Internatshäusern. Sie sind spezialisiert auf ADHS, was auch mit Hochbegabung einhergehen kann und es sind auch jede Menge Asperger-Kinder dort.

Sie beschulen ab 5.Klasse. Ich bin gedanklich an der Schule dran, seit er in der zweiten Klasse war. Allerdings ist er jetzt erst zur 10. dorthin gewechselt. Ich muss sagen ..... alles, was ich bisher erlebt, erfahren und gesehen habe ..... Großartig!!! Alles, was dort an Konzept läuft, würde auch jedem "normalen" Kind sehr sehr gut tun!

Kostenträger ist übrigens das JA und er kann dort sein Abitur machen.
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lotte81

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« Antwort #9 am: 10. Oktober 2013, 20:50:42 »
Wenn es tatsächlich um Hochbegabung geht (wobei das ja nicht von blodchen kam, daher weiss ich es wirklich nicht), kann ich ggf. auch Fragen beantworten..... "Fachlich".....Habe da für meine Diplomarbeit grad recht viel drüber gemacht über "Spezialförderung"...wobei es hier so was erst ab der 5. Klasse gibt , bzw sonst nur in der Form "einmal pro Woche" oder "am Wochenende", von daher kann ich privat nicht so viel sagen, ausser, dass ich die Schule hier ab der 5. schon anpeile für beide Kinder....Zumindest derzeit -kann sich ja noch ändern, je nach Interessenschwerpunkt der Kinder....Hier nimmt diese Schule allerdings explizit keine Verhaltensauffälligen Kinder...
Wenn es nun um andere "Förderschwerpunkte" geht hab ich 2 Förderlehrer im engsten Umfeld (meine SChwester und beste Freundin) .....Du hast ja schon ein paar mal seine Probleme angedeutet und erwähnt - nun kann das ja in wirklich sehr unteschiedliche Richtungen gehen vom "Problem" her (wenn man nichts weiter weiss als Aussenstehender)....
und dann gibt es ja noch Kombinationen verschiedener "Abweichungen"  ;) ;) ;)


Binchen2007

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« Antwort #10 am: 10. Oktober 2013, 21:35:59 »
Vielleicht kommt ja auch eine Freie Schule für euch in Frage...
Wir,obwohl wir ländlich wohnen,haben eine Freie Schule..
bei uns ist das hihe Schulgeld,und dadurch das elitär angehauchte,erst Mal ein k.o Kriterium..
Aber das Lernumfeld,die Möglichkeiten für den einzelnen Schüler sind schon spitze..
Kein Frontalunterricht,8 Lernpartner(anstatt bis zu 28 Schüler),individuelles Lernen,neueste Technik und Ausstattung,sehr engangierte Lehrer,Ganztagesprogramm..
Wir werden es wohl ganz normal mit der Regelschule versuchen und hoffen das der Weg nicht zu steinig wird..ansonsten müssen wir auch nach Alternativen schauen  :-\

blondchen

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« Antwort #11 am: 10. Oktober 2013, 22:07:05 »
ok, scheint ja nur direkt zu gehen. ;D

 es geht um schulen für hochbegabte kinder, kinder die definitiv hochbegabt sind , keine förderung, sondern forderung benötigen.

wie hier ja bekannt sein dürfte, ist mein sohn 7 jahre, also Grundschüler.
bis zur 5. klasse haben wir also noch zeit.


ich suche Erfahrungswerte die dafür und dagegen sprechen
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Mama von Prinz06 und King89

Haselmaus

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« Antwort #12 am: 10. Oktober 2013, 22:24:18 »
Das heißt sowohl im pädagogischen als auch im (schul)rechtlichen Sinne trotzdem Förderung.


blondchen

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« Antwort #13 am: 10. Oktober 2013, 22:35:54 »
dann wurde ich hier wohl falsch informiert @Haselmaus. danke
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Mama von Prinz06 und King89

Haselmaus

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« Antwort #14 am: 10. Oktober 2013, 22:44:53 »
Ich kann mir das nur schwer vorstellen, dass jemand von Forderbedarf oder Forderung spricht. Wäre irgendwie schon seltsam. Also, klar, man fordert die Schüler natürlich auch, darüber sind wir uns sicher einig. Aber bei all den Überlegungen bezüglich Schulform usw. geht es um den Förderbedarf und die Förderung. Hochbegabung ist definitiv etwas, das einer besonderen Förderung bedarf. Wie das dann aussieht (integrativ, in einer Förderschule, in einer speziellen Klasse oder wo auch immer) ist dann vom Kind und von den vor Ort vorhandenen Schulen abhängig.

Wenn dein Sohn getestet ist, dann habt ihr doch ein Gutachten. Steht da nichts drin über mögliche Förderorte (also Schulformen/arten)?

Wohnt ihr städtisch oder ländlich? In der Grundschule würde die Förderung vermutlich integrativ abgedeckt werden, nicht durch komplettes Herausnehmen aus der Klasse/Schule.



blondchen

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« Antwort #15 am: 10. Oktober 2013, 22:57:29 »
er  ist bereits getestet, allerdings wird das schriftliche gutachten noch eine weile benötigen.
da wir sehr ländlich wohnen, sind die Möglichkeiten hier extrem begrenzt.

da das Thema hochbegagung hier nicht sehr verbreiteti ist, sind wir beteiligten ( ich als mutter, Lehrerin/schule und natürlich steht uns auch ein psyschologe zur seite)
mit der Situation grade etwas überfordert und suchen nach Möglichkeiten

mich selbst, interessieren vor allem erst mal erfahrungen
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Bubule

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« Antwort #16 am: 11. Oktober 2013, 15:01:15 »
an unserem Gymnasium ist das Leistungsgefälle mittlerweile so massiv, dass es Förderung und Kurse in jede Richtung gibt, allerdings ist das alles noch im Um-Bau bzw Aufbau. Welche Nächst größere Stadt ist denn in eurer Nähe ? Man muss ja auch immer an die erreichbarkeit und den zumutbaren Schulweg denken, eventuell auch ein Internat ? Inaktiver Link:http://www.schloss-buldern.com/glossar/internat-fuer-hochbegabte/ [nonactive]

Königswinter istr ein Zusammenschluss von mehreren Schulen Inaktiver Link:http://koenigswinter.cjd.de/koenigswinter [nonactive]

Würde mir allerdings in dem Alter unheimlich schwer fallen.


In der Klasse die ich begleite wird ein Junge unterrichtet, dieser hat 2. und 3. Schuljar übersprungen und kommt trotzdem jetzt in der 6. sehr gut zurecht.

Ich wünsche euch, dass ihr in der Zukunft gemeinsam eine gute Entscheidung Treffen könnt, keine leichte Aufgabe.

blondchen

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« Antwort #17 am: 11. Oktober 2013, 19:20:03 »
danke @bubule

ein Internat schliesse ich komplett aus für die nächsten jahre .

eine Klasse überspringen haben wir kurz angedacht, kommt allerdings nicht in frage, da er emotional und sozial einfach nicht so weit ist, er ist sowieso der kleinste und jüngste , von daher, kein Thema.

warscheinlich , bis eine andere lösung gefunden ist, wird er erst mal in Naturwissenschaft in eine nächst höhere klasse gehen. da liegt dann aber das Problem das , dort von Lehrern unterrichtet wird, die solchen dingen sehr skeptisch gegenüber stehen.

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Mondlaus

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« Antwort #18 am: 11. Oktober 2013, 22:19:00 »
Wir haben mal eine solche Schule für HB besichtigt, da war ich ca 11(?), es war ein schönes Gebäude, und soweit ich mich erinnern kann war das Kurs- und auch Extrakursangebot sehr cool. Ein paar der Schüler haben dann auch einen Vortrag gehalten, es war schon klasse, was die so gemacht haben, Roboter gebaut, programmieren. Die höheren Klassen sind je nach Interesse schon mal als Gäste in die Vorlesungen an der Uni gegangen. Es gab auch keine festen Klassen und Fächer, sondern eher Projektkurse, glaub ich. Eben nach Begabungsschwerpunkt. Die Schule ging von der 5. Klasse bis zum Abi. Ich müsste vielleicht meine Eltern mal fragen.

Aber sie war zu weit weg, ich hätte aufs Internat müssen, das war für mich schlimmer als der Gedanke, weiter auf einer normalen Schule "unterfordert" zu sein. Mit 12 hat man ausserdem noch so ein paar Vorstellungen, was cool ist und was nicht, und die Kinder bzw. Jugendlichen, die präsentiert haben, fand ich allesamt sehr uncool, was mich weiter davon abgehalten hat, zu dieser Schule zu wollen. Mir war damals mein Sozialleben wichtiger als Karriere und Förderung, deshalb wäre ich da wohl nicht glücklich geworden. Das kommt aber auch auf das Kind an.
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blondchen

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« Antwort #19 am: 12. Oktober 2013, 12:42:36 »
Danke @ Mondlaus

da er erst 7 Jahre alt ist und wir ja auch sehr ländlich wohnen , ist es sehr schwierig, aber ich WILL etwas finden . das hat ganz bestimmte Gründe.

Ausserdem sehe ich es als meine Pflicht an, im den Weg zu ebnen, mit seiner Begabung später etwas anfangen zu können.

Es hapert bei ihm an der Verarbeitungsgeschwindigkeit, daher auch seine Frustation und auch sein weglaufen aus der Schule.

Alles andere läuft bei uns sehr gut,Probleme im Alltag, gibt's es ausser das normale gestreite zwischen Mama und Kind :-), nicht
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« Antwort #20 am: 12. Oktober 2013, 15:09:17 »
Meistens hat man ja nicht so viel Auswahl. Gerade im Grundschulalter gibt es nicht viele, daher kann man generell gar nicht viel dazu sagen, du wendest dich am besten an euren Regionalen Elternverband eines HB-Vereins.

Die meisten HB-Kinder die ich kenne, besuchen normale grundschulen und wechseln ab der 5., viele auch später, in eine Schule mit speziellem Förderprogramm, davon gibt es ja auch die unterschiedlichsten Konzepte.

Ich frag mich im Moment, was genau du wissen möchtest?  ???
Schulempfehlungen? Dazu müsste man ja deinen Wohnort und die genauen Fakten um dein Kind kennen.... oder Empfehlung ob überhaupt?
Da das ja eine sehr regionale Geschichte ist und zudem noch individuell kann man kaum etwas dazu sagen.

Liam besucht jetzt neben der Schule Kurse an div. Kinderakademien. Eine davon ist von der Stiftung "Hector", falls du sie kennst.




Haselmaus

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« Antwort #21 am: 12. Oktober 2013, 16:39:50 »
Die Kinder in meinem Umfeld mit besonderen Begabungen werden auch in Schulen in unserer Stadt gefördert und gehen nicht ins Internat. Es gibt hier z.B. an einem Gymnasium einen Begabtenzweig. Oder manche gehen auch parallel zur Schule zur Uni und studieren schon. Jede Uni bietet solche Möglichkeiten. Ein früherer Freund von mir (also, nicht MEIN Freund, sondern EIN Freund ;) ) hat schon vor dem Abitur parallel Physik studiert. Der Sohn einer Freundin studiert an der Musikhochschule (seit mehreren Jahren, er macht jetzt im Frühjahr Abitur). Ein Sohn einer anderen Freundin geht in den Begabtenzweig eines Gymnasiums hier.
Eigentlich sollte in unserer heutigen Zeit jede Schule Möglichkeiten zur individuellen Förderung bieten. Leider kostet aber alles Geld und an der Bildung wird immer gespart.

Wenn dein Sohn diagnostiziert ist, dann seid ihr doch sowieso schon schulpsychologisch und beratungsmäßig betreut. Wo habt ihr testen lassen? Über ein SPZ?
Ihr habt dann evtl. sogar Anspruch auf den MSD (Mobiler Sonderpädagogischer Dienst), der in der Schule, in der das Kind ist, stundenweise extra fördert.

Wenn dein Sohn solche Schwierigkeiten in der Schule hat, wie du es beschreibst (extreme Frustrationsprobleme und Weglaufen), dann müsst ihr auf jeden Fall mit der Schule zusammen arbeiten und Fachleute von außen (Schulpsychologen, Ergotherapeuten, die direkt im Schulsetting beobachten und dann da ansetzen) mit ins Boot holen.
Du wirst ihn nicht von heute auf morgen dort raus kriegen (falls das überhaupt Sinn macht), also ist es bestimmt lohnender für ihn, wenn ihr ihm das Dort-Sein erleichtert.

lotte81

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« Antwort #22 am: 12. Oktober 2013, 18:19:56 »
Was heisst es hapert an der Verarbeitungsgeschwindigkeit?
Also, die Frage ist, was man will und was passt. Nicht jedem liegt es die Kinder quasi gesondert und isoliert zu unterrichten.
Was ich zunächst sagen kann, was hier unabdingbar ist, ist Enrichment und zwar komplett unabhängig von der Schule. In der Schule selber ist hier leider auch nicht so viel zu erwarten. Das passt im grundschulkonzept einfach nicht und man braucht schon sehr gute Lehrer, damit ein hochbegabtes Kind eben gezielt gefördert wird (oder sagen wir:Sehr gut auf dem Gebiet ausgebildete Lehrer!)....
Hier gibt es im Grunde 2 Möglichkeiten in der Grundschulzeit. Abgesehen von den schulinternen Dingen wie Überspringen etc.
Evt. gibt es bei euch ähnliches? Einmal gibt es Sondertagsklassen, in denen sich die Kinder einmal pro Woche treffne und "Futter" bekommen, und sonst eben ein "College" fürs Wochenende mit vielen unterschiedlichen Kursen.
Wir haben uns für die Wochenendvariante entschieden und machen auch so privat noch sehr viel (Musikunterricht, Sport, daheim viel Fordern mit Materialen und Übungen), seitdem klappt es in der SChule eigentlich ganz gut..... Anfang des ersten sChuljahres sah das hier ja auch anders aus.....Die SChwierigkeiten waren zwar andere als bei euch, aber das ist im GRunde ja erst mal zweitrangig....
Hier sieht es jedenfalls so aus, dass er in seiner Klasse gute freunde hat und absolut gern zur Schule geht, weshalb derzeit weder ein tageweise rausnehmen in die "Sondertagsklasse",noch ein Überspringen auch nur ansatzweise eine Option sein könnte..... Er geht aber auch wirklich gern zur SChule und stört sich nicht offensichtlich dran, dass er da in den "Grundfächern" wenig neues lernt ... Mich stört es schon ein wenig, weil ich immer denke:Was eine Verschwendung an Potential! ABER ich finde das Soziale drumherum eben noch viel viel wichtiger...und nur, wenn das irgendwie doof wäre und er in der Klasse Probleme hätte und ggf. den wunsche sogar selber äussern würden, nur dann käme Überspringen oder "aus der Klasse nehmen" in Frage.
Für ab der 5. finde ich die Idee hier (ist allerdings wirklich direkt in der Stadt gegeben) einer "Extraklasse" super...Es ist eine "Sonderklasse" in einer Regelschule...also nichts "privates". Es werden Hochbegabte und Mehrsprachige Kinder gefördert...Wobei er da absolutes Mitspracherecht haben wird beim Schulwechsel. Wir können ihm nur die Vor-und Nachteile sagen und unseren Wunsch mit einfließen lassen....
ABER ich halte es genauso für möglich, dass wir uns die Schule anschauen und sagen:Nichts für uns....und lassen die Option eben offen, bis er selber den Wunsch später äussert...

Auch für die Ferien gibt es hier jeden Menge Programme...die sind zwar in der Regel nciht gezielt als hb-Förderung ausgeschrieben, aber sie fordern die Kinder einfach heraus und lasten sie etwas aus.....Sei es Sprachcamps, Technikcamps, Elektronik Workshops, Museum oder auch Bewegung (Zirkus)....Da gibt es echt so viel mittlerweile und wie gesagt, das private Enrichment ist hier wirklich das wichtigste Standbein um die SChule zu "entlasten" und ihn bei Laune zu halten...Und vielleicht gibt es da ja auch bei euch Möglichkeiten?Habt ihr eine Uni in der Nähe z.b.?


blondchen

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« Antwort #23 am: 12. Oktober 2013, 19:26:19 »
die tests dazu wurden von einem kinder- und jugendpsyschologen gemacht, unabhängig dazu wurde er im unterricht von einer Sonderpädagogin des bildungsförderungszentrum beobachtet, die auch tests mit ihm gemacht hat.
ein Schulpsyschologe ist bereits eingeschaltet gewesen, aber das war mehr sehr oberflächlich.

hier im näheren Umfeld, gibt's es so gut wie keine ,mir bis jetzt, bekannten Möglichkeiten .
ich denke das es natürlich am besten wäre, ihn in seinem gewohnten Umfeld zu lassen, zumal er feste Strukturen im alltag gewohnt ist und auch wichtig sind.
aber... ich denke ich würde einiges dafür tun

ich habe vor einigen Wochen meinen Job gwechselt um mehr für ihn da sein zu können und er nachmittags festere Strukturen hat.

was ich seltsam finde , ist die Tatsache, das für ältere schüler mehr möglickeiten gibt.
es ist doch auch wichtig ,Grundschülern eine Basis mitzugeben, damit sie es auf weiterführende schulen schaffen
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« Antwort #24 am: 12. Oktober 2013, 21:20:25 »
Hat er dann massive Probleme in seiner Schule? Fühlt er sich unwohl, äußert er den Wunsch nach einer anderen Umgebung, und haben die Psychologen bestätigt, dass es an der HB liegt? Wenn ja, dann würde ich mich mit denen zusammensetzen und einen Weg ausarbeiten. Dann ist vielleicht wirklich der Weg, eine andere Schule zu finden. Und möglicherweise auch psychologische Betreuung, falls es ihm wirklich schlecht geht. Auch wenn die Eltern bei der Diagnose HB nicht selten wenigstens unterschwellig stolz sind, für Kinder ist es mehr oder weniger die offizielle Zertifizierung von "anders sein".

Wenn nein: einfach keine schlafenden Hunde wecken. Ihn gar nicht allzu sehr damit konfrontieren, dass er anders ist als andere. Ich weiss aus Erfahrung, in dem Alter ist im Auge des Kindes dazugehören wichtiger als die Förderung irgendwelcher Talente. das mit den Naturwissenschaften in höheren Klassen ist schon eine gute Idee, aber auch das kann ausgrenzen, je nachdem, wie die Mitschüler damit umgehen. Und in einer Grundschule ist das nicht ganz einfach. Wäre ich damals in einen Kurs in die Klasse über mir, die hätten mich auf dem Schulhof verpügelt, und zwar beide Klassen  ;)
HBs können auch auf Regelschulen die Förderung erfahren, die sie brauchen. z.B. durch entsprechendes Freizeitangebot, je nach Interessen. Ich hab zum Beispiel Sprachen gelernt und Musikinstrumente. Mein Mann, der zwar nie eine offizielle Diagnose bzgl HB bekommen hat, da im Outback aufgewachsen, hat einen Kurs für Roboterbau besucht und irgendso einen Mathe-Kurs. Es gibt auch Gruppen von HB-kindern, die sich treffen und zusammen Aktivitäten betreiben. Eine gute Anlaufstelle ist Mensa. Wenn seine "Werte" entsprechend sind, würde ich mich da um Aufnahme bemühen, die kennen sämtliche Probleme von HB jeden alters.  Von all dem müssen die Mitschüler dann auch nicht wissen, wenn er es nicht möchte.

Sehr viel später (10. Klasse) habe ich dann auch Vorlesungen an der örtlichen Uni besucht, die Möglichkeit gab es dort. Aber selbst in diesem Alter hab ich nix gesagt in der Schule, hätte mir lieber sämtliche Haare einzeln ausgerissen, als dass das jemand mitbekommen hätte ;).
Kind 2011
Kind 2014
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