@scarlett_rose
ich finde den Text übrigens auch absolut nicht "schnulzig", sondern realistisch. Die meisten Lieder handeln ja von Liebe, ob erfüllt oder unerfüllt... Wobei ich als (hoffnungslose) Romantikerin ja lieber die mit Happyend höre. Also "Text nicht so sehr mögen" stimmt so nicht, habe es gerade mal aktuell mit Songtexten von meinen Lieblingsliedern probiert. Nur Text "wirkt" nicht bzw. "wirkt anders", es muss die Melodie dazu bzw. sie ist sofort beim lesen dabei, eigentlich liest man gar nicht, sondern singt schon mit. Es ist irgendwie immer ein "Gesamtpaket" und nur ein Teil (Text oder Melodie) ist nicht das gleiche.
Ich würde den Song wirklich gerne hören, einfach weil ich sowas eher "erfühle" als verstandesmäßig zu erfassen...
Was aber im Umkehrschluss nicht heißt, dass du dich jetzt genötigt sehen sollst, mir/uns hier was vorzuspielen. So ein eigener Song ist was persönliches und da gehört er dann im Zweifelsfall auch hin.

Zum Rest:
Keine Ahnung, ob mein Mann und der Vater unserer Kids so stolz auf die jeweilige Dankeshymne ist, er misst der Sache keine solche große Bedeutung bei, wie ich (die losheulen würde wie ein Schlosshund); außerdem hatte er auch den gleichen Deutschlehrer

. Aufgehangen werden die Gedichte jedenfalls nicht (wären zwischenzeitlich auch zu viele), sondern in unseren Erinnerungskisten aufbewahrt.
Ich finde halt, da er ja selbst keine Vaterfigur und damit "Erfahrungswerte" hatte, macht er seine Sache echt klasse und da finde ich es nur gerecht, wenn das einmal im Jahr ganz besonders erwähnt wird.
Leider finde ich mein persönliches Lieblingsgedicht gerade nicht (auch nicht auf dem PC), also, muss das aktuelle aus diesem Jahr statt dessen herhalten.
Ist halt immer was persönliches drin verarbeitet, so wie in diesem Jahr analog zu dem Spruch "kleine Kinder, kleine Sorgen - große Kinder, große Sorgen" ich meinen Mann auf "nette Art" darauf hinweisen wollte, dass kleine Rabauken nicht unbedingt große Rabauken werden müssen und das es halt etwas dauert, bis man den "Lohn der (Erziehungs-)arbeit erntet". Und ein bisschen musste ich auch auf "dichterische Freiheit" zurückgreifen...
Jedes Kind auf dieser Welt,
Braucht einen Vater der es hält
Und es beschützt vor bösen Dingen,
Die vielen Menschen doch gelingen.
So hat‘s der liebe Gott wirklich gut bedacht,
Als er dich zu unserem Papa gemacht.
Du bist der beste Vater auf der Welt,
Der seine Hand schützend über uns hält.
Es ist erkennbar sicherlich,
Das wir von Herzen lieben dich.
Zugegeben, an manchen Tagen,
Kannst du dich zu Recht beklagen.
Da herrscht Zank und Zwist und Streit
Nichts zu spür‘n von Brüderlichkeit.
Zum Glück gibt’s auch noch and‘re Tage,
Da klappt es gut, ganz ohne Frage.
Von diesen Tagen zehrt man dann,
Wenn’s mal nicht klappt, so dann und wann.
In uns‘ren Herzen, da kannst du sicher sein
Passt jedenfalls nur das Gute hinein.
Wir geben uns Mühe und lernen viel,
Was richtig und falsch ist, ist ja kein Spiel.
Es ist nicht so einfach zu unterscheiden,
Und richtig zu handeln, soll ja keiner leiden.
Die Erwachsenen wissen, was richtig ist
Und sagen, wenn du auf dem falschen Weg bist.
Vergessen nur, sie waren selbst mal klein
Und konnten auch nicht immer brav nur sein.
Wir könnten ja mal Oma fragen,
Wie du warst in jungen Tagen?
Lebendig und kein stummes Kind
Wie alle Kinder eben sind.
Trotz aller Streiche, böser Taten,
Bist du letztendlich gut geraten.
Hab Vertrauen in deine Kraft,
Deine Eltern haben’s auch geschafft.
Und dir wird es genauso gehn
Nicht verzagen, wirst es schon sehn.
Auch kleine Kerle, Missetäter,
Werden später gute Väter.
Andere Mutige dürfen hier auch mal erscheinen.
