Autor Thema: Verbrennung während OP  (Gelesen 5121 mal)

MamaNoel

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Verbrennung während OP
« am: 03. März 2012, 16:10:22 »
Hallo!

Noël ist am Mittwoch eine mediane Halszyste entfernt worden.
Während der OP kam es wohl zu einer Art Kurzschluss oder so (wurde wohl mit so einem Stromgerät operiert) und nun hat er zusätzlich zu der OP Narbe eine Brandverletzung.
Der Arzt hat sich entschuldigt und meinte man müsste mal schauen, er geht davon aus das es eine Narbe gibt.
Was macht man in so einem Fall einfach abwarten, verklagen, denn er hat den Fehler ja zugegeben oder gar nichts???

LG
Noël 30.09.2006
Zoé 14.10.2008

Fliegenpilz

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #1 am: 03. März 2012, 17:14:47 »
Fragen wir mal so: Was würdest Du dir denn von einer Klage erhoffen? :)

Und ihr habt doch einen Aufklärungsbogen bzgl. der Operation unterschrieben, oder? Wurde da auf solche Komplikationen hingewiesen?


Flower Eight Revival

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #2 am: 03. März 2012, 19:20:05 »
Naja, höchstens dass der Arzt/das Krankenhaus die Behandlungskosten die wegen der Narbe entstehen, übernehmen. Müsstest dafür aber zum fachanwalt, so einfach ist das alles nämlich nciht.

MamaNoel

  • Teenie
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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #3 am: 03. März 2012, 20:03:48 »
Ich erhoffe mir gar nichts. Deshalb ja die Frage macht man da was?
Ich kann damit Leben, die Frage ist ob Noël die zusätzliche vermeidbar gewesene Narbe irgendwann stört, aber die ist ja jetzt da so wie die OP Narbe auch, wird er mit Leben müssen.
Hatte nur keine Ahnung ob man da was macht.
Der Arzt hat sich entschuldigt das sogar zweimal, hat er ja nicht mit Absicht gemacht.
Dann ist es halt jetzt einfach so  s-:)
Noël 30.09.2006
Zoé 14.10.2008

Schnauferl1974

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #4 am: 03. März 2012, 20:17:53 »
Ich würde da nix machen!
Bei einer OP kann immer was passieren, und wenn vorher ein Aufklärungsbogen unterschrieben wurde (davon gehe ich aus), dann kann man da meist sowieso nix machen.

MammaMuh

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #5 am: 03. März 2012, 20:31:16 »
Also wenn es nur eine kleine Narbe ist und nix schwerwiegendes, würde ich es auf sich beruhen lassen.
nasfried 01/07 und hornfried 03/10

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Tigger2212

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #6 am: 03. März 2012, 22:10:51 »
wo ist die narbe? meist ja 'unten' oder neben dem op-feld...
es kann ein lagerungsfehler sein (idr im feuchten, so dass der strom geleitet werden konnte und so zu verbrennungen geführt hat), aber je nach ort und op-situation evtl auch 'unvermeidbares' pech. falls es durch die direkt stromeinwirkung beim operieren passiert ist (anstatt durch nässe zb), ist es sowieso eher kein fehler, sondern 'normales' risiko.

ich persönlich finde es gut, dass es direkt aufgefallen ist (passiert nicht immer  s-:) ) und proaktiv angesprochen wurde. wenn es nicht riesig und ein größerer schmerz bzw behandlungsaufwand oder entstellend ist, würde ich persönlich es damit beruhen lassen.
du kannst natuerlich akte und vor allem op-bericht kopieren, nur der vollständigkeit halber bzw für alle fälle... später kommt man da schlechter ran.

joris hat nen langen schnitt über der hüfte, bei der sectio passiert. mir hat niemand was gesagt, und da ich ihn am anfang nicht selbst wickeln durfte (frühchen im inku und instabil), ist mir das erst aufgefallen, als er mehrere wochen alt war - weder die kinderschwestern/-ärzte noch die gynäkologen haben es für nötig gehalten, mich zu informieren. das fand ich absolut stillos - das sowas passieren kann, ist nunmal so, und ich bin die letzte, die das fachlich nicht verstehen und problemlos akzeptieren würde.

bei euch ist das menschlich und kommunikativ prima gelaufen, finde ich - wie gesagt, ich würd nix machen, es sei denn, es hat gesundheitliche folgen (große verbrennung mit strikturen?) und an welcher stelle es ist (vermeidbar?).
« Letzte Änderung: 03. März 2012, 22:18:53 von Tigger2212 »

Fyps

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #7 am: 04. März 2012, 15:34:54 »
Ich schließe mich Tigger an.

Sollte nicht passieren, kann aber leider :-\
LG
Fyps 

 


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zuz

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #8 am: 05. März 2012, 21:00:55 »
Hab da zufällig letztens was drüber gesehen.
Solltest Du klagen wollen, musst Du nachweisen
1. dass der Arzt einen grob(!) fahrlässigen Fehler gemacht hat
2. Dass daraus ein Schaden entstanden ist
3. Dass Fehler und Schaden direkt zusammenhängen.

So etwas zieht sich wohl über bis zu 10 Jahre hin, dauert aber auf jeden Fall mehrere Monate.
Es gibt wohl so Patientenvertretungen, die Dich da beraten können. Ist halt die Frage, wie viel Aufwand Du betreiben möchtest.
Wenn der Arzt sich entschuldigt, war es sicher ganz klar sein Fehler, sonst würde er es nicht zugeben.
Die Frage für mich wäre z.B.: Offenbar ist das ja an einer exponierten Stelle, d.h. womöglich wird Dein Sohn sich das später mal weglasern lassen wollen - und so was kostet. Das wäre halt z.B. ein Grund, doch zu klagen. Oder direkt mit der Klinik zu reden und evtl. einen Vergleich zu schließen.


some&leni&ben

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #9 am: 05. März 2012, 21:20:20 »
@MamaNoel: wie arg ist denn die Verletzung? Groß? An einer auffälligen Stelle?

Ich bin darüber verwundert, wie "locker" das hier einige sehen. Das KANN vielleicht passieren, DARF aber nicht.

Ein Beispiel: bei meiner Freundin sollte eine Wurzelspitzenresektion gemacht. Der Arzt ist mit dem Skalpell ausgerutscht und hat ihr einen Schnitt in die Wange gemacht. Das KANN auch passieren, DARF aber nicht. Da sie damals bei einem Rechtsanwalt beschäftigt war, hat sie geklagt. Ende vom Lied waren 12.000 Mark Schadenersatz / Schmerzensgeld.

Ein Operationsrisiko ist für mich z.B. eine Medikamentenunverträglichkeit, Schleimhautverletzungen durch einen Tubus... sowas halt. Aber hier hat der Arzt doch ganz klar nicht aufgepasst.

Stromausfall hin oder her.

Wenn das jetzt ne Millimetergeschichte ist, vielleicht ok... daher @MamaNoel: ist es groß?
« Letzte Änderung: 05. März 2012, 21:27:54 von someandleni_:-) »
LG
some




MammaMuh

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #10 am: 05. März 2012, 22:33:53 »
Ich bin darüber verwundert, wie "locker" das hier einige sehen. Das KANN vielleicht passieren, DARF aber nicht.

Aber mal ganz ehrlich, wenn das nur was kleines ist, was nicht einschränkt, wieso sollte man denn da klagen oder sich weiterbeschweren. Und jeder macht mal einen Fehler und kein Arzt ist davor gefeit einen zu machen.

Ich find das toll, dass er es überhaupt zugegeben hat. Das zeugt schon von Größe.
nasfried 01/07 und hornfried 03/10

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Fyps

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #11 am: 06. März 2012, 16:12:28 »
...

Ich bin darüber verwundert, wie "locker" das hier einige sehen. Das KANN vielleicht passieren, DARF aber nicht.
...


Sorry, aber da geht mir doch etwas die Hutkrempe hoch. Ich sehe das keineswegs locker und grober Unfug gehört mit Sicherheit zivil- und strafrechtlich in aller Härte verfolgt, und der nächste Satz ist nun wirklich sehr salbungsvoll, aber äußerst unrealistisch!!!

Was glaubst du denn, was wir sind? Maschinen? Ach nein, denn da würde ein Fehler wohl toleriert werden.

Kein Arzt verletzt seinen Patienten absichtlich und es macht schon mal gar keinen Spaß (hat auch keiner gesagt, ich weiß)! Im Gegenteil! Es ist der Horror, auch oder gerade für den Arzt!

Und für eine solche Verbrennung gibt es viele Ursachen, die keineswegs der Arzt verschuldet haben muss!

Wieso meint eigentlich jeder, daß uns mit dem Studium beigebracht wird ohne Schlaf zu leben und perfekt zu sein? Jeder bemüht sich nach besten Kräften seinen Beruf gut zu machen, aber wo Menschen arbeiten passieren nun mal Dinge, die nicht so toll sind und da bildet ein Krankenhaus nun mal keine Ausnahme.


Und diese - ich nenne sie mal Verklagekultur - die jetzt auch in Deutschland im Kommen ist, wird die Sache kaum besser machen. Im Gegenteil, hat es doch in Amerika dazu geführt, daß es ganze Staaten gibt, in denen Gynäkologen die Haftpflichtversicherung nicht mehr zahlen können und damit ganze Krankenhäuser ohne Entbindungsstation/ entbindenden Gynäkologen da stehen. Super Vorstellung!!! Ist doch ein echter Traumjob :P.

An dieser Stelle fällt mir ein Bibelzitat ein " Wer von euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!"

Sorry für das OT.
LG
Fyps 

 


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some&leni&ben

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #12 am: 06. März 2012, 17:41:41 »
@Fyps: niemand hat gesagt, dass niemandem ein Fehler unterlaufen kann. Aber ich finde, im Fall des Falles muss man dann dafür geradestehen. Nicht umsonst gibt es Versicherungen für soetwas; das würde der Arzt kaum aus eigener Tasche zahlen müssen.

Wenn ich in meinem Job was falsch mache (was allerdings nur in finanzieller Hinsicht passieren könnte), dann muss ich ggf. meine Berufshaftpflicht in Anspruch nehmen.

Aber da sich MamaNoel nicht mehr gemeldet hat, wird es wahrscheinlich wirklich nur eine Kleinigkeit gewesen sein und sowas würde ich dann auch nicht verklagen.
LG
some




Fliegenpilz

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #13 am: 06. März 2012, 18:41:39 »
In unserem November-MT hatte eine Mami damals einen Not-KS, dabei wurde ihre Tochter verletzt. Ähnlich wie bei Tigger2212s Sohn gab es eine Schnittverletzung, allerdings auf der Wange.
Hätte diese Mutter nun tatsächlich den verantwortlichen Arzt verklagen soll, weil sowas passieren kann, aber nicht darf, während er zeitgleich während der Notoperation das Leben des Kindes gerettet hat?

some&leni&ben

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #14 am: 06. März 2012, 18:45:40 »
@Christiane: das ist wie Äpfel mit Birnen vergleichen. Wenn es um das Leben des Kindes geht, ist das ne andere Geschichte.

LG
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Fliegenpilz

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #15 am: 06. März 2012, 19:40:34 »
Dies war doch keine rein kosmetische Operation, wenn ich das Eingangsposting richtig gelesen habe, oder? ??? Es war eine notwendige Operation um Infektionen vorzubeugen, die weitere Therapiemaßnahmen nach sich gezogen hätten.
Oder ich bin auf dem Holzweg.

Und was ist mit der Mutter, die einen terminierten Kaiserschnitt hat, someandleni_:-)? Die darf dann im Fall des Falles klagen, obwohl es eine (vielleicht) nicht nötige Operation gewesen ist und das Kindes- und Mutternwohl nicht gefährdet war im Vorfeld? ???

some&leni&ben

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #16 am: 06. März 2012, 19:57:10 »
Schön, dass ihr euch jetzt auf mich eingeschossen habt, obwohl ich nicht die einzige war, die schreibt, dass man eine Klage erwägen sollte, sofern die Narbe so blöd ist, dass das Kind sie später kosmetisch beseitigen lassen möchte. Nun ja, damit muss ich wohl leben.

Ich verkürze das jetzt einfach mal und sage: Wäre das mein Kind und wäre die Narbe störend oder zieht gar Heilungskomplikationen etc. nach sich, würde ich ein Gespräch mit der Klinik in Betracht ziehen. Und ja Christiane, auch bei einem geplanten KS. In der Not ist Eile geboten, da kann per US etc. nicht so kontrolliert werden, denn da geht es unter Umständen um Leben und Tod. Aber unter normalen Umständen dürfte es nicht passieren, dass das Kind geschnitten wird. Und sollte es tatsächlich so extrem blöde liegen, kann man das mit der Mutter besprechen und auf das Risiko hinweisen und dies im Aufklärungsbogen aufnehmen.

edit: nein, da du hast recht, war keine kosmetische OP
LG
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Fliegenpilz

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #17 am: 06. März 2012, 20:00:45 »
Nein, nicht eingeschossen. Entschuldige! :) :-*

some&leni&ben

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #18 am: 06. März 2012, 20:05:24 »
Okay :) :-*
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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #19 am: 06. März 2012, 21:15:43 »
Nein, auch nicht eingeschossen ;).
Du hast nur etwas abbekommen, was mich ganz generell als Grundhaltung vieler Menschen stört, weil du es eben so geschrieben hast  s-:)
LG
Fyps 

 


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MamaNoel

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #20 am: 06. März 2012, 21:18:09 »
Die OP war notwendig und nicht kosmetisch.
Der offizielle Schnitt ist am Hals unterm Kinn, ca 4-5 cm die Verbrennung schräg drüber Richtung Kinn ca 3x1 cm schätze ich.
Hab ein Foto im Handy bekomm ich das irgendwie hier rein?

Wollte aber jetzt auch das Krankenhaus nicht unbedingt dafür verantwortlich machen, denn ich weiß Fehler passieren.
Meine Frage war halt ob man das in soeinem Fall aber besser macht oder obs Pech ist das es uns passiert ist.
« Letzte Änderung: 06. März 2012, 21:21:19 von MamaNoel »
Noël 30.09.2006
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arosa

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #21 am: 06. März 2012, 21:26:32 »
...

Ich bin darüber verwundert, wie "locker" das hier einige sehen. Das KANN vielleicht passieren, DARF aber nicht.
...


Sorry, aber da geht mir doch etwas die Hutkrempe hoch. Ich sehe das keineswegs locker und grober Unfug gehört mit Sicherheit zivil- und strafrechtlich in aller Härte verfolgt, und der nächste Satz ist nun wirklich sehr salbungsvoll, aber äußerst unrealistisch!!!

Was glaubst du denn, was wir sind? Maschinen? Ach nein, denn da würde ein Fehler wohl toleriert werden.

Kein Arzt verletzt seinen Patienten absichtlich und es macht schon mal gar keinen Spaß (hat auch keiner gesagt, ich weiß)! Im Gegenteil! Es ist der Horror, auch oder gerade für den Arzt!

Und für eine solche Verbrennung gibt es viele Ursachen, die keineswegs der Arzt verschuldet haben muss!

Wieso meint eigentlich jeder, daß uns mit dem Studium beigebracht wird ohne Schlaf zu leben und perfekt zu sein? Jeder bemüht sich nach besten Kräften seinen Beruf gut zu machen, aber wo Menschen arbeiten passieren nun mal Dinge, die nicht so toll sind und da bildet ein Krankenhaus nun mal keine Ausnahme.


Und diese - ich nenne sie mal Verklagekultur - die jetzt auch in Deutschland im Kommen ist, wird die Sache kaum besser machen. Im Gegenteil, hat es doch in Amerika dazu geführt, daß es ganze Staaten gibt, in denen Gynäkologen die Haftpflichtversicherung nicht mehr zahlen können und damit ganze Krankenhäuser ohne Entbindungsstation/ entbindenden Gynäkologen da stehen. Super Vorstellung!!! Ist doch ein echter Traumjob :P.

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Sorry für das OT.

Find ich sowas von gut geschrieben.

Meiner Chefin ist es zum beispiel mal passiert, daß sie einen Nerv verletzt hat, als sie eine Betäubung für ein Implantat setzte. Folge: taube Lippe- länger als ein halbes Jahr, es regenerierte sich langsam. Kann passieren, sollte aber nicht. Letztendlich war es in der Aufklärung als Risiko mit aufgeführt, aber man rechnet halt nicht damit.

Mal OT

Mir fällt, seitdem ich wieder arbeite, und das in einer anderen Fachrichtung, gerade verschärft auf, daß man in einem med. Beruf eh der Hampel ist, der nix falsch machen darf- und wenn es eine Änderung gibt, die man vorweisen kann, wird man noch als Vollidiot hingestellt- und das nicht von einem Patienten, sondern von vielen. Und bei mir geht es nur um kleinen Verwaltungsaufwand aus dem ein riiiiiesen Wirbel gemacht wird.

So, OT beendet, musste mich gerade mal auskotzen

Mondlaus

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #22 am: 07. März 2012, 12:30:08 »
Ich bin da bei someandleni, sowas darf nicht passieren. Es ist natürlich nicht tragisch, aber wenn der Arzt nicht von sich aus eine Entschädigung anbietet, und wenn ihr eine Rechtschutzversicherung habt, würde ich klagen. Rückgängig kann das nicht mehr gemacht werden, aber ihr könntet eine Entschädigung bekommen. Die Berufshaftplicht des Arztes wird dafür einstehen.Wenn ihr keine Rechtschutzversicherung habt, würde ich es lassen, einfach weil die Kosten und die Mühen bei einem relative "harmlosen" Fehler den eventuellen Gewinn übersteigen.

Es gibt schwere und leichte Behandlungsfehler mit unterschiedlichen Folgen, beide sollten nicht passieren. Schon um ein Zeichen zu setzen und die Motivation der Ärzte zur Sorgfältigkeit zu bewahren, sollte es Konsequenzen haben, wenn auch natürlich nicht so schwere wie z.B. der Entzug der Approbation. Denn die Grenze zwischen verzeihbarer Fehler und Ärztepfusch ist fließend.
Kind 2011
Kind 2014
...

Solar. E

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #23 am: 07. März 2012, 14:44:02 »
Zum Grundsätzlichen und mal völlig emotionslos: Ich denke Klagen geht im Zweifel immer, es ist schlicht und ergreifend  die Frage, ob das Aussicht auf Erfolg hat und was man letztendlich für sich erhofft. Das kann aber in meinen Augen wirklich nur ein Jurist beurteilen, der die komplette Akte auf dem Tisch hat.

Zum KS-Thema: Ich hatte ja nun mehrmals das Vergnügen und von ungeplant bis geplant, alles dabei  s-:) und bei mir stand das jedes Mal im Aufklärungsbogen, dass ein Risiko besteht, dass das Kind in seltenen Fällen Schnittverletzungen davontragen kann. Damit muss ich dann also leben, ich denke es würde im Zweifel (mal rein hypothetisch) äußerst schwierig werden, da einen groben Fehler nachzuweisen.

Was aber in meinen Augen GAR NICHT geht, ist das, was Tigger (?) passiert ist, nämlich dass niemand darüber aufklärt, dass das Kind beim KS geschnitten wurde und sie es aufgrund der Umstände erst Wochen später merkt!

Kathrin

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Antw:Verbrennung während OP
« Antwort #24 am: 07. März 2012, 16:35:26 »
Ist nicht das gleiche, aber Joel wurde vor knapp 4 Jahren von einem Hund ins Gesicht gebissen.
Die Narbe erkennt man mittlerweile nur noch leicht.
Unser Anwalt hat aber bewirkt, dass die Kosten für eventuelle Schönheits-OPs übernommen werden bis Joel ausgewachsen ist, weil momentan noch niemand sagen kann wie sein Gesicht wächst und ob sich die Narbe evtl. streckt.
     
Jana - *03.03.08 - 48cm - 3810g            Joel - *23.02.04 - 53cm - 4580g

 

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