Autor Thema: Hausstaubmilben-Allergie/allergische Rhinitis  (Gelesen 532 mal)

Leofinchen

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Hausstaubmilben-Allergie/allergische Rhinitis
« am: 16. September 2016, 08:32:53 »
Hallo,

bei unserer kleinen Tochter (6 Jahre alt) wurde eine Hausstaubmilben-Allergie festgestellt, mittels Bluttest. Wir wissen es erst seit gestern, heute werde ich mich um einen Termin bei einem Allergologen für sie bemühen.

Bei ihr äußert sich die Allergie primär durch eine permanent verstopfte Nase. So schlimm das sie zu 90 % durch den Mund atmet. Da sie ja diverse andere Probleme hat (fehlender Mundschluss, haha, jetzt ja kein Wunder mehr und dadurch falsche Zungenlage,  schlechtes Abschlucken des Speichels, dadurch undeutliche Sprache) ist es wahrscheinlich das die verstopfte Nase (mit) verantwortlich für all dies ist.

Ich wollte einfach mal in die Runde fragen ob noch jemand betroffen ist und wenn ja, was tut ihr um die Beschwerden so gering wie möglich zu halten? Ich hab nun schon wahnsinnig viel darüber gelesen, mir brummt der Kopf ehrlich gesagt.

Was muss man im Haus besonders beachten? Da gibt es ja so viel o.O Wir mit Teppichboden, tausend Kissen und Decken, Vorhänge, Bett voller Plüschtiere etc. haben wohl gerade ganz ungünstige Bedingungen hier geschaffen :/

Helfen Medikamente?

Hat jemand Erfahrung mit dieser spezifischen Immuntherapie, diese Hyposensibilisierung?

Vielen Dank schon mal  :)

"Katja"

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Antw:Hausstaubmilben-Allergie/allergische Rhinitis
« Antwort #1 am: 16. September 2016, 09:50:41 »
Bei meiner großen wurde auch vor ca einem Jahr eine Allergie gegen hausstaub mittels bluttest festgestellt. Da wir einen sehr guten Homöopathen haben sind wir erstmal dahin.  Er hat zweimal eine Akkupressur Massage durchgeführt. Da sie auch noch andere Allergien hat wurden diese auch direkt mitbehandelt.  Ich muss sagen,  dieses Jahr ist es um ein vielfaches besser.




Mondlaus

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Antw:Hausstaubmilben-Allergie/allergische Rhinitis
« Antwort #2 am: 16. September 2016, 18:32:10 »
Bei mir wurde die Hausstauballergie ebenfalls mit ca 6 Jahren festgestellt, aber getan wurde nichts, vielleicht mal ein wenig extra gesaugt. Das in Kombi mit einer Katzenallergie, aber meine Familie wollte die Katze nicht abschaffen. Resultat war ebenfalls eine permanent verstopfte Nase und Sucht nach abschwellendem Nasenspray.

Mit Anfang 20 wurde ich selbst aktiv und hab die Hyposensibilisierung gemacht, die geholfen hat. Der Allergietest hat es bestätigt, es hat geholfen. Ich kann jetzt den Staubsaugerbeutel leeren und muss nicht mal niesen.. Drei Jahre hat es gedauert, aber bereits nach ca. 1/2 Jahr hab ich den Effekt deutlich gespürt.

Jetzt hat sich meine Gräserallergie dermaßen verschlimmert, dass ich mit Antihistaminika nicht mehr auskomme. Ich werde wieder die Sensibilisierung machen lassen, diesmal mit Tabletten. Da man das im Sommer nicht anfangen kann, habe ich mir mit cortisonhaltigem Nasenspray geholfen - das hat sofort gewirkt (1-2 Tage) und ich habe kein abschwellendes mehr gebraucht. War ein echter segen.

Mein Tip: am besten so schnell wie möglich mit der Hyposensiblisierung beginnen. Mir hätte man jahrelanges Niesen und Leid erspart, und sowas kann sich immerhin auch zu Asthma entwickeln. Ihr könnt raussuchen, ob ihr lieber alle vier Wochen eine Spritze beim Arzt gebt, oder täglich eine Tablette nehmen wollt. Ich werde dieses mal die Tabletten nehmen, den ndie ersten drei Monate muss man eben wöchentlich in der Praxis spritzen, das bekomme ich zeitlich nicht hin. Bis diese wirkt, versucht es mit einer Kombi aus Antihistaminika und cortisonhaltigem Nasenspray. Das kann man locker über Monate nehmen, es hat keine Nebenwirkungen und nichts mit Cortison in Tablettenform zu tun. Lasst es euch am besten von einem Arzt verschreiben, vielleicht gibt es welche für Kinder.
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Leofinchen

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Antw:Hausstaubmilben-Allergie/allergische Rhinitis
« Antwort #3 am: 16. September 2016, 23:16:41 »
@Katja: Dankeschön für die Info

@Mondlaus: auch Dir Danke, das hilft mir sehr weiter. Ich hab nun für den 10. Oktober einen Termin beim Allergologen bekommen. Ich denke auch das die Hyposensibilisierung das Einzige ist was dauerhaft richtig hilft. Mal sehen was die Ärztin im Oktober meint.

Alchemilla

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Antw:Hausstaubmilben-Allergie/allergische Rhinitis
« Antwort #4 am: 18. September 2016, 13:31:28 »
Mein Sohn ist auch Hausstauballergiker. Ich kann Dir mal auflisten, was ich gemacht habe, um die Allergenbelastung für ihn gering zu halten:

1. Alle Matratzen und Bettdecken und Kopfkisssen, die älter als ein paar Jahre sind weggeschmissen und ersetzt.
2. Alle Matratzen in Encasements gepackt (gibts im Sanitätshaus).
Betten werden mindestens wöchentlich (eher öfter) bezogen. Bettwäsche bei 60 Grad waschen. Bettdecken und Kopfkisten ca. alle 4 Wochen bei 60 Grad waschen. Encasement regelmäßig absaugen. 

Couch entsorgt, Ledercouch gekauft. Alten Teppick entsorgt. Alle Gardienen etc. gewaschen.
Wasserstaubsauer (Thomas) gekauft. Alle Stofftiere bis auf 3 entsorgt. Diese 3 werden regelmäßig gewaschen.
Jetzt wird 2 mal die Woche gesaugt und wöchentlich feucht gewischt.

Erfolg: Die Beschwerden sind deutlich zurück gegangen.

Trotzdem fangen wir in den nächsten Wochen ebenfalls mit einer Hyposensibilisierung an.


Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, in denen wir liebten. (Wilhelm Busch)

 

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