Hier nun auch mein Geburtsbericht... Achtung sehr lang!
Wie die meisten Frauen, wollte auch ich nicht über ET gehen… nicht unbedingt, weil ich nicht mehr ss sein wollte, noch waren die Beschwerden unerträglich (wenn auch gegen Ende echt unangenehm), sondern weil ich keine Einleitung wollte und hoffte, dass meine Tochter sich spontan entscheiden würde zu kommen. Und jeder Tag über ET würde ja einer Einleitung näher kommen

Der ET (16.11.) rückte näher und ich versuchte schon seit Tagen, mit den bekannten Mittelchen (Zimt, Sekt, GV, viel Bewegung, scharfes Essen, warmes Bad…) die „Sache in Gang zu bringen“, doch es tat sich nix. Der ET kam und mit ihm am Morgen ein richtiger Heulflash (wegen ner privaten Bagatelle), schon am Vorabend fing der SP an, sich Stückchenweise rauszubefördern und als ich dann (als Putzmuffel) an dem Tag ein dringendes Bedürfnis verspürte, die Wohnung aufzuräumen und zu putzen, war mir klar, dass sich irgendwas in mir veränderte. Dies verkündete ich auch im MT und in meinem Hibbler und gab die Prognose, dass die Geburt noch vor dem Wochenende (ET war an einem Dienstag) losgehen würde. Die Mädels im Hibbler einigten sich allerdings darauf, dass es doch erst nach dem WE am 22.11. soweit sein würde. Das CTG bei meiner FÄ am ET war wie alle CTGs vorher, nämlich absolut unspektakulär: super Herztöne, Null Wehentätigkeit. Auch der US zeigte eine kaum verkalkte Plazenta und noch genug Fruchtwasser, was meine FÄ zu der Aussage verleiten ließ, dass sie mir in einer Woche (ET+7) dann für die Einleitung ins KH überweisen würde

Na prima, genau DAS was ich nicht hören wollte. Ich wuselte also in der Wohnung rum und versuchte trotz spärlicher Wehentätigkeit und den Prognosen der SO/EO-Mädels an MEIN Gefühl zu glauben… Doch bis auf der vermehrte Schl*eim- und SP-Abgang tat sich nicht viel…
Und dann fing es einfach an… und zwar mitten in der Nacht vom Donnerstag auf den Freitag (19.11.) um kurz vor 1 (ich war gerade mal 1,5 Std. im Bett)… ich erwachte von einer starken Wehe und dachte dabei nur „Oh mein Gott!“ Als sie vorbei war, lag ich erstmal fassungslos im Bett und fragte mich gespannt, ob DAS jetzt der Anfang sei. Ich wartete ab, ob und wann eine weitere Wehe folgen würde… und diese kam dann auch ca. 15 min später. Ich wartete noch zwei weitere ab, bis ich dann um 1:45 Uhr aufstand und auf Toilette ging. Als ich dann einige Bluttropfen auf der Slipeinlage vorfand, wusste ich mit Sicherheit, dass es jetzt wohl tatsächlich losgeht. Die Wehen waren auch schon ziemlich unangenehm, ließen sich aber gut veratmen und kamen auch erst so alle 10-15 min. Also tigerte ich alleine durch die Wohnung, veratmete und versuchte die Abstände zu erfassen. Als diese bei etwa 8-10 min waren (um ca. 3 Uhr), weckte ich mal vorsichtig meinen Mann und sagte ihm, dass ich Wehen hätte, dass die Abstände aber noch groß wären und ich es ihm überlassen würde, ob er schon aufstehen und mich begleiten oder noch etwas Schlaf tanken wolle. Er stand aber auf, war erstmal etwas verwirrt und machte dann aber auf meine Bitte hin für uns beide einen Kaffee. Ich weiss nicht mehr, ob ich überhaupt davon was getrunken habe, denn die Wehen wurden schmerzhafter und die Abstände kürzer. Schlimmer fand ich allerdings, dass ich zwischen den stärkeren Wehen so was wie Zwischenwehen hatte… zumindest empfand ich das so… es kam eine starke Wehe, ich veratmete, dann ging diese wieder weg, es blieb aber bei einem immer wieder aufbauenden Ziehen und Drücken im UL und im Rücken, so dass ich nie schmerzfrei war und ständig dachte, es sei der Anfang der nächsten Wehe… diese kam dann aber erst so richtig wieder nach 5-8 Minuten. Nach einer Std. waren mir diese diffuse Wehentätigkeit doch sehr unangenehm (da es ja wenig Erholung gab) und ich wollte dann doch lieber ins KH. Mein Mann rief da an um uns anzumelden. Die Hebamme meinte zwar, dass wir bei dem Wehenabstand ruhig noch zuhause bleiben könnten, wenn wir wollten, doch das wollte ich nicht. Also unter Wehen angezogen, Koffer genommen und ab ins Auto.
Ich schätze mal dass wir so gegen halb 5 im KH waren. Da angekommen, durfte ich erstmal auf Toi, Urinprobe abgeben und dann ins Untersuchungszimmer ans CTG. Ich erklärte der Hebamme, dass ich zwischen den Wehen nie schmerzfrei war und ich dieses pausenlose Ziehen und Drücken als sehr anstrengend und unangenehm empfand. Nach dem CTG (was auch brav Wehen aufzeichnete) untersuchte sie mich. MuMu war 2cm offen, Hals verstrichen. Danach bekam ich dann eine Schmerzspritze, damit ich nicht so viele Schmerzen hatte und noch mal etwas schlafen konnte (so die Hebamme). Tatsächlich war das eine enorme Erleichterung. Ich hatte nun nur noch die regelmässigen Wehen ohne Zwischenschmerzen und konnte tatsächlich noch mal ein bisschen dösen dazwischen. Um 7 oder 8 (genau weiss ich es nicht mehr) war dann Hebammenwechsel. Zu der Zeit ließ auch leider die Wirkung dieser Spritze nach und man sagte mir, dass ich davon leider keine weitere bekommen dürfe. Die Wehen waren auch wieder stärker spürbar und ebenso waren diese Zwischenwehen wieder da… oder kamen die Wehen bereits da schon sehr oft aufeinander? Ich weiss es nicht mehr so genau, ich weiss nur, dass ich ziemliche Schmerzen hatte und kaum 3 Schritte gehen konnte, bevor ich bereits wieder veratmen musste. Stehen und Gehen fand ich überhaupt sehr unangenehm, denn so wurden die Schmerzen schlimmer und die Abstände kürzer. Bei jeder Wehe bückte ich mich übers Untersuchungsbett und wippte mit dem Becken hin und her, während ich schon geräuschvoll mit einem langen Aaaaa veratmete. Irgendwann konnte ich nicht mehr stehen und kniete auf allen Vieren vor einer Sitzbank (oder was auch immer das war) vor dem Fenster. Mein Mann unterstützte mich bei jeder Wehe und drückte mit der Hand gegen Kreuz- und Steissbein. Die neue Hebamme (ebenfalls eine ganz nette) untersuchte mich und wir waren bei 3 cm. Ich bat bereits da um eine PDA, weil ich von der anderen Hebamme wusste, dass man die erst bei 3cm Eröffnung machen würde, und weil ich mit den Wehenabständen von nur 2-3 Minuten schon nicht mehr klar kam (immerhin waren zu der Zeit ja auch schon etwa 8 Std. seit Anfang vergangen). Die Hebamme versuchte mich aber zu motivieren, mit der PDA noch etwas zu warten und meinte, dass ich doch entweder versuchen sollte zu Laufen oder mir vielleicht ein Entspannungsbad helfen könnte. Laufen konnte ich mir da gar nicht vorstellen, verkürze das Stehen und Gehen im Zimmer ja schon die Abstände auf ein Minimum, also entschied ich mich für die Wanne. Ich durfte dann dennoch Gehen, nämlich vom Untersuchungszimmer in „unseren“ Kreissaal… vorbei an einer SS, die da seelenruhig im Gang sass (keine Ahnung ob die auch schon Wehen hatte), während ich alle zwei Schritte laut veratmen musste (auaaaaaaaaa)
