irgendwann kam dann die hebamme und hat mir ein schmerzmittel angeboten da der muttermund leider noch nicht weit genug auf war für eine pda. das hab ich dankend angenommen. da wir mit dem leichtesten angefangen haben hat es aber schon nicht mehr viel gebracht. also kam sie mit der "nächsten stufe" per spritze. damit wir uns noch etwas erholen können

ich hab mich dann ins krankenhausbett gelegt und tom durfte sich auf dem kreißbett breit machen. war alles schön und gut und wunderbar geplant. ich hab noch auf die uhr geschaut und gesehen das es kurz nach 0h war. die hebamme ist dann raus, hat das licht ausgemacht und keine zwei wehen später hat es in meinem bauch geknackt und ich lag im nassen! ich hab dann nur zu tom gesagt "klingel nach der hebi, ich glaub meine fruchtblase ist gerade geplatzt!" dem war natürlich auch so. bei der untersuchung war der mumu auf 2-2,5 cm offen. also immer noch keine pda, dafür stärkere wehen. aber gut, da mussten wir alle mal durch

gegen 1h kam sie dann wieder zur untersuchung und siehe da, 3cm waren erreicht! sagt es und verschwindet wieder. ich war ganz baff und meinte nur zu meinem schatz "und was ist jetzt mit meiner pda?!" sie kam dann aber recht schnell wieder da ich beim wehen veratmen immer lauter geworden bin. die beste frage war dann "und was machen wir jetzt, pda!" nein, ich hab aus lauter vergnügungssucht schon danach gefragt und gesagt ich will eine haben!
der anästhesist kam dann auch recht schnell da sie gerade im op fertig waren und hat mir die pda gelegt. ich muss sagen die spinale hab ich angenehmer in erinnerung! entweder ist es beim legen etwas anders, oder er konnte einfach nicht so gut stechen wie sein kollege damals. nach einiger zeit lag sie dann aber und ich war glücklich und zufrieden! inzwischen war ich auf dem kreißbett und das andere bett wurde für tom wieder reingestellt damit er sich auch etwas hinlegen kann. mit der pda verging die zeit dann wunderbar. tom konnte etwas schlafen und ich konnte mich auch etwas erholen. zwischendurch immer wieder mumu-kontrolle und siehe da, er ging immer weiter auf!
um 6h zum schichtwechsel waren wir bei 9cm und es stand nur noch ein kleiner saum vom hals. ich hab zu der zeit die wehen auch schon wieder stärker gemerkt, trotz der pda. war ja auch kein wunder, es begann langsam zu drücken.
von hier an weiß ich eigentlich keine genauen uhrzeiten mehr. irgendwann blieb dann die neue hebi (die super liebe die mich am tag zuvor schon aufgenommen hatte und sich richtig gefreut hat das ich jetzt bei ihr entbinden werde) bei mir und war immer etwas besorgt weil unter den wehen die herztöne immer etwas abgefallen sind. auch wollte der kopf nicht so recht ins becken rutschen. da hat sie dann aber etwas nachgeholfen. sie hat dann auch irgendwann die ärztin geholt die es sich angeschaut hat und dann meinte ich soll mich mal anders hinlegen. und siehe da, jonas mochte nur die seitenlage nicht, in rückenlage ging es dann! so lag ich also wie eine schildkröte auf dem rücken und der druck nach unten wurde immer stärker. aber die wehen haben nicht ganz ausgereicht um einen richtigen pressdran zu erzeugen. da vorher die herztöne schon auffällig waren wurde der ganze spaß durch einen wehentropf unterstützt und beschleunigt. es ging dann auch recht bald los das ich mitpressen musste. ich weiß nicht wie oft ich gepresst habe, aber langsam waren alle verzweifelt weil jonas nicht richtig rutschen wollte und seine herztöne unter den wehen wieder abfielen. meine liebe hebamme war schon ganz entsetzt und meinte "wir holen das kind jetzt irgendwie daraus, es kann ja nicht sein das sie jetzt nochmal einen kaiserschnitt kriegen müssen wenn wir schon so weit sind!"
es vergingen noch ein paar presswehen und dann kam der oberarzt dazu. ich war irgendwann nur noch wie im dilirium und hab nur gehört ich muss jetzt richtig fest pressen sonst müssen sie die saugglocke holen. was dachten die denn was ich mache?! ein kaffeekränzchen? thomas meinte dann auch: jetzt mach, gleich hast du es geschafft! über mein in dem moment ganz trockenes "das sagst DU!" haben alle anwesenden herzlich gelacht! es half aber alles nichts und sie haben die saugglocke vorbereitet und einen kinderarzt geholt. bis die saugglocke soweit war hatte ich noch ein paar presswehen. jonas war zwar im geburtskanal aber ein kleiner schubs hat noch gefehlt. er wollte einfach nicht! also kam die glocke zum einsatz. als der kopf draussen war war ich erstmal irrsinnig erleichtert! bis zur nächsten wehe und den schultern. ich kann mich noch erinnern das ich mitten im pressen "RAUS!" geschrien hab und dann war er auch schon da und auf meinem bauch! tom durfte ihn dann abnabeln und wir waren wahnsinnig glücklich + sämtliche strapazen vergessen.
die hebamme meinte dann direkt das er ein brocken wäre und es kein wunder war das es ohne unterstützung nicht geklappt hat.
nach dem ok vom kinderarzt der ihn dann gleich untersucht hat durfte er nochmal kurz zu mir und dann zu tom auf den arm während ich genäht wurde. eine stunde lang haben sie an mir rumoperiert. die assistenzärztin hat angefangen und dann nach dem oberarzt gerufen. sie hatten zwar geschnitten, aber ich bin trotzdem noch gerissen. war wohl ein rechtes puzzle!
während dem nähen wurde jonas dann gewogen und vermessen. ich hab schon an toms blick auf die waage gesehen das die hebamme mit dem brocken wohl recht hatte. auf meine frage ob ich es wissen will hat er nur den kopf geschüttelt.
unser sohn kam am 01.04.2011 um 08:04 mit stolzen 4200gr, 59cm, 38cm KU und 39cm schulterbreite auf die welt! viel mehr hätte er nicht haben dürfen, dann hätten sie doch einen kaiserschnitt machen müssen. wir hatten also gerade noch glück und ich bin froh über meine entscheidung nicht noch länger mit der einleitung gewartet zu haben. so kamen wir noch glimpflich davon. die saugglocke hat wirklich nur den letzten ausschlag gegeben. jonas hat nichtmal den typisch verformten kopf und nur einen ganz leichten blauen fleck. es war wirklich nur das kleine tüpfelchen auf dem i das gefehlt hat.
ich hab mir jetzt nicht nochmal alles durchgelesen (keine zeit mehr) und hoffe einfach das es verständlich und ohne zuviel fehler geschrieben ist
