Freitag 04-02-2011 35+6
Endlich war es 7.00, 24 stunden wehen lagen hinter mir, wer weiß wieviel noch vor mir aber der chefarzt wollte mich sehen. Ich ging hin und hoffte inständig das es noch nicht vorbei ist, dass ich noch weiter machen darf. Ich war k.o hatte schmerzen aber ich wollte um himmels willen KEINEN kaiserschnitt, ich bete sonst nie, aber ich habe gebetet!!!!
Der chefarzt untersuchte mich, mumu 3 cm und mächtig druck nach unten. Er fragte mich ob mein Wunsch nach einer spontanen entbindung noch da ist oder ich mitlerweile zu erschöpft bin. Ich bat ihn es weiter probieren zu dürfen und so wurde entschieden, dass ich mich frisch machen sollte, etwas frühstücken und dann in den Kreissaal kommen sollte um an den wehentropf zu kommen.
Ich hatte sooo angst vor diesem Tropf, weil ich so viele Horror geschichten gehört hatte

Ich ging in mein zimmer und würgte mit mühe ein virtel brötchen hinunter, wusch mich und trat den weg zum Kreissaal mit einem angstgefühl im Bauch an.
Mein schatz war informiert und auf dem weg, ich wünschte mir so sehr er wäre schon da so panik hatte ich vor dem tropf

Im Kreissaal angekommen hatte ich übrigens seid etwa 45 minuten KEINE wehe

Ctg angelegt und ab an den Trop (es war etwa 9.30) Ich lag da und wartete, nach einiger zeit begannen die wehen, und sie waren gar nicht schlimm, anfangs sogar "schöner" wie die eigenen *lach* Die Wehen wurden schnell regelmäßig, alle 4 minuten und es zog ganz schön. Aber es war definitiv nicht schlimmer als meine eigenen wehen! Meine Angst war verflogen und ich hoffte nur noch, dass ich mit dieser Hilfestellung meinen Babys näher komme

Gegen 10.30 kam mein Mann und ich war sooo froh. Er war da und ich fühlte mich gleich sicherer.
Gegen 12.00 wure der Mumu kontrolliert 5-6 cm

Das wird heute noch was!!!!!!Ich war soooooooo happy. Ich wurde nochmals über die PDA aufgeklärt und wartete auf die anesthesisten während ich weiter fleißig vor mich hin wehte und das gefühl hatte es dauert alles zu lange. Nach geraumer zeit fragte ich nach und sagte das ich bedenken hätte die pda könne zu spät kommen "frau g. so schnell geht der mumu schon nicht weiter auf

" Ich nahm mir vor, wenn die pda liegt ein bisschen schlaf nachzuholen und kraft für die presswehen zu sammeln. Denn ich ging davon aus, dass der prozess noch lange dauern würde ...
Die ärztin kam nochmal kurz wegen der pda und einer erklärung und frage mich erstaunt "frau G. sie lachen ja noch, normal sind die frauen bei 5-6 cm eher nicht mehr so gut gelaunt" Ich antworte nur "ich bin so froh das sich was tut und es dannach aussieht, dass ich spontan entbinden darf!"
Endlich kam mein Retter

Man war das GENIAL! Ich hatte so schiss vor der PDA aber es war gar nicht schlimm, der arzt war toll! Er nahm mir die angst und spaßte, wollte mir später die pumpe selbst entfernen, weil er wissen wollte wie meine jungs denn heißen solle. Er wünschte mir alles gute.
Es war sooo toll, nach einer solangen tortour schmerzfrei zu sein!
Ich schickte meinen Schatz zum Mittag essen, es war etwa 14.00. Ich wollte etwas schlafen, weil ich dachte das dauert noch

Kaum verließ mein Männe den kreissaal hatte ich das gefühl, die PDA hilft nen dreck

Ich hatte so dermaßen druck nach unten und das gefühl das will raus. Ich rief die Hebi, die schaute nach dem mumu und sagte nur " nix mit schlafen, mumu ist 9 cm, das dauert nimmer lang bis zu den richtigen Presswehen"

Ich war so verdattert und versuchte völlig verzweifelt meinen schatz zu erreichen, weil ich schiss hatte das ich da allein durch musste. Es war etwa gegen 15.oo ......
Ich lag da und durfte leicht mit schieben, das sooo gut

Gegen 16.00 kam die hebi, Muttermund weg nur noch ein minisaum, der dem druck aber nicht standhalten könne ...... 16.30 selber befund ... Ich bekam angst, denn es drückte wahnsinnig und es passierte aber nichts ... Der Chefarzt wurde gerufen

Er untersuchte mich, fuchtelte am mumu saum rum und sagte zu mir "in der nächsten wehe pressen sie mit was das zeug hält" Ich presste, er fummelte am köpfchen rum, die hebamme presste und drückte auf meinen Bauch rum, das ganze machten wir bei 4 wehen. Nichts passierte.... Chefarzt machte ultraschall und sein gesicht wurde ernst, als er sah das lukes Herztöne langsam den stress wieder spiegelten.
Durch lagerungsänderung und erneutem pressen, drücken und co versuchte der doc mit mir alles um mir eine spontane Geburt zu ermöglichen. Doch dann fielen Lukes hertöne immer weiter ab. Der wehentropf wurde abgestellt und der chefarzt sah mich mit traurigen augen an....
Ich wusste es ....ich hab es gewusst bevor er es aussprach ... "frau G. ihr sohn kommt nicht weiter in den geburtskanal der kopf hat sich völlig falsch eingestellt und alle versuche ihn zurück zu bringen um sich neu einzustellen haben nichts gebracht" "der kopf rutscht statt weiter nach unten immer wieder nach oben ab" "es tut mir so leid, aber es besteht keine möglichkeit einer spontanen geburt"
Ich brach in Tränen aus, es tat so weh, ich habe sooo gekämpft, ich habe es so gewollt, ich wollte es einfach nicht hören

Der chefarzt nahm mich in den arm und alle im Kreissaal sagten mir das ich nichts dafür könne, und trotzdem fühlte ich mich so schuldig!!
Er sagte mir das ich jetzt nicht pressen dürfe, auch wenn es drückt.
Mein anestesist kam wieder, mit einem Blümchen in der Hand. Das gab er mir und sagte das ich mir keine vorwürfe machen soll, viele hätten eher aufgegeben oder gleich einen ks verlangt. Das was ich gemacht hätte wäre eine große leistung ... Ich weinte immernoch, denn ich fühlte mich so als versagerin!
Innerhalb von 10 minuten ging alles ganz schnell, auf dem weg in den op wurde ich über den ks aufgeklärt und die pda wurde aufgespritz.
Der katheder wurde gelegt, alles abgeklebt und alle waren soooo lieb zu mir. Es waren so viele Ärzte im raum, Hebammen, kinderärzte, meine güte, mehr hätten nicht gepasst! Ich hatte plötzlich so angst um meine jungs, weil ich überall nur hörte "4 wochen vor termin, hertöne abgesackt"
Dann ohne vorwahnung ging es los. Der oberarzt rief nur "scheiße, absaugen, absaugen" und ich bekam soooooo panik. Ich war so froh, als ich endlich um 17.15 den erlösenden schrei meines erstgeborenen hören durfte! Aber ganz ruhig war ich noch nicht, denn mein 2. war noch im Bauch und ich wollte das es beiden gut geht. Angenehm war das nicht, man merkte jede bewegung und wie das fruchtwasser auslief

Das öffnen der 2. Frubla hörte sich genau so an wie der blasensprung nach einem Knack und viel rumgemachte hörte ich um 17.16 den schrei meines kleinsten. Das war so erlösend! Den beiden ging es anscheinend gut. Ich durfte beide nur ganz kurz sehen, da sie direkt zu den kinderärzten gebracht wurden.
Ich war so froh das mein Mann da war! Ich fand das ganze sehr unangenehm, und wenn ich nicht den vorteil, meine beiden sofort sehen zu dürfen so genossen hätte würde ich lieber wieder ne Vollnarkose haben wie bei meiner ersten
Bei der ausschabung hab ich dann gesungen um mich abzulenken, der oberarzt und co stimmtem mit ein

Sie sagten zu mir ich dürfe sie ruhig anschreien und das er aber nen bayrischen akzent hätte, ich antwortet dann nur "ich kann aber nur hessisch"

Die ärzte waren wirklich toll und so nett. Jedenfalls bis sie mir auf meinen frisch genähten bauch gedrückt haben um blut und co aus der Gebärmutter abzulassen

gut das ich nur den druck merkte und noch keine schmerzen.
Mein Mann währenddessen zu unseren kleinen gegangen und als ich endlich vernäht war kam ich an den tropf und wurde auch zu ihnen gebracht. Meine kleinen wurden gerade auf der neo versorgt und ich wartete im nebenraum ungeduldig auf meine beiden. Nach einer gefühlten ewigkeit kamen sie endlich um die ecke. Es war soooooo wunderschön, nach der ganzen schwierigen Schwangerschaft konnte ich meine wunder endlich anfassen. Es entschädigte für alles und es tat soooo gut.