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Autor Thema: Carlotta Isabel - ein geplanter KS? (nichts für schwache Nerven!!) - lang!  (Gelesen 3124 mal)

schmaili80

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Hier mein Geburtsbericht. Ich habe ihn extra ausführlich geschrieben um es selber irgendwann verarbeiten zu können. Bitte nur lesen, wenn ihr wirklich wollt. Und jetzt versteht ihr sicher auch, warum es nicht mal eben per SMS nähere Infos gab :-\

Angefangen hat alles am Samstag, den 26.3.11. Johanna war bei ihrem Papa und wir haben hier im Garten meiner Großeltern die Bäume ausgeschnitten, also nicht ich, ich hab nen guten Eindruck gemacht ;). Auf einmal wurde mir schwindelig, ich sah Sternchen. Hab dann gedacht liegt am Wetter, war nen Glas Cola trinken und es wurde wieder besser. Kurze Zeit später das gleiche Spiel, danach den ganzen Tag nix mehr. Sonntags fühlte ich mich zwar irgendwie "komisch" aber mein Kreislauf war gut. Montags mußte ich einige Behördengänge und Einkäufe erledigen. Stehe im Supermarkt an der Kasse und sehe plötzlich Sternchen, bekomme Schweißausbrüche und Herzrasen. Bin dann kurzerhand zu meiner FA gefahren, dort CTG, Blutdruck usw. Alles bestens, Baby ging es laut US gut, geschätzt 2400g schwer. Sie hat mich dann erst vor die Wahl gestellt, Blutentnahme und nach Hause oder zur Beobachtung mal 3 Tage ins KH. Ich wollte logischerweise heim, hab ja immerhin noch Johanna. Das fiel ihr dann auch wieder ein und gerade deshalb hat sie mich ins KH gesteckt.  :-\
Bin dann erstmal nach Hause, hab meine Mama und meine Großeltern informiert und organisiert, dass mich a) einer ins KH bringt und b) einer Johanna vom KiGa abholt. Am Ende hat mich meine Mama mit Johanna ins KH gebracht. In der Zwischenzeit mußte ich erstmal fix meine Tasche packen, schließlich war der KS für den 14.4. geplant, ich wollte die Tasche erst am 10. oder so packen s-:). Hab auch nur Sachen für 3 Tage eingepackt, schließlich wollte ich dann wieder heim.
Im KH angekommen ab zum CTG und US, auch dort alles bestens. Mein Blutdruck allerdings nur bei 100/55. Es wurde dann einfach bis donnerstags nur beobachtet, der Blutdruck war immer mal schwankend, aber laut den Schwestern alles im Rahmen. Er hielt sich immer zwischen 90/55 bis 110/60 (für mich eindeutig zu wenig, hatte die ganze SS komplett immer 120/70, immer!). Okay, Freitag, den 1.4.11, ich morgens um 7 Uhr zum CTG, denke schon mmmh, irgendwie ist alles wieder doof mit dem Kreislauf. Ich liege gerade, da bekomme ich Schweißausbrüche, Herzrasen und sehe Sternchen. CTG aber gleichzeitig alles schick. Die haben dann schnell ne Infusion angehangen und Blutdruck gemessen und der war nur bei 85/45, mein Puls bei 115. Hab dann was für den Kreislauf bekommen und kurze Zeit später war wieder alles schön. Hatte dann an dem Tag noch nen EKG, aber auch dort, alles bestens. Ich hab dann am Samstag und Sonntag je einmal Kreislaufinfusion bekommen und damit ging es auch ganz gut. Was nicht so toll war, jeden Tag einen neuen Zugang, meine Venen sind ne Katastrophe und immer gleich entzündet. So seh ich auch heute noch aus….
Dazu haben sie festgestellt, dass mein Blutzucker auch nicht gerade toll ist, er war immer an der unteren Grenze bzw. oft auch drunter, dabei war der OGTT in der SS unauffällig. Hab dann also noch zusätzlich Glucoseinfusionen bekommen, was zur Folge hatte, 2x am Tag nen neuen Zugang.
Montags ging es mir auch richtig gut, mein Plan war ja unbedingt noch mal nach Hause zu gehen. Ich hatte zwar alles gewaschen, aber es war kein Bett bezogen, ich hatte noch keine kleinen Sachen gekauft, keine Heimgehgarnitur ausgesucht, nix eingekauft usw.
Dienstag bekam ich dann eine nette Dame Jahrgang 33 auf mein Zimmer und da nahm dann eigentlich die Katastrophe ihren Lauf. Ihre 1. Tätigkeit war es die Heizung auf 5 zu drehen, die 2. mir über 1 Stunde die Ohren vollzujammern, dass sie ja nix mehr außer Suppe essen könnte (um dann nach 1 Stunde innerhalb von 5 Minuten ein großes Schnitzel zum Mittag zu verdrücken und danach 30 Minuten Essensreste unter ihren Gebiss hervorzuschlürfen) und die 3. mir ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Als der “Kaffee” kam fühlte ich mich wie ein gekochtes Hähnchen, ich hatte wieder Schweißausbrüche und mir war wieder “komisch”. Die gute Dame wollte aber nicht mit sich reden lassen wegen der Heizung, somit konnte ich erst die Chance nutzen, als sie zum EKG war um das Fenster aufzureißen. Als sie wiederkam haben wir dann fast 30 Minuten diskutiert, was schlimmer ist, eine Erkältung weil das Fenster auf ist und sie nicht operiert werden kann oder das ich mit meinem Kreislauf aus dem Bett kippe. Ich bin dann irgendwann mit meinen Großeltern ins Besucherzimmer gegangen, aber auch dort war mir komisch. Hab dann Blutdruck messen lassen und der war da auf einmal bei 150/100, ganz andere Richtung also. Ich ab zum CTG gefahren worden, dort CTG super, der Blutdruck ist dann innerhalb von 15 Minuten abgerauscht auf 85/50, okay, deshalb war mir komisch. Durfte dann aber wieder aufs Zimmer, Plan war weiterhin täglich die Infusion, wenn Besserung nach Hause und Sectio am 14.4. Im Zimmer dann wieder eine nette Diskussion über die Betten, ihres am Fenster, meines an der Tür, sie wollte unbedingt tauschen, ich nicht, lag da schon immerhin fast 10 Tage. Um 21 Uhr ließ sie mich dann wissen, sie nehme jetzt die Schlaftablette und ich solle gefälligst das Licht löschen…haha, wo ich doch in den Betten so prima liegen konnte und ja auch unbedingt schon um 21 Uhr schlafen wollte. War dann frech, Licht war bis 22:30 Uhr an ;-).
« Letzte Änderung: 17. April 2011, 23:40:45 von schmaili80 »
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schmaili80

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Antw:Carlotta Isabel - ein geplanter KS? (nichts für schwache Nerven!!)
« Antwort #1 am: 17. April 2011, 23:38:06 »
Die Nacht war der Horror, aber ich kann nicht mal sagen warum. Die Dame neben mir hat geschnarcht wie nix Gutes (am nächsten Tag meinte sie, sie hätte kein Auge zugemacht..jaja :-X) und ich war einfach nur wach. Ich hab geschwitzt ohne Ende, dabei war die Heizung aus, war im Stundentakt auf Toilette und mir war einfach komisch. Am Morgen konnte ich dann kaum laufen, ich konnte keinen Fuß vor den anderen bekommen, es hat alles geknackt im Beckenbereich. Damit hatte ich die ganze SS keine Schwierigkeiten. Mußte dann um 7 Uhr zum CTG, bis auf den Flur bin ich noch gekommen, dann sah ich wieder Sternchen.  Somit wurde ich hingefahren und mit den netten Worten: Vera, du siehst heute aber schei*** aus empfangen…danke!! CTG wie immer alles super, keine Wehe, Herztöne top. Die Hebamme meinte dann sie stellt mich gleich dem Chef vor, ich gefalle ihr gar nicht, ich wäre heute bei 36+3, die Welt würde nicht untergehen, Baby kann raus. In diesem Moment mußte ich dann heulen, denn es war genau das, was ich den ganzen Morgen im Kopf hatte. Ich kann nicht mehr!! Nach 10 Tagen immer mal wieder Schwindel, Sternchen, Herzrasen, andauernd neuen Infusionen, der Dame in meinem Zimmer und die total schlimme Nacht mit den Schmerzen im Beckenbereich. Ich konnte einfach nicht mehr und das ist wirklich ein Zustand, den ich von mir nicht kenne. Eine innere Stimme sagte ganz laut: “Baby muß raus”!! Aber gleichzeitig die Angst vor dem KS, die Erinnerung an die Horrorgeburt von Johanna, die Gewissheit, dass Baby noch immer keinen offiziellen Namen hatte und das ich doch gerne als Geburtstag den 14.4. wollte und auch keinen bewußten Tag mehr alleine mit Johanna verbracht hatte. Ich war so zerrissen. Dann kam die Oberärztin, guckte mich an, guckte das CTG an. Erklärte mir, der Chef sei nicht im Haus, ich solle doch noch durchhalten, dem Baby würde es gut gehen und ich würde sonst doch ein Frühchen bekommen usw. Und ich…ich hatte Angst was zu sagen, Angst vor dem KS. Somit nickte ich nur, sagte ja und amen und die Ärztin ging. Die Hebamme hat mich dann zurück ins Zimmer gebracht, da war es ca 9 Uhr und ordentlich mit mir geschimpft. Und sie hatte so Recht, ich wusste genau, dass ich klar hätte sagen müssen was los ist und nicht ja und amen sagen. Somit kam ich als ein kleines heulendes Häufchen Elend in meinem Zimmer an, empfangen von der netten Dame, die gleich wieder mit der Bettdiskussion anfing. Super! Schwester Petra kam dann um das Frühstück abzuräumen und fand mich als Häufchen Elend im Bett vor. Hab ihr dann erzählt was los war und sie meinte dann nur, aber der KS kommt doch so oder so, ob nun heute oder nächste Woche, die Angst bleibt doch….klar. Sie ist dann los und hat die Gyns angerufen, die waren aber schon im OP. Die wollten dann noch mal in einer OP Pause kommen. Zwischenzeitlich kam meine Mutter mit Johanna, die ist fast aus dem Zimmer gerannt als sie mich sah, ich muß echt schlimm ausgesehen haben. Hab ihr dann erzählt was los ist und sie meinte auch gleich, dass ein Blinder mit dem Krückstock sieht, was los sei. Gegen 10:30 Uhr kamen dann die Oberärzte noch mal. Hab dann unter Tränen erzählt, was wirklich los ist und das ich aus Angst vor dem KS morgens im Kreissaal nicht gesagt hab, wie es mir wirklich geht. Die Oberärztin meinte dann, der Chef wäre nicht im Haus heute, ob ich nicht doch noch bis 37+0 (Sonntag) oder besser 37+1 (Montag) schaffen würde. Sie wollte den KS nicht machen. Meine Mutter und Schwester Petra haben sich dann eingemischt und somit wollte sie gegen 14 Uhr mit dem Chef telefonieren, wenn der OP Plan durch ist und ich sollte mir überlegen, ob ich wirklich das Frühchen riskieren wollte, nur weil ich nicht mehr konnte. Hab dann lange mit meiner Mama gesprochen, mit 2 Freundinnen telefoniert. Meine Mama hat dann Johanna in den KiGa gebracht, wollte um 14 Uhr zur Entscheidung wieder da sein. Um 13 Uhr hab ich mich dann mal wieder auf die Toilette gequält, kam gerade mit Tränen in den Augen vor Schmerzen aus dem Bad, als die Oberärztin reinkam. Sie fragte dann nur: Wollen sie den KS wirklich heute. Und da hab ich mit felsenfester Überzeugung “JA” gesagt. Sie hatte mit dem Chef telefoniert, er wäre erst abends zurück. Ob ich einverstanden wäre, wenn sie den KS machen würde. Ja, ich war einverstanden. Ich wollte es einfach nur “geschafft” haben. Und dann ging es echt fix. Ich hab direkt das Aufklärungsgespräch von der Gyn bekommen und war um 13:15 Uhr schon im KS. Dort ran ans CTG, alles super. OP-Vorbereitung, mal wieder ne neue Infusionsnadel, Infusion dran, lief so naja, aber es war ja alles zerstochen. Um 14:30 Uhr sollte es losgehen. Ich war plötzlich total ruhig, hab meinen "Mann" versucht zu erreichen, aber der war auf Lehrgang, nicht erreichbar, Baby kein Name. Hab dann immer mal wieder zur Uhr geguckt, 14 Uhr, keine Mama da. Und die sollte ja mit in den OP!! Da bekam ich langsam Angst. Um 14:10 Uhr habe ich sie dann angerufen, sie: Ja, ich bin gleich da, ich packe gerade ein. Okay, denk ich, haste dich verhört, die parkt gerade ein. Ich zu ihr, ja, beeil dich, um 14:30 Uhr geht es los. Sie jaja, ich bin gleich da, Okay, 14:30 Uhr, Hebamme kommt, es geht los, keine Mama da. Vera in Panik! Ich werde in den OP gefahren, dort muß ich noch kurz in der Schleuse warten. Es wird mir versprochen, sobald meine Mama da ist, wird sie zu mir gebracht. Dann komme ich in den Anästhesieraum, ich muß noch mal kurz warten. Die Infusion an meiner Hand läuft mehr als schlecht, sie wird anders geklebt, damit geht es. Endlich kommt meine Mama!! Die hatte es gar nicht gerafft und war zum Zeitpunkt meines Anrufs wirklich am Einpacken…die war nämlich noch fix einkaufen!!!
Naja, denk ich, nun kann nichts mehr schief gehen, Baby kommt gleich, Mama ist da. Ich rüber in den OP. Die Anästhesistin macht ein Aufklärungsgespräch in 2 Sätzen, mir egal, ich will eh nix hören. Die PDA wird gesetzt, ich zitter wie nix Gutes. Und ich hatte vergessen, dass die blöde örtliche Betäubung viel viel mehr weh tat, als die PDA selber! AUA!!! :-X Dann muß ich mich hinlegen, meine Beine werden warm, ich werde “in Position gefahren”. Ich erzähle der Anästhesistin gerade, dass mir nach den Ops immer schlecht wird und ich mich übergeben muß, als mir plötzlich komisch wird. Mir wird schwarz vor Augen, ich höre wie einer sagt: Der Blutdruck rauscht ab, nur bei 75/40, eine Ärztin schimpft, die Infusion läuft nicht mehr. Ich merke, wie man mir Nadeln versucht in den Arm zu rammen, erstaunlicherweise tut es nicht mal weh. Plötzlich geht es mir besser, ich höre die Ärztin noch immer schimpfen, wie man mich so zerstochen und mit so einem schlechten Zugang in den OP verfrachten konnte. Mittlerweile ist alles abdeckt, der Bauch wird desinfiziert, mir geht es wieder gut, meine Mama sitzt neben meinem Kopf und spricht beruhigend auf mich ein.
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Antw:Carlotta Isabel - ein geplanter KS? (nichts für schwache Nerven!!)
« Antwort #2 am: 17. April 2011, 23:39:15 »
Es geht los, jemand sagt “Schnitt”. Eine Uhr kann ich nicht sehen. Die Kinderärztin kommt und stellt sich mir vor, sie macht einen sehr netten Eindruck. Aber irgendwie ist da eine innere Unruhe, ich kann das Gefühl nicht beschreiben. Ich merke, wie an meinem Bauch “gearbeitet” wird. Die Absaugung geht an, meine Mama redet noch immer mit mir, was sagt sie eigentlich? Egal, die Absaugung ist an, gleich weint mein Baby. Normal dauert es ca 30 Sekunden, aber man hört nur die Absaugung und Stimmengemurmel. Dann merke ich, wie Panik auf der anderen Seite des Tuches entsteht. Ich höre mich eigentlich ununterbrochen zu meiner Mama sagen: Mama, da stimmt was nicht!!! Mama versucht mich zu beruhigen, geht nicht! Die Anästhesisten guckt übers Tuch, sagt: Alles gut. Nein, nix ist gut, die Absaugung ist an, sie saugen ohne Ende und sind in Panik. Auf einmal hab ich das Gefühl, es zerreißt mich, überall sind Bewegungen auf meinem Bauch, überall Druck, es wird eine 2. Absaugung angefordert und das Baby weint noch immer nicht!!!! Ich hab Angst, so große Angst! Und ich kann nix machen, sag nur immer wieder, Mama, es stimmt was nicht. Die Anästhesistin sagt plötzlich, ich sehe eine Hand und nen Fuß, gleich ist sie da. Sie wollte mich beruhigen, aber gerade das macht es noch schlimmer. Hand & Fuß, Querlage, sie bekommen sie nicht raus!!! Es wird noch immer gesaugt und gezerrt und gedrückt, plötzlich sagt einer, Baby ist da! Und ich höre…..nix. Sie weint nicht!! Ich fange an zu heulen, es vergeht eine gefühlte Ewigkeit, dann endlich ein Aufschrei…..mein Baby lebt!!!!! Es dauert noch ein bisschen, dann kommt die Hebamme und zeigt mir ein winziges Gesicht im Handtuch, sie blinzelt mich an. Ich kann nur noch heulen. Im Hintergund noch immer die Stimmen, die Absaugung, ich frag, was los ist. Es heißt, alles in Ordnung, sie machen zu. Nein, denk ich, nix in Ordnung, das Gefühl ist noch da. Die Hebamme bringt mein Baby wieder zu den Kinderärzten, angeblich kann es mit mir gleich in den Kreissaal, paar Minuten später kommt die Kinderärztin, Babylein soll mit zur ITS zur Überwachung. Ich heule wieder, wieder kein Babykuscheln nach der Geburt. Es heißt nur bis morgen… Ich darf sie noch mal sehen, so eine kleine Stupsnase, sie sieht aus wie Johanna. Dann ist sie weg, die Geräusche bleiben. Die Ärzte verlangen nach Spülflüssigkeit, erst 1 Liter, dann noch einer und noch einer, ich muß mich übergeben, ich hab das Gefühl ich werde überfahren….ich sag zu meiner Mama mal wieder, da stimmt was nicht. Plötzlich wird mir wieder komisch, ich werde total müde, schlaf fast ein. (meine Mama meinte im nachhinein zu mir, erst wurde ich ganz weiß-blau, dann knallrot und dann hab ich die Augen zugemacht, das war der Zeitpunkt, wo sie fast vom Stuhl gekippt ist). Dann wird es wieder besser, meine Mama wird rausbegleitet, ich werde noch mal in eine andere Position gefahren, der MuMu müßte noch geweitet werden. Aha? Macht man das nicht eigentlich bevor der Bauch wieder zu ist?
Dann rüsten sie ab, die Tücher kommen weg, ich werde in mein Bett verfrachtet. Ich fühle mich super! Es ist überstanden. Ich komme in den Kreissaal zur Überwachung, alles ist gut. Meine Mama geht das Baby angucken, ich telefoniere und schocke meinen Bruder und meinen Papa, die ja noch von nix wussten. Die Oberärztin kommt. Sie erklärt mir, dass was ich schon eigentlich wusste. Es gab Komplikationen. Sie haben wie geplant in meine alte KS Narbe geschnitten, sind dann aber auf die Plazenta gestoßen und die war voll mit fingerdicken Krampfadern. Keine Chance dort zu schneiden. Somit haben sie den Schnitt vergrößert, weiter gedehnt und oberhalb der Plazenta geschnitten. Es war nix zu sehen, aber auch dort war alles voll mit Krampfadern, es hat geblutet wie nix gutes. Zeitgleich hat sich die Plazenta gelöst, da hat es nun auch noch geblutet, alles war voll mit Blut, sie konnten nix sehen. Baby war ja klein, lag wohl in Schräglage und wurde durch die Eröffnung der Fruchtblase in eine Querlage unter meine Rippen gedrückt und hat sich dort verharkt. Sie bekamen sie nicht zu packen, mußten erst die Plazenta teilen und entfernen (die wird eigentlich nicht geteilt und erst nach Geburt des Babies entfernt) und haben dann ohne Ende abgesaugt und in alle Richtungen den Schnitt weiten müssen um das Baby raus zu bekommen. Laut Bericht der Kinderärzte lag die Zeit von Eröffnung der Fruchtblase bis Geburt vom Baby bei 5 - 7 Minuten!! Ich hatte in alle Lagen im Bauch eingeblutet, sie haben mit insgesamt 5 Litern Flüssigkeit meinen Bauchraum spülen müssen, der Blutverlust lag bei 1 Liter. Notfallblutkonserve stand schon auf Abruf bereit. Ich habe sie aber nicht gebraucht, mein HB war vorher ziemlich gut, ich seh zwar noch immer einer weißen Wand sehr ähnlich, aber der HB steigt dank Eisentabletten wieder. Meine Mama kam mit süßen Fotos von meinem Baby und für mich war die Welt wieder in Ordnung. Ich kam aufs Zimmer, ich hatte ne Drainage gelegt bekommen wegen der Blutung und den Blasenkatheter. Um ca 20 Uhr kam der Chefarzt und meinte zu mir: Herzlichen Glückwunsch zum Baby. Ich muß zugeben, ich bin sehr froh, dass sie auf den heutigen KS bestanden haben und wir uns doch dazu durchgerungen haben ihn zu machen. Ich möchte nicht drüber nachdenken, was passiert wäre, wenn wir noch ein paar Tage gewartet hätten! Diese Worte werden in meinem Kopf nie verklingen.
Die Nacht war nicht toll, ich hatte Nachwehen und entsprechende Schmerzen. Um 22 Uhr hab ich endlich meinen “Mann” erreicht und Baby bekam offiziell meinen!! Wunschnamen. Ich hab mehrmals mit der ITS telefoniert, Baby hatte Blutdruckprobleme, bekam mehrmals Volumengaben, aber sonst ging es ihr gut. Donnerstag morgen kamen Drainage und Blasenkatheter raus, mein Blutdruck war 100%, nix Schwindel, ich konnte aufstehen, alles super! Meine Plazenta ist eingeschickt, es wird vermutet, dass die Krampfadern alles ausgelöst haben, Ergebnis steht aus. Mittags brachte mir eine “alte” Kollegin mein Baby für 1 Stunde zum Kuscheln, ich sollte an dem Tag noch nicht zur ITS, die hatten noch immer Angst wegen meinem Blutverlust. Es war so schön, sie war so süß. Leider mußte sie abends wieder an die Infusion Blutzuckerprobleme. Am Freitag durfte ich endlich zu ihr. Die Oberärztin kam, auch eine “alte” Kollegin von mir und irgendwie hatte ich wieder dieses Gefühl. Sie erzählte mir, dass es ihr soweit gut gehen würde, die Blutdrücke wären jetzt alle super, der Blutzucker noch nicht, aber okay, zu verkraften. Und dann erzählte sie mir etwas, was ich erst am Samstag richtig begriffen habe und was mich noch immer total fertig macht. Mein Baby hatte nach der Geburt keine Herzfrequenz mehr und wurde reanimiert!!! Mein Baby, welches da auf meinem Arm lag, wäre um ein Haar nicht bei mir gewesen. Es war so was von kurz vor knapp, zum Glück hat sie sich gut erholt, die Blutwerte waren noch einigermaßen okay, ich hoffe, sie ist ohne Folgen davon gekommen, sagen kann es mir keiner. 2 Kinder und beide fast bei der Geburt gestorben. Ich weiß nicht, wie lange ich daran noch zu knabbern haben werde. :'(
Bis Sonntag lag sie noch auf ITS, Blutzuckerprobleme und Phototherapie (positiver Coombstest), trinken mochte sie quasi gar nicht, hat ne Magensonde. Am Sonntag Nachmittag durfte sie endlich zu mir, es folgten im Kinderzimmer noch 2x Phototherapie. Zudem hatte sie über die erlaubten 10% abgenommen, wog zwischenzeitlich nur noch 2220g und stand kurz wieder vor Infusion auf ITS. Gestern Nachmittag durften wir auf meinen Wunsch als Ausnahme mit Magensonde ( dank meines Berufs und meiner “alten” Kollegen) endlich nach Hause. Morgen müssen wir noch mal zur Kontrolle ins KH, im schlimmsten Falle noch mal zur Phototherapie dableiben. Ich hoffe von nicht. Mittlerweile tinkt sie ganz gut die abgepumpte MuMi. Ich denke die Sonde braucht sie bald nicht mehr.

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schmaili80

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Antw:Carlotta Isabel - ein geplanter KS? (nichts für schwache Nerven!!)
« Antwort #3 am: 17. April 2011, 23:39:27 »
Am Ende bin ich unendlich dankbar für die Schutzengel meiner Töchter und für meinen eigenen und für meine Mama, die in den schweren Minuten so stark an meiner Seite gesessen hat.


Carlotta Isabel
06.04.2011 um 15:16 Uhr
2500g schwer
47cm groß
33cm Kopfumfang

Da werden Hände sein,
die Dich tragen und Arme,
in denen Du sicher bist
und Menschen,
die Dir ohne Fragen zeigen,
dass Du willkommen bist.


Danke fürs Lesen.
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*little princess*

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 :'( Oh mein Gott, das klingt wirklich schlimm.

Ich freu mich aber, dass ihr jetzt zuhause seid und du hoffentlich alles genießen kannst.

 :-*

Sweety

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  • Praktizierende Sweetistin :)
Vera, du arme liebe Maus!! Mir ist ganz anders geworden beim Lesen :-[

Ich wünsche euch eine wunderschöne Zeit miteinander zu dritt, die den ganzen Horror ausgleicht s-druecken



sanigirl

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  • Zwei (B)Engel begleiten uns!!!
Was für ein Bericht  :-\

Ich drücke dir die Daumen, das du das alles bald verarbeiten kannst.

Und natürlich nochmal Herzlichen Glückwunsch zur Geburt deiner 2. Tochter und eine wundervolle Zeit in eurem "Weiber"haushalt  :)
~~Dem Speck an den Kragen noch 5 kg zum Zielgewicht~~


Christiane

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  • Die 5 und die 11 - unsere Glückszahlen!
Mensch Vera, das liest sich ... Puh!
Ich bin froh, dass ihr alle es überstanden habt und nun endlich die Zeit zu Dritt daheim genießen dürft. Hoffentlich erholt ihr euch alle gut von den Strapazen und dem stolprigen Start in Carlottas Leben :-*


Pico

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Das klingt wirklich nicht so schön....das tut mir so leid....


Wenn du reden magst dann melde dich gerne...du kennst ja meine Geschichte und das was vor uns Liegt...
Nimm ein Kind an die Hand und lass dich von ihm führen. Betrachte die Steine, die es aufhebt und höre zu, was es dir erzählt. Zur Belohnung zeigt es dir eine Welt, die du längst vergessen hast.


Speranza

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  • ..Trouble'chen
Mir fehlen die Worte, wahrscheinlich gibt es auch keine die dir helfen.

Aber es ist Wahnsinn was du geschafft hast und ich freue mich für euch, dass ihr jetzt (fast) alles überstanden habt!


Nenita

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Oh Mann Vera... :-[ :-[ Mir fehlen die Worte für das was du durchmachen musstest!

Aber ich freue mich dass scheinbar alles gut ausgegangen ist und ich wünsch euch alles Liebe!! Und einen wundervollen Namen hast du ausgesucht! :)

-------------------------------------------------------------
Keiner ist unnütz,
er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen!

Emma2006

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  • Meine Laufmaus
Oh man Vera! Da habt Ihr ja einiges durchgemacht.  :-[

Nochmal alles,alles Gute zur Geburt von Carlotta isabel (ganz toller name übrigens)

Ich wünsche Euch einen guten Start in Eurem Zickenhasuhalt.  :-*
bin schcon sehr auf Fotos gespannt.



Nadine456

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  • Meine Männer machen mich komplett :)
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Ich sitze hier mit Tränen in den Augen :-[

Ich wünsche Dir und deinen Mädels alles gute  s-druecken



Ann ♥

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  • ♥Marie♥ 2.11.2004 1950g ♥Sarah♥ 15.04.90
Oh Vera ich sitze hier mit Gänsehaut, du hast ihn sehr schön und voller Emothionen geschrieben. Komisch, auf einmal kam mir meine Geburt mit Marie wieder vor die Augen und ich habe alles so klar wieder gesehen, obwohl es doch schon fast 6,5 Jahre wieder her ist.

Die Kinder sind kleine Kämpfer und auch deine Carlotta wird in ein paar Wochen ein ganz munteres und gesundes Baby sein.

Du selbst komm erst mal zur Ruhe und sammle Kräfte für die nächsten Wochen und Monate. Genieß trotzdem dein Babyglück und sein einfach nur dankbar.

Alles Gute für dich und deine 2 Mädels.

Ich denk an dich

Ann
[

pelα ღ

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  • .. glückliche Frühchen-Mama ♥
 :'( ... Ich habe hier ganz schön zu kämpfen!

Ich wünsche Euch einen ganz wunderbaren Start in das Familienleben
zu dritt und hoffe sehr, dass Du das Erlebte gut verarbeiten kannst!  :-*
Viele Grüße Pela




Nihale

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oh liebe vera,

ich bin sichtlich mitgenommen von deinem geburtsbericht und bin wirklich sehr erleichtert, dass ihr solche schutzengel habt!!!!!!

meine güte. man darf wirklich nicht drüber nachdenken, was alles hätte passieren können.

genieß deine mäuse und hohl das kuscheln nach.

kann dir sehr gut nachempfinden, wie du dich gefühlt hast. ich habe auch beide kinder nicht nach der geburt bekommen. bei lenny gings noch bei hannah war es eine katastrophe. aber eine andere geschichte.

herzlichen glückwunsch zur süßen maus!!!!!
Lennard * 12.07.2007
Hannah * 30.06.2009

und 3 * im Herzen

schwarzesgiftal

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Ohweiha da habt ihr ja was durchgemacht... ich kann das so gut nachfühlen.... und bin sooo froh dass ihr das doch gut überstanden habt
Unser Mausi 20.06.2006
Unser Schnecki 24.06.2008




“ I'd rather be hated for who I am, than loved for who I am not.”

Fannilein

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  • Ich liebe Euch 3!!!
Ich weiss gar nicht was ich sagen soll, ich sitze hier mit Tränen in den Augen... :'( :'(

Gott sei Dank ist alles gut gegangen!!!
Herzlichen Glückwunsch auch nochmal hier, das ihr Euch schnell von den Strapazen erholt!!


Blondie

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  • Yve im Herzen, Fabrice & Elin an der Hand
Oha, das liest ich ja heftig.

Aber bitte versuche nicht drüber nachzudenken was wäre wenn, es frisst dich sonst auf.

Du hast 2 gesunde Kinder, genieße dieses Glück und komme für dich erstmal zur Ruhe.

Ich wünsche Dir mit deinen beiden Schneckis alles Gute.

 





Hoffnung ist nicht die Überzeugung, das etwas gut ausgeht, sondern die Gewissheit, das etwas Sinn hat, egal wie es ausgeht.

Milka

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    • Allegra und Serafina
Ich habe Gänsehaut beim lesen gehabt und bin froh, dass alles gut gegangen ist  :-*

Alles Gute für euch  :)
principessa numero uno 08/2006 ♥
numero due principessa 03/2010 ♥


   

Purzl

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Ach Vera, Johannas Geburt war schon so schlimm. Ein Glück, dass Du wieder auf Dein Gefühl gehört hast, tapferes Mädchen!

Alles GUte für euch 3  :)

Purzl

3Littlesunshines

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  • ...it´s magic
*tränchen wegwisch*

arme Vera, was ihr durchmachen musstet  :'( aber jetzt wird alles gut  :-*

ich drück Euch ganz doll und wünsche Euch von Herzen nur noch Sonnenschein und alles Glück der Welt  :-*
ihr habt es soo verdient s-druecken



*yeah yeah*
Die geliebt werden, können nicht sterben, denn Liebe bedeutet Unsterblichkeit

Martina

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  • Ihr seid mein ganzes Herz!!! *knutschimäuse*
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Vera, ich habe Tränen in den Augen und an manchen Stellen musste ich echt losheulen. Es ist unglaublich was du / ihr mitmachen musstet (beide Geburten). Ich drück dich und denk an euch. Gut, dass alles so gut ausgegangen ist und ich hoffe, dass ihr die Zeit zu dritt jetzt wirklich richtig genießen könnt. :-* :-* :-*

Sonina

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Oh mann Vera...   sitz hier auch mit Tränen in den Augen... es tut mir so leid, was ihr da durchmachen musstet. Ich drük euch mal virtuell ganz dolle. Aber nun ist der kleine Spatz da, der übrigens einen wunderschönen Namen hat und es kann ja nur noch bergauf gehen!

Trotz aller Schwiergigkeiten herzlichen Glückwunsch zur Geburt, und lasst es euch in eurem 3 Mäderlhaus gut gehen!

LG Sonja

Mann muss sich schon wundern, warum wir an unseren Erwartungen festhalten.
Das Erwartete ist das, was uns in der Balance hält... aufrecht... ruhig.
Was wir erwarten, ist nur der Anfang.
Das, was wir nicht erwarten ist das, was unser Leben verändert.

Mauslmama

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  • Anna 04.09.2006
    • Anna´s Kleine Welt
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oh vera....

zum Glück hast du auf deine innere Stimme gehört und es ist alles gut gegangen...

ich wünsche dir gaaanz viel ruhe für die nächste zeit, damit du deine mädels genießen kannst...

ach vera, ich hab dir soooo eiine schöne geburt gewünscht...

LG Mauslmama  :-*

PS einene total schönen namen hast du da ausgesucht, die bedeutung ist so schön, und passt so gut

PPS weis die geburt vonn Johanna gar net mehr genau, du sagst, damals war es auch so kritisch?
LG Mauslmama




 

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