Was tun bei zu wenig Milch?Solltest du Stress haben, kann sich das negativ auf die Bildung des Milchspendereflex auslösenden Hormons Oxytocin auswirken. Versuche daher soweit möglich diesen zu vermeiden. Kann dir jemand den Haushalt abnehmen? Kannst du anstrengende Besuche verringern?
Wie weiter oben beschrieben möchten Babys zu Wachstums- und Entwicklungssprüngen gehäuft an die Brust. Wenn es dir möglich ist gib einen Teil deiner Aufgaben ab, leg entspannende Musik ein, schnapp dir ein Buch, kuschel dich mit deinem Baby ins Bett und stille nach Bedarf.
Unterstützend können auch folgende Dinge wirken:
- Milchbildungstee, idealerweise mit Bockshornkleesamen (z.B. von Weleda)
- Malzgetränke wie z.B. Malzbier und Malzkaffee
- Brustkompression (siehe
http://www.uebersstillen.org/jncomprd.htm)
- 2-3 Stillkugeln am Tag essen: 1 kg Weizen-Gerste-Hafer-Gemisch schroten und in einer Pfanne anrösten. 300 g gekochten Vollreis, 350 g weiche Butter, 1 Glas Wasser und 300 g Honig unter das Getreide mischen. Aus der Masse Kugeln mit etwa 2 bis 3 cm Durchmesser rollen.
- Homöopathie:
o Aufbaumittel Stadelmann zur allgemeinen Stärkung
o Bryonia C6 (Ärger der nicht rausgelassen wird, Durst, Kopfschmerzen),
o Calcium carbonicum C6 (Angst, Gefühl der Überforderung, starkes Schwitzen, Kälteschauer, Kind saugt nur wenig)
o Ignatioa C6 (Trennung vom Kind, Vorwürfe, hohe Ansprüche, Gefühl etwas nicht richtig gemacht zu haben)
o Lac Caninum C6 (Milch fehlt ohne ersichtlichen Grund, Angst vor Krankheiten, Gefühl der Niedergeschlagenheit, sehr empfindliche Brustwarzen, wechselnde Beschwerden in den Brüsten)
Achtung Pfefferminze oder Salbei können die Milch zurückgehen lassen.
Sollte bei dir weiterhin ein Gefühl der Unsicherheit bleiben, kontaktiere am besten eine Stillberaterin (siehe unten).
Eventuell erkennt diese Fehler beim anlegen. Je nach Situation gibt es noch weitere unterstützende Mittel wie z.B. ein Brusternährungsset oder Medikamente (Domperidon, Oxytocin-Nasenspray).
Was ist das Gefährliche am Zufüttern?Zufüttern bedeutet leider meist das Anfang vom Ende. Wird nach Bedarf gestillt, so produziert die Brust normalerweise genauso viel, wie das Baby benötigt. Wird dieses Verhältnis gestört „denkt“ die Brust, das Baby braucht nicht mehr so viel und produziert weniger Milch. Ein Teufelskreislauf beginnt. Wenn man einmal mit dem zufüttern angefangen hat, ist die Hemmschwelle vielleicht auch geringer noch ein Fläschen und noch eins zu geben usw.
Auch wird die Gefahr einer Saugverwirrung erhöht, welche verschiedene Stillprobleme nach sich ziehen kann.
Was tun bei zu viel Milch?- Streich die Milch vorsichtig mit der Hand z.B. unter der Dusche aus. Das Pumpen ist dem Saugen des Babys ähnlich und sollte daher eher nicht angewendet werden, da es die Milchproduktion anregt.
- Das Baby auf dem Rücken stillen, also gegen die Schwerkraft.
- ½ Tasse Salbei oder etwas Pfefferminztee über den Tag verteilt trinken. Achtung nicht zuviel, sonst geht die Milch mehr als beabsichtigt zurück.
- Homöopathie, z.B. Phytolacca C6
Wie tun bei wunden Brustwarzen?Die häufigsten Gründe für wunde Brustwarzen sind:
- Falsches Anlegen. Achte darauf, dass sich der Großteil der Brustwarze inkl. Vorhof und nicht nur die Brustwarzenspitze im Mund deines Babys befindet. Die Warze sollte sich beim Ansaugen in der Mitte des Mundes befinden und die Unterlippe sollte nicht eingeschlagen sein.
- Saugverwirrung hervorgerufen durch Schnuller oder Flasche (siehe Ammenmärchen)
- Das Zungenbändchen ist zu kurz. Erkennen kann man dies daran, dass nur die Spitze der Warze wund ist und die Zunge des Babys beim weinen eingekerbt.
- Wenn deine Brustwarze zusätzlich juckt, kann es sich um eine Pilzinfektion (Soor) handeln.
- Wenn du dein Baby von der Brust abnimmst, hast du nicht vorher das Vakuum unterbrochen, indem du ihm vorsichtig seitlich den kleinen Finger in den Mund gesteckt hast.
Häufig dauert es aber auch einfach eine Weile, bis sich die Brustwarze an die Belastung gewöhnt hat.
Folgende Dinge können helfen:
- Auf korrektes Anlegen achten (siehe oben).
- Öfter und dafür kürzer stillen. Dadurch saugt das Baby nicht so gierig. Wenn die Brüste nicht so prall sind, kann das Baby die Warze auch besser erfassen.
- Eine andere Stillposition, z.B. die Footballhaltung versuchen.
- Die Muttermilch auf der Warze verreiben und antrocknen lassen.
- Lanolinsalbe (z.B. Lansinoh) auf die Brustwarze auftragen. Nicht zuviel, sonst weicht die Haut auf und die Heilung wirkt behindert.
- Zu hause möglichst oben ohne rumlaufen, so dass die Brustwarze nicht zusätzlich durch Reibung der Kleidung oder eventuell feuchtes Milieu belastet wird.
- Mehrmals täglich für 10 Minuten vor eine Rotlichtlampe setzen.
- Statt Stilleinlagen aus Plastik Stilleinlagen aus Seide&Wolle verwenden und häufig wechseln, so dass kein feuchtes Mileu entsteht.
- Multimam Brustkompressen
- Homöopathie z.B. Chamomilla D6 (zusätzlich empfindlich, gereizt, ruhelos), Phytolacca D6 (Beschwerden strahlen in den ganzen Körper aus) Dosierung 3mal täglich 3 Globuli, bei Besserung seltener.