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Autor Thema: Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!  (Gelesen 25474 mal)

Hubs

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Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« am: 18. Juni 2011, 13:44:46 »
So liebe Mädels,
hier ist also der neue Laberthread, weil wir in dem ursprünglichen ja ein bissl arg vom Thema abgekommen sind, hier einfach ein neuer Thread zum Thema Verwöhnen, auf Bedürfnisse eingehen, Kinder mit Respekt und Verständnis behandeln etc. pp.

Also ich fang mal an. Lest ihr viel über Kindererziehung? Habt ihr Buchtipps?
Hubs mit den beiden Buben *04/2009 *01/2012


 

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zuz

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #1 am: 18. Juni 2011, 14:01:08 »
Na das hört sich doch gut an :)
Gleich mal eine Gegenfrage: Du lobst immer das Buch In Liebe wachsen. Jetzt hab ich mal in unserer eigentlich gut sortierten Buchhandlung geschaut, leider umsonst. Auch die Büchereien hier haben es nicht. Wo hast Du es denn her? Bevor ich bei Amazon bestelle, würde ich lieber gerne erst mal reinlesen.

@ Quellen: Ich habe "Kinder fordern uns heraus" gelesen und fand den Grundtenor sehr einleuchtend. In seeeehr kurzer Fassung: Kinder wollen eigentlich "gut" sein, bzw. dazugehören. Treten Störungen auf, dann deswegen, weil sie aus irgendeinem Grund eben nicht dazugehören können. Entsprechend sollen Eltern ihnen dabei helfen, indem sie ihnen v.a. zeigen, welche Folgen ihr Verhalten hat. Also nicht so arg viel erklären, eher nur die Folgen eintreten lassen. Wenn möglich natürliche Folgen, sonst logische.

Da das alles schön und gut ist, aber in der Praxis nicht immer funktioniert, lese ich gern die Elternbriefe vom KSB. Die sind sehr alltagsnah. Besonders für so Perfektionisten wie mich wirken die recht entspannend, weil sie im Grunde raten, immer mal einen Gang runterzuschalten, nicht zu viel zu erwarten und einem das gute Gefühl geben, man mache seine Sache gut und Probleme entstünden nur, weil man es perfekt machen wolle, was nicht nötig sei. Mir tut das immer wieder gut, wenn ich mich grad in irgend einem Konflikt verrenne :)

Insgesamt versuche ich, den Kindern meine Grenzen und die anderer zu zeigen und gleichzeitig ihre zu respektieren. Das ist allerdings ein dauerhafter Lernzprozess, wie ich festgestellt habe :) Irgendwie muss ich meine Erziehung immer wieder neu an die Kinder (naja, eigentlich nur die Große, der Kleine ist eh noch zu klein) anpassen, weil sie sich dauernd verändern, andere Bedürfnisse haben, mehr verstehen usw. Patentrezepte gibt es tatsächlich nicht. Manchmal hört sich eine Methode super an, funktioniert aber bei uns einfach nicht.

Von daher lese ich inzwischen kaum noch was, sondern beobachte lieber meine Kinder und finde so heraus, was bei ihnen grad am besten funktioniert. Und eigentlich bin ich sehr zufrieden so (bis zur nächsten Phase  s-:) ;D)


Christiane

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #2 am: 18. Juni 2011, 14:11:01 »
@zuznazne
Ich habe das Buch "In Liebe wachsen" hier und würde es Dir wohl leihen, wenn Du möchtest :)


Zuletzt gelesen habe ich "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" (M.Winterhoff).
Ich glaube ein sehr umstrittenes Buch, aber ich habe mich schon oft nickend davor wieder gefunden - und an anderen Stellen dafür kopfschüttelnd.
Solche Bücher lese ich meist nur aus Interesse, gerade umstrittene Bücher. Ich habe bisher nicht versucht unsere Erziehung an Büchern anzupassen. Denkanstöße und Anregungen konnte ich aber bisher überall finden :)


lisa81

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #3 am: 18. Juni 2011, 14:15:42 »
ah cool  :D

Dann kann ich endlich die tausend Fragen an dich loswerden, hubs  ;D
Ich finde es nämlich ziemlich beeindruckend, welche Ruhe du immer ausstrahlst und dass du es anscheinend echt schaffst, immer "lieb und nett" zu sein ;)

Ich lese zu viel  s-:)
Wobei ich dann das gut finde, was ich sowieso mache  S:D Wirklich ändern tu ich nichts - kann ich gar nicht, wenn ich nicht dahinterstehe -, aber die ein oder andere Aussage setzt sich schon mal fest und lässt mich manches einfach anders betrachten.
wär ich mal was früher bei EO eingestiegen, dann hätte ich mir wohl mit der Großen manche "Auseinandersetzung" gespart..

Toll finde ich "In Liebe wachsen", aber das kennst du ja schon. Ich muss sagen, ich fand den Titel immer so übertrieben - sagen wir schnulzig ;) -, habs aber jetzt ausgeliehen bekommen und der Schreibstil ist toll!

Hm, vermutlich kennst du alle schon  ;D

So richtig toll fand ich sonst keins - ah doch Grenzen, Nähe Respekt von Juul gefällt mir gut. Das kompetente Kind hab ich nicht geschafft, ist mir zu umständlich geschrieben.
Dieses Elterncoaching hab ich auch gelesen, aber naja. Es war eben nur jeweils eine Sitzung, zu wenig und am Ende alles sehr ähnlich.

Kennst du das Buch über die Indianer von Liedloff (ich übernehme keine Garantie für korrekte Titel oder Namen  S:D ). Sehr einseitig und meiner Meinung nach nicht umzusetzen, aber von der Aussage her ganz nett. Leider ist die Frau keine begabte Schriftstellerin und das Werk recht zäh  s-:)

Dann hab ich noch ein paar Bücher im Schrank, die ich bei der 1Euro-Aktion von Weltbild erstanden habe. Gelesen hab ich noch nix davon. Ich berichte dann mal, ob was lesenswertes dabei war.

zu langsam....
@zuznazne: Das Buch ist von der LaLechLiga, die sind meist nicht in den Buchhandlungen vorhanden, können aber darüber bestellt werden. Sehr witzig geschrieben wie ich finde :)
Nach dem was du sagst, lies Jesper Juul, der kann auch toll bestätigen  ;)

Mal generell die Frage. Seid ihr echt immer lieb und erklärt und bleibt ganz ruhig, egal was die Kinder machen!??

Kind wird wach..

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #4 am: 18. Juni 2011, 14:40:08 »
@ruhig bleiben
nö, schaff ich nicht, dafür ist mein temprament zu arg...


ich mag juuls auch
und auch meine bibel: in liebe wachsen, geb ich nicht mehr her ;)

ich befolge nicht wirklich das, was da steht ganz genau

wie rosaQ nehme ih gerne denkanstöße an

im großen und ganzen werden die bedürftnisse erfüllt

die kleine kann/ will mit ihren 3,5j noch nicht alleine schlafen... ich bin da
sie ist gerade kuschelbedürftig... ich gebe je nach situation mein bestes, beim kochen ist das etwas schwer ;)
sie will gerade auf dem klo nicht alleine sein... uff... je nach situation, alltagshektik...

wenn sie fragen hat, beantworte ich sie, so gut ich kann
geht das in die endlos-schleife  :-X sag ich ihr, dass es mich nervt und sie die antwort schon kennt (sie kann es mir dann auch sagen)

ich bin gefühlsmäßig meist ehrlich zu ihr
<Gott> Hallo leute, da bin ich wieder! War nur mal ein paar tausend Jährchen weg, was habt ihr denn inzwischen so... ACH DU SCHEIßE!!

starlet

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #5 am: 18. Juni 2011, 14:41:00 »
also ich habe bisher keinen einzigsten ratgeber gelesen. möchte das aber auch nicht tun, find ich irgendwie "langweilig" :P

bei emirs erziehung vertraue ich meistens einfach auf meinen instinkt und mein bauchgefühl! ich muss aber auch sagen, das ich mich hier bei EO gut belesen habe.


hubs liebe und nette erziehungsweise finde ich auch ganz toll, aber SO lieb und nett schaff ich das nicht, es gibt durchaus situationen da würde ich dem kleinen auch gerne mal den kopf abreissen.  s-:) ;)

zb beisst er mich total oft beim einschlafen. hat er ja damals beim stillen gemacht und dann habe ich abgestillt. dann wars gut und jetzt seit paar wochen beisst er wieder. und das tut wirklich richtig WEH und da kann ich beim besten willen nich ruhig bleiben. da handelt man ja eher aus reflex

ansonsten versuche ich mich zb beim wickeln in ihn reinzuversetzen. er haaaasst das nämlich  8) ich sage ihm dann, das ich das verstehe das er sauer ist jetzt gewickelt zu werden, weil er lieber was anderes machen möchte, dies tun wir aber gleich. besonders liebe ich es, wenn er die windel komplett voll hat und sich dann umdreht und weg will  8) da halte ich ihn dann aber richtig fest und er muss halt kurz durch. oder ich gehe gleich ins bad, stell ihn auf den stuhl und wasche ihn. das klappt dann besser.

zuz

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #6 am: 18. Juni 2011, 15:04:52 »
Na klar, ich bin immer lieb und ausgeglichen, egal was hier los ist  S:D
Nee, im Ernst, also versuchen tu ich es schon. Aber zum einen WILL meine Süße manchmal, dass Tacheles geredet wird. Zum anderen darf sie ruhig mitbekommen, dass ich auch nur ein Mensch bin. Und mir geht es wie mine, ich bin auch eher temperamentvoll, ich wäre einfach nicht authentisch, wenn ich immer lieb säuseln würde. Allerdings werte ich sie nie ab, ich formuliere schon immer aus meiner Sicht (Das ärgert mich, wenn Du xy machst). Ich hab ihr auch schon gesagt, dass ich heute schlechte Laune habe.

@rosaq: Das Angebot nehm ich gern an, danke!  :D

Hubs

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #7 am: 18. Juni 2011, 15:11:38 »
Ein Patentrezept gibt es sicherlich nicht für die Kindererziehung, nicht nur, weil jedes Kind anders ist, sondern jede Mama, jeder Papa und jede Familiensituation :-)
Das Buch "Mein kompetentes Kind" von Jesper Juuls (wird übrigends zwischentzeitlich besser zu lesen lisa  ;)) find ich echt sehr gut.

Die Bücher "In Liebe wachsen" von Gonzales und "Auf der Suche nach dem verlorenen Glück" von Liedloff haben mich einfach in meiner Einstellung bestätigt und mir so manches Argument in einer Unterhaltung gegeben  :D

Was ich noch absolut klasse finde sind die Kloeters Elternbriefe. Ich les die immer mal wieder, manchmal 2-3mal hintereinander!

@ Zuznazne: Ja, wie lisa schon geschrieben hat: "In Liebe wachsen" ist von LLL.

@ lisa: Ja, das Buch von Liedloff ist nicht unbedingt schrifstellerisch schön geschrieben. Hätte es nach 5 Seiten auch beinah wieder weg gelegt  s-:) aber auch wenn darin viele Dinge natürlich nicht umsetzbar sind, kann man sich doch über die ganz ursprünglichen Instinkte die Babys haben ein gutes Bild machen  :D

Also ja, ich bin - meinem Kind gegenüber - fast immer ruhig und freundlich. Bei meinem Freund gelingt mir das nicht immer *hüst* und natürlich gerate ich mal außer Fassung und lass mal nen Brüller. Das sind aber wirklich Ausnahmen und ich erkläre mich hinterher meinem Sohn und entschuldige mich.
Wir müssen vor unseren Kindern schließlich auch nicht tun als wären wir perfekt. Wir sind Menschen mit Gefühlen und Fehlern, wie jeder andere auch  ;)

Dann kann ich endlich die tausend Fragen an dich loswerden, hubs  ;D
Ich finde es nämlich ziemlich beeindruckend, welche Ruhe du immer ausstrahlst und dass du es anscheinend echt schaffst, immer "lieb und nett" zu sein ;)
Danke für die Blumen. Das war wohl auch ein schönes Stück Arbeit für mich, und ich arbeite nach wie vor dran. Aber es lohnt sich! Positives Denken und Kontrollzwänge aufgeben  :D
Hubs mit den beiden Buben *04/2009 *01/2012


 

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Sonina

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #8 am: 18. Juni 2011, 15:19:07 »
Das Wichtigste in meinen Augen ist es,  authentisch zu bleiben. Natürlich versucht man immer mit Ruhe und viel Geduld an die Erziehung ran zu gehen. Aber auch Mama ist ein Mensch und nicht nur ein erziehendes Wesen das (perfekt) zu funktionieren hat. ;)
Jeder Mensch muss Emphatie lernen, und wie soll ein Kind emphatische Fähigkeiten erlernen, wenn Mama immer lieb und freundlich ist?
Ich will damit nicht sagen, dass man zu seinem Kind "krautig" sein soll, sondern ehrlich gegenüber - authentisch eben.

Mann muss sich schon wundern, warum wir an unseren Erwartungen festhalten.
Das Erwartete ist das, was uns in der Balance hält... aufrecht... ruhig.
Was wir erwarten, ist nur der Anfang.
Das, was wir nicht erwarten ist das, was unser Leben verändert.

Hubs

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #9 am: 18. Juni 2011, 15:32:12 »
Ich kann aber auch authentisch sein, wenn meine Stimme freundlich bleibt. Ich finde das ist kein Widerspruch. Ich muss nicht schreien oder mit angezogener Stimme sprechen, damit mein Kind merkt, dass es mir reicht / dass ich sauer bin.
Ich finde nur Verständnis, Liebe und Respekt sind das aller wichtigste, was wir unseren Kindern entgegenbringen sollten, (nicht nur unseren Kindern gegenüber, auch unsere Partner und Freunde verdienen Verständnis und Respekt!) ich seh mich dabei nicht als Wesen, das zu funktionieren hat.
Hubs mit den beiden Buben *04/2009 *01/2012


 

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Binus

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #10 am: 18. Juni 2011, 15:46:44 »
Hubs, ich muss gestehen, dass ich mir echt viele Anregungen von dir hole. Ich kann auch nicht, wie Lisa schrieb, sooo eine beeindruckende Geduld aus mir rauskitzeln, aber ich kann es ja immerhin versuchen.  ;) Beispielsweise tröste ich Hendrik jetzt nach nem Sturz nicht mehr mit "Ist ja nix passiert!" , sondern mit "Oh, jetzt hast du dir weh getan, Mist! Ich tröste dich!"

Ich hab hier das Kinderbuch von Anna Wahlgren, und finde es irgendwie...ein wenig seltsam. ABER auch da gibt es nette Dinge, die einen zum Nachdenken bringen! Ich finde den Ansatz gut, das Kind ins Alltagsleben zu integrieren. Das ist jetzt natürlich keine bahnbrechende Neuigkeit, aber doch eine Entlastung für eine gestresste Mutter, die zwischen Putzen und Mittagessen Kochen ihr Kind bespielt und unter einem latent schlechten Gewissen leidet, weil für nix genug Zeit zu sein scheint...

Sweety

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #11 am: 18. Juni 2011, 16:02:43 »
Oh schön - ich reih mich mit ein, kann aber grad nicht ausführlich schreiben :)



Schnauferl1974

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #12 am: 18. Juni 2011, 16:03:49 »
Hallo,
interessante Buchtipps, werde mir da einige besorgen!!!!

Als mein Großer 3 Jarhe alt war hatte er eine sehr schlimme Phase. Er hat überhaupt nicht auf mich gehört. Das einkaufen war ganz schlimm und ich wollte auch nciht rumschreien. Hab mir dann das Buch gekauft "Jedes Kind kann Regeln lernen!, hab es gelesen, fand es anfangs einleuchtend, aber das meiste ist nix für unsere Praxis. Das einzige was hilft ist wenn ich ihn in sein Zimmer schicke bis er "wieder normal"ist.
Außerdem wollte er nie vom Kindergarten nach Hause, das war immer doof wenn ich einen Termin hatte und er ewig brauchte, wir haben dann einen Plan eingeführt. für jedes Mal schhön nach Hause mitgehen einen Aufkleber aufkleben, alle 5 - 10 Aufkleber gab es eine Kleinigkeit und im Ziel angekommen durfte er sich was aussuchen. Mittlerweile klappt es auch ohne Aufkleber.

Ich lese gerne die Zeitschrift ELTERN.

so, bis später





blume8

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #13 am: 18. Juni 2011, 16:17:15 »
Ich lese keine Erziehungsratbuecher. Es liegt aber nicht daran, dass ich nichts davon halte, sondern ganz einfach an meiner Unfähigkeit Theorien anzuwenden. Ich bin eher ein praxisbezogener Mensch und hole mir Erziehungstipps deshalb aus meiner Umgebung, quasi durch live erlebtes.  :)

Nichts in der Welt wirkt so ansteckend wie Lachen und gute Laune.

***************
Klar hab ich zugenommen, ich wog mal 3100g! :-)

Hrefna

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #14 am: 18. Juni 2011, 16:43:05 »
Ach, was für ein schöner Thread.  :D Wie Balsam auf die Seele  8)

Meine Handlungsbasis ist unendliche Liebe mit einem doppelten Portiönchen gesundem Menschenverstand.
Und manchmal Probleme auch einfach mal über Nacht abhängen lassen - sprich: den Dramafaktor sich selbstentschärfen lassen.

Funktioniert auch in anderen Lebensbereichen erstaunlich gut (außer bei Hausarbeit und Steuererklärung  8) )

Bücher hab ich nur "In Liebe wachsen" ( das letzte Kapitel "der schönste Tag" *wein*)
und "Ich will bei Dir schlafen" (recht gut, wenn man seinen Weg eh schon gefunden hat).

 



Hubs

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #15 am: 18. Juni 2011, 17:27:42 »
@ Schnauferl: Ich bin ja echt ein Gegner des "Ins Zimmer schickens". Ich finde man lässt die Kinder mit ihrer Wut, ihrem Ärgernis zu sehr allein. Für mich ist es wichtig, dass wir sowas gemeinsam durchstehen und ich ihm zeige, wie er die Situation lösen kann.

Genauso finde ich Belohnungssysteme nicht unbedingt sinnvoll. Es mag Situationen geben, da ist es vielleicht ne sinnvolle Lösung, bevor Mama und Kind gemeinsam durchdrehen, aber ansonsten appeliere ich einfach auf Verständnis. Und ja, das ist meine absolute Überzeugung: Umso mehr Verständnis ich meinem Sohn entgegen bringe, umso mehr kann er mir Verständnis entgegen bringen.  :D

Ich kenn das Buch "Jedes Kind kann Regeln lernen nicht". Kannst Du mal kurz den Hintergrund / den Glaubensgrundsatz erklären?
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Schnauferl1974

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« Antwort #16 am: 18. Juni 2011, 17:51:39 »
@ Schnauferl: Ich bin ja echt ein Gegner des "Ins Zimmer schickens". Ich finde man lässt die Kinder mit ihrer Wut, ihrem Ärgernis zu sehr allein. Für mich ist es wichtig, dass wir sowas gemeinsam durchstehen und ich ihm zeige, wie er die Situation lösen kann.

Genauso finde ich Belohnungssysteme nicht unbedingt sinnvoll. Es mag Situationen geben, da ist es vielleicht ne sinnvolle Lösung, bevor Mama und Kind gemeinsam durchdrehen, aber ansonsten appeliere ich einfach auf Verständnis. Und ja, das ist meine absolute Überzeugung: Umso mehr Verständnis ich meinem Sohn entgegen bringe, umso mehr kann er mir Verständnis entgegen bringen.  :D

Ich kenn das Buch "Jedes Kind kann Regeln lernen nicht". Kannst Du mal kurz den Hintergrund / den Glaubensgrundsatz erklären?

oje Hubs, das ist schon sehr lange her, müsste ich nochmal nachlesen.

Hauptsächlich geht es darum, dem Kind klar unddeutlich zu sagen was man von ihm möchte mit Andohungen von Konsequenzen, die man dann auch einhält. Das einhalten der Konsequenzen ist eigenlich das A&O in dem Buch. Ein weiteres Kapitel war eben dieser "stille Stuhl" oder ins Zimmer schicken.

Seit ich ihn ins Zimmer schicke, (was ich allerdings nur mache, wenn es nicht mehr anders geht) muss ich nicht mehr laut werden oder Drohungen aussprechen. Ich muss nur mit dem Finger die Treppe rauf zeigen und schon überlegt er sich ob es sich lohnt weiter zu bocken oder nicht. Meistens war es das dann schon.

Mit den Belohnungen ist das auch so eine Sache. Hab mir da Ratschläge von einem Kinderpsychologen geholt, da niemand mein Kind vom Kindergarten abholen wollte (Oma, Opa, Tant) weil sie keine Chance gegen ihn hatten. Auch beim Einkaufen funktionierte es null, war immer fix und fertig hinterher. Der meinte eben ich solle es damit versuchen. War eigentlich auch nicht so mein Ding, aber ich dachte mir probierstes mal und es hat funktioniert. Mittlerweile klappte es eben auch ohne Aufkleber und er ist selbst ganz stolz.

Wie hättest Du das an meiner Stelle gelöst?

Ich bin ein Gegner von Schlägen.
Ich möchte auch nicht laut werden müssen, aber manchmal habe ich keine andere Wahl, da es bei ihm nicht anders geht, leider. Das tut mir oft selbst weh.

War auch bei einem Vortrag von einer Persönlichkeitstrainerin und die meinte immer konkret sagen was man möchte. Immer positiv formulieren uind nicht "nicht"sagen. Beispiel:
Falsch: Du sollst nicht so laut sein! Besser: Sei bitte leise!
Falsch: Zieh dir Schuhe an, damit du nicht krank wirst! Besser: Zieh Dir schuhe an, damit Du gesund bleibst...........................................





starlet

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #17 am: 18. Juni 2011, 18:29:28 »
Hubs, ich muss gestehen, dass ich mir echt viele Anregungen von dir hole. Ich kann auch nicht, wie Lisa schrieb, sooo eine beeindruckende Geduld aus mir rauskitzeln, aber ich kann es ja immerhin versuchen.  ;) Beispielsweise tröste ich Hendrik jetzt nach nem Sturz nicht mehr mit "Ist ja nix passiert!" , sondern mit "Oh, jetzt hast du dir weh getan, Mist! Ich tröste dich!"

*räusper* das habe ich mir auch "abgeschaut" ;)

Hubs

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #18 am: 18. Juni 2011, 20:11:05 »
@ Schnauferl: Was Konsequenz angeht, da muss ich sagen, fahr ich wohl für die viele ne ungewohnte Linie. Ich setze mich entsprechend Moritz' Verfassung durch oder nicht. Ist er schlechter Verfassung (z.B. müde) dann lass ich vieles einfach mal durchgehen. Ist er guter Verfassung, dann setze ich mich durch. Und ich finde nicht, dass eine absolute Konsequenz notwenig ist. Es kann durchaus sein, dass ich meine Meinung änder, ich find das nicht schlimm, sondern sogar wichtig. Das ist aus einem Kapitel aus den Klöters Elternbriefen und ich find es einfach nur sinnvoll. Von dem her, stimm ich da mit dem Buch "Jedes Kind kann Regeln lernen" überhaupt nicht überein.

Das Formulieren ist in meinen Augen auch sehr wichtig. Ich versuche Aussagen immer auf mich zu beziehen. Also z.B. sag ich "ich möchte, dass Du Dir die Schuhe anziehst."
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Melanie

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #19 am: 18. Juni 2011, 20:12:24 »
Ich kenn das Buch "Jedes Kind kann Regeln lernen nicht". Kannst Du mal kurz den Hintergrund / den Glaubensgrundsatz erklären?

Ich hab's nicht gelesen - aber soviel ich weiß, ist es - wie der Titel unschwer erraten lässt - von Kast-Zahn... eine Bekannte hat mir letzthin ein paar Dinge daraus erzählt...  :-X Da hatte ich keine Lust mehr auf Details...



Melanie

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #20 am: 18. Juni 2011, 20:17:01 »
Und ich finde nicht, dass eine absolute Konsequenz notwenig ist. Es kann durchaus sein, dass ich meine Meinung änder, ich find das nicht schlimm, sondern sogar wichtig.
Das Formulieren ist in meinen Augen auch sehr wichtig. Ich versuche Aussagen immer auf mich zu beziehen. Also z.B. sag ich "ich möchte, dass Du Dir die Schuhe anziehst."

Faulerweise unterschreib ich hier grad auch noch.

Manchmal muss man sich doch auch einfach mal selbst hinterfragen. Ich hab grad letzthin wieder mal ein Beispiel an mir selbst entdeckt, das ich echt ätzend an mir fand:

Sohnemann (1,5 Jahre) hat eine große Spielzeugschublade. Die war lange einfach immer den ganzen Tag offen. Dann ist er, als er laufen gelernt hat, mal übelst gestürzt wegen dem doofen Ding und wir haben sie daraufhin morgens geöffnet, Spielzeug raus genommen, und dann wieder geschlossen bis am Abend. Da war dann also irgendwann im Laufe des Tages die Schublade zu. Er wollte aber noch irgendwas raus holen... was mach ich dumme Pute: hab einen schlechten Tag, in der ganzen Wohnung herrscht Chaos, ich sag ihm: ich möchte, dass die Schublade jetzt zu bleibt. Wir haben hier schon genug Spielzeug...

Groß war das Geschrei, und er hatte Recht. Ist ja sein Zeug und er kann wohl selbst entscheiden, womit er spielen möchte. Bei solchen Dingen muss man dann echt nicht konsequent sein, sondern sich ganz schnell bei seinem Kind entschuldigen, finde ich...

Sweety

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #21 am: 18. Juni 2011, 20:17:52 »
Ich bin ein großer Fan von Konsequenz, nur sehe ich Konsequenz eher als Grundrichtlinie, als generelle Tendenz im Leben und nicht als eine kleinliche Aneinanderreihung von Wenn-Dann-Ansagen.

Konsequenz bedeutet für mich, Constantins Leben eine Grundstruktur zu geben und da kann es eben hilfreich sein, eine bestimmte Linie erstmal überhaupt zu entdecken und die dann auch zu fahren.

ABER: Ich finde nichts Hilfreiches daran, auf Gedeih und Verderb jede Ansage auf Biegen und Brechen durchzusetzen, nur weil ich es vorher gesagt habe. Was soll der Zweck sein? Daß mein Status als "Autorität" nicht untergraben wird?
Da muß ich sagen: wenn DAS ausreicht, mich als Erwachsene zu kippen, kann es mit der Leitrolle eh nicht soweit her sein.

Und wenn diese Konsequenzen und die strikte Einhaltung in direktem Kausalzusammenhang zu Machtkämpfen stehen, dann sind sie doch eher hinderlich als hilfreich oder? :-\



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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #22 am: 18. Juni 2011, 20:23:20 »
ABER: Ich finde nichts Hilfreiches daran, auf Gedeih und Verderb jede Ansage auf Biegen und Brechen durchzusetzen, nur weil ich es vorher gesagt habe. Was soll der Zweck sein? Daß mein Status als "Autorität" nicht untergraben wird?
Da muß ich sagen: wenn DAS ausreicht, mich als Erwachsene zu kippen, kann es mit der Leitrolle eh nicht soweit her sein.

Schön geschrieben  :)

Schnauferl1974

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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #23 am: 18. Juni 2011, 20:27:17 »
Mich hätte echt interessiert, wie ihr mein Problem mit dem Kindergarten felöst hättet! Habe ich ja weiter oben geschrieben.

Ich bin auch nicht immer konsequent, da muss ich Hubs zustimmen mach das auch größtenteils Verfassungsabhängig.  meine Kinder sürfen viel selbst  entscheiden, der Große darf dabei auch seine Gründ aufführen warum das nun nicht gemacht wird und so weiter, doch bei bestimmten Situationen muss ich eben dann strenger werden weil ich sonst keine Chancen habe. Muss auch noch dazu sagen, dass Laurin Neurodermitis hat und mit unabhängig von einander 2 KiÄ sagen das Neurodermitiskinder Konsdequenz brauchen, da sie sonst sehr hibbelig, hyperaktiv werden können. Habe dazu auch einige Bücher gelesen und da steht das auch so drin.
Bitte versteht mich nicht falsch, ich drille meine Kinder nicht, im Gegenteil wir hier sind sehr harmonie süchtig und versuchen alles mit Liebe und Geduld zu beherrschen, bei uns gibt es ganz viel Aufmerksamkeit, alles was die Kinder tun und sagen wird ernst genommen, es gibt sehr viel Zärtlichkeit und Liebe und wir alles genießen das pausenlos.





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Antw:Verwöhnen? Nein, wir gehen auf Bedürfnisse ein!
« Antwort #24 am: 18. Juni 2011, 20:30:59 »
Mich hätte echt interessiert, wie ihr mein Problem mit dem Kindergarten felöst hättet! Habe ich ja weiter oben geschrieben.


Hier hätte ich wohl versucht, meine Termine so gut es geht so zu legen, dass sie nicht so nah an den Abholzeiten liegen. Ich wäre wahrscheinlich auch einfach früher im Kindergarten gewesen, um ihm die nötige Zeit zu geben. Ich vermeide solche stressigen Situationen so gut es geht und versuche lieber, sie ganz zu umgehen.

 

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