Huhu,
wir hatten hier auch eine extreme Wenigschläferin. Sie hat max. 12h am Tag geschlafen, und das hat ihr auch gereicht, sie war nicht müde. Dafür hat sie gaaaanz viel Input gebraucht: Rumtragen, erzählen, alles anschauen, singen etc. pp. Sonst war sie unzufrieden.
Was mir geholfen hat, war eine Erkenntnis, die ich erst beim 2. Kind so richtig umsetzen konnte: Du bist nicht dafür verantwortlich, dass sie aufhört zu weinen. Das kann nur sie selbst tun. Du bist nur dafür verantwortlich, dass Du für sie da bist, ihr Nähe gibst, Trost, und dass Du optimale Bedingungen schaffst. Wenn sie dann immer noch schreien muss, ist das natürlich anstrengend für Euch beide, aber nicht wirklich schlimm (versteht man das? Kann mich grad nicht so ausdrücken

). Also sie wird sich immer noch geborgen fühlen, und das ist die Hauptsache. Diese Erkenntnis kann schon mal Druck rausnehmen, man müsse es doch irgendwie schaffen, sie zum Schlafen zu bringen. Gepaart mit der Angst, als Mama zu versagen. Nein, das tust Du nicht! Wenn Du ihr das Gefühl vermittelst, dass alles gut wird, dann hilfst Du ihr damit, und das reicht (ist schon schwer genug, wenn man völlig übermüdet ist).
Patentrezepte gibt es leider nicht. Bei uns war es auch so, dass mal eine Zeit lang das eine funktioniert hat, so dass wir dachten, wir hätten den Stein der WEisen gefunden. Dann ging das wieder gar nicht, dann hat was anderes funktioniert usw.
Wichtig finde ich feste Strukturen, damit das Kind überhaupt irgendeine Orientierung bekommt. Also z.B. nachts nur gedämpftes Licht, nicht wickeln, wenn nicht unbedingt nötig, keine Spielchen, nicht viel reden usw. Einfach dass sie merkt, nachts ist irgendwas anders als tagsüber. Und viel rausgehen, damit sie viel Tageslicht abbekommt. Das hilft irgendwann, aber das kann dauern.
(Sorry, grad gesehen, dass "sie" ein Junge ist. Also bitte Pronomen ersetzen

)
Was mir noch einfällt: Position auf dem Arm ändern - meine wollte lieber auf dem Bauch liegen, im Flieger, oder an der Schulter, die Rückenlage ging gar nicht. Und mein Kleiner mochte grundsätzlich lieber auf dem Bauch schlafen. Zumindest tagsüber, wenn man dabei ist, z.B. im Kiwa, kann man das ja mal probieren.
Und: Evtl. mal zum Osteopathen.
LG zuz