Naja, also ich hol mal etwas aus. Wenn sie hinfallen, sind sie ja schon etwas älter, da wissen sie schon ein gaaanz klein wenig mehr über Zeit als Babys. Allerdings, das mit der Zeit, das bleibt noch lange Thema, z.B. wissen Kindergartenkinder noch nicht, wie lang eine Woche ist. "GEstern" ist für sie einfach noch "Alles was mal war" und "morgen" ist "alles was noch kommt." Was sind 10 Minuten, wie lang ist eine Stunde? Das können sie noch nicht wirklich abschätzen.
Wenn jetzt also ein Kind hinfällt, "vergisst" es das nicht automatisch. Es kommt darauf an, welche Erfahrung es macht. Es fällt hin, es merkt, es fühlt sich schlecht, etwas tut weh. Was passiert jetzt? Mama kommt, pustet, tröstet, Kind fühlt sich besser, dann kann das quasi innerlich abgeheftet werden. Ganz vergessen wird es (hoffentlich) dennoch nicht, es soll ja lernen: Aha, wenn ich eine Stufe einfach runterlaufe als wär es ein gerader Weg, dann fall ich hin und das tut weh. WEnn nun aber Mama nicht kommt oder auch nur, wenn Mama erst nach 2 Minuten kommt, dann geht das "schlecht fühlen" nicht weg. Klar, irgendwann schon, aber irgendwo tief drin im Kind bleibt eine Hilflosigkeit zurück: Ich kann tun was ich will, selbst wenn es mir schlecht geht und ich ganz sehr weine, bekomme ich keine Hilfe. Diese Erfahrung sollte ein Kind möglichst nur ganz, ganz selten machen.