Autor Thema: wieviel einmischung bei freunden  (Gelesen 1477 mal)

perdita

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wieviel einmischung bei freunden
« am: 16. Januar 2015, 14:09:20 »
Hallo liebe Forums-Mamis,

Wie sehr mischt ihr euch ein, wenn es probleme mit Kindern in der Klasse gibt?
Eigendlich (ja da ist der Haken) stehe ich ja felsenfest auf dem Standpunkt, das Eltern sich in diesem Bereich nicht einzumischen haben. NUn haben wir aber Folgende Situation:

Meine Tochter ist in der ersten Klasse, sie ist ein ganz knappes "Musskind" und damit die jüngste in ihrer Klasse (mit Abstand). Sie kannte in der Klasse vor Beginn nur ein Mädchen und das auch nicht aus der Kita sondern aus dem Ballett, also  nicht ganz so eng. Die Beiden verstehen sich gut und gehen morgens zusammen und Mittags meist auch.
 In der Schule hat sie schnell eine andere Freundin gefunden und alle drei kamen damit gut zurecht. Da die neue Freundin kein deutsch sprach zu Schulbeginn und auch keine Sprache, die eines der anderen Kinder beherrscht,verließ sich nach einiger Zeit sehr stark auf meine Tochter  (die beiden verständigen sich mit händen und füßen und dem neu gelernten Deutsch).  Die Leherin wollte die beiden gerne etwas trennen, weil sie das für beide problematisch fand. (Die eine weil sie sich zu sehr helfen lässt, die andere weil sie zu viel verantwortung übernimmt)

Also bekam meine Tochter eine neue Sitznachbarin, mit der sie sich auch rasch anfreundete. Diese scheint allerdings sehr besitzergreifend zu sein.  Anfangs hat sie meine Tochter in der Klasse angeschrien (so schilderten es sie und die andere Freundin, objektive Quellen hab ich ja nicht) wenn sie sich weiter um das Mädchen kümmere sei sie nicht mehr ihre Freundin. Konsequenz meine Tochter kam wienend aus der schule und die andere auch und die Freundin vom Ballett hat uns den Vorfall geschildert. Ich hab mit meiner geredet und ihr gesagt das sie entscheidet wer ihre Freunde sind, nicht ihre Banknachbarin. SIe war aber total zerrissen weil sie dazwischen stand. Bis zu den ferien kam dann nichts mehr, sie lief weiter mit ihrer Ballettfreundin und in der Pause spielte sie dann mit der Banknachbarin.
Jetzt gab es diese Woche wieder zwei Vorfälle bei denen ihre Banknachbarin ihre Freundinnen anging. So dass ich einen aufgewühltes Kind daheim hatte und mich die Mutter der anderen anrief ob ich was wüsste, ihre Tochter (Ballettfreundin) kam nämlich auch weinend aus der Schule.


Meine Tochter sagt, sie möchte gerne alle ihre Freundinnen behalten, und hat das Gefühl gar keine mehr zu haben. Sie hat der Banknachbarin nichts entgegenzusetzen und weiß nicht was sie machen soll. Sie hat sie gern und ein bisschen Angst vor ihr. Ich hab versucht sie zu stärken, aber im moment überlege ich ob ich die Lehrerin bitte die beiden wieder auseinander zu setzen.

Ist das zuviel Einmischung? Andererseit ist die Situation ja auch durch eine Intervention entstanden...Habt ihr andere Ideen? Ich bin ja ein Freund von selber regeln lassen, aber wenn ich sie so völlig ratlos und fertig sehe kommt die Glucke durch...

Hilfe! (gerne auch beim Glucken vertreiben ;) )
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Wie schön muß es erst im Himmel sein,
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dragoness

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Antw:wieviel einmischung bei freunden
« Antwort #1 am: 16. Januar 2015, 14:50:41 »
Hmmm da wirst Du nicht viel machen können, außer Deiner Tochter den Rücken zu stärken und ihr zu sagen, dass sie genau das ihren Freundinnen sagen soll: Ich bin mit Euch allen befreundet! besonders dem Mädel, dass nicht möchte, dass sie mit dem anderen Mädchen Kontakt hat. Allerdings ist das schwierig, gerade weil das eine Mädchen so, ich nenn es jetzt mal: dominant ist.

Ich weiß nicht ob ein Umsetzen die Problematik ändert, aber versuchen könnte man das ja mal. Allerdings werden sich in ihrer weiteren Schullaufbahn immer wieder solche Situationen ergeben und dann ist es gut, wenn sie damit umzugehen weiß. Das wird ein Lernprozess sein, aber sie schafft das sicher.


Aury

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Antw:wieviel einmischung bei freunden
« Antwort #2 am: 16. Januar 2015, 22:32:53 »
Für mich hört sich das so an, als wäre sie mit der Banknachbarin nicht wirklich befreundet sondern will einfach mit jedem gut dastehen. Kenn das ein bisschen meine ist auch gekränkt wenn eine sie nicht mag. Die Banknachbarin tut ihr jedenfalls nicht gut und ich würde sie auch auseinandersetzen lassen. Bei uns werden sie eh immer oft umgesetzt. Der ganze Stress muss doch nicht sein und wenn das Kind schon weinend nach Hause kommt ist das nicht grad förderlich.

lisa81

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Antw:wieviel einmischung bei freunden
« Antwort #3 am: 17. Januar 2015, 09:41:59 »
Da die Lehrerin schonmal aus "sozialen Gründen" umgesetzt hat, würde ich sie ansprechen und ihr die Situation schildern.
Sie kann es beobachten und dann entscheiden was sie macht.

myja78

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Antw:wieviel einmischung bei freunden
« Antwort #4 am: 18. Januar 2015, 20:12:44 »
Seh es wie lisa81 - würde wohl auch an die Lehrerin rantreten und ihr die Problematik schildern - entweder setzt sie die beiden wieder auseinander, oder aber vielleicht hat sie ja auch noch eine andere Idee.
Generell bin ich auch Freund von "regelt dass man unter euch" und stärken des eigenen Kindes, aber die von dir geschilderte Situation finde ich doch bedenklich und zumindest eine Info an die Lehrerin erforderlich, denn es ist definitiv nicht gut, wenn ein Erstklässler immer wieder weinend nach Hause kommt weil er mit irgendetwas (in eurem Fall eben die sozialen Kontakte) überfordert ist.

perdita

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Antw:wieviel einmischung bei freunden
« Antwort #5 am: 18. Januar 2015, 20:24:04 »
Danke für eure Einschätzungen, ich glaube ich werd morgen wirklich einfach mal hören wie die Leherin die Situation einschätzt. Vielleicht ist die Erwachsenensicht nah dran noch mal anders
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Aury

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Antw:wieviel einmischung bei freunden
« Antwort #6 am: 18. Januar 2015, 21:13:09 »
Und dein Bauchgefühl ist meist das richtige Gefühl vertrau davor

 

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