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Autor Thema: Wie Verhalten? Einschulen oder nicht  (Gelesen 2919 mal)

Fairydust

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Antw:Wie Verhalten? Einschulen oder nicht
« Antwort #50 am: 17. Oktober 2011, 19:47:57 »
Heute hat die andere Gruppenerzieherin nochmal mit mir gesprochen und sie ist ganz anderer Meinung als "Erzieherin 1". Mit der ich letzten Freitag gesprochen habe, war der Meinung, erstmal abwarten, im Frühjahr entscheiden. die von heute würde Ronja am liebsten gleich aus den Vorschulkindern rausnehmen.
Ich habe mich nun für den Mittelweg entschieden und mit Ronja heute gesprochen. Hab ihr erklärt, dass im Frühjahr alle Schulkinder noch mal untersucht werden und es sich dann entscheidet, ob sie mit 6 oder mit 7 in die Schule kommt. Dass ein Arzt dann schaut, ob sie auch alles kann, was ein Schulkind können muß. Hab sie auch gefragt, ob sie es schlimm finden würde, wenn sie mit 7 in die Schule kommt. Da hab ich zur Antwort bekommen: "ich heule auch nicht rum"
Heute Abend hab ich dann bei ihr nochmal ein wenig nachgefragt, ob sie das Gespräch heute Nachmittag auch richtig verstanden hat. Hab noch mal ein wenig erzählt und gefragt, mit wem sie mit 6 und mit wem sie mit 7 in die Schule kommt. Konnte sie richtig zuordnen. Und sie weiß ja, dass die Kinder für ein Jahr später noch keine Schulkinder sind. Zum Schluß hat sie gesagt, dass sie mit 7 in die Schule kommt. Ich weiß jetzt nur nicht, von was sie das jetzt abhängig gemacht hat.
Wir lassen uns einfach mal überraschen. Morgen ist U9, da hab ich ihr auch schon gesagt, dass sie die Fragen beantworten soll. Die U8 hatte sie überhaupt nicht mitgemacht, die Fragen hatte Kjell dann beantwortet.



BiDi

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Antw:Wie Verhalten? Einschulen oder nicht
« Antwort #51 am: 17. Oktober 2011, 22:09:28 »
Ich würde jetzt auch noch keine Pferde scheu machen.

Vor einem Jahr dachte ich bei Moritz: 'Der - in die Schule? Vielleicht in 5 Jahren'  ;). Vorschulunterricht fand er blöd, genauso wie die Aussicht nächstes Jahr ein Schulkind zu sein. Geklickt hat es bei ihm erst 3 Monate vor Schulanfang. Und jetzt ist er mit Begeisterung dabei.

Ich würde mich auch nicht verrückt machen lassen von den Erzählungen anderer Eltern. Nach meiner Erfahrung schwankt die Elternschaft in jeder Klasse zwischen den Eltern, denen das Tempo zu lasch ist und denen, die beklagen das mit ihren Kindern zuwenig gekuschelt wird.

Ich würde das ganze Thema mit der grösstmöglichen Entspannung auf mich zukommen lassen und erst im Frühjahr panisch werden ;).

Grüsse
BiDi


Mattis: * 3.2004
Moritz: * 4.2005


Sunshine-Ma

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Antw:Wie Verhalten? Einschulen oder nicht
« Antwort #52 am: 12. November 2011, 22:01:26 »
Hallo, ich habe ein ähnliches Problem. Wir kommen aus Österreich und bei uns sind die rechtlichen Rahmenbedingungen allerdings andere. Bei uns werden alle Kinder, die zum Stichtag 1.9. 6 Jahre alt sind, eingeschult. Ist ein Kind noch nicht schulreif, wird es als Vorschulkind geführt. Die Vorschulkinder können entweder integrativ in der 1. Klasse geführt werden oder in einer eigenen Vorschulklasse. Dafür müssen jedoch mindestens 10 Kinder zusammenkommen. Innerhalb der ersten 2 Volksschulklassen (= Grundschule in BRD) kann das Kind je nach Entwicklungsstand eine Stufe rauf oder runter gesetzt werden. D.h. ein Kind kann auch "normal" eingeschult werden, es stellt sich jedoch später heraus, dass es doch nicht so weit ist und führt die 1. Klasse als Vorschulkind weiter, allerdings ohne Beurteilung und mit fallweiser spezieller Förderung durch eine Vorschullehrerin. Die 1. Klasse wird dann nächstes Jahr regulär wiederholt.
Und genau dieser Fall ist bei meiner großen Maus eingetreten. Sie wurde im Mai 6. Ist geistig absolut auf dem Stand eines Schulkindes, allerdings im Sozial-emotionalen Bereich noch etwas hinten - war sie immer schon. Dafür kann sie sich sprachlich ausdrücken, dass jeder nur schaut, welchen Wortschatz sie hat. Interessiert sich auch irrsinnig für Lesen und Schreiben, allerdings erst seit Schulbeginn, vorher konnte sie gerade ihren Vornamen schreiben. Aber jetzt explodiert es gerade so in ihr, sie interessiert sich für alle Buchstaben und liest auch Wörter, die sie noch nicht gelernt haben.
Allerdings stresst sie die Umstellung irrsinnig, sie haben jede Woche Ansage und da braucht sie für neue Wörter, die bisher noch nicht gelernt wurden, und bei der Ansage neu kommen, extrem lange. Traut sich auch im Morgenkreis nicht wirklich was zu sagen. Jammert seit kurzem angeblich in der Schule über Bauch- und Kopfweh. Sie hat mir auch gesagt, dass der Lehrer schon verlangt, dass sie ohne Hilfe der Finger rechnen - kommt mir persönlich etwas bald vor nach 2,5 Monaten Schule. Ich hab jetzt der Zurückstellung zugestimmt, weil ich auch merke, dass sie noch etwas Zeit braucht. Fürchte aber, dass sie vom Stoff her sich nächstes Jahr in der 1. langweilen wird. Und hoffe, dass sie den Rückstand innerhalb des Jahres aufholt und doch die 1. Klasse normal abschliessen kann.

Alles Liebe
Susanne

Spatzlmama

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Antw:Wie Verhalten? Einschulen oder nicht
« Antwort #53 am: 15. November 2011, 11:55:45 »
ui, mein Thema und das sehe ich jetzt erst!

Ich finde, man kann sich da sehr gut auf den Mutterinstinkt verlassen. Okay, wir haben noch ca. ein 3/4 jahr, aber ich finde mein Kind absolut nicht schulreif, er hat leider genau am Stichtag Geburtstag.
Das Gespräch mit der Erzieherin bestärkte mich darin, wirklich alles zu versuchen ihn zurückstellen zu lassen. Leider hat sich da unsere Schule etwas, was das ganze etwas erschwert. Ich verstehe sowieso nicht, warum die Entscheidung beim Schulleiter liegt, der wird wohl je nach Klassenstärke entscheiden!
Mein Kind hat genau am Stichtag (30.09.  ;) ) Geburtstag und ich wünschte er hätte sich noch einen Tag Zeit gelassen, dann wäre er ein Kann Kind und ich hätte keine Probleme...  :P

Heute sind z.B. Grundschullehrer im KiGa gewesen und schauten sich die Kinder an, natürlich dann auch meins als Rückstuf-Kandidat und iich hoffe SEHR, daß mein Sohn keinen guten Tag hatte heute. Wenn er so war, wie heute morgen, habe ich keine Bedenken, aber er war krank und heute den ersten Tag wieder dort, dann ist er ruhiger und konzentrierter... Hoffen wir mal das beste!

Der Grund warum ich zurückstufen möchte und das die Erzieherin genauso sieht, ist ganz klar Niklas seine Konzentration. Sie wird stetig besser, er kann sich mal 10min, wenns ganz gut läuft 15 min konzentrieren, aber das wars dann auch schon für den restlichen Vormittag. Selbst im Morgenkreis merkt die Erzieherin, das er mehr träumt als zuhört. Er fängt jetzt erst an mit Malen, kann langsam etwas erahnen, was es sein soll, zumindestens manchmal. Alles in allem ist er noch zu verspielt und läßt sich viel zu schnell ablenken. Er macht ständig Fortschritte und somit denken wir, daß ihm das eine Jahr noch sehr gut tun würde.

@Netti
bei uns läuft ähnlich wie bei Euch, Niklas macht auch die Vorschule mit, ich weiß ja nicht, ob die Rückstellung klappt und wenn nicht, stehe ich auch mit nichts da.  ;D

Bei uns sind aber auch die Kann-Kinder noch in der Vorschule bis zum Frühjahr, dann wird zu den mittleren gewechselt und im nächsten bleibt er dann natürlich in der Gruppe und macht die Vorschule mit. Aber jede Erzieherin macht andere Aufgaben, so langweilig wirds ihm nicht werden und lieber fördere ich ihn nochmal extra das letzte halbe Jahr, anstatt ihn zu früh einzuschulen, damit kann man viel kaputt machen.
WENN AUS LIEBE LEBEN WIRD...

unser Turbospatz  30.09.2006
unser Kuschelbär  10.07.2009

zuz

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Antw:Wie Verhalten? Einschulen oder nicht
« Antwort #54 am: 18. November 2011, 10:56:48 »
Ich finde sowas echt so traurig! Meine Güte, er ist dann noch nicht mal 6, wenn die Schule losgeht, und man muss darum kämpfen, dass er noch ein Jahr im Kiga bleiben kann, obwohl Erzieher und Eltern das für das Beste halten  :-[. Unglaublich  :-X
Ich drücke Euch die Daumen, dass Ihr es schafft!

DAs mit dem Direx ist der Hammer. Im übrigen ist es so, dass die Schule mehr Geld bekommt, wenn mehr Kinder hingehen. Wo da die Interessen liegen, dürfte also klar sein  :-(

Eumel

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Antw:Wie Verhalten? Einschulen oder nicht
« Antwort #55 am: 18. November 2011, 15:48:10 »
So traurig es ist, aber ich denke, man muss sich einfach von dem Gedanken verabschieden, dass die Schulen immer zum Wohl des Kindes entscheiden. Schulleiter sind heutzutage quasi Wirtschaftsunternehmer.

Wenn denen jetzt noch 1 Kind fehlt, um z. B. zwei Klassen zu bilden, dann wird es aufgenommen. Ob das Kind an sich jetzt schulreif ist oder nicht.

Wobei ich sagen muss, dass die allgemeine Einstellung der Grundschulen doch eher zum späteren Einschulen  tendiert. Auf sämtlichen Info-Veranstaltungen haben sich alle Schulleiter und Lehrer sehr vehement gegen frühes Einschulen ausgesprochen. Und das sind dann die gleichen Leute, die vorzeitig eingeschulte Kinder dann doch aufnehmen, nur damit sie eine weitere Klasse eröffnen können. Also die rechnen z. T. wirklich eiskalt: Oh, nächstes Jahr haben wir so und so viele Kinder im Einzugsbereich, die schulpflichtig werden. Dann kriegen wir sehr wahrscheinlich ohnehin problemlos zwei Parallelklassen voll. Dieses Jahr haben wir wenig Anmeldungen, da nehmen wir das Kind doch lieber dieses Jahr.  :-\
Tschüss günstige Reisesaison  ;-)

 

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