Autor Thema: Schule oder nicht Schule - das ist hier die Frage  (Gelesen 4119 mal)

Alchemilla

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Schule oder nicht Schule - das ist hier die Frage
« am: 03. Dezember 2012, 10:02:57 »
Aaaachtung: Lang
Ich brauche mal ein bisschen Weisheit – jedenfalls mehr als ich davon habe. Ich hadere gerade sehr damit, ob Jonathan nächstes Jahr eingeschult werden soll oder nicht.
Mal die Vorgeschichte: Jo ist ein Oktoberkind und somit „Kann-Kind“ Er war schon immer in seiner kognitiven Entwicklung ziemlich deutlich voraus und in seiner grobmotischen hinterher.
Der Abstand ist in letzter Zeit geringer geworden, das Motorische hat er aufgeholt und kognitiv liegt er zwar überm aber nicht mehr so deutlich überm Schnitt. Im Kindergarten ist er jetzt bei der Vorschulgruppe und kommt da auch sehr, sehr gut zurecht. Laut Erzieherinnen gibt es keinerlei Probleme. Er konzentriert sich, ist sprachlich enorm weit, schneidet aus, malt, bastelt, schreibt seinen Namen, hat ein intaktes Sozialverhalten, Freunde, alles Gummi. Also: Einschulen. Jonathan will auch in die Schule. Den nächst-jüngeren Kindern fühlt er sich nicht zugehörig.
ABER: Mein Zwerg ist ein Seelchen. Er hat lange Betreuungszeiten im Kiga (bis 15 Uhr) und ist oft völlig fertig und müde. Eigentlich bleibt er lieber zuhause und lädt sich alle zwei Tage Freunde ein als ständig in der Horde unterwegs sein zu müssen. Ein Kindergartenkollege droht ihm Schläge an, wenn er nicht seine aus Lego fertig gebauten Raumschiffe an ihn abtritt und solche Dinge machen ihn richtig fertig. Er spielt seit neuestem Fußball und es macht ihm Riesenspaß, aber wenn ein anderes Kind Kritik übt (lahme Ente oder  so), will er vor Kummer am liebsten hinschmeißen.
Aus vielen Gründen, aber eben auch, weil Jonathan den festen Rahmen schätzt, viel Freude an Kunst und Musik hat und ich ihm den frühen Stress des Vergleichs über Noten ersparen wollte, habe ich ihn bei einer Waldofschule angemeldet. Da hatte er jetzt gerade Einschulungstest und ich dachte zwischendurch echt, wir sind hier bei so einer Art Begabtentest. Er sollte so unter anderem:
Abschätzen, wie viele Stifte in einer verschlossenen Dose sind. (Hat er richtig geraten)
Ausrechnen wieviele Stifte in der verschlossenen Dose sind, wenn man 4 rausnimmt. (Auch 4, es waren nämlich 8 – hat er richtig gerechnet)
Sich Farbreihenfolgen merken und korrigieren, wenn diese verändert wurden. (Hat er)
Ein Kreis, ein Dreieck und ein Viereck benennen und nachzeichnen. (Hat er richtig gemacht, allerdings absichtlich die Reihenfolge vertauscht „Ich mach das aber anders“.)
Seinen Namen schreiben, einen Baum vervollständigen, Fische und Drachen zeichnen, Rhythmen nachklopfen, Phantasiewörter nachsprechen, ein Fernrohr benutzen, Fußball spielen, vorwärts und rückwärts balancieren, Farben benennen, ………Es ging über 30 Minuten ohne Pause und Jonathan hat alle Aufgaben erfüllt, bei einigen allerdings Dinge „anders“ gemacht, also Reihenfolgen absichtlich mit Ankündigung vertauscht oder ein Kreuz so gezeichnet wie „ich das immer mache“. Verzierungen eingefügt (sein Fisch hatte Augen mit Wimpern und ein aufgerissenes Maul mit Zähnen – „der frisst nämlich gleich deinen Fisch“) und widersprochen:
Lehrer: Du malst jetzt ein Bild und ich sage Dir, was ich drauf haben möchte.
Jo: Und danach sage ich Dir, was ich drauf haben möchte .
Er hat dann das Bild gemalt – mit allem was der Lehrer wollte (Haus, Kind, Baum) und allem was er wollte (Raumschiffe, Zeppelin)

Beim Elterngespräch meinte der Lehrer dann: Nicht einschulen. Wir nehmen ihn nicht, da er noch nicht die nötige seelische Reife hat. Er kann den Druck Aufgaben erfüllen zu müssen noch nicht aushalten.  (Mal abgesehen davon, dass er noch keinen Wackelzahn hat, gelegentlich die linke statt die rechte Hand benutzt und geimpft ist – Waldorf halt ;-)
Und jetzt? Ich weiß einfach nicht weiter. Ich weiß, dass Jo eine zarte Seele hat und würde ihm gerne noch ein Jahr schulfrei gönnen. Aber im Kiga bleiben ist eigentlich keine realistische Alternative. Er fühlt sich mit den Kleineren nicht wohl. Er ist in seiner Wackelzahngruppe immer ganz vorne mit dabei und würde überhaupt nicht verstehen, warum die jetzt in die Schule gehen und er sich mit den kleinen Rabauken rumschlagen muss.
Jetzt überlege ich ihn in der Regelschule anzumelden mit flexibler Eingangsstufe. Da könnte er dann auch drei Jahre drin bleiben, wenn es ihm zu viel wird und statt OGS ihn um halb 12 von seiner  ehemaligen TaMu abholen zu lassen, damit er mehr Ruhe hat. Donnerstags würde ihn die Oma holen und Freitags eh ich.
Oder Vorschule, oder doch im Kiga lassen, auch wenn er dann sauer und gelangweilt ist und in Kauf nehmen, dass er sich bis in zwei  Jahren schon selbst das Lesen beigebracht hat (er ist gerade dabei)? Was meint ihr?


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Eumel

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Antw:Schule oder nicht Schule - das ist hier die Frage
« Antwort #1 am: 03. Dezember 2012, 10:12:53 »
Mal ganz abgesehen davon, dass ich der vorzeitigen Einschulung sehr skeptisch gegenüber stehe... geht das bei euch überhaupt noch?

Hier sind die Anmeldungen längst gelaufen, da wäre der Zug längst abgefahren, sofern das Kind noch an keiner Regelschule auf der Liste steht...

Für solche Zweifelsfälle finde ich die Vorschule ganz toll, wenn es die bei euch noch gibt (hier leider nicht mehr).


Alchemilla

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« Antwort #2 am: 03. Dezember 2012, 10:18:51 »
Ich hatte ihn auf einer Regelschule UND auf der Waldorfschule angemeldet. Das Kennelernwochenende bei den Waldis war ja erst nach der Anmeldefrist und ich wusste nicht, ob wir uns wirklich für diese Schulform entscheiden können. Vorschulen gibt es hier nicht.


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lotte81

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« Antwort #3 am: 03. Dezember 2012, 10:27:39 »
Vielleicht ist die Schulart ja doch nicht die richtige  :) Es kann ja sein, dass seine Art doch nicht "Wadorfkompatibel" ist? Jedenfalls, wenn du wirklich eine Waldorfschule willst, hat sich die frage ja erledigt, da ihn die Schule nicht nehmen wird....und ich persönlich würde nie gegen den "Schulwillen" einschulen. Nicht etwa weil ich alles glaube, was die einem erzählen  ;), sondern weil ich immer die Sorge hätte, dass einem dann jeder noch so kleine fehler angekreidet wird , unter dem Motto: WIR haben doch gesagt, er soll noch nicht gehen....
...und am Ende kann es ja auch wirklich an der Schulart liegen, die vielleicht doch nicht so gut zu ihm passt, wie es scheint..... Wobei ich glaube, dass Waldorfschulen eh lieber später nehmen aufgrund dieser "Lernphasen" nach Steiner, dass ist ja schon alles recht eng  (evtl. hab ich da aber auch was falsch im Kopf).....

Was sagen denn die Erzieherinnen zum Thema Einschulung? Du schreibst, er kommt in der Vorschulgruppe gut mit, sie loben ihn, aber was sagen sie prinzipiell zum thema einschulen oder nicht? Halten sie ihn für schulreif?
Meinst du, dass sich all die Dinge, die du derzeit noch anzweifelst ändern? Wird er jemals anders werden, weniger sensibel etc/, oder ist das einfach sein Charakter, der ihn sein Leben lang begleitet?
Habt ihr euch denn mal mit einer anderen Grundschule auseinandergesetzt? Wie stehen die zu "Kann-Kindern"? Hat er die Möglichkeit mal zu schnuppern (hab das hier bei eO schon öfter gelesen, dass Schulen das anbieten für Kannkinder...hier gibt es so was offiziell nicht)...

Ich finde das Thema nach wie vor schwierig ..... Es gibt nicht immer ein klares richtig oder falsch (manchmal ja  ;))..... Es gibt 2 Möglichkeiten und eine Entscheidung muss getroffen werden und jede hat ihre Vorteile und Nachteile.....eigentlich hätte ich immer gesagt: Eher länger warten, wenn man unsicher ist....denn es ist leichter ein Kita-Jahr mehr zu überbrücken,als ein SChuljahr zu früh abzufangen....Aber es ist wirklich schwierig, weil man einfach die ENtwicklung in einem oder zwei Jahren so schwer abschätzen kann.....

ich würde nun mal die ERzieherinnen und auch den SChuldirektor (der in Frage kommenden Regelschule) interviewen ....Wie gross sind die Klassen (30 Schüler sind ja eine andere Hausnummer als 15 oder 20)? Wie sehr wird auf jüngere Kinder eingegangen? Wie sieht es generell mit Ruhepausen und Bewegungspausen aus? (macht ja jeder Schule anders).....
Die Idee mit der Tagesmutter finde ich gut und das würde mir an deiner Stelle die Entschiedung sehr erleichtern (GTS oder Hort wäre evtl. dann doch etwas zu viel)...

Vorschule: Kann ich nicht einschätzen ... Es ist sicher eine gute Lösung in manchen Fällen...auf der anderen Seite frag ich mich bei der Vorschule in euerm Fall, ob sie einen Vorteil bietet. Er darf ja prinzipiell in eine normale Schule gehen. Und auch die Vorschule wird seinen "Wissensdrang" ja nicht aufhalten und er wird in 2 Jahren dann evtl. mit einem grossen VOrsprung eingeschult, was nicht zwingend nur ein Vorteil ist..... Ausserdem müsste ein Kind, was offensichtlich sehr sensibel ist, zweimal die EInrichtung wechseln....Hier gibt es im Umkreis auch eigentlichkeine Vorschulen mehr. Eine gibt es noch und da sind eher "Förderkinder" (also Kinder, die eigentlich zur Förderschule sollte, aber noch mal ein Jahr "zwischengelagert" werden, weil sie nciht schulreif sind)...also nicht unbedingt passend (aber das ist sicher absolut regionenspezifisch wie Vorschulen gedacht sind und für wen)


@Eumel: Echt? Hier "dürfen" sich Kann-Kind-Eltern gar nicht vor Februar entscheiden.....und im Grunde kann man bis zum letzten Ferientag noch ja oder nein sagen .....
« Letzte Änderung: 03. Dezember 2012, 10:31:17 von lotte81 »


lotte81

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« Antwort #4 am: 03. Dezember 2012, 10:33:59 »

Oder Vorschule, oder doch im Kiga lassen,
Meinst du mit Vorschule dann VOrschulgruppe (weil du ja schreibt, es gibt keine Vorschulen)? In der Vorschulgruppe würde er ja eh bleiben, oder? Könntest du ihn dann jetzt noch mal aus dem Vorschulprogramm rausnehmen, falls er nicht zur Schule geht 2013? Ich finde es immer sehr unglücklich, wenn Kinder das Vorschulprogramm zweimal durchlaufen  :-\ Irgendwie nimmt das dem letzten JAhr doch ziemlich den Reiz.... wenn einer dabei ist, der schon alles gemacht hat....da ist Langeweile ja irgendwie schon vorprogrammiert


Alchemilla

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« Antwort #5 am: 03. Dezember 2012, 10:45:03 »
Die Erzieher im Kiga sagen: Einschulen.
Die Regelschule würde ihn aller Voraussicht nach nehmen. Er "schafft" ja alles, was von einem Vorschulkind erwartet wird. Clever genug ist er auf jeden Fall.
Die Waldorschule ist für uns auch langfrstig wohl nicht mehr aktuell. Nur will ich das, was der Lehrer da gesagt hat auch nicht komplett Negieren und für Blödsinn erklären. Seelisch wäre Jo am liebsten noch ein ganzes Jahr mit mir zuhause und wir machen jeden Tag was Schönes und ich bringe ihm Lesen bei. Zu Besuch kommen Kinder, die 2 Jahre älter sind als er und mit denen baut er dann Lego. Das wäre so Jos Wunschtraum, denke ich.
Ich könnte ihn bei den Vorschulkindern im Kindergarten jetzt raus nehmen, damit er das nicht doppelt machen muss. Da wäre er aber sehr traurig drüber. Das macht ihm gerade nämlich am meisten Spaß (Verkehrspolizist kommt, 1. Hilfe Kurs, Kinderquiz). Ehrlich gesagt, bringe ich das nicht übers Herz.
 


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scarlet_rose

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Antw:Schule oder nicht Schule - das ist hier die Frage
« Antwort #6 am: 03. Dezember 2012, 10:47:52 »
Gibt es bei euch die Möglichkeit zum Halbjahr einzuschulen? Viele Schulen mit dieser flexiblen Eingangsphase bieten auch Einschulungen zum Halbjahr an.

ich würde mich auch mal mit den Erziehern und Der Regelschule auseinander setzen und nachfragen, wie sie die Situation einschätzen.

Gibt es bei euch eine Kooperation zwischen Grundschule und Kindergarten? Das kann auch noch ein guter Hinweis sein. dabei wurde bei uns auch die schulreife beobachtet.

Es ist tatsächlich so, dass Kinder in der Schule eine Aufgabe erledigen müssen, so wie gefordert und nicht "so wie ich will"  :-\
Da muss man schon auch dem Lehrer recht geben, so wird es schwierig für ihn in der Schule....
Frühes Benoten gibt es ja auch in der Regelschule nicht mehr, also da brauchst du keine Sorge zu haben wegen des Notendrucks.

es ist generell schwer zu sagen, ob ja oder nein, da es von so vielen Faktoren abhängig ist und man eben auch ein paar Jahre im Voraus denken muss.

wenn du sagst, sein Vorsprung den Anderen gegenüber hat sich relativiert, wurde ich mir mit der Entscheidung wirklich Zeit lassen, denn im nächsten Jahr kann noch viel passieren.

wie ist denn die Vorschule bei euch gestaltet? Ei uns gab es z.B. Keine ganz feste Vorschulgruppe mit ganz festem Vorschulprogramm. Liam war 2 Jahre in der "vorschulgruppe", hat also Programm und Aufgaben der großen mitgemacht und hatte da keine Probleme damit.

lotte81

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« Antwort #7 am: 03. Dezember 2012, 11:11:49 »
ich meinte auch nicht, dass du das als kompletten Unfug abtun sollst, was der Lehrer meinte, sondern nur mal weiterschauen, ob es wirklich an der generellen Reife liegt oder auch (mit) an der Schulart...oder Tagesform....was scarlet sagt, stimmt auf der adneren Seite natürlich auch. In der Schule wird nciht rumdiskutiert. und wenn man vielleicht auf einer Waldorfschule wirklich noch die Wahl hat, ob man Mathe oder Deutsch macht in dem Moment, ist es auf der Regelschule ja noch fester....wenn es da heisst: Heute lernen wir das D, kann dein SOhn schlecht sagen, "Ist ja schön und gut Frau Lehrerin , dann machen wir das mal und danach lernen wir aber das E"  ;D ;D ;D
Das thema gab es hier ja schon öfter und klar, das ist ein grosser Teil der SChulreife bzw dessen was in der SChule erwartet wird: Einfach mal machen,w as von einem Verlangt wird ohne es zu hinterfragen oder anzuzweifeln oder auszubauen..... Mag man von halten was man will, aber in der SChule wird das tagtäglich erwartet ..... und uns wurde das beim Infoabend auch genauso gesagt: Sorgen sie dafür, dass ihr Kind bis zur Einschulung lernt Dinge umzusetzen, die man verlangt. Es muss weder schreiben noch lesen können, aber wenn wir sagen: Holt das Mathebuch raus, wird nicht diskutiert, weil das Kind nun aber Deutsch machen will......

Im Grunde kann man also sagen, dass es bei euch derzeit so aussieht, dass er es von der kognitiven Reife her schaffen wird, aber von der seelischen Reife her wird es nach derzeitigem Stand eher schwierig? (Wobei es natürlich auch noch 8 Monate sind bis zur einschulung)......Wann müsst ihr euch denn definitiv entscheiden?
Ich denke ja, dass die seelische Reife sogar den Grossteil ausmacht ..... Das Kognitive - also schreiben ,lesen , basteln, Zahlen....macht meine Tochter mit 4,5Jahren schon mit wenn wir mit dem GRossen Hausaufgaben machen  :-\..Auch die Motorik (Feinmotorik) hat sie drauf ..... Aber natürlich würde sie in einer Gruppe von 150 Kindern zwischen 6-11 Jahren noch komplett untergehen. und natürlich würde sie zu 90% nicht das machen, was die Lehrerin grad verlangt....Sie fängt übrigens ebenfalls an zu lesen und schreiben (schon eine Weile)....das bringt mich nun nicht zum Jubilieren - trotzdem weiss ich,d ass sie dennoch absolut nicht schulreif sein wird 2013. Was dann 2014 ist,w enn sie in die Schule kommt, sehen wir dann....Sie wird (weiss ich von meinem Sohn) sicher nicht die einzige sein, die schon Lesen, rechnen oder schreiben kann....da gibt es einige mittlerweile.

Die Frage ist also, wie weit weg siehst du deinen Sohn seelisch von den anderen Vorschulkindern? Es sind wie gesagt noch 8-9 Monate bis die Schule los geht...ein langer Zeitraum in dem sich viel tun kann...... Ich habe es hier bei allen Vorschulkindern erlebt, was die im letzten Kita-Jahr für einen wahnsinnigen Sprung machen....trotz allem fiel der Unterschied zwischen einem März Kind und einem August Kind zur Einschulung schon auf...und wenn man dann noch bedenkt, dass einige Kinder jetzt im Sep,Okt. Nov schon 7 wurden, sind die Unterschiede ja noch heftiger....

Nur mit den Beschreibungen ist es kaum abschätzbar.... weil eben so viele Faktoren einfließen und die Zeit ja acuh für einen läuft.....
Bei dem Vorschulprogramm würde ich allerdings dann wirklich Konsequenzen ziehen, wenn du dich gegen die Einschulung entscheidest  :-\ Klar wird er das doof finden, aber er ist dann nun mal kein VOrschulkind und so hätte er ja was, worauf er sich im kommenden Kita-Jahr wieder freuen kann....
« Letzte Änderung: 03. Dezember 2012, 19:08:07 von lotte81 »


sunny

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Antw:Schule oder nicht Schule - das ist hier die Frage
« Antwort #8 am: 03. Dezember 2012, 11:32:40 »
Huhu

ich würde ihn auf einer Regelschule einschulen, allerdings nicht zum Halbjahr, sondern regulär - da zum halbjahr sich immer alle Kinder schon kennen und er dann mittendrin der neue wäre - DAS würde ich nicht machen - zumal es dann auch keine "offizielle" Einschulungsfeier gibt!!

Zum eigtl. "Problem": Druck aushalten beim Azufgaben erfüllen kann Robert trotz 12 Wochen Schule nur schwer - aber das lernen sie und im 1. jhr ist zwar ganz schönes Tempo, aber auch alles noch serh spielerisch!

FlexSystem finde ich für Euren Fall serh gut!
Da kann er dann ja auch ein jahr länger bleiben und es ist kein "Sitzen Bleiben!, falls er einige sachen doch nicht schafft!

LG
Sunny 

Honigbluete

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« Antwort #9 am: 03. Dezember 2012, 13:44:14 »
Wir standen letztes Jahr vor genau dieser Entscheidung und haben uns für die Schule entschieden. Trotz einiger Schwierigkeiten in der Schule war es für Lukas die richtige Entscheidung! Im KiGa hat es einfach nicht mehr funktioniert, er war durch damit. Jetzt geht es ihm besser, er hat Riesenfortschritte gemacht im Sozialverhalten, ist deutlich ausgeglichener und zufriedener. Er hat allerdings Schwierigkeiten, sich in der Klasse zu konzentrieren und schafft es nicht immer, sich gut zu organisieren. Aber das ist laut Lehrerin noch im Rahmen...

Schön fnde ich, dass ihr die Möglichkeit habt, ihn nach dem Unterricht "privat" zu betreuen, wenn ihm KiGa bs 15 Uhr schon zu viel ist.. Lukas macht das nichts aus, r geht gerne indie OGS, macht 2 Mal die Woche zusätzlich noch eine AG (bis 16:30 Uhr) und ist dann immer noch nicht wirklich ausgelastet (und geht meist noch zu einem Freund spielen) s-:)

Gib es bei euch Alternativen? Separate Vorschule fände ich super, gibt es hier nicht, evtl. ein anderer KiGa? Wobei ich die Flexible Eingangsphase ganz gut finde, denn so kann er sich erstmal auf das Ankommen konzentreren statt von Anfang an zu pauken...



toki

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« Antwort #10 am: 03. Dezember 2012, 13:45:42 »
...
« Letzte Änderung: 24. Oktober 2014, 08:17:26 von toki »
"Realität ist die abstrakte Illusion zerstörter Ideale"


lotte81

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« Antwort #11 am: 03. Dezember 2012, 13:51:19 »
Für die Einschulung im kommenden Jahr sprechen für mich auch die Betreuung durch die Tagesmutter und das Flexsystem ....das wären zwei Punkte, die mir die Entscheidung auch deutlich erleichtern würden  ;)


Eumel

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« Antwort #12 am: 03. Dezember 2012, 17:23:15 »
Also hier muss nur zu diesem Zeitpunkt die Anmeldung an der Schule vorliegen. Zurückziehen kann man dann noch. Aber wenn man jetzt noch keine Anmeldung abgegeben hätte, wäre es hier zu spät. Aber das ist ja dann der Fall.

"gelegentlich die linke statt die rechte Hand benutzt"
Er wechselt noch beim Schreiben/Malen die Hand? Hatten wir bei unserem Sohn auch. Eigentlich darf das im Vorschuljahr nicht mehr sein. Was sagen die Erzieher dazu? Macht er Ergo oder eine andere Förderung? Kann er die Mittellinie kreuzen (z. B. eine 8 mit Überkreuzung schreiben)? Ist seine Händigkeit eindeutig?

Nach der Kita um 15 Uhr ist er k.o. Klingt jetzt doof, aber Schule bis 11.30 Uhr ist für die meisten Kinder anstrengender als Kita bis 15 Uhr.

Kritik wird er in der Schule wohl ertragen müssen. Und auch, dass er die Dinge so erledigt, wie der Lehrer es möchte und nicht wie er es gerade möchte.

Mein Sohn ist auch ein Sensibelchen. Wir hatten Schwierigkeiten am Schulstart. Da sind 1000 Sachen, die für sensible Kinder erstmal eine kleine Katastrophe sind. Viertklässler, die die kleineren ärgern. Schubserein und Rangelein auf dem Schulhof (es ist nicht wie im Kiga, wo immer einer Erzieherin präsent ist. Die Pausenaufsicht ist halt häufig nicht da, wo grad was passiert). Nicht immer drankommen im Unterricht, wenn man was mitteilen möchte. Es ist nicht einfach für sensible Kinder, da hilft ihnen ein Jahr mehr auf dem Buckel meistens schon dabei. Bei unserem Sohn bin ich wirklich froh, dass er als Februar-Kind schon recht "alt" war als er in die Schule kam, obwohl er vom Kognitiven her auch immer recht weit war.

Übrigens ist unser regulär eingeschulter Sohn als Februar-Kind der zweitjüngste in seiner Klasse.
EDIT: Ich hab mich vertan. Er ist der drittjüngste. Wir wollen ja mal nicht übertreiben.  ;D
« Letzte Änderung: 04. Dezember 2012, 07:31:21 von Eumel »

zuz

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« Antwort #13 am: 04. Dezember 2012, 06:14:16 »
Hab jetzt nicht alles gelesen.
Klingt schwierig, die Entscheidung wird sicher nicht leicht und letztlich kannst nur Du sie treffen.
Aber ein paar Punkte von meiner Seite: Wenn er kognitiv so weit ist, und das hattest Du ja immer schon geschrieben, und er ist ja auch ein relativ frühes Kann-Kind, dann klingt das für mich doch eher nach Einschulen.
Sensibel sein: Ich weiß, was Du meinst ;). Ich denke, Ihr habt ja noch fast ein Jahr, das Ihr nutzen könnt, um genau an dem Punkt (also wie man mit, ich formulier mal vorsichtig, weniger sensiblen Zeitgenossen umgehen kann) noch mal kräftig zu arbeiten. (Per PN gerne noch genauer dazu, wenn Du magst).
Wie lange könnt Ihr Euch die Entscheidung denn offen lassen? Das wäre mir wichtig. Wenn ich an Eurer Stelle jetzt entscheiden müsste, würde ich wohl auf Nummer Sicher gehen und ihn aus der Vorschule nehmen. Wenn Ihr aber noch Zeit habt, dann würde ich es erstmal so laufen lassen. Denn es kann sich noch sehr viel tun. Ich habe bei meiner Tochter auch in den letzten Wochen noch mal einen Riesensprung erlebt und werde mir von Tag zu Tag sicherer, dass Schule nächstes Jahr unbedingt sein muss. Noch im Sommer habe ich gehadert, warum sie kein Kann-Kind ist (ist relativ knapp davor), weil ich das verschieben wollte.
Montessori habt Ihr nicht, oder?
"so machen wie gefordert": Ja, das muss in der Schule natürlich schon sein. Dennoch denke ich, er hat ja eben auch noch ein 3/4 Jahr Zeit dafür. Das wäre, neben dem sich-wehren-können, der zweite Punkt, wo ich an Deiner Stelle gern noch etwas zuwarten würde vor einer endgültigen Entscheidung. Klar, wenn sich das nicht gibt und er auch nach Aufforderung nicht einsieht, dass er Dinge so tun muss wie gefordert, dann wäre das schon was, was gegen Einschulen spricht. Aber ob das seelische Unreife ist oder einfach nur Unsicherheit, was jetzt genau erwartet wurde? Den PUnkt würde ich auch in der Vorschule noch mal ansprechen.
Ach ja, und nur zur Info: Bei uns im Kiga erzählen sie immer, dass die VS-Kinder oft eben NICHT genau das tun, was sie sollen. Die Mädels malen z.B. jedes Arbeitsblatt grundsätzlich erstmal aus, egal, was gesagt wurde  ;D Der Kiga (und wir haben einen, der WIRKLICH Druck macht) sieht das entspannt und sagt, genau dafür sei das VS-Jahr ja da. 

Alchemilla

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« Antwort #14 am: 04. Dezember 2012, 11:18:20 »
Danke für Eure Antworten, das hat mir schon mal geholfen.

Nein, Jonathan wechselt beim Malen oder Schreiben schon lange nicht mehr die Hand, aber er hat mit der linken Hand in einem Grabbelsack getastet (sollte verschiedene Gegenstände "erfühlen") und mit der linken Hand einen Ball geworfen.

Eine Montessori-Schule wäre erst in einiger Entfernung zu erreichen. Meine Nichte ist da - ich glaube aber, dass die sehr freie Arbeit und die durchmischten Klassen (1. bis 4. in einem Raum) zu viel sind für Jos Nerven. Er benötigt schon gewisse Strukturen und mage Lautstärke nicht so gerne.

Ich halte jetzt erst mal die Anmeldung bei der staatlichen Schule aufrecht und nehme Jo auch nicht bei den Wackelzähnen im Kiga raus. Wenn sich nächstes Jahr abzeichnet, dass es ihm zu viel wird mit der Schule, kann ich immer noch die Notbremse ziehen - natürlich vor der Einschulung. Danach wäre es zu spät, das weiß ich.  Gestern hat er so von sich aus beim Kopfrechnen den Zehnerübergang gemacht. 11+3 sind 14. Ich weiß, dass das nicht das Wichtigste ist für die Schulreife, aber ich denke, wir lassen jetzt mal die nächsten Monate auf uns zukommen und ich will auch nicht unbedingt abwarten, dass er sowohl Lesen als auch Schreiben und Rechnen kann, bevor die Schule überhaupt angefangen hat.


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Honigbluete

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« Antwort #15 am: 04. Dezember 2012, 13:09:21 »
Frag doch mal in der Schule nach, ob ihr die Möglichkeit habt, dass er mal ein paar Tage zur Probe hingeht. In unserer Schule war es für die Kannkinder Pflicht! Danach war uns ganz klar, dass er in die Schule muss!!!



Sanne73

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« Antwort #16 am: 04. Dezember 2012, 13:14:18 »
Ich hab viele Antworten nur überflogen.
Und es ist beileibe keine einfache Situation. Wir standen letztes Jahr vor einer ganz ähnlichen.
Unsere Tochter, November-Geburtstag, war angemeldet, hat von allen Kannkindern als einzige den Kannkindertest in der Schule "bestanden" (sprich: sie hätten sie genommen, die anderen Kannkinder nicht), war kongnitiv schon immer recht weit, schreibt seit 2 Jahren ihren Namen, kannte schon vor einem Jahr alle Groß- und die meisten Kleinbuchstaben, kann inzwischen Wörter lesen (Sätze vermutlich auch, das halte ich aber seeehr zurück), hat eine hohe Zahlenaffinität und rechnet mühelos im zweistelligen Bereich.
Die Erzieherinnen im KiGa haben uns abgeraten, u.a. da sie dort in der Vorschulgruppe unter Druck nicht in der Lage war, ihr Wissen "freizugeben". Sie haben empfohlen, ihr die Chance zu geben, sich noch ein Jahr - mit Rückhalt ihrer Freundinnen (die alle erst in 2013 in die Schule kommen, ähnlich fit wie sie aber nur eine davon auch Kannkind gewesen) - ohne Druck im Kindergarten weiterzuentwickeln.
Wir haben dann im Mai die Anmeldung zur Schule zurückgezogen, und ich bin ganz ehrlich froh drum. (Auch wenn ich das noch vor einem Jahr nicht gedacht hätte.)

Sie wird so viel reifer und gefestigter mit knapp 7 Jahren in die Schule starten können. Ich habe schon von einigen Eltern mit potentiellen Kannkindern gehört, dass sie diese Entscheidung zu keinem Zeitpunkt bereut haben. Und von anderen Eltern mit sehr jungen Musskindern, dass sie diese gerne noch ein Jahr länger im KiGa gelassen hätten. Es stürmt soviel auf die Kinder ein in der Schule, woran sie denken müssen, wie sie sich organisieren müssen, Älteren gegenüber behaupten müssen etc. (Eumel hat da einiges aufgezählt), dass ich inzwischen denke "je älter, desto besser".

Wenn Du nun sagst, er kann ja die flexible Eingangsstufe in drei Jahren durchlaufen. Naja, warum lässt Du ihn dann nicht einfach noch ein Jahr im Kindergarten - er wird sich dort schon mit neuen Freunden zurechtfinden - und gibst ihm die Chance, dort "stärker" zu werden (um mit Druck, Kritik etc. besser fertig werden zu können), und dann durchläuft er die flexible Eingangsphase halt normal in zwei Jahren.

Ich weiß echt aus eigener Erfahrung, wie schwierig diese Entscheidung ist. Aber aus eigener Erfahrung kann ich auch sagen, dass es mir so viel besser ging, als die Entscheidung gegen die frühe Einschulung gefallen war. Kein tägliches Darübernachdenken mehr, ob wir unserer Tochter wirklich einen Gefallen tun, ob es wirklich das Beste für sie ist, sondern einfach nur Zufriedenheit und die Gewissheit, eine gute Entscheidung getroffen zu haben.
Mäusekind: 11/2006 -  Wenn aus Liebe Leben wird, hat das Glück einen Namen.
Kleiner Muck: 03/2008 -  Ein bisschen Mama, ein bisschen Papa und ganz viel Wunder.

Elenya

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« Antwort #17 am: 04. Dezember 2012, 20:53:41 »
ich hab jetzt nicht alles gelesen (ausser den ausgangspost  ;) )

ich denke ich würd ihm noch 1 jahr kindergarten "schenken"

leon wurde ganz regulär eingeschult ist ein april kind und kam jetzt mit ca. 6 1/2 in die schule, er war mit allem auch immer unter den schnellen auch motorisch, er hat letztes jahr an weihnachten angefangen zu lesen (ihn hat es geärgert das er bei der ps3 im spiel die sachen nicht lesen konnte, also wollte er es lernen, ohne unser zutun), auch das rechnen und schreiben konnte er letztes jahr um die zeit schon, also theoretisch den ganzen schulstoff der 1. klasse

er ist sozial auch voll drin, hat zig freunde, spielt fussball, trifft sich fast täglich mit freunden usw., er ist aber auch sehr sensibel

aber, es war ne riesen umstellung mit der schule, er war jetzt nicht überfordert vom stoff, aber es war/ist sehr anstrengend für ihn, je länger die woche dauert um so mehr merkt man es, er wird lustloser, müder, ist nicht mehr aufnahme fähig, bockt, weint vermehrt aus gründen die keiner verstehen kann usw.

das ganze drum herum machte ihm zu schaffen, er muß 4-5 std. aufpassen was die lehrerin sagt, ihm ist es oft zu laut in der klasse (er möchte ja aufpassen, aber das fällt ihm oft sehr schwer weil der geräuschpegel einfach so heftig ist), alles war neu am anfang das gebäude, der pausenhof, die lehrer usw., auf einmal ist er wieder der kleinste auf dem schulhof (im kindergarten war er ja der king als vorschüler), dann noch die 30 - 90 minuten hausaufgaben usw. usw. , alles das muß man seelisch erst mal verkraften, und da tat/tut sich mein sensibelchen etwas schwer

seit den herbstferien gehts jetzt etwas besser, aber man merkt jetzt schon wieder das er so langsam wieder ausgelaugt ist, und es gut ist das bald weihnachtsferien zum erholen wieder kommen

mit lenya steh ich auch vor dem problem wie du, sie ist ein "kann- kind" also entweder in 3 jahren oder in 4. momentan bin ich voll und ganz der meinung ihr noch 1 kindergartenjahr zu schenken, die "unbeschwerte" zeit kommt nie mehr, ich möchte ihr dann eher nachmittags genug anbieten zur förderung (musikkurs, sport, tanzen o.ä. ) damit sie sich nicht zu sehr langweilt  ;), aber mal sehen was in 3 jahren ist, zum anderen ist sie auch ganz anderst als leon, nicht so sensibel.



Alchemilla

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Antw:Schule oder nicht Schule - das ist hier die Frage
« Antwort #18 am: 04. Dezember 2012, 21:15:06 »
Ja, ich sehe den Punkt, ihm noch ein Jahr Spielzeit zu schenken. Habe heute noch mal mit seiner Erzieherin gesprochen. Sie sieht die Sache so: Jonathan ist auch in seiner emotionalen Entwicklung bei den 2007er Kindern eher vorne mit dabei. Jedes Kind hat so seine Schwächen und Jo ist überall mindestens im guten Mittelfeld. Würde ich ihm noch ein Jahr "schenken", dann um den Preis, dass er keinen mehr im Kiga hat, der seinem Entwicklungsstand entspricht. Das wäre schade für ihn, insgesamt denkt sie, dass er unterfordert wäre und fassungslos, wenn "die anderen Großen" in die Schule gehen und er nicht. Und da hat sie wohl recht. Der Zug in Richtung Einschulung ist einfach schon sehr weit abgefahren. Dann hätte ich ihn von Anfang an aus dem Vorschulprogramm raushalten sollen, aber das genießt er und da ist er aufgeblüht. Er kann dann auch den Schritt in die Schule mit 4 weiteren Kinden aus seiner Gruppe tun, die ihm seit Jahren vertraut sind. Die jüngeren behandelt er zwar freundlich aber eigentlich ignoriert er sie fast völlig. Bis auf einen Jungen, der 4 Wochen jünger ist als er und den hasst er regelrecht, weil der ihn seit Jahren ärgert, beißt und erpresst (gib mir dein Legoraumschiff, sonst haue ich dir auf die Schnauze). Dass der noch im Kiga bleibt und er zur Schule gehen soll, ist ihm ein inneres Kirschblütenfest. Ich weiß, dass das oberflächlich klingt aber wenn man mitbekommt, wie das eigene Kind seit Jahren von so einem rohen aber wenig intelligenten Fuzzi fertig gemacht wird, will man den nicht als einzigen altersentsprechenden Freund in der Ganztagesbetruung sehen.
Ich werde jetzt also den Zug mal weiterrollen lassen und sollte sich im nächsten Jahr abzeichnen, dass es für Jo zu viel wird (es gibt ja noch mal Probeunterricht und Vorübungen im Kiga und eine ärztliche Untersuchung), dann lasse ich ihn evt. noch mal den Kiga wechseln, damit er nicht das Gefühl bekommt "es nicht geschafft zu haben". In diesem Fall "leider" kriegt mein Zwerg einfach alles mit und es ist ihm völlig klar, dass Schule was für Große ist und dass er dann für "zu klein"  befunden wurde.


Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, in denen wir liebten. (Wilhelm Busch)

Schnauferl1974

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Antw:Schule oder nicht Schule - das ist hier die Frage
« Antwort #19 am: 05. Dezember 2012, 07:38:44 »
Ich bin grundsätzlich gegen vorzeitiges Einschulen. Wenn ein Kind noch nicht in die Schule muss, dann hat das auch seine Gründe.

Habe hier auch ein Oktoberkind und für uns war ab Geburt klar, dass sie ein Jahr später gehen wird.

Meph

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Antw:Schule oder nicht Schule - das ist hier die Frage
« Antwort #20 am: 05. Dezember 2012, 08:00:34 »
Ich bin grundsätzlich gegen vorzeitiges Einschulen. Wenn ein Kind noch nicht in die Schule muss, dann hat das auch seine Gründe.

Habe hier auch ein Oktoberkind und für uns war ab Geburt klar, dass sie ein Jahr später gehen wird.

schön, dass deine kinder so in dein Konzept passen :D

Für andere ist deine idee schlichtweg nicht anwendbar.


Alchemilla, erzieher neigen eher dazu zu sagen, dass man noch ein jahr warten soll. wenn sie aber so begründen wie in eurem fall seh ich da absolut sinn dahinter, acuh nachdem was du von eurem sohn schreibst.
Frag mal Netti, ihr sohn  ist unwesentlich älter als deiner bei einschulung sein wird ;) und macht sich trotz aller bedenken prima in der schule :D

Ich wünsch deinem Sohnemann eine tolle Grundschulzeit :D

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Antw:Schule oder nicht Schule - das ist hier die Frage
« Antwort #21 am: 05. Dezember 2012, 08:14:40 »
Ich bin grundsätzlich gegen vorzeitiges Einschulen. Wenn ein Kind noch nicht in die Schule muss, dann hat das auch seine Gründe.

Habe hier auch ein Oktoberkind und für uns war ab Geburt klar, dass sie ein Jahr später gehen wird.

schön, dass deine kinder so in dein Konzept passen :D

Für andere ist deine idee schlichtweg nicht anwendbar.


Alchemilla, erzieher neigen eher dazu zu sagen, dass man noch ein jahr warten soll. wenn sie aber so begründen wie in eurem fall seh ich da absolut sinn dahinter, acuh nachdem was du von eurem sohn schreibst.
Frag mal Netti, ihr sohn  ist unwesentlich älter als deiner bei einschulung sein wird ;) und macht sich trotz aller bedenken prima in der schule :D

Ich wünsch deinem Sohnemann eine tolle Grundschulzeit :D

Das mag ich einfach mal unterschreiben. :)
Jedes Kind ist anders - und ich finde, bei euch klingt doch alles danach, dass ihr einschulen solltet!
Und das sage ich, obwohl ich ein Kind habe, welches mit gerade 6 als sehr junges Muss-Kind eingeschult wurde, dem ich gerne (zu Recht, das zeigt sich auch jetzt in der dritten Klasse noch) ein Jahr länger Kiga gegeben hätte. Eine Rückstellung war bei uns nicht möglich.
Wie gesagt, bei euch spricht doch fast alles für die Einschulung und dann würde ich das auch machen!

Schnauferl1974

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Antw:Schule oder nicht Schule - das ist hier die Frage
« Antwort #22 am: 05. Dezember 2012, 08:40:43 »
Ich bin grundsätzlich gegen vorzeitiges Einschulen. Wenn ein Kind noch nicht in die Schule muss, dann hat das auch seine Gründe.

Habe hier auch ein Oktoberkind und für uns war ab Geburt klar, dass sie ein Jahr später gehen wird.

schön, dass deine kinder so in dein Konzept passen :D

Für andere ist deine idee schlichtweg nicht anwendbar.


Alchemilla, erzieher neigen eher dazu zu sagen, dass man noch ein jahr warten soll. wenn sie aber so begründen wie in eurem fall seh ich da absolut sinn dahinter, acuh nachdem was du von eurem sohn schreibst.
Frag mal Netti, ihr sohn  ist unwesentlich älter als deiner bei einschulung sein wird ;) und macht sich trotz aller bedenken prima in der schule :D

Ich wünsch deinem Sohnemann eine tolle Grundschulzeit :D

ja sie passen sehr gut in unser Konzept
ich habe mein Leben meinen Kindern angepasst

lotte81

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Antw:Schule oder nicht Schule - das ist hier die Frage
« Antwort #23 am: 05. Dezember 2012, 09:09:30 »
@Schnauferl: Naja, aber zu sagen: ich bin grundsätzlich gegen das früh EInschulen heisst ja nicht, dass das Leben dem Kind angepasst wird,sondern umgekehrt  ;) Und ganz ehrlich: Rückblickend wäre mein Sohn in der Tat besser mit 5,5 Jahren gegangen...... So hat es sicher auch Vorteile, aber langfristig fürchte ich mehr Nachteile......
Eine Pauschalantwort gibt es nicht. Nun ist es vielleicht bei einem Teil der Kinder egal, ob sie frühe eingeschult werden, bei einem Teil ist die spätere Einschulung zwingend notwendig und ein anderer Teil muss aber unbedingt früher eingeschult werden..... So sieht einfach die Realität aus.... Ein Kind, das mit einem unheimlichen Vorsprung eingeschult wird, wird sich langweilen, evtl. stören, ist beim Lehrern schnell unten durch, wird dadurch evtl. sogar zum SChulversager und nervt alle nur, weil er rumzappelt und sich langweilt..... Und glaub mir, schön ist das nicht - weder fürs Kinder, noch die Eltern, noch Lehrer....und nun hab ich noch ein Kind, was sich eigentlich gut anpassen kann....Aber eben nur bis zu einem gewissen Grad


Schnauferl1974

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Antw:Schule oder nicht Schule - das ist hier die Frage
« Antwort #24 am: 05. Dezember 2012, 09:26:02 »
Es ist eben meine Meinung.

Und davon wird mich hier niemand vom Gegenteil überzeugen können.

Aber ich bin ja in ielen Punkten anderer Meinung wie die Mamis aus dem Internet, wie ich schon so oft festgestellt habe.

Ich gehe nicht arbeiten, ich würde meine Kinder nie in Ganztagesbetreuung geben, ich  verwende Binden statt Tampons, ich habe im ersten Lebensjahr Milch gefüttert, habe nciht gestillt, glaube an Gott, weiß dass ich immer mit meinem Partner zusammen bleibe, und oweh ich lasse mehr als ein Kind ins Trampolin.
bei mir läuft also einiges daneben! ;)
« Letzte Änderung: 05. Dezember 2012, 09:28:19 von Schnauferl1974 »

 

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