Autor Thema: Nachsitzen  (Gelesen 6815 mal)

jewa

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Nachsitzen
« am: 21. November 2013, 16:29:49 »
Hallo,

ich reg mich gerade mal wieder auf (zu Recht oder nicht..?), weil meine Tochter heute mit der Nachricht kam: "Nachsitzen wegen 5 x Hausaufgaben vergessen."
Das hatten wir schon mal mit dem Ergebnis sie bekam in Arbeitsverhalten die Note 4, die natürlich den Zeugnisschnitt "versaut" hat (gerade weil es ja aktuell um den Übertritt in die weiterführende Schule geht).
Wir hatten mit der Lehrerin ausgemacht, dass sie "engmaschiger" kontrolliert wird und mittels eMail. Telefon und/oder Hausaufgabenheft steht man eigentlich auch in engem Kontakt wenn was sein sollte (dachte ich zumindest bisher).
Sie macht die Hausaufgaben auch, das kontrolliere ich (selbst, ob sie alles was im Hausaufgabenheft steht auch macht, das ist also nicht das "Problem"). Sie packt sie auch in den Ranzen, weil sie hier in der Schule ja die Sachen deponieren, die sie für zu Hause nicht brauchen und nur hausaufgabenrelevantes mit nach Hause kommt.
Ich weiß also nicht, wie es zu dem Problem überhaupt kommen kann, noch wie wir (Kind, Eltern) hier optimieren können.

Fakt ist aber z.B. auch, dass Gedicht bis zum Tag X auswendig gelernt werden sollen, dann aber nicht abgefragt werden, sondern z.B. erst 2-3 Tage später.
Das habe ich alles nach dem ersten Vorfall beobachtet.

Es gab bei allem Kontakt in den letzten Wochen auch keine Info, dass was "schief" läuft, etwas mal fehlt oder so.
Also alles "rosarot" bis heute.
Ist es denn wirklich zuviel verlangt, die Eltern vorher mal einzuschalten? Bevor eine solche Strafe folgt.
Prinzipiell habe ich ja nix gegen die Strafe, aber ich fände es gut, wenn halt spätest beim 3x vergessen eine Info à la "3 x HA vergessen, beim nächsten mal heißt das Nachsitzen" oder so.
Wie gesagt, ich verbürge mich dafür, dass sie termingerecht gemacht wurden. Warum sie (angeblich) nicht in der Schule ankommen? Keine Ahnung.
Mäuschen selbst sagt, sie kann sich an nur 3x erinnern.  s-:)

Wie läuft denn das bei euch in den Schulen ab?
Bzw. an die Lehrerinnen direkt: Wie handhabt ihr das?

Wie gesagt gegen die Strafe an sich habe ich ja nichts. Sie muss ja lernen, dass die Hausaufgaben gemacht werden müssen und dazu gehört halt auch das mitnehmen.

Nur, wo ist der Lernerfolg, wenn es 4x "geduldet" wird und erst beim 5x eine Strafe erfolgt und auch wir Eltern erst davon erfahren??

Unseren Junior (gleiche Schule) habe ich heute auch gefragt, wie die Mathehausaufgabe war. Antwort: "Die wurde heute nicht kontrolliert."  :-\

Wie seht ihr das? Was würdet ihr machen bzw. wie würdet ihr darauf reagieren?

- Ich hab ehrlich gesagt keine Lust auf eine schlechte Note, die ihr den Übertritt erschwert, denn sonst ist sie gut in allen Fächern und tut sich auch leicht. Und ein bissel hab ich das Gefühl, die Lehrerin will ihr so eine "reinwürgen" (überspitzt gesagt). -

Danke fürs lesen, ist ja mal wieder etwas lang.  Aber es brodelt halt gerade in mir.

LG, Jewa


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~Netti~

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« Antwort #1 am: 21. November 2013, 17:12:31 »
Naja, wie das vorkommen kann? Indem sie einfach nicht alles aufschreibt. Sie wird halt immer alles machen, was sie aufgeschrieben hat, darum denkst du sie hat alles. Aber vielleicht schreibt sie eben nicht immer alles auf. (DAMIT hab ich Erfahrung, ich hab nämlich einen Eli  S:D)

Ansonsten ist es hier auch so. Bei 5 Mal HA vergessen gibt es Nachsitzen und vorher wird man auch nicht informiert.  s-:)


Honigbluete

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« Antwort #2 am: 21. November 2013, 17:26:52 »
Aber netti, Eli ist auf dem Gymnasium, es geht hier um Grundschule. Gerade wenn mit der Lehrerin asbgesprochen ist, enger zu kontrollieren und früher was zu sagen, sollte es auch so sein. Dass sie was vergisst aufzuschreiben, kann sein, daher würde ich die Lehrerin anrufen und ihr deine Überraschung mitteilen. Dann nochmal klar darum bitten, bereits nach 2 oder 3 mal informiert zu werden. Die Strafe solltest du wie hier als wichtig bezeichnen, doch solltest du die Lehrerin auch fragen, welche Möglichkeiten ihr habt, weiteres Vergessen zu verhindern... An meiner Schule haben so schusselige Schüler "Laufzettel", in die sie für jede Stunde die HA eintragen müssen und am Ende jeder Stunde wird das vom jeweiligen Lehrer unterschrieben. Die Kinder müssen von selbst damit zum Lehrer gehen, die Eltern sehen so sdofortt, wenn etwas vergessen wurde.



~Netti~

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« Antwort #3 am: 21. November 2013, 17:36:27 »
Das stimmt natürlich, war hier aber auf der Grundschule auch immer so. Man wurde gar nie informiert. Jetzt, seit der alte Rektor weg ist und wir einen neuen, jungen haben, ist das anders. Jared hat seine HA einmal vergessen und hatte direkt einen Eintrag in seinem HA-Heft (Wir haben halt ein normales DIN A 5 Heft als HA-Heft) Nur eine ganz kurze Info an mich. Das fand ich super.

Ich würde es so machen, wie Honigblüte schreibt. Anrufen und überrascht nachfragen. Und ich hatte es sogar auf dem Gym noch so vereinbart, dass mein Herr Sohn alle seine HA abzeichnen lassen musste, von jedem Lehrer. Das hat super geklappt.  :)

Fliegenpilz

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« Antwort #4 am: 21. November 2013, 18:25:08 »
Kein Kind in dem Alter aber eine andere Sichtweise:
Ich sehe das Problem nicht!

Wir sprechen hier von einer Schülerin in der vierten Klasse, schätzungsweise 9 Jahre alt.
Sie sollte gelernt haben in den letzten Jahren sich selbst zu organisieren, kann sie das nicht dann erfolgt u.a. die dementsprechende Benotung. Auf dem Gymnasium würde auch keiner mehr darauf achten, da wird es vorrausgesetzt!

Das Hausaufgaben erst Tage später kontrolliert werden sehe ich auch nicht als die Wurzel des Übels.  Sind diese erledigt worden ist es egal ob sie Dienstags oder Freitags besprochen werden,  die Unterrichtsmaterialien hat man ja dem Stundenplan entsprechend dabei - und ein richtig gelerntes Gedicht sitzt auch noch zwei Tage später ;-)

~Netti~

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« Antwort #5 am: 21. November 2013, 18:30:18 »
Naja, aber Christiane, offensichtlich hat sie es ja aber vielleicht nicht richtig gelernt. Das mit dem Organisieren ist so eine Sache, ich hab da ja nun 4 Vergleichsmöglichkeiten. Bei meiner Großen haben die Kinder sowas GAR NICHT gelernt. Bei der Kleinen schon etwas, bei Samu auch etwas und bei Jared jetzt machen die das schon wirklich super. Da wird auch drauf geachtet, dass man das Datum schreibt und auf welcher Seite man welche Augabe bearbeitet usw. Zeilenabstand .... Das hat bei den anderen drei Kindern so gut wie gar nicht interessiert. Von demher würde ich jetzt nicht gleich davon ausgehen, dass ein Kind sich in der 4. Klasse wirklich organisieren kann. Sollte es vielleicht, ist aber sicher nicht überall gegeben.  :-\

Bettina

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« Antwort #6 am: 21. November 2013, 18:40:34 »
Ich finde mich da eher bei Christiane wieder. Und dass ein Gymnasial-Lehrer noch Hausaufgaben abzeichnet hat mit sehr sehr sehr viel gutem Willen zu tun und ich keineswegs Standard oder selbstverständlich. Gerade auf dem Gymnasium nicht.

Aus Erfahrung mag ich nur sagen ..... Sei froh, dass sie nur wegen der nicht gemachten Hausaufgaben nachsitzen muss  :P s-:).

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« Antwort #7 am: 21. November 2013, 18:45:28 »
Kann ich so nicht bestätigen. Eher im Gegenteil. Zu mir haben die Lehrer im Gym gesagt, das machen sie bei ganz vielen Kindern so und ist durchaus nicht außergewöhnlich. Der Vorschlag kam auch von den Lehrern selbst und nicht von mir.

Jetzt in der siebten Klasse machen wir das nicht mehr, aber wenn ich anrufen würde und sagen würde ich will das weiter so, dann wäre das völlig ok. Hatten wir gerade noch am Elternabend, das Thema.
« Letzte Änderung: 21. November 2013, 18:47:10 von ~Netti~ »

Bettina

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« Antwort #8 am: 21. November 2013, 18:49:42 »
Netti, das sind die Lehrer auf diesem einen Gymnasium vielleicht. Aber das ist wirklich nicht üblich.
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« Antwort #9 am: 21. November 2013, 18:51:04 »
Gut, das kann ich natürlich nicht beurteilen, ich kenne nur dieses und das auf dem ich war. Und wir hatten früher auch so Chaoten in der Klasse, bei denen die Lehrer noch in Klasse 10 alles unterschrieben haben.  :P ;D Bis sie volljährig wurden.  ;)

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« Antwort #10 am: 21. November 2013, 19:41:18 »
Was mir sauer aufstößt ist, dass das Kind dafür nachsitzen muß UND eine schlechte Zensur bekommt.

Bei uns an der (Grund-)Schule gibt es eigentlich keine Hausaufgaben, außer mal Gedicht oder Vokabeln lernen. Freiwillige Fleißaufgaben gibt es übers Wochenende. Da das aber das schwerwiegendste Problem für die Kinder nach dem Übertritt ist, plötzlich Hausaufgaben machen zu müssen, haben wir beim Elternabend dafür entschieden, dass es jeweils von einer Woche auf die andere eine Mathe- und eine Deutschaufgabe gibt. Diese ist nun wirklich Pflicht und wird gelegentlich benotet.

jewa

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« Antwort #11 am: 21. November 2013, 20:45:26 »
@Honigbluete
Genau so sehe ich das auch, ich weiß aktuell nicht, wie wir hier sonst noch optimieren können, wenn die Lehrerin den "Schuldenberg anwachsen lässt".

Das Hausaufgaben erst Tage später kontrolliert werden sehe ich auch nicht als die Wurzel des Übels.  Sind diese erledigt worden ist es egal ob sie Dienstags oder Freitags besprochen werden,  die Unterrichtsmaterialien hat man ja dem Stundenplan entsprechend dabei - und ein richtig gelerntes Gedicht sitzt auch noch zwei Tage später ;-)

Liebe Christiane ich gebe dir völlig recht. Aber hier ist ein anderes Schulsystem. Die haben alle Materialien, Hefte, Bücher, etc. in der Schule und nehmen nur mit nach Hause, was für die Hausaufgaben benötigt wird. Die gehen am nächsten Tag retour und bleiben bis zur nächsten Stunde dort. Wenn es hier also hausaufgabentechnisch erledigt ist, hab ich Tage später keine Einflussmöglichkeit mehr.
Thema Stundenplan, die haben hier hauptsächlich GU, SU, Englisch, Sport, Chor, da ist nicht viel zu packen, denn Mathe und Deutsch sind ja in GU die und werden individuell nach Bedarf gelegt (haben ja auch klassenübergreifendes Konzept). Also auch da habe ich wenig Einflussmöglichkeit.

Das mit dem Gedicht hast du glaube ich falsch verstanden. Natürlich saß das Gedicht auch 2 Tage später noch "bombenfest" (sogar heute noch). Ich meinte nur, wenn man "Herr von Ribbeck" lernt (ist ja doch umfangreich) und es heißt bis Termin X und dann wird es erst 2 Tage nach X abgefragt, dann hätte die Lehrerin auch gleich die beiden Tage mehr Zeit geben können. Nicht jeder lernt die Gedichte so einfach und schnell wie meine Tochter, es gibt auch Klassenkameraden, die da erhebliche Schwierigkeiten haben.
Und ich rede hier auch von einer Klasse mit 12 Kindern in zwei(!) Klassenstufen.
Also da sollte auch die Lehrerin auf die Kinder eingehen können.

Was mir sauer aufstößt ist, dass das Kind dafür nachsitzen muß UND eine schlechte Zensur bekommt.

Genau die Doppelstrafe meine ich ja, die ich nicht ok finde.


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« Antwort #12 am: 21. November 2013, 20:53:56 »
Eine schlechte Zensur ist doch keine Strafe  ???
Es ist logische Konsequenz, eine Bewertung der erbrachten Leistung.  Notwendige Konsequenz sogar...

Strafe dagegen ist ein Versuch das Fehlverhalten in den Griff zu bekommen und zu verbessern.

Man kann ja keine guten Noten geben, weil man ja schon gestraft hat  ???

Bettina

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« Antwort #13 am: 21. November 2013, 21:22:24 »
Ich frage mich die ganze Zeit, wie es sein kann, dass deine Tochter immer alle aufgeschriebenen Hausaufgaben macht, aber trotzdem öfter schon mal keine Aufgaben hatte. Das kann doch in der Quintessenz nur heißen, dass deine Tochter entweder manche Sachen nicht aufschreibt, weil sie denkt, dass sie das so weiß oder aber sie absichtlich nicht aufschreibt, damit sie sie umgeht.

Das wäre also eher der Punkt, wo ich mal nachhaken würde. Wenn Quinn falsche oder keine Hausaufgaben hat, dann doch, weil er sie nicht aufgeschrieben hat. Und per Telepathie wird die Lehrerin sie ja wohl nicht aufgegeben haben. Sie hat es entweder gesagt und das Kind hat etwas anderes im Kopf gehabt oder es nicht mitbekommen oder sie haben an der Tafel gestanden und in der Folge ist es doch wieder nur dasselbe.

Was sagt deine Tochter denn dazu?

Und davon ab ist es ja doch erstmal nur das Halbjahreszeugnis. Kein Kind verbaut sich die Zukunft wegen einer schlechteren Note in der vierten Klasse.
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« Antwort #14 am: 21. November 2013, 21:26:49 »
Na aber wenn eine schlechte Zensur als logische Konsequenz erfolgt ist, brauchts auch keine Strafe mehr ???

Bei uns gibts kein Nachsitzen als Strafe, schlicht weil sie personell eh schon die Kapazitätsgrenzen erreicht haben. Ich würde das aus verschiedenen Gründen eh nicht für sinnvoll halten, aber Weltuntergang ist das nun auch nicht.

Das mit den Materialien, nämlich dass nur die HA mitgebracht werden, ist hier auch so, von daher weiß ich auch nicht, wie man da als Eltern Einfluss nehmen kann. Aber man sieht da ja auch ohne HA-Heft genau, was eigentlich auf ist, von daher hab ich auch keine Erklärung, wie das dann sein kann.
*edit* Höchstens dass nicht alles aus der Schule mitgebracht wird, was gebraucht wird, aber das merkt man ja auch ???
Wobei mein Sohn das irgendwie auch geschafft hat, paarmal was zu vergessen, wenn mir das Kontrollieren durchgerutscht ist  :P - das gab dann halt nen Eintrag im Zeugnis unter "Arbeitsverhalten".

Was mir hier sauer aufstößt, ist die Sache mit der Informationspolitik. Nämlich, dass man das extra mit der Lehrerin vereinbart hat, dass engmaschig informiert wird und das passiert dann nicht. Und haben sie denn am Tag vorher wenigstens über das Nachsitzen informiert oder ist das Kind am Ende später als erwartet heimgekommen? Weil letzteres geht auch überhaupt nicht.
« Letzte Änderung: 21. November 2013, 21:30:48 von Solar. E »

~Netti~

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« Antwort #15 am: 21. November 2013, 21:32:38 »
Das dürfen sie - zumindest bei uns - nicht. Hier wird Nachsitzen angekündigt. Am ... in der ... Stunde. Sonst würde ich auch vollkommen ausflippen. Immerhin hat es mein Sohn nur einmal bisher geschafft, dass er nachsitzen musste.

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« Antwort #16 am: 21. November 2013, 21:36:31 »
ich bin da auch eher bei bettina und Christiane

Wir können nunmal nicht stets und ständig jedem mit allem nachrennen.
Die eine Mama hätte gerne dass man sie bei der 3. vergessenen HA kontaktiert, die 2. will einen schriftlichen bEricht über das Benehmen des Kindes jeden Tag, die 4. will dass man dran denkt, dass Kind zu erinnern die Brille aufzusetzen, die 5. will.......

Das ist ein Ding der Unendlichkeit. Wenn da jeder mit seiner Extrawurst ankommt dann macht die Lehrerin gleich nix anders mehr als sich um Extrawürstchen zu kümmern und nuja nix zu vergessen weil jede Mama ja meint, ie und ihre kleinen Wünsche seien da sEinzige, was ein Lehrer so zu tun hat ;)

Irgendwo müssen wir Lehrer da unsere persönliche Grenze ziehen und sagen *so und nicht anders läuft das bei mir, dass sind mein Anforderungen, das meine Konsequenzen, das gehört zu meinem Kompetenzbereich und alles was da nichts dazu gehört, davon grenze ich mich ab.

Es wurde klar kommuniziert: bei 5x vergessener HA (und das ist wirklich ziemlich gütig...bei mir wäre spätestens bei 3 Schicht im Schacht S:D) passiert XY.
Für alle klar...und dann ist das auch so.


Und es ist wie Bettina sagt. Die HA wurden ja IRGENDWIE kommuniziert, ich gehe davon aus, dass die Lehrerin das nicht heimlich in die Tagebücher der Anderen geschrieben hat damit deine Tochter das nicht mitbekommt und die Strafe kassiert ;)
Insofern denke ich, der Fehler liegt bei deiner Tochter, das Nachsitzen ist die angekündigte Strafe (MEINE Strafe wärs nun nicht, ich find nachsitzen doof...aber das ist halt persönlich und es wurde ja klar und deutlich vorher mitgeteilt) und die Note ist eben die logische Konsequenz (ich mein das wird halt bewertet, was soll man ihr für eine Note geben wenn sie ihre HA so oft nicht vernünftig macht... :-\)
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« Antwort #17 am: 21. November 2013, 21:41:37 »
...aber bei 12 Schülern ...  :-\

Ich mein, ich bin ja nicht gegen ne Strafe ansich. Gar kein Thema. Angekündigt und dann ist das eben so. Hab ich absolut kein Problem mit.
Und ich denke auch, dass sie vergisst einen Teil der HA aufzuschreiben, anders kann es ja fast nicht sein. War bei meinem Kind auch so, er hat ja sein Zeugs gemacht, also was er aufgeschrieben hatte ....  :P

Aber wenn man doch extra bespricht, dass man engmaschig miteinander kommuniziert usw ... weiß nicht, da hätte ich doch auch eine andere Erwartung.

Wie gesagt, Jared hat einmal seine HA vergessen, hatte ich direkt einen Satz dazu im Heft. Find ich super. Wußte ich Bescheid. Und ein Satz ist in einer Minute geschrieben. Das schafft ein Lehrer ja wohl wirklich. Meine Meinung. Zumindest halt in der Grundschule.

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« Antwort #18 am: 21. November 2013, 21:42:54 »
@Nachtvogel
Ich versteh deine Sicht von der Lehrerseite durchaus - aber diese Vereinbarung wurde nunmal so getroffen und dann zieht das Argument mit "jedem seine Extrawurst" schlicht nicht. Wenn dann darf die Lehrerin diese Vereinbarung nicht treffen und gut ist.

Wenn du als Lehrerin vorher (!) klar deine Grenzen absteckst und diese auch einhältst, dann weiß doch jeder, woran er ist und das ist doch völlig in Ordnung  :)

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« Antwort #19 am: 21. November 2013, 21:49:54 »
Ja gut, dass stimmt allerdings.
Wenn ihr das vorher so vereinbart hattet, dann hätte sie es machen sollen, von mir hättest du diese Abmachung garnicht erst bekommen S:D (aber bei meinen *Pappenheimern* schau ich dann schon von selber mal was genauer drauf, dass die auch da stehen haben, was ich gerne hätte ;)).

Ich würde da einfach mal nachhaken, wie schon erwähnt wurde, du wärst erstaunt weil ... und dann mal schauen was dabei rauskommt.

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« Antwort #20 am: 21. November 2013, 22:07:48 »
Keins meiner beiden Kinder hat bis zum heutigen Tag je seine Hausaufgaben vergessen oder nicht gemacht. Denn nicht die Lehrer müssen kontrollieren, ob das erledigt ist, sondern ich als Mutter/Vater. 
Und wenn ich weiß, dass mein Kind vielleicht nicht immer alles aufschreibt - was ja augenscheinlich der Fall ist - treffe ich ein Agreement mit einer anderen Mutter/Vater und gucke, dass ich jeden Tag in Erfahrung bringe, was zu tun ist.

Mir wäre es viel zu müßig, mich jedes mal darüber aufzuregen, dass mein Kind seine Hausaufgaben nicht gemacht hat. Und ich bin da auch Christianes Meinung, ein 9-jähriges Kind sollte insoweit organisiert sein, dass es all seine Sachen, die es benötigt, beisammen hat.
Tristan Alexander *07.02.2001, 53cm, 4040g, 23.16h
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« Antwort #21 am: 21. November 2013, 22:28:44 »
Unsere bekommen je nach Stand unterschiedliche Hausaufgaben auf. Sprich, ich müsste von jeder Lehrerin die Hausaufgaben gesagt bekommen.
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« Antwort #22 am: 22. November 2013, 07:57:42 »
Ich muss ja ehrlich sagen, DAS würde mir im Leben wiederum nicht einfallen @Juli@
Ich würde doch nicht jeden Tag durch die Gegend telefonieren um zu kontrollieren, dass mein Kind alles aufgeschrieben hat. MAL kann man das machen. Hatten wir auch schon, dass ich gesagt hab dann ruf eben jemanden an und frag nach. (Bei meinem Großen läuft das ja alles über FB, die haben da eine Klassenseite/Klassenchat, aber sind ja auch schon 7. Klasse) Aber dauernd würd ich das nicht machen, ehrlich gesagt soll er dann lieber mal nachsitzen, ist viell. wirkungsvoller.  ;)

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« Antwort #23 am: 22. November 2013, 08:32:49 »
Ich versteh das prob nicht so ganz
Anna ist 2 te klasse und sie hatten letztes jahr kein aufgabenheft, jetzt schreibt sie stääändig in deutsch nur ein teil der hausaufgsben ab, 17 schüler und die lehrerin fühlt sich nicht beauftragt nach zu schsuen ob fräulein anna k. alles hat, ergo steht hier oft " hausaufgabe unvollständi" muss nachgemacht werden  und zusatz arbeit

Liegt an meiner tochter das zu klären und abzustellen- schon 2 mal wenn das kind in der 4 ten klasse ist!!
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Fliegenpilz

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« Antwort #24 am: 22. November 2013, 08:57:59 »
Und ich sehe das Problem irgendwie an anderer Stelle noch:
Wie sollen Kinder lernen selbstständig zu arbeiten, sich zu organisieren und ihrem Aufgabenbereich nachzukommen, wenn jeder (Mutter/Vater/Lehrer(in)) dies übernimmt und abnimmt?

In der 3., 4., 5. ... [belieblig fortsetzbar] ... ist der Lehrer nicht mehr dafür verantwortlich, dass die Schüler sich alles aufschreiben und Zuhause erledigen. Das Gegenkontrollieren kostet richtig Zeit - und sei es nur bei 5 von 20 Schülern. Zeit, die einfach nicht da ist und dann an anderer Stelle fehlt (worüber sich dann ebenfalls wieder, auch von den anderen Eltern, verständlicherweise aufgeregt wird).

Und nicht die Eltern müssen hinterher telefonieren sondern die Kinder. Es ist ihr Arbeitsplatz, nicht der der Eltern.
Wurde das bei euch früher auch schon so massiv übernommen wie es heute meist der Fall ist?
War ich krank und konnte aber vom Zustand her Hausaufgaben machen, dann war ich auch selbst in der Lage meine Klassenkameraden anzurufen und dies zu erfragen.
Hatte ich meine Schulmaterialien vergessen Zuhause hatte ich schlicht Pech gehabt, meine Eltern waren arbeiten und nicht dafür zuständig mir meine Plörren nachzukarren.
Hatte ich meine Schulmaterialien, die ich für die Hausaufgaben benötigte in der Schule liegen lassen, so durfte ich nochmal dahin laufen, den Hausmeister aufsuchen und die Sachen holen - das ging von meiner Spielzeit ab.

Heute hört und liest man nur noch, dass die Eltern dies und jenes nachfahren, nochmal zur Schule fahren, dauernd die Lehrer(innen) anrufen blabla.

 

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