So neuer Versuch, nachdem vorhin alles futsch war...

Emmely wird von uns zur Schule gebracht. In der Regel macht mein Mann das weil er das mit seinem Arbeitsweg liegt, wenn er schon zeitig Termine hat dann übernehme ich das.
Vorweg zur Erklärung: Sie könnte theoretisch mit dem Bus fahren, wir möchten das aber nicht. Es fährt lediglich 1 Kind aus dem Ort auch in diesem Schulbus, alles andere sind Schüler der weiterführenden Schule, und dieses Kind geht schon in die dritte Klasse und wird auch selbst oft gefahren. Zude ist die Schulbussituation nicht wirklich befriedigend, oft auch eher fraglich was die Sicherheit angeht.
Aber wir müssen eh fahren von daher bleibt das so.

Also wir fahren zur Schule, halten am Parkplatz vor der Schule und steigen aus. Ich bzw. mein Mann begleiten sie dann zum Schuleingang/Foyer. Dort trifft sie sich mit Freundinnen/Freunden mit denen sie dann durch das Foyer zum Schulhof geht. Dort befindet sich ihr Aufstellplatz. Das ganze ist nicht für uns einsehbar. Die ersten 2 Wochen durften wir die Kinder bei bedarf noch bis dorthin begleiten, aber dann wurde verständlicher Weise gewünscht das die Kinder diesen Weg alleine bestreiten. Es war nie ganz einfach für sie das "alleine" zu schaffen. Wir hatten immer den Eindruck das es sehr viel Mut von ihr erfordert das zu schaffen. Jetzt ist es so das wir von 5 Schultagen an 2 sicher "Theater" haben. Ich habe sie die letzten beiden Tage gebracht und Emmely hat bitterlich geweint. Ich bin dann noch mit ins Foyer und habe sie versucht zu beruhigen, aber keine Chance. Ich habe sie dann mit etwas Druck mitgeschickt. Ich drohe dabei nicht, aber ich mache ihr schon klar das ich nicht mitkommen werde.
Mir bricht es regelrecht das Herz.

Aber wenn ich mitgehe habe ich das ganze 5* die Woche und ich finde das nicht fair den anderen Kindern gegenüber. Dort turnen 4 Klassen 1. Klässler rum und ich bin der Meinung das es das nicht wirklich leichter für sie machen wird.
Sie ist ein beliebtes Mädchen, hat viele neue Freunde gefunden, wird nicht gemobbt oder geärgert. Ist Leistungsmäßig eher ein wenig unterfordert, aber hat sehr viel Freude in der Schule. Wenn ich sie abhole strahlt sie und erzählt gerne und viel von ihrem Tag in der Schule.
Sie sagt sie hat so Angst in die Schule zu gehen, aber wovor? Sie geht wirklich gerne, schläft gut und steigt noch freudig ins Auto.
Ich mag ihr so gerne helfen da mehr Selbstvertrauen zu finden und Mut das sie diesen Weg auch alleine schaffen kann.
Im Moment vermute ich das es an der drohenden Veränderung liegt die ja merklich auf uns alle zu kommt. Sie hatte Dienstag Schulfrei und ich hatte doofer Weise einen Zahnarzttermin am Vormittag. Wir mussten vorher noch bei einer Schulfreundin voon ihr vorbei, die sie schon aus dem Kiga kennt. Erst wollte sie dort bleiben und auf einmal doch nicht. Mir war das egal, ich habe sie gerne mitgenommen, aber sie lässt mich wenn sie da ist keine Sekunde aus den Augen habe ich den Eindruck.
Hannah hat so etwas in der Art auch, äußert sich aber anders. Sie kann nicht alleine mehr schlafen und klebt auch an mir wie ne Klette.
Tja was nun...hat jemand ein paar Tips?
Elternsprechtag haben wir in 2 Wochen, dort werde ich das Thema auch nochmal ansprechen.
Steffi