Autor Thema: Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?  (Gelesen 8829 mal)

Badita

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Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« am: 20. Februar 2015, 11:23:53 »
das ist vielleicht eine komische Frage für den ein oder anderen, aber ich steh echt auf dem Schlauch.

jedes Handeln hat eine logische Konsequenz oder Folge. Das ist klar. Aber bei manchen Situationen steht ich da und weiß nicht, was da jetzt die logische Folge wär.
Ein beispiel:

=> das Kind pampt mit dem Essen und kleckert mutwillig herum. Wenn es auch nach mehrfachen ermahnen, das zu lassen noch immer weitermacht, ist das essen weg.

=> Das kind schmeisst ein Spielzeug ständig durch die gegend obwohl es das nicht soll. Hört es nicht auf, ist das Spielzeug eben weg.

Alles okay, aber wie reagiere ich hier? Welche Konsequenz passt hier?

- Die Eltern/die Erzieher unterhalten sich miteinander oder jemand anderem. Das Kind steht daneben und plappert ständig dazwischen, gibt Kommentare zum gesagten ab oder läßt einen nicht ausreden.
auch nach mehrfachem bitten/ermahnen hört es nicht auf. Verläßt man den Raum, läuft es hinterher.

- Die Eltern/andere Personen fragen das Geschwisterkind/die Freundin/ Cousine.... etwas. das Kind antwortet sofort für das andere kind.

 - man fragt etwas in die Runde mehrere Kinder und noch bevor sich das Kind richtig gemeldet hat plappert es sofort die Antwort (die zwar meist richtig ist) heraus. So schnell das kein anderes Kind die Chance hat zu überlgen. es wartet nicht bis es dran ist. Trotz der Erklärung, das man sich melden und warten muss bis man dran ist, geht es so weiter.

Welche Konsequenzen machen Sinn beim dazwischenplappern, oder stören einer Unterhaltung?
Meist unterbricht man das Gespräch und versucht dem Kind zu erklären das es bitte warten soll.
Ignoriert man es, macht es weiter und wird dabei immer lauter, zuppelt an einem herum und versucht sich schließlich zwischen die Personen zu stellen, die sich unterhalten.

Und ja, es geht um unsere Große, aber so war es einfacher zu schreiben. Diese Angewohnheiten wurden sogar schon von den Erzieherinnen im Kiga angesprochen.
(Abgesehen davon wurde Ronja als absolut tolles, schlaues und positives Kind beschrieben)

Als Tipp haben wir bekommen eine rote und eine gelbe Karte zu benutzen, wie beim Fußball. Erst die Gelbe als verwarnung, dann nochmal die Gelbe und beim dritten Mal die Rote und eine logische Folge / Konsequenz.
Sogar Ronja findet diese Idee gut und hat die Karten im Kiga selbst gebastelt.
Aber mir fehlen die konsequenzen, die dann folgen würden. Was macht Sinn?
Macht das ganze so überhaupt sinn?

ich steh echt auf dem Schlauch. Wie bringe ich mein Kind dazu zu warten bis es dran ist und sich nicht in Gespräche Erwachsener (egal ob es Eltern sind, die Erzieher oder die Nachbarn) einzumischen?



 


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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #1 am: 20. Februar 2015, 12:11:09 »
wenn du das mit den Karten machen willst, würde ich es einfach versuchen. Vielleicht klappt es auch ohne weitere Konsequenz.
Beispiel: wenn ich will, dass mein Sohn etwas macht (Zähne putzen ect) und er ignoriert mich, dann zähle ich langsam auf drei. Bei drei muss er es machen (im Bad sein...). und zu 90 % klappt es, obwohl wir nie besprochen haben, was folgt und es auch noch nie eine folgende Konsequenz gab. Manchmal fragt er,was bei drei passiert und ich sage sowas wie "muss ich noch überlegen", "dann bin ich sauer" oder dann musst du alleine Zähne putzen.
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Badita

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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #2 am: 20. Februar 2015, 12:38:56 »
Das mit dem auf drei zählen haben wir auch versucht, bei verschiedenen Vorkommnissen. Aber Ronja wartet regelrecht auf drei, schaut einen dann an und will wissen, was jetzt passiert. bei alltäglichen sachen, wie anziehen oder so ist das ja kein thema.
z.b. hat sie morgens mal ewig getrödelt und sich dann strickt geweigert die Socken anzuziehen. Gut, ist sie ohne Socken in die Schuhe und zum Kiga. ich hatte natürlich welche dabei.

beim Zähneputzen wäre es eher so, das sie sich freuen würden ( alle beide) das sie dann alleine putzen können. ich müsste dann also eher sagen, das ich die Zähne dann putze. denn normalerweise putzen sie allein vor und ich nach. das alleine würde dann ausfallen.

Wenn sie wieder am essen mäkelt und alles nicht will, obwohl sie es sonst ißt, hat sie auch verloren. dann ißt sie eben nix. den fall hatten wir auch schon. irgendwann kam sie, das sie hunger hat, also hab ich ihr das Mittagessen angeboten. ne Alternative gab es nicht und dann konnte man es doch essen.
Okay, bei sachen von denen ich weiß, das sie es nicht mag, kriegt sie ne Alternative: Brot mit Käse oder Wurst.

Aber beim dazwischenquatschen und Kommentieren fällt mir echt nix ein. ich würde es gern versuchen, aber es muss ja eine Konsequenz geben die man ggf. einsetzen kann, falls es wirklich zur roten Karte kommt.
Die Erzieherin meinte, das dann eben was gestrichen wird, was dsie gern mag. Die Gute-Nacht-geschichte z.b. oder der Besuch bei einer Freundin/ Spielplatz, falls das gerade an dem Tag geplant wäre. Aber das alles hat doch überhaupt nichts mit dem geplapper zu tun. Und Konsequenzen / Folgen sollten doch immer in Verbindung zu "Tat" stehen, oder? So liest und hört man es zumindest überall.

was macht ihr denn in so einer Situation?
 


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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #3 am: 20. Februar 2015, 13:08:33 »
Also ich mag hier mal was sagen, was ich mal bei Sweety aufgeschnappt habe. Die Konsequenzen die Du beschreibst, sind nicht logisch sondern künstlich herbei geführt. Es gibt zwar einen Zusammenhang mit dem zuvor geschehenen, aber zwangsläufig logisch ist das nicht.

Also die logische Konsequenz von "in dem Essen rummantschen" ist zermanschtes Essen. Dass das Essen weggkommt, ist eine künstlich herbeigeführt Situation.
Ich mag jetzt nicht kleinkrämerisch sein, ich finde nur, dass wir manchmal zusehr an irgendeiner vermeintlich logischen Konsequenz hängen. Manchmal hilft reden mehr als eine herbeigeführte Konsequenz.

Ich finde das mit den Karten zu künstlich, zu unnatürlich,.. Was ich machen würde, oder auch mache in Situationen die immer wieder auftreten. Ich bespreche die erlebte Situation in einer ruhigen Minute, dann wenn mein Kind wirklich aufnahmefähig und gesprächsbereit ist. Ich beschreibe die Situation, erkläre, was mir dabei nicht gefällt, wie ich mich dabei fühle etc. Hinterfrage, ob er versteht, was ich meine. Ich erkläre, dass ich ihn einfach an unser Gespräch erinnern werde, wenn die Situation wieder entsteht.
Damit erreiche ich, dass er versteht um was es geht, ich kann ich dann in der jeweiligen Situation freundlich erinnern ohne dass ich sauer werde.
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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #4 am: 20. Februar 2015, 14:11:40 »
Vorweg, eine wirkliche Lösung habe ich nicht.  ;D

Wenn mir unser Sohn in einer Situation gewaltig auf die Nerven geht, weil er stört (stören will!  ;)), dann versuche ich nach Möglichkeit diese Situation zu beenden. Wenn ich es dann noch schaffe, dabei freundlich zu bleiben, ist das spitze.  ;D

Dieses "bis drei Zählen" habe ich noch nicht probiert, bin mir allerdings sehr sicher, es würde hier nix nützen. Und erinnert leider auch sehr an Hundedressur.  :P

Ebenso die "Erklärbar-Variante" von Hubs - da stoßen wir ganz schön oft an unsere Grenzen. Wir erklären, das Kind sagt "Okay, mach ich nicht wieder" - und tut's doch. Oder "Oh, hab ich vergessen!" - und vergisst es minütlich wieder...

Letztlich muss man aber erklären, erklären, erklären.

Und dort, wo man es für unabdingbar hält, Grenzen aufzeigen und durchsetzen. Wenn mein Gespräch ständig unterbrochen wird, muss ich es abbrechen - leider. Hinterher dem Kind erklären, dass einen das echt gewurmt hat.

Mir fällt gerade ein, dass reden, reden, reden doch hilft - wenn man einen langen Atem hat. Gerade am Dienstag isses mal wieder passiert, und unser Junge hat ein nervtötendes Verhalten sein gelassen, einfach so, weil ich ihn darum gebeten habe - bevor die Situation eintrat! Hinterher war er ganz stolz darauf.  ;D Und ich erst!


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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #5 am: 20. Februar 2015, 14:48:48 »
wenn ich so drüber nachdenke, gerade beim dazwischen reden hilft hier auch nichts. Oder doch, ich glaube, erklären hat geholfen, zumindest wird es immer besser  :)

Bezüglich 1-2-3 und Hundedressur, ja, ich finde auch, dass das irgendwie blöd ist  :P und setzte es sparsam ein, eigentlich dann, wenn ich selbst mit den Nerven am Ende bin und nicht mehr erklären will und sicher bin, dass E. eigentlich schon verstanden hat, worum es geht.
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Hubs

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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #6 am: 20. Februar 2015, 14:58:47 »
Ebenso die "Erklärbar-Variante" von Hubs - da stoßen wir ganz schön oft an unsere Grenzen. Wir erklären, das Kind sagt "Okay, mach ich nicht wieder" - und tut's doch. Oder "Oh, hab ich vergessen!" - und vergisst es minütlich wieder...
Klar macht es das Kind wieder. Aber entsteht die unerwünschte Situation wieder und kann ich an das besprochene erinnern und das Kind kann dann aufhören.
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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #7 am: 20. Februar 2015, 15:12:50 »
Also ich mag hier mal was sagen, was ich mal bei Sweety aufgeschnappt habe. Die Konsequenzen die Du beschreibst, sind nicht logisch sondern künstlich herbei geführt. Es gibt zwar einen Zusammenhang mit dem zuvor geschehenen, aber zwangsläufig logisch ist das nicht.

Also die logische Konsequenz von "in dem Essen rummantschen" ist zermanschtes Essen. Dass das Essen weggkommt, ist eine künstlich herbeigeführt Situation.
Ich mag jetzt nicht kleinkrämerisch sein, ich finde nur, dass wir manchmal zusehr an irgendeiner vermeintlich logischen Konsequenz hängen. Manchmal hilft reden mehr als eine herbeigeführte Konsequenz.

Klar ist die wirklich logische Konsequenz, das das essen zermatscht ist oder auf dem Tisch liegt. Aber es muss auch irgendeine Folge haben, die dem Kind zeigt, das es ab einem gewissen Punkt eben zu viel ist und es aufhören soll.

Ich finde das mit den Karten zu künstlich, zu unnatürlich,.. Was ich machen würde, oder auch mache in Situationen die immer wieder auftreten. Ich bespreche die erlebte Situation in einer ruhigen Minute, dann wenn mein Kind wirklich aufnahmefähig und gesprächsbereit ist. Ich beschreibe die Situation, erkläre, was mir dabei nicht gefällt, wie ich mich dabei fühle etc. Hinterfrage, ob er versteht, was ich meine. Ich erkläre, dass ich ihn einfach an unser Gespräch erinnern werde, wenn die Situation wieder entsteht.
Damit erreiche ich, dass er versteht um was es geht, ich kann ich dann in der jeweiligen Situation freundlich erinnern ohne dass ich sauer werde.
Ohje, du glaubst gar nicht, was wir schon geredet haben. Ich habe ihr oft in ruhigen Momenten erklärt, was ich nicht möchte, was mich stört, warum es mich stört, wie ich mich dabei fühle und immer wieder gefragt, ob sie es versteht. Sie sagt dann ja mit betroffenem gesicht. Manchmal kommt sogar ein entschuldigung. und es häklt genau bis zum nächsten gespräch das ich führen möchte.
Ebenso wurde es im Kindergarten schon oft besprochen und erklärt, aber auch dort macht sie es immer wieder. deshalb sprach uns ja die Erzieherin darauf an.
Also reden, reden und nochmal reden hilft eben nicht. das mache ich bereits seit monaten, aber es ändert nichts.

@dressur
Ich sehe es nicht als Dressur. es ist nur eine Art dem Kind zu verdeutlichen, das es noch eine gewisse zeitspanne hat, mit dem "unerwünschten verhalten" ( das klingt ja fürchterlich) aufzuhören ohne das es irgendwelche "Folgen" haben wird.
Ob ich jetzt 1-2-3 sage oder eine gelbe/rote Karte zeige oder dem Kind 3x sage, das es das bitte lassen soll.....im endeffekt kommt es doch immer aufs gleiczhe raus. man sagt/zeigt 3x etwas ( zahlen, karten, aufforderungen) und dann folgt ggf. eine Konsequenz.

@erklären
wie schon oben geschrieben. Ich erkläre und rede seit wochen und monaten, aber es ändert sich nichts. Und ich bin am ende mit meinem Latein.
meine Tochter hat anscheinend eines gelernt: "mama redet und redet aber am ende passiert ja doch nix, wenn ich so weitermache wie bisher. Also, warum was ändern?"
Ob es wirklich so ist, sie bewusst so denkt weiß ich nicht, aber so kommt es einem vor. 
Auch bei solchen gesprächen sieht man richtig, wie sie nach 3 Sätzen abschaltet, mich nur noch leer anschaut aber eigentlich schon gar nicht mehr zuhört. Wenn ich sie dann frage, ob sie mich verstanden hat kommt ein Ja. Frage ich sie, was ich ihr gerade gesagt hab kommt entweder die Wahrheit, das sie es nicht weiß. oder sie sagt, das sie es zwar wisse, es mir aber nicht verraten wolle.
Oder sie unterbricht mich ( wo wir wieder beim Thema wären) mitten im Satz um mir zu sagen, das sie 4 gelbe zettel auf dem Tisch gesehen hat und damit ja was basteln könnte ( nur als Beispiel) also sie wechselt komplett das Thema.

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Klar macht es das Kind wieder. Aber entsteht die unerwünschte Situation wieder und kann ich an das besprochene erinnern und das Kind kann dann aufhören.
ich erinner auch jedesmal daran, was besprochen wurde. Nur leider hört sie dann nicht auf sondern wird lauter mit " Ja, aber ich muss dir das sagen/zeigen....." und allein dadurch, das ich ihr wieder erklären muss, das wir doch etwas besprochen haben und sie also bitte aufhören soll, muss ich das gespräch unterbrechen und der gesprächspartner muss warten, bis ich mit dem Kind fertig diskutiert habe.
Da bin ich dann also keinen Schritt weiter.
 


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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #8 am: 20. Februar 2015, 15:34:10 »
Hallo Badita!
Ich würde mich in dieser Situation gar nicht so auf die Konsequenten versteifen, sondern eher versuchen, sie gar nicht erst entstehen zu lassen. Wie wäre es denn wenn du Ronja´s Verlangen nach Aufmerksamkeit vor dem Gespräch, dass du z.B. mit der Erzieherin führen möchtest, zu stillen versuchst? Also so nach dem Motto: "Ich möchte jetzt gleich kurz (!) mit deiner Erzieherin sprechen. Hast du mir vorher noch etwas Wichtiges zu sagen?" Das ganze nicht genervt rüberbringen, sondern freundlich und auf Augenhöhe, so dass sie sich ernstgenommen fühlt. Evtl. auch gemeinsam nach einer Beschäftigung suchen, die Ronja in der Zwischenzeit ausführen kann. Dann für den Anfang und zum Üben wirklich nur ein ganz kurzes Gespräch mit der Erzieherin führen und danach wieder zu Ronja gehen und sie dafür loben, dass sie euch in Ruhe hat reden lassen...?

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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #9 am: 20. Februar 2015, 15:45:07 »
hi,
wir kennen das Problem vom Abendessen, da hat unsere Große dauernd dazwischengeplappert, wenn mein Mann und ich miteinander gesprochen haben. Nichts hat geholfen, weder erklären, noch schimpfen, noch Redezeit für sie.
Unsere Lösung (sicher nicht optimal, keine Ahnung, aber bei uns hats funktioniert): wir haben es versucht mit "schlechtes Verhalten ignorieren, gutes belohnen". Heißt, wenn sie abends absichtlich dazwischengeplappert hat, haben wir das komplett ignoriert und so getan, als würden wir es nicht bemerken. Hat sie dann auf eine Gesprächspause gewartet, um was zu sagen, hatte sie unsere volle Aufmerksamkeit. Und verblüffenderweise hat das gewirkt, jetzt klappt es besser. Würde ich aber nur im kleinen Kreis machen.
Naja und wenn wir Gäste haben, ist sie immernoch so aufgeregt, dass sie dauernd dazwischenplappert.

lg



Fesa

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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #10 am: 20. Februar 2015, 15:46:09 »
Die Idee von Nika80 finde ich toll!  s-dance

Das würde ich auch probieren.
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Meph

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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #11 am: 20. Februar 2015, 16:12:32 »
Öhm für mich wäre schlicht die logische ansage: ich habe dich bemerkt, aber JETZT rede ich mit xyz - und wenn du immer dazwischenredest dauert es länger und du bist noch später dran.
Und meiner Meinung nach muss das auch nicht lieb und nett klingen, also meine Kinder merken es durchaus an meinem Tonfall, wenn ich sauer bin.

Binus

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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #12 am: 20. Februar 2015, 16:35:47 »
Ebenso die "Erklärbar-Variante" von Hubs - da stoßen wir ganz schön oft an unsere Grenzen. Wir erklären, das Kind sagt "Okay, mach ich nicht wieder" - und tut's doch. Oder "Oh, hab ich vergessen!" - und vergisst es minütlich wieder...
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Genau - wenn es will.  :P Da liegt das Problem. Ich war so ein Kind, das da meist kooperiert hat. Mein Bruder war das Gegenteil. Und mein Sohn erinnert mich sehr an meinen Bruder.  S:D


"Katja"

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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #13 am: 20. Februar 2015, 16:40:27 »
Öhm für mich wäre schlicht die logische ansage: ich habe dich bemerkt, aber JETZT rede ich mit xyz - und wenn du immer dazwischenredest dauert es länger und du bist noch später dran.
Und meiner Meinung nach muss das auch nicht lieb und nett klingen, also meine Kinder merken es durchaus an meinem Tonfall, wenn ich sauer bin.

Genauso mache ich es auch. Am Anfang hat es zwar doch etwas meine Nerven gekostet weil trotzdem immer wieder versucht wurde dazwischen zu plappern aber mittlerweile klappt es ganz gut.

@zermatschtes Essen
Was ist daran so schlimm? Ich zermatsche auch mit Vorliebe meine Kartoffeln, und dann am besten viel Soße drüber.  ;D Mir ist nur wichtig dass das Essen auf dem Teller bleibt und nicht über den Tisch verteilt wird. Wenn wir mit den Kindern Essen gehen was häufiger vorkommt klappt das mit dem ordentlich Essen eigentlich immer ganz gut.

@logische Konsequenz
Ich versuche schon abzuwägen was ich androhe und wann. Wir hatten einmal den Fall da war meine große ca.  2,5 Jahre alt und wollte sich nicht anschnallen lassen. Ich habe sie drauf hingewiesen das wir nicht losfahren können wenn sie nicht angeschnallt ist. War ihr egal und da ich meine körperliche Überlegenheit bei sowas nicht durchsetzten möchte musste eine andere Lösung her. Wir wollten auch nicht ewig im Parkhaus stehen bleiben nach dem Einkaufen. Da habe ich ihr gesagt das wir dann laufen müssen wenn sie sich nicht anschnallen lässt und Papa mit dem Auto nach Hause fährt. Wir sind dann gelaufen, ging ja in dem Fall nicht anders da ich beim Anschnallen bzw. beim nicht Anschnallen keinen Spaß verstehe. Danach hatten wir nie mehr das Theater beim Anschnallen. Einmal die Frage ob sie laufen möchte und dann klappte es super.



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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #14 am: 20. Februar 2015, 16:42:34 »
Zwei Sachen sind mir noch eingefallen:

Zum einen: nicht zu viel reden! Also, das Kind nicht ohne Punkt und Komma vollquatschen, das ist schlicht zu viel. Wenn du schreibst, du merkst, sie schaltet nach drei Sätzen ab - da hast du es doch! Versuch, mit ein, zwei Sätzen zu sagen, was dir wichtig ist.

Dann zu Schnakchens Beispiel, das ewige Dazwischenreden beim Abendbrot.  s-:) Wir sind dazu übergegangen, dass wir Hendrik reden lassen und ihm natürlich auch zuhören. Natürlich  würde auch ich gerne alles mögliche mit meinem Mann bereden, aber das vertagen wir auf die Zeit, wenn die Kinder im Bett sind. Seitdem sind unsere Abendessen viiiiel entspannter geworden. Hendrik hat ja seinen Papa auch nur kurze Zeit am Abend.  ;)


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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #15 am: 20. Februar 2015, 17:10:52 »
Hast Du mal versucht mit ihr ein Signal auszumachen? Also, dass Du was bestimmtes sagst, und sie dann weiß, jetzt ist echt einfach genug? Irgendein Signalwort, dass Du sonst nicht verwendest. Vielleicht hilft sogar was lustiges/sinnfreies, dass sie einfach aus ihrem Vorhaben holt? Ob das lustige Sinn macht, ist wohl sehr abhängig vom Kind, in manchen Fällen könnte es aber ganz gut wirken.

Bei dem Dazwischenreden hilft dieses "ich nehm Dich ernst, bin aber noch gerade in einem anderen Gespräch" bestimmt ungemein. Da finde ich den Vorschlag von Nica toll.
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« Antwort #16 am: 20. Februar 2015, 17:29:16 »
Ohje, soviele antworten. Zu einigen fällt mir was ein, aber es fehlt im Moment die zeit. ich schreib nach 20 uhr dazu was, wenn die Kinder im bett und der Mann vorm TV ist ;)
 


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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #17 am: 20. Februar 2015, 20:35:41 »
Ich habe auch so ein Kind... und ich bin da eher bei Meph.
Sie sind keine Babies mehr, sie können kurz warten.

Je nach Situation sage ich - gern auch mit in die Hocke gehen, anfassen - dass ich mich gerade unterhalte und er warten muss.
Evtl. sagt er dann "will nur wissen ob ich xyz darf", das ist dann ok.
Denn wenn ich mit der Erzieherin rede und er fragt ob er derweil in den Garten gehen darf, dann ist das für mich absolut verständlich und auch ok.

Genauso versuche ich solche Situationen auch selbst zu entschärfen. Ja, ich verratsche mich beim Abholen auch mal. Da ich weiss dass es für die Kinder langweilig ist angezogen daneben zu stehen sage ich eben proaktiv: Ihr dürft schon mal rausgehen, wartet im Garten.

Also entweder a) klar zu verstehen geben, dass ICH gerade beschäftigt bin und Kind warten muss, bzw. EINE KURZE Zwischenfrage erlauben (wobei ich das Gegenüber kurz um Entschuldigung bitte) oder b) Kinder vorab beschäftigen und dabei klarmachen, dass ich jetzt nicht gestört werden will.

Funktioniert ab einem gewissen Alter eigentlich ganz gut.



Badita

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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #18 am: 20. Februar 2015, 21:21:49 »
So, jetzt versuche ich mal zu antworten:

@Nika
es ging nicht darum, das ich mit der Erzieherin sprechen will, sondern sich die Erzieherinnen untereinander auch mal kurz austauschen wollen. Und selbst da steht Ronja daneben und kommentiert.
es geht auch darum, das Ronja z.b. für andere Kinder antwortet bevor sie selbst antworten können.
es geht darum, das sie sich zwar meldet, wenn etwas in die Runde gefragt wird, aber während sie den Arm hochnimmt auch schon redet. statt zu warten, ob sie drangenommen wird. (Stuhlkreis KiGa)
Also es ist nicht nur das Thema Mama will sich unterhalten. Es ist etwas mehr.


Und was diese bedürfnis stillen angeht, ein beispiel:
Wir sitzen beim abendessen und jeder erzählt vom tag. erst Ronja, dann Amelie, dann Papa und dann ich. Ronja hat ausfürhlich zeit alles zu erzählen, was sie loswerden will, wir fragen ob sie fertig ist und ob der nächste jetzt reden darf. Okay.....wenn papa oder ich erzählen kommentiert sie fast jeden Satz. Worte die sie nicht versteht werden lautstark "verunstaltet" und künstlich gelacht. Ich hab das gefühl, da geht es wirklich hauptsächlich darum zu unterbrechen und Aufmerksamkeit zu bekommen. Die hatte sie aber davor und zwar ungeteilt von uns allen bis sie fertig mit ihrer Erzählung war.
Alles erklären macht keinen sinn, hilft nicht. Ignorieren -> siehe schnakchen

@schnakchen
das haben wir auch schon versucht. Aber sie wird beim ignorieren eben immer lauter und aufdringlicher bis ein ignorieren nicht mehr möglich ist. also wendet man sich dem kind doch zu und wenn es nur darum geht zu sagen, das man ihr verhaltem nicht möchte und sie warten muss. :(

@meph
das sage ich jedes Mal. erst ignoriert sie es. wenn ich dabei bleibe und irgendwann der Ton etwas schärfer wird dann kommt ein lautstarkes beleidigtes "Eyyyy!!" und danach schimpft sie genauso laut weiter, das sie niiiiiie reden darf und alle anderen dürfen......oder ähnliches.

@Binus
du sagst genau das, was ich auch denke! danke :-*

@Katja
an zermatschtem essen auf dem teller ist nichts schlimm, wenn man z.b die Kartoffeln zerdrückt und mit dem gemüse mischt oder so. aber wenn man die gabel/den löffel mit absicht immer wieder reinplatschen läßt, das mehr essen um als auf dem teller ist, wenn man merkt, das das Kind nur noch spielt und nicht mehr ißt, dann fordere ich es schon auf damit aufzuhören. Oder wenn es einfach unansehnlich wird.

was deine geschichte mit dem anschnallen angeht: da gibt es bei mir keine Diskussionen. Und wenn die Kinder noch so laut protestieren würden, es wird sich angeschnallt
 Und ehrlich gesagt würde ich deswegen keine 3km oder mehr mit einem 2jährigen Kind heim laufen. Sie wird angeschnallt und fertig. In so einem fall käme meine überlegenheit durchaus ins Spiel. auch wenn ich es sonst sehr ungern nutze. Hier geht es um ihre sicherheit.
Aber ich muss sagen, was dieses Thema angeht, hatten wir noch nie probleme.

@Binus
ich will ja auch nicht nur quatschen, aber es wird einem doch immer wieder gesagt, das man genau das machen muss: Erläutere dem Kind warum du das jetzt nicht gut findest und wie du dich dabei fühlst, frage nach, ob es das verstanden hat, etc.....
.....das alles kann man nicht in einem satz zusammenfassen.
Was ist denn dann richtig? dem Kind erklären oder kurze ansagen?

@Hubs
ist so ein Signalwort nicht im endeffekt das gleiche wie eine Karte?
Aber es geht doch eigentlich darum, was eine passende Konsequenz wäre, wenn eben Karte oder auch dein Signalwort nicht helfen.

@Nipa
bei uns im Kiga können sie nicht raus im garten warten. da stehen sie mehr oder weniger direkt auf der Strasse. und ich lasse Ronja nicht mti ihrer kleinen schwester allein zwischen den Auitos rennen. aber darum geht es ja gar nicht.

@all
Mädels danke für eure Tipps, aber meine Frage war : Was ist eine passende Konsequenz wenn das Kind eben auf all diese Tips NICHT hört?
Was tue ich nach der 347. ansage, das sie warten soll und trotzdem weitermacht?
fernsehverbot? keine Gute-nacht-geschichte? nix süßen für den tag?
das hat doch alles nicht ansatzweise mit der Situation zu tun.




Aber ich sehe schon, das ich anscheinend relativ allein mit einem solchen problem da stehe.  :-\ Scheinbar gibt es nur wenige Kinder, die einfach ignorieren das sich erwachsene gerade unterhalten wollen und dazu keine kommentare von 6jährigen möchten.
ich werd mich da allein weiter durch wurschteln. Vielleicht hört es irgendwann ja von selbst auf.....keine ahnung.
Trotzdem danke für eure Mühen. Ihr seid echt lieb.  :-*


« Letzte Änderung: 20. Februar 2015, 21:26:56 von Badita »
 


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« Antwort #19 am: 20. Februar 2015, 21:39:47 »
Aber ich sehe schon, das ich anscheinend relativ allein mit einem solchen problem da stehe.  :-\ Scheinbar gibt es nur wenige Kinder, die einfach ignorieren das sich erwachsene gerade unterhalten wollen und dazu keine kommentare von 6jährigen möchten.

Also dass glaubst du doch wohl selber nicht!  ;D

Okay, auf der einen Seite ist sie schon 6 - und wird dich sicher auch verstehen (aber eben nicht hören wollen  ;)). Auf der anderen ist sie aber auch erst 6 - ein Kind, anscheinend ein stürmisches, wildes, mitteilungsbedüftiges Mädchen. Das wird besser, aber da braucht es eben Zeit.

So eine völlig abstruse Konsequenz wie Süßigkeitenverbot etc. würde ich mir knicken. Das finde ich albern. Dann würde ich wohl eher während einer passenden Situation versuchen ihr zu zeigen, wie "störend" stören sein kann. Also, sie unterbrechen, wenn sie redet, damit sie deinen Ärger nachvollziehen kann.


Badita

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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #20 am: 20. Februar 2015, 21:42:35 »

So eine völlig abstruse Konsequenz wie Süßigkeitenverbot etc. würde ich mir knicken. Das finde ich albern.

genau das gleiche denke ich ja eben auch. Aber mir fällt eben sonst einfach nichts ein, also war ich bisher recht tatenlos und hab nur geredet und immer wieder geredet.


 


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Fliegenpilz

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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #21 am: 20. Februar 2015, 21:52:06 »
Dreh den Spieß doch mal um und unterbreche jedes Gespräch von ihr konsequent...

Nipa

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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #22 am: 20. Februar 2015, 22:00:31 »
Also wenn sie die Erzieherinnen unterbricht, dann ist es doch DEREN Aufgabe sich um die Angelegenheit zu kümmern...

Und wie gesagt, ich habe durchaus auch ein Kind dass das gut kann.
Ich spiele da aber leider nicht mit. Und das sage ich auch ganz klar.
Sicher ist das gegenüber dem Mitteilungsdrang nicht immer komplett hilfreich.
Aber es wird immer besser...



satti

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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #23 am: 20. Februar 2015, 22:37:25 »
anna ist 8,bekam in der schule schon vieeeele strafarbeiten weil sie quasselt ohne sich zu melden und weil sie anderen ins wort fällt,
sie kommentiert beim erzählkreis in der schule und aber auch im privaten umfeld sehr oft das erzählte der kinder und das zumeist negativ-was mich auf die palme bringt und ich ihr jedesmal sage das ich nicht möchte das man andere kinder schlecht stellt oder deren erlebnisse mies macht

helfen kann ich dir leider nicht,aber dir sagen das du nicht allein bist und das unpassende konsequenzen (strafarbeiten in der schule) nichts aber auch garnichts bringen  :P
Lache- jeden Tag
Liebe- unendlich
Lebe- jeden Augenblick

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Sweety

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Antw:Konsequenzen ja, aber welche sind die richtigen?
« Antwort #24 am: 20. Februar 2015, 22:48:35 »
Warum muss man einen Punkt setzen, wo Schluss ist? Du schreibst, als wäre das etwas total Unabdingbares. Ist es aber nicht.

Ich bin - as usual bei solchen Themen - bei Meph und Hubs zu finden.

Bei uns daheim gibt es übrigens null derartige "Konsequenzen". Wir strafen nicht für schlechtes und wir loben nicht für "gutes" Verhalten (fuck - hat sich EO grad an meine Nicht-Kobsequenzen gewöhnt, da komm ich mit Lobverweigerung aus der Kurve ;D ).

Bei unliebsamen Situationen fragen wir nach, was der Grund für das Nervverhalten ist und entscheiden dann, ob wir das wirklich unterbinden müssen. Falls ja, dann tun wir das durch Veränderung der Situation und erklären kurz (!!), warum. Falls nicht, dann eben nicht.
Oder wir suchen einen Zwischenweg. Kurz: wir behandeln die Kinder in Fragen der Selbstbestimmung wie jeden anderen geliebten Menschen auch. Dazu gehört auch, dass wir zeigen, wenn wir pissed sind. Da noch künstlich eine "Damit du es lernst" - Konsequenz draufzusetzen, find ich bekloppt. Das ist nur Machtdemonstration. Hab ich nix am Hut mit.
Und wenn es diverse Anläufe braucht? Ist halt so. Wenn ich bedenke, wie lange es gedauert hat, bis ich das im Vergleich zu komplexen sozialen Codices recht simpel anmutende chemische Rechnen begriffen habe, bin ich da mal lieber still ;)

 

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