ich kenne einfach motorische tics (augenzwinkern/zusammenkneifen) sowohl bei meinem bruder als auch bei meiner schwester. letztere hat es auch jetzt im erwachsenenalter noch, mal tageweise garnicht, mal sehr viel.
mein sohn entwickelt leider einen komplexen verbalen tic. er ist aber auch mit autismus diagnositiziert, also nicht wirklich überraschend.
die einfachen tics kommen und gehen, manche kinder sind anfälliger als andere, ignorieren ist am besten, klar.
so wie du es beschreibst, sowohl in häufigkeit als auch in der kombination der tics, kommt es mir schon eher als per definitionem 'komplexer' verbaler/motorischer tic vor (bin aber kein experte!)- und da würde ich, zusammen mit der häufigkeit, die du beschreibst, nicht länger abwarten (zb beginn tourette?).
es bringt überhaupt nix, sich da als laie (der ich zumindest in der beziehung bin) durchzugoogeln oder mit schlagworten um sich zu werfen - und ich will dir auch keine angst machen. aber eine vorstellung beim erfahrenen kinderpsychiater (nicht psychologen!) halte ich zeitnah für sinnvoll, dann weisst du besser, wie es einzusortieren und auch wie ihm am besten zu helfen ist. vielleicht ja tatsächlich durch eine psychologische intervention, vielleicht auch medikamentös, vielleicht tatsächlich am besten durch ignorieren - aber dann weisst du mehr und kannst das auch ganz gelassen tun.
ob es bei stress/anspannung mehr wird, hilft leider diagnostisch nicht weiter, denn das ist eigtl immer so!