Autor Thema: Handy auf dem Schulhof - P.o.r.n.o Update S. 3  (Gelesen 8545 mal)

Honigbluete

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Handy auf dem Schulhof - P.o.r.n.o Update S. 3
« am: 24. November 2013, 20:51:51 »
Ich schon wieder...
Lukas erzählte, dass sein Freund (s)ein Handy mit in der Schule hatte und ihm in der Pause einen Film darauf gezeigt hat. Da hätten ein Mann und eine Frau in der Badewanne S.e.x gehabt  :o
Und jetzt? Soll ich die Mutter direkt ansprechen und damit "verraten", dass Lukas "gepetzt" hat? Oder in der Schule was sagen, weil es dort stattgefunden hat? Gar nichts machen?
Ich finde es krass, dass das jetzt schon Thema ist. Mir ist in letzter Zeit aufgefallen, dass Luki oft S.e.x.bewegungen macht, viel davon redet und auch nicht so schöne Wörter benutzt ( f...) es hat mich etwas aufmerksamer gemacht, aber damit habe ich nicht gerechnet...
« Letzte Änderung: 27. November 2013, 20:41:22 von Honigbluete »



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« Antwort #1 am: 24. November 2013, 20:58:30 »
Sprachlos  :o Wir reden von 7-Jährigen.  :o

Ich würde die Mutter/Eltern ansprechen. Krass!!!


Nipa

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« Antwort #2 am: 24. November 2013, 21:02:00 »
Kennst Du denn die Eltern? Dann würde ich die Eltern ansprechen.
Vielleicht erst mal fragen ob xy ein Handy hat und mit in die Schule nehmen darf.
Und dann weiterschauen ob es überhaupt sein kann.

Wenn Du die Eltern nicht kennst würde ich über die Klassenlehrerin gehen.



Bettina

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« Antwort #3 am: 24. November 2013, 21:08:06 »
Ich würde zuallererst mit dem Lehrer sprechen.

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« Antwort #4 am: 24. November 2013, 21:10:51 »
Eltern und Lehrer würde ich da ansprechen. Und zwar ohne zu zögern.
So etwas sollte nicht abgespielt werden oder herunter gespielt, das ist ziemlich heftig. Wir reden hier von 7jährigen Kindern  :o

Zuerst mit den Eltern, sie müssen wissen, was da abgeht und womit ihr Kind sich da "beschäftigt". Danach mit den Lehrern, damit auch die eingreifen können und Handys auf dem Schulhof unterbinden.

Was das "petzen" angeht:
Sehe ich ganz anders. Ich habe kein Verständnis für "man darf nicht petzen". Im gegenteil: Kinder sollen petzen. Kinder sollen das Recht haben, ihr Erlebtes mit Anderen zu teilen. Ihren Eltern ihre Sorgen, Ängste und Probleme erzählen. Kinder sollen Ungerechtigkeit ausdrücken dürfen.
Ich verstehe diese Haltung nicht  ??? Wenn meinem Kind etwas negativ auffällt, dann hoffe ich sehr,dass es das sagt. Niemals würde ich "petzen" verbieten, zumal ich überhaupt gar nicht verstehe, was daran petzen sein sollte.


Bettina

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« Antwort #5 am: 24. November 2013, 21:20:17 »
Das mit den Eltern reden würde ich dem Lehrer überlassen. Hat es gleich einen offizielleren Touch.
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« Antwort #6 am: 24. November 2013, 21:22:44 »
Naja, ich finde man kann als Eltern schon auch so etwas ansprechen. Gerade die offizielle Seite kann einschüchtern.

Reden ohne allzu große Vorwürfe.

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« Antwort #7 am: 24. November 2013, 21:46:39 »
Bei den Eltern käme es mir persönlich vielleicht darauf an, wie gut ich sie kenne, wie ich sie einschätze oder so. Ob das solche sind, denen alles egal ist, oder ob sie genauso geschockt wären und im Endeffekt dankbar, dass man ihnen das mitteilt.
Aber auf jeden Fall würde ich die Lehrerin ansprechen, denn so etwas müsste mMn in der Klassengemeinschaft thematisiert werden, vielleicht auch in Zusammenarbeit mit Medienpädagogen oder sowas, evtl. Leute von der Polizei, die Kinder über solche Dinge aufklären (also nicht S**, sondern Gefahren von Internet & Handy o.ä.).
In dem Fall fiele das für mich auch nicht unter "Petzen".
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« Antwort #8 am: 24. November 2013, 22:00:27 »
Einschüchtern  ???? Inwiefern denn einschüchtern? Schockieren ja, aber einschüchtern?

Ich würde es über die offizielle Schiene machen, weil ich mich nicht auf dieses "mein Sohn hat gesagt, dein Sohn hat" einlassen würde. Ich würde es dem Lehrer sagen und er soll es ansprechen, wie auch immer er das für richtig hält, vielleicht das Handy konfiszieren und sich mit den Eltern hinsetzen. Das wäre mir egal.

Dann könnte der Name meines Kindes erstmal völlig außen vor bleiben und es ginge mehr um die Sache als darum, wer wann was und wieso weshalb warum.
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« Antwort #9 am: 24. November 2013, 22:35:40 »
Einschüchtern im Sinne von Abblocken. Es gibt Eltern, die blocken sofort ab, wenn es Kritik oder Vorwürfe von offizieller Seite kommt.

Zudem, wer weiß wie schnell der Lehrer handelt? Eventuell fängt der zuerst an, mit dem Direktor zu reden, da wird dann Run Plan ausgearbeitet, dann braucht man einen Termin mit den Eltern und so weiter.

Ich würde hier selber auch aktiv werden wollen und nicht zuschauen und warten, dass Andere etwas erledigen. Schließlich geht es um mein Kind, damit meine Verantwortung.

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« Antwort #10 am: 24. November 2013, 22:48:21 »
Also wenn das Kind ein FREUND war und ich die Eltern kenne, dann fände ich es ein Muss das auch direkt anzusprechen statt über den Lehrer zu gehen.

Ich würde ja den Totalanfall kriegen wenn die Eltern vom Freund meines Sohnes, die am Christkindlmarkt noch lachend mit mir Glühwein trinken ne Woche später beim Lehrer stehen und mich nicht informieren.

Wenns allerdings Eltern der Gattung "Mein Kind war das nicht", oder Eltern von einem Kind, wo ich die Eltern nicht kenne, sind, dann würde ich auch über den Lehrer gehen...



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« Antwort #11 am: 24. November 2013, 22:52:06 »
Ich bin jetzt einfach mal unverschämt davon ausgegangen, dass Honigbluete das anders formuliert hätte, wenn sie mit der Familie dicke befreundet wären.

Dann ist das einfach eine ganz andere Sache, wenn man miteinander vertraut ist. In meiner Naivität wäre ich einfach dann von einer anderen Fragestellung ausgegangen a la "Ich kenne die Mutter sehr gut, wie spreche ich es am besten an?" oder so.
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« Antwort #12 am: 24. November 2013, 22:57:04 »
Hm....ich sehe keinen Grund zwischen bekannten und fremden Eltern zu unterscheiden. Wer ich das Gefühl habe, mein Kind ist einer für es selbst unguten Situation, erfährt negativen Einfluss oder ähnliches, dann ergreife ich die Initiative und suche das Gespräch. Da warte ich doch nicht, bis irgendwer vielleicht etwas macht  ???

Wieso kann man mit bekannten Eltern reden, mit Fremden aber nicht?

Honigbluete

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« Antwort #13 am: 24. November 2013, 23:04:56 »
Also, da gemischte Klassen, sind die Kinder zwischen 6 und 9/10. Sein Freund ist 8, ich kenne die Mutter vom Bringen und Holen, wirklich befreundet sind wir nicht. Sie sind einerseits streng, haben andererseits aber durchaus andere Wert/Moralvorstellungen. Ich könnte mir vorstellen, dass der Junge mächtig Ärger bekommt zuhause.
Ich habe Lukas auch gesagt, dass es absolut richtig ist, mir sowas zu erzählen, möchte ihn in seiner Position innerhalb der Klasse/in der Schule aber nicht noch mehr ausgrenzen. Der Freund ist in der Partnerklassse, hat eine andere Klassenlehrerin, die ehemalige von Lukas.
Ich will nicht dem Freund Ärger bereiten, sondern sowas unterbinden. Daher die Idee, das in der Schule zu regeln.
Ich versuche mal, morgen Lukis Klassenlehrerin zu erreichen, wir müssen ja eh wegen einem Termin telefonieren. Da werd ich mal nachfragen, ob es Regeln bezüglich Handys gibt und von dem Vorfall berichten. Parallel werd ich die Mutter anrufen, ich denke, das ist die sauberste Lösung.
Was mir noch im Magen liegt, ist die stumme Vereinbarung der Jungs, nichts zu sagen... :-[ :-\



Nipa

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« Antwort #14 am: 24. November 2013, 23:11:00 »
Also wenn die Jungs das ausgemacht haben, dann finde ich es jetzt auch so ne Sache.
Denn ich hätte Angst, dass ich meinem Sohn dann mein Vertrauen in mich nehme, wenn ich dann da was sage.

Ich würde dann lieber die Schule kontaktieren und eben sagen "ein Junge" statt zu sagen wer es war.
Und da es keine "Freunde" von Euch sind, also niemand, den ihr näher kennt würde ich das jetzt erst mal ok finden.

Je nach Feedback von der Lehrerin würde ich dann nochmal mit meinem Sohn reden und dann eventuell auch sein OK einholen mit der Mutter zu sprechen.
Sein Vertrauen hintergehen würde ich aber nicht.



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« Antwort #15 am: 24. November 2013, 23:27:01 »
Und genau aus den Gründen würde ich mit der Mutter nicht sprechen. Weil dein Sohn dann blöd und als Verräter da steht. Wenn es über den Lehrer oder die Lehrerin läuft, dann kann sie das klären, ohne Namen zu nennen und es könnte jeder der Jungs gewesen sein. So ein Prahlhans hat das sicher nicht gerade wenigen gezeigt.

Der Lehrerin gegenüber würde ich deutlich machen, wie dringlich mir das ist und dass ich erwarte, auf dem Laufenden gehalten zu werden (nicht inhaltlich was sie mit den Eltern spricht, sondern ob und wann Gespräche stattgefunden haben, zb.auch in der Klasse mit den Kindern), so dass ich da zu Hause "vorbereitet" bin.
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« Antwort #16 am: 24. November 2013, 23:42:39 »
@Scarlet: Warum mit manchen Eltern direkt reden und mit anderen nicht...hmm, wäre jetzt so eine Bauchgefühlsache bei mir. Weil ich bei manchen Eltern davon ausgehen würde, dass sich daraus etwas Konstruktives ergibt und man eine gemeinsame Lösung findet, es aber auch Leute gibt, bei denen man nur erreicht, dass sie die Krallen ausfahren und kein bisschen einsichtig oder gesprächsbereit sind, dann brauche ich mir (und im Zweifelsfall auch meinem Kind) da auch keinen Konfrontationsstress anzutun. Also irgendwie lösungs- / ergebnisorientiertes Denken.
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« Antwort #17 am: 25. November 2013, 06:09:54 »
Aber ob Eltern der Einen oder der Anderen Sorte angehören hängt ja nicht davon ab, ob ich sie vorher schon kenne und gerade bei solchen Themen reagieren eventuell auch sonst vernünftige Eltern schnippisch und anders, als erwartet.

Krallen ausfahren können die Kinder auch nach einem Gespräch durch die Lehrer. Gerade wenn es sehr unkooperative Leute sind, wird es den Stress auch dann geben, wenn Eltern die Verantwortung an Lehrer weiter geben.


Und Bettina wie kommst du darauf, dass der Junge unbedingt ein Prahlhans sein soll. Gerade in dem Alter werden solche Dinge oft nicht groß allen gezeigt, sondern tuschelnd und geheim nur einzelnen. Da verzieht man sich in eine ruhige Ecke bei verbotenen Dingen. Direkt davon auszugehen, dass ein Junge, von dem du eigentlich nichts weist ein Prahlhans sein muss finde ich nun nicht gerade passend. Solche Videos haben leider Kinder quer durch die Bank schneller, als man denkt.

Honigbluete du musst Lukas ja nicht in den Rücken fallen. Sprich mit ihm darüber und lass ihn eventuell selbst Lösungen finden, denn augenscheinlich fühlt er sich ja nicht so wohl bei der Sache. Und der Junge wird, sollen die Eltern so drauf sein, wohl Ärger bekommen egal wer das Gespräch nun initiiert. Ich denke so eine Thematik bekommt man fast nie geregelt, ohne faden Beigeschmack auf allen Seiten. Aber das Problem sollte ja umfassend behandelt werden und nicht nur vom Schulhof ferngehalten werden, sondern auch darüber hinaus.
« Letzte Änderung: 25. November 2013, 06:12:36 von scarlet_rose »

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« Antwort #18 am: 25. November 2013, 08:05:46 »
Also bei uns war mal Folgendes:
Ein Freund war bei Samu zu Besuch und die beiden waren 6, noch im Kindergarten. Der Junge hat dann daheim erzählt er hätte mit meinem Sohn hier bei uns nackte Menschen in einer Zeitschrift angeschaut.  :o Die Mama hat mich direkt am nächsten Tag angesprochen und ich hab mit meinem Sohn gesprochen (der das zuerst abgestritten hat) weil ich mir nicht erklären konnte was das für Zeitschriften gewesen sein sollen und woher er die hat. Es war dann ziemlich "harmlos". Meine damals 15-jährige Tochter hat ihre Bravos entsorgt und zwar in einem Karton unters Bett vom kleinen Bruder mit dem Gedanken er könne die ja lesen, wenn er groß ist.  s-:) (Ja, ziemlich dämlich, ich weiß) Und in den Bravos waren je eine nackte Frau und ein nackter Mann abgebildet.  s-:)
Das war nun nicht so schlimm wie P*or*no*s, aber ich wäre schon schockiert gewesen, wenn die Mutter mich nicht direkt angesprochen hätte, sondern evtl. gleich die Erzieher im Kindergarten. Ich würde immer zuerst die Eltern ansprechen.

Noch so eine Geschichte:
Meine Tochter, damals in der ersten Klasse, 7 Jahre alt, hat ihrer Kiga-Freundin einen Brief geschrieben bzw. ein Bild gemalt. (Die Freundin ging in eine andere Schule im Ort) Ich, ganz gutgläubige Mama, hab den Brief nicht mehr kontrolliert, hatte ja das Bild gesehen (Blümchen und trallalla) und hab den Brief weggeschickt. Am nächsten Tag Anruf von der Mutter, die ich allerdings gut kannte. Vorne Bildchen mit Blümchen und Häschen und Herzchen und so, Mädchenbild halt und hintendrauf geschrieben so Sachen wie F*ic*ken, B*um*s*en, F*uck.
Ich bin fast umgefallen. Und ehrlich, ich hatte keinen Plan, woher meine Tochter DAS hatte. Hab sie dann gefragt und mit ihr gesprochen und wißt ihr woher sie das hatte? Der ganze Spielplatz war vollgekritzelt mit solchen Wörtern, halt überall mit Edding aufs Holz geschrieben, wie Jungendliche das eben leider oft machen. Da hat sie das gelesen und dann abgeschrieben. Sie hatte keinen Plan, was das bedeutet oder so. Auch da hab ich mit der Mutter gesprochen und gut wars.

Ich glaube nicht, dass das was mit Prahlhans zu tun hat. Kinder mit 7 Jahren wissen doch überhaupt noch gar nicht, was sie da anschauen und rumzeigen.  :-\

Meine Kinder haben übrigens beide keinen Ärger bekommen. Ich hab mit ihnen gesprochen, erklärt warum sowas nicht geht usw und gut wars. Wenn der Junge mit seinen 7 Jahren jetzt richtig Ärger von seinen Eltern oder seitens der Schule bekommt, glaub ich nicht, dass das problem für alle Zeit gelöst ist. Heutzutage kommen Kinder ratzfatz an solche Bilder/Videos/wasweißich, da helfen eher Gespräche/Aufklärung, als Ärger.
« Letzte Änderung: 25. November 2013, 08:18:43 von ~Netti~ »

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« Antwort #19 am: 25. November 2013, 08:15:46 »
Ich habe nochmal mit Lukas gesprochen, er will nicht, dass ich es der Mutter sage, aber es ist für ihn OK, dass ich mit der Lehrerin rede.

@netti das ist auch was anderes, es ist bei euch zuhause passiert, da würde ich nie auf die Idee kommen, es über eine Einrichtung laufen zu lassen.

Ich werde die Mutter heute Nachmittag wohl treffen, wenn ich Lukas abhole, sie sind beide in der gleichen AG... Da werd ich dann wohl doch was sagen... Ich habe Lukas auch gesagt, dass es sein kann, dass ich es der Mutter doch sagen muss... :-\



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« Antwort #20 am: 25. November 2013, 08:20:14 »
Ja schon, aber ich als Mutter würde wollen, dass ich angesprochen werde, bevor es zu den Lehrern weiter getragen wird. Außerdem sollten sie doch wirklich erfahren, was ihr 8-Jähriger da so auf seinem Handy hat.

Bettina

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« Antwort #21 am: 25. November 2013, 08:47:19 »
@scarlet: Von diesen Einzelnen gibt es sicherlich eine Menge  ;). Hier mal einer, hier mal einer, dem einen und dem anderen und dann heimlich tun und anderen die Versprechen abverlangen, dass sie nix sagen, das ist für mich Prahlhans. Davon mal abgesehen kann man auch einem Einzelnen gegenüber ein Prahlhans sein.

@Netti: Wenn sie sich heimlich in eine Ecke verziehen und Versprechen abverlangen, dass nix gesagt wird, dann wissen sie sehr genau, was sie da tun. Wenn sie es nicht wüssten, dann würden sie keine Heimlichtuerei daraus machen.

Ich würde einzig und allein deshalb über den Lehrer/die Lehrerin gehen, weil ich niemals nicht mein Kind so preisgeben würde. Und dreimal nicht, wenn mein Kind mich noch extra drum gebeten hat, mit der Mutter nicht zu reden. Mir wäre die "Gefahr" zu groß, dass mir mein Kind das nächste mal gar nix mehr erzählt, weil ich es danach nicht geschützt und respektiert habe, obwohl es das richtige getan hat ..... entgegen einem Versprechen!

Natürlich sollen die Eltern das erfahren. Aber von mir würden sie es aus Rücksicht auf mein eigenes Kind eben nicht erfahren!

Wenn da was bei uns zu Hause wäre bei einem Besuch oder so, das ist doch eine ganz andere Sache und ist natürlich ganz anders zu klären. Aber das war in der Schule, Junior hat ein Versprechen abgegeben, hat seinem Gewissen nach gehandelt und möchte es (erstmal) nicht, dass es direkt von Mutter zu Mutter getragen wird und darauf hat er ein Recht (finde ich), weil er sicher seine Gründe dafür hat. Wenn ich als Mutter die andere Mutter anspreche, dann ist klar, dass mein Sohn "gepetzt" hat (aus der Sicht des anderen Jungen) und das muss nicht sein. So ist er nur für alle der Buhmann. Auch für die anderen Mitwisser.

Und gerade diese Befürchtung "weitergetragen" und "soll bloß keiner wissen", das macht es wieder zu einer Heimlichkeit und wird am Ende nicht geklärt, sondern der Junge wird nur noch vorsichtiger sein. Meine Meinung.
« Letzte Änderung: 25. November 2013, 09:01:03 von Bettina »
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« Antwort #22 am: 25. November 2013, 09:16:27 »
ok soweit, aber wenn ich die lehrerin anspreche, dann spricht die doch auch die eltern an.  ??? und dann weiß das kind doch auch, dass mein kind "gepetzt" haben muss.

Bettina

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« Antwort #23 am: 25. November 2013, 09:28:23 »
Ja, wieso das denn? Warum muss ein Lehrer hingehen und sagen xy hat es gesagt? Oder Fr. xy hat mich angesprochen, dass ihr Sohn blabla? Da müssen doch überhaupt keine Namen fallen. Wozu soll das gut sein?

Dann müsste schon davon auszugehen sein, dass er es wirklich niemandem sonst erzählt hätte, was ich nicht glaube. Davon aber mal abgesehen hat Junior ja auch schon sein OK gegeben für das Gespräch mit der Lehrerin. Und davon mal abgesehen ist es ja scheinbar ein grundlegendes Problem und nicht nur einmal vorgekommen, wenn es Honigbluete "in letzter Zeit" öfter mal aufgefallen ist.

Ich finde den Gedanken grausig, dass mein Kind mir etwas im Vertrauen erzählt, was es belastet und dann gehe ich gegen seinen Wunsch (wo es ja eine andere Möglichkeit gibt) zu der Mutter und rede mit ihr drüber.

Davon mal abgesehen, wenn ich die Mutter des Jungen wäre, dann hätte ich lieber, dass mich der Lehrer anspricht als eine Mutter. Mir wäre das vor der anderen Mutter deutlich peinlicher. Zumindest wenn man sich nur so vom Bringen und Abholen kennt. Wäre es hier eine Bekannte, eine Nachbarin, dann fände ich es umgekehrt sehr befremdlich, wenn sie nix sagen würde. Ein Gespräch unter Nachbarn und ich würde sogar vorschlagen, dann zusammen zu der Lehrerin zu gehen.
« Letzte Änderung: 25. November 2013, 09:32:35 von Bettina »
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« Antwort #24 am: 25. November 2013, 10:43:49 »
also wenn du deinen sohn gefragt hast, wem du es erzählen darfst / sollst (mutter oder lehrerin), dann musst du dich meiner meinung nach auch an seine antwort halten (und es nur der lehrerin erzählen). ansonsten kriegt das ganze wirklich einen sehr unguten touch von "hintergehen" - zumindest für mich fühlt es sich schrecklich an. wenn du es sowieso selbst entscheidest, würde ich ihn beim nächsten mal nicht fragen.

OT: diese "eiertanz"-situationen - ich befrage mein kind zu hunderttausend sachen, gebe ihm somit ne menge verantwortung (bzw. bürde ihm auf diese art in vielen fällen ne menge verantwortung auf), entscheide letzten endes aber doch selbst und dann auch gelegentlich anders als das kind - sind für mich kaum zu ertragen. soll heißen, ich erlebe sie tagtäglich mit vielen anderen eltern/kindern und versuche sie für mich tunlichst zu vermeiden.
♥  T:   02/2007  ♥       &       ♥  A:   04/2009  ♥
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Die Überbevölkerung sind alle, die Dich nicht lieben.  (Max Goldt)

 

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