Hi Micha,
finde ich auch gut, Eure Entscheidung. Auch wenn das Thema jetzt schon durch ist, noch kurz mein Senf dazu.
In weiten Teilen schliesse ich mich Sweety an.
Ich weiss gar nicht mehr, warum ich damals in der 7. beschloss , Latein zu lernen, es lag teils auch an meinem wirklich tollen Lehrer. Ich habe es niemals bereut. Mein grosses Latinum hat mir viel gebracht für mein späteres Leben (was man ja in der 6./7. Klasse wirklich noch nicht so absehen kann, Punkt Beruf etc.), ich habe sehr schnell italienisch gelernt, und auch für französisch (hatte ich nur 2 Jahre) und spanisch (3 Jahre) war es sehr hilfreich.
Fremdsprachen sind meine einzige echte Begabung, und ich hätte nie gedacht, dass ich in meiner eigenen Familie mit drei Sprachen jongliere.
Letztlich ist in der Tat die Frage der faktischen Anwendung/Anwendbarkeit ein Punkt.
Ich kann mir nicht vorstellen - nichts für ungut - , dass die Französisch-Lerner 10 Jahre nach dem Abi auch nur einen Satz fehlerfrei hinbekommen, geschweige denn eine Unterhaltung. Sprachen versacken einfach irgendwann im passiven Fundus des Gehirns. Klar, die kann man dann eher aktivieren als neu lernen, aber nur weil Latein eine tote Sprache ist, ist sie nicht minder vielseitig und hilfreich.
Also, meine Stimme für Latein!
Gruß
Anja