it's 4 families

Autor Thema: Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?  (Gelesen 1596 mal)

sab82

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Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?
« am: 18. Juli 2011, 20:03:33 »
Hallo,

ich habe ein Problem.Meine Tochter ist zwar erst 4, aber ich brauche die Hilfe von Müttern mit älteren Kindern/bzw. Erfahrungswerte.
Meine Tochter ist unheimlich dominant beim spielen.
Sie will bestimmen was gespielt wird(das wäre aber noch mit ihr abzuklären)
Wenn es dann aber zum Spiel kommt, hat sie so viele Ideen gleichzeitig und so detailliert, das keiner mehr hinter her kommt, einem die Lust am Spiel vergeht und es wirklich nicht zu einem richtigen Spiel kommen kann.
Meist ist es bei Rollenspielen mit gleichaltrigen so...
Sie sagt z.B:du bist jetzt die Schwester und heisst Lea, ne Rea, Raja?Okay?und das ist die Mutter etc...
Kurze Zeit danach, nein, das darfst du der Puppe nicht anziehen, es ist viel zu warm.
anderes Kind:Ich will das aber anziehen.
Sie:Nein, das geht aber nicht das ist viel zu warm usw...
Kurze Zeit später hat man das Gefühl alle sind gefrustet und sie denken sich ein neues Spiel aus, Bäcker, Friseur, etc. und jedesmal scheitert es daran, dass sie so detailliert alles bestimmen und bespielen will das ihre Phantasie den Raum so sprengt das man nicht zum spielen kommt.
Sie hat deshalb kaum Spielpartner....
Heute war ein Mädchen hier und die wollte verständlicherweise nach einer halben Stunde nach Hause.
Ich versuche schon teil einzugreifen und meiner Tochter zu erklären, dass sie alles bestimmen soll und einfach mal spielen soll, aber sie kann da nicht aus Ihrer Haut.
Meine Fragen an Euch!
Hattet ihr ähnliches Verhalten?was habt ihr dagegen getan?
Wann hat das Verhalten aufgehört?Schule, Alter?
Wie hat sich die Situation verbessert?
Liebe Grüße und vielen Dank von einer verzweifelten Mutter


Eumel

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Antw:Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?
« Antwort #1 am: 18. Juli 2011, 20:52:42 »
Ich denke, das ist eine Mischung aus Charakter und Entwicklungsphase.

Unser Sohn hat das eine Zeitlang gemacht, aber nie extrem. Wenn ein anderes Kind andere Vorschläge hatte, konnte er immer gut darauf eingehen. Er ist eher bereit, Kompromisse zu schließen. Das ist auf der ganzen Linie bei ihm so.

Unsere Tochter (3) bestimmt auch sehr gerne. Vor ein paar Wochen ist das Nachbarsmädel auch erstmal abgehauen, als sie die ganze Zeit bestimmen wollte. Das scheint sie schon beeindruckt zu haben. Sie saß dann weinend da und konnte gar nicht glauben, dass das Mädchen gegangen war. Ich habe ihr erklärt, dass keiner mehr Lust hat, mit ihr zu spielen, wenn sie die anderen nur herumkommandiert. Diese Erfahrung scheint bei ihr geholfen zu haben. Es ist besser geworden seitdem.

Wenn ich jetzt mal Vergleichswerte ziehe von den Kindern, mit denen ich so zu tun habe, versetzen sich die meisten so mit 4-5 Jahren immer mehr in andere rein und können verstehen, dass andere nicht immer das machen wollen, was man selber gerade will.

Ist die Freundin denn dann tatsächlich gegangen? Ich würde sie diese Erfahrung wirklich machen lassen, dass sie dann alleine ist. Die Spielkameraden vergessen so etwas schnell wieder. Unser Nachbarskind spielt auch wieder gerne mit unserer Tochter. Aber unsere Tochter hat aus der Geschichte wirklich gelernt.
Tschüss günstige Reisesaison  ;-)


satti

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Antw:Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?
« Antwort #2 am: 18. Juli 2011, 20:54:28 »
sprichst du von anna????
okay,sie ist jetzt grad 5 geworden und ja,es hat sich im laufe der letzten 1,5jahre sehr gebessert!
sie konnte mit 2 jahren (zum leidwesen der mitspieler ;D) schon SEHT gut sprechen udn delegieren....ABER die kids im kiga haben sie da schon ganz schön gestutzt....da hat sie gelernt das es eben NICHT immer so geht wie sie sich das vorstellt...das sie eben auch mal machen muss was die anderen wollen ODER sie eben allein da steht...war sicher als mal hart,aber jetzt klappt das zumindest im kiga ganz gut!
ich bin den mädels da sehr dankbar  ;D und sie hat echt sehr viele freunde jetzt im kiga!

zu hause haben wir das nicht so im griff :-[
da bestimmt sie sogar was,wer,wann zu sagen hat bei rollenspielen ...und dummer weise,da sie auch noch 2 sehr viel ältere schwestern hat,hingebungsvolle großeltern und einen papa der nur am wochenende da ist ,findet sie auch immer jemand der nach ihrer pfeife tanzt  :P

mit einer freundin wollt sie ne zeit NICHT spielen weil die es genauso macht...da sie jetzt doch schon älter ist hab ich es ihr an diesem beispiel erklärt wie SIE selbst als ist....

was wir jetzt aber wirklich STRIKT einhalten sind z.b spielregeln bei brett und kartenspielen,da wird NICHT mehr improvisiert wie fräulein anna das gern hätt  ;)
ich hab die hoffnung das sie so auch mal lernt das manches einfach nur mit regeln geht  :-\

ihre erzieherin meinte übrigens auch da sie sich so ins spiel versetzten kann und sooooviel fanatsie hat das sie es einfach als nicht verstehen kann das die anderen da net mitkommen...

sie geht auch nicht gern in vereine oder kurse,weil sie sachen eben lieber auf ihre art und weise tut und NICHT wie alle anderen....


"verzweifelt" bin ich deswegen nicht,sie wird ihren weg gehen,vielleicht öfter mal anstossen,aber sicher mit viel freude und spaß am leben

sab82

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Antw:Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?
« Antwort #3 am: 18. Juli 2011, 21:32:40 »
Erstmal vielen lieben Dank für eure Antworten.Nein, das Mädchen ist dann doch hier geblieben, aber nur weil ich dann mit den Kindern geleitete brettspiele gespielt hab.
Meine Tochter war schon immer dominant, konnte aber auch umdenken oder teilen, tauschen, abwechseln etc.jetzt ist aber leider so, dass sie so verbissen spielen was sie will das das Spiel oft so ausgeht das sie bockig enttäuscht weg geht und garnicht mehr spielt oder aus Wut weint.
ach man, vielleicht gibt es noch andere Erfahrungsberichte?

Tini

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Antw:Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?
« Antwort #4 am: 18. Juli 2011, 22:22:13 »
Die Tochter einer Bekannten ist auch sehr dominant, sie ist gerade 6 geworden und kommt jetzt in die Schule. Bei ihr ist es auch so, dass sie sowohl im Kindergarten als auch sonst so gut wie keine Freunde hat. Nur mit meiner Tochter (die allerdings in einem anderen Kindergarten ist) kam sie immer ganz gut klar, allerdings ist die auch eher ein dominantes Kind. Die beiden bekamen sich zwar oft in die Wolle, hatten viele Kämpfe, aber haben sich auch immer wieder zusammengerauft. Ich denke aber, weniger dominante Kinder würden bei den beiden untergehen.

Mittlerweile ist der Kontakt zwischen den beiden fast nicht mehr da, ich weiss aber, dass das andere Mädel nach wie vor eher allein ist, sich aber schon nach anderen Kindern sehnt.

Meine Tochter ist eher ein Kind, das sich im Kindergarten um die ganz Kleinen kümmert, am liebsten würde sie die auch noch wickeln, wenn die Erzieherinnen sie lassen würden  ;D. Mit Gleichaltrigen spielt sie auch, aber sie halt sehr bestimmend, weshalb es immer mal wieder zu Konflikten kommt. Und dann kümmert sie sich dann eben doch lieber wieder um die Kleinen, die sich nicht wehren und die sie so richtig betüddeln kann.

Letztens war meine Schwägerin mit meiner Nichte (8 Jahre) und meinem Neffen (wird im Okt. 3) zu Besuch. Eine zeitlang hat es funktioniert, aber irgendwann nach ein paar Stunden ging die Zickerei los. Vor allem der Kleine hatte darunter zu leiden, meine Tochter hat ihm einfach ihre Spielsachen nicht gegönnt. Meine Nichte ist da altersmäßig nicht so involviert gewesen, hat aber natürlich bei den Konflikten Partei für ihren kleinen Bruder ergriffen. Es war wirklich anstrengend  :-[

Ich glaube, meine Tochter braucht andere Kinder, auf der anderen Seite habe ich aber auch Angst vor anderen Kontakten, weil ich befürchte, sie könnte die anderen durch ihre dominante Art wieder vergraulen.

Sie ist eigentlich ein liebes und sehr fürsorgliches Kind, sucht z.B. auf dem Spielplatz Kontakt mit anderen Kindern, geht sehr offen auf andere zu, spielt auch eine zeitlang ganz toll, aber so bald ein weiteres Kind dazu kommt, wehrt sie es ab, wird eifersüchtig und wenn das Kind, mit dem sie zuvor gespielt hat, sich dem neuen Spielpartner auch zuwendet, zieht sie sich zurück.....

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zuz

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Antw:Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?
« Antwort #5 am: 19. Juli 2011, 13:07:29 »
Meine Maus hat eine Freundin, mit der es immer ähnliche Probleme gibt. Wir lösen das, indem wir möglichst viel Abwechslung reinbringen. Ein Beispiel: Ein gemeinsamer Nachmittag fängt meist mit Essen an. Da gibt es schon mal keinen Streit. Dann dürfen sie eine Weile frei spielen. Da kommt es dann auch zu solchen Diskussionen. Es ist zwar ein wenig anders als bei Euch, weil meine nicht dominant ist (im Gegenteil), aber das Problem mit den eigenen Ideen ist im Grunde das Gleiche. Von daher geht das freie Spielen nach einer Weile nicht mehr und wir gehen zum geordneten Toben über. Also entweder rausgehen und Spielplatz/Rad fahren etc. oder halt innen was aufbauen, z.B. vom Tisch springen oder so. Wenn sie dann irgendwann wieder was Ruhiges spielen wollen, gibt es entweder ein Brettspiel oder wir basteln/malen/kneten was. Am Ende spielen sie meist noch mal frei. Von daher vermeiden wir diese Situationen weitgehend. Mit der Zeit ist es jetzt aber auch besser geworden. Sie können sich immer besser aufeinander einlassen. Also: Das wird schon! Und andere Kinder sind da auch gute Lehrmeister ;) Umgekehrt müssen die Schüchternen auch lernen, sich durchzusetzen, nicht alles mitzumachen. Die gleichen sich da ganz gut gegenseitig aus.

Sanne

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Antw:Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?
« Antwort #6 am: 30. Juli 2011, 22:31:37 »
Hallo

Leider kann ich hier auch sehr gut mitreden - nur nicht helfen, ich warte selbst noch auf einen entscheidenden Tipp  :-[

Jara wird im Oktober 6 - kommt aber jetzt im Sommer schon zur Schule, weil sie so "forsch" ist.

Sie will schon immer alles selbst bestimmen - bei anderen Kindern noch mehr als beim spielen mit der Familie zu Hause.

Sie kam mit 2 3/4 Jahren in den Kindergarten und hat nach 2 Wochen den damals 6-jährigen schon gesagt, dass sie bitte aufräumen sollen, weil sie nun auf den Spielplatz gehen will  s-:)

Und genau in der Art zieht es sich durch ihr Leben.

 Jara ist einerseits ein sehr mitfühlendes Kind ( heute beim Brettspiel "Make N Brake" hat Lea geweint, weil sie weniger Chips als Jara hatte, da hat Jara ihr sofort welche von ihr abgegeben - das fand ich SUPER nett! ) Andererseits will sie halt immer über alle und jeden bestimmen, sagt schon beim Spielbeginn oft: Ich bin der Chef!

aktuelles Beispiel von heute Nachmittag: Sie wollte zu 2 Freundinnen spielen gehen. Dort angekommen wollten die 3 Pferdehalter und Pferde spielen. Erst war Jara die Besitzerin, dann L und dann wäre ganz klar M. dran gewesen. Jara wolle aber NOCHMAL. Also hat sie M. den Vorschlag gemacht ( mit den Worten: ich schlag Dir jetzt mal einen Deal vor  s-:) ), dass erst Jara NOCHMAL darf und DANN M. 2 mal. Das wollte M. aber nicht - also hat Jara beschlossen, wenn nicht gespielt wird wie SIE es will - geht sie halt heim. Und hat das auch gemacht. Punkt.

Tja - anstatt das sie froh ist, dass überhaupt Mittags mal jemand mit ihr spielen will vergrault sie die paar Mädels dann auch noch.... Ich habe dann versucht mit ihr drüber zu reden - aber Jara sagt dann nur: Und? Mir doch egal - dann bleibe ich halt daheim und spiel mit Lea.  Oder allein.


Ich weiß aber, dass sie eigentlich sehr traurig darüber ist und sich wahnsinng über eine richtige Freundin freuen würde  :'( Manchmal weint sie auch, weil sie niemanden zum spielen hat und dann fühle ich mich unheimlich Machtlos. Ich KANN ihr da einfach nicht helfen, außer ihr zu erklären, wie man sich mit anderen verhalten sollte.....

Tja - Du siehst, ich bin selbst ziemlich verzweifelt... Helfen kann ich DIr leider auch nicht.


Ich hoffe sehr, dass es sich in der Schule bessert.  :-[

Jara - 21.10.2005
Lea - 21.05.2008

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Antw:Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?
« Antwort #7 am: 30. Juli 2011, 22:51:36 »
@Sanne
Das hört sich ähnlich an wie bei meiner Tochter. Mir fällt das gerade in letzter Zeit wieder sehr stark auf (hab ja auch schon weiter oben dazu was geschrieben):

Wir haben ja so gut wie keine Kontakte außerhalb des KiGas und im Moment sind auch noch Ferien. Also freut sie sich natürlich, wenn wir mal rauskönnen und sie auf dem Spielplatz andere Kinder trifft. Sie sucht dann auch sehr stark den Kontakt, geht auf die Kinder zu und will dann mit denen spielen. Wenn die dann wollen, geht es los. Es wird gerutscht, geschaukelt oder sonstwas und wenn meine Tochter keine Lust mehr hat und was anderes machen will, muss das andere Kind mitziehen. Weniger willensstarke Kinder sind vermutlich so verwirrt von ihrer Dominanz, die gehen einfach mit  ;D.

Aber gerade im KiGa ist es dann oft so, dass sie meint, andere ärgern sie, weil die eben nicht so machen wie sie es gerade will. Sie kann auch sehr lieb sein und teilen oder sehr fürsorglich sein, aber eben nur, wenn sie das will. Immer wieder fordert sie sehr stark.

Ich hab ihr schon erklärt, dass es sein kann, dass andere das nicht immer so toll finden bzw. dass sie eben auch mal das tun muss, was andere Kinder wollen. Also ich versuche ihr näher zu bringen, dass das Leben eben ein Geben und Nehmen ist. Aber ich glaube, sie versteht das nicht so richtig. Sie ist dabei nicht immer glücklich, aber sie kann wohl auch nicht aus ihrer Haut.

Ich hoffe auch, dass sich das mit der Schule ändert, aber bis dahin ist es noch 1 Jahr...

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zuz

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Antw:Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?
« Antwort #8 am: 30. Juli 2011, 23:21:53 »
Mal im Ernst, findet Ihr das mit 5 wirklich so ungewöhnlich? Ich glaube, es fällt Euch nur mehr auf, weil Eure etwas dominanter sind. Ich denke, wirklich MITeinander spielen, sich auf andere einlassen, deren Wünsche respektieren usw., das können die alle noch nicht. Die leben noch ziemlich in ihrer eigenen Welt. Wenn man dann was spielt, wo es klare Regeln gibt (also z.B. Brettspiele), dann funktioniert das, das können sie akzeptieren. Aber so wirklich die Sichtweise der anderen übernehmen, also ich kenne kein 5-Jähriges, das darin gut wäre ;). Nur fällt es wie gesagt bei den eher Schüchternen nicht so sehr auf. Umgekehrt kann ich Euch sagen: Als Mama einer eher zurückhaltenden kleinen Lady (wobei die Schüchternen aber trotzdem genauso willensstark sein können, das wird oft verkannt!!), würde ich mir manchmal wünschen, dass sie einfach klar sagt, was sie denn nun will. Da sie das nicht tut, ist sie oft enttäuscht, weil die anderen das nicht erraten  s-:). Richtiges Spielen kommt somit auch nicht zustande. Das Problem ist also nicht die Dominanz (oder die Schüchternheit), sondern diese prinzipiell noch nicht ganz ausgereifte Fähigkeit, sich aufeinander einzulassen.

Sanne

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Antw:Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?
« Antwort #9 am: 31. Juli 2011, 06:17:46 »
hm, zuz  - aber bei den dominanteren Kindern ist es halt oft so, dass sie deshalb keine Freundschaften bilden. Prinzipiell gebe ich Dir Recht - Kinder müssen das erst mal lernen, aber ich weiß, dass andere Kinder mit 5 das gut können!

Meine 3-jährige z.B. kann das schon besser! Und sie hat auch Freunde und ist beliebt.


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zuz

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Antw:Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?
« Antwort #10 am: 31. Juli 2011, 06:33:03 »
Ja klar gibt es da auch Unterschiede. Genau wie manche schon mit 2 Jahren perfekte Sätze sprechen können und andere noch bei einzelnen Wörtern sind. Ich denke, die zurückhaltenden und die dominanten müssen sich einander annähern. Die einen müssen lernen, ihre Bedürfnisse zu äußern und durchzusetzen, die anderen, auch mal zurückzustecken. Irgendwann haben dann beide den Dreh raus.
Aber es werden immer Unterschiede bleiben. Es gibt nun mal (erwachsene) Menschen, denen es wichtiger ist, ihren eigenen Bedürfnisse nachzugehen als dass sie Wert auf Gemeinsamkeit legen. Bei anderen ist es umgekehrt. Das ist weder gut noch schlecht, ich denke, eine Gesellschaft braucht beides. Ohne die dominanten Leute gäbe es auch keine Unternehmer, Forscher etc., die konsequent ihre Ziele verfolgen. Und ohne die anderen gäbe es kein soziales Netzwerk.
Bei sich selber kennt man das ja auch irgendwie: Angenommen, Du willst shoppen gehen und rufst eine Freundin an, ob sie mitkommt. Die hätte zwar Zeit für Dich, will aber lieber mit Dir einen Ausflug machen. Jetzt kommt es drauf an, was Du für ein Typ bist, aber es ist doch zumindest gut vorstellbar, dass Du dann sagst, nee, dann ein andermal, mir ist shoppen grad wichtig. Bei Kindern ist es halt nur ein bisschen doof, dass die noch keine Strategien haben: Wenn Du Deine Freundin schon lange kennst, wird das kein Problem sein, dass Ihr halt an dem Tag nichts zusammen macht. Wenn Du grad neu in der Stadt bist, würdest Du wohl eher den Ausflug machen, um eben Leute kennen zu lernen. So weit denken Kinder natürlich noch nicht. Aber lernen tun sie trotzdem. In dem Bsp. oben, dass das Kind dann lieber alleine gespielt hat, das fand ich recht deutlich: Sie MERKt ja, dass es Folgen hat, wie sie sich verhält. Wenn sie das dann stört (es reicht, wenn sie das für sich merkt, sie muss es ja nicht zeigen), dann wird sie das nächste Mal vielleicht ein wenig diplomatischer reagieren. Irgendwann wird sie es lernen, wie sich ihr Verhalten auswirkt und sie wird entscheiden können, wie viel Unabhängigkeit und wie viel Freundschaft sie braucht.
Dass man es noch mal erklärt, wie sich was auswirkt und was man anders machen könnte, finde ich auch wichtig. Aber den Rest muss man wohl einfach den Kindern überlassen, auch wenn das manchmal echt schwer ist. Ich hätte bei meiner zurückhaltenden Maus auch manchmal gern einen Knopf, der sie dazu bringt, das "Richtige" zu tun. Da es den aber nicht gibt, muss ich sie wohl machen lassen und ihr vertrauen, dass sie das genau so lernen wird, wie sie ja auch bisher alles andere gelernt hat.

Sanne

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Antw:Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?
« Antwort #11 am: 31. Juli 2011, 07:40:53 »
Natürlich gibt es Unterschiede - und das ist auch gut so!

Aber es ist halt sehr sehr schwer mit anzusehen, wenn man ein Kind hat, das von anderen nicht gemocht wird.  :-[

Und das man da als Mama nach Hilfe und Tips sucht, ist doch o.k., oder?

Jara - 21.10.2005
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Antw:Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?
« Antwort #12 am: 31. Juli 2011, 09:22:30 »
@zuz
Meine Tochter tut sich selbst bei Brettspielen schwer, die Regeln zu befolgen, sie macht immer ihre eigenen und spielt die Spiele, wie sie sie will. Wenn sie denn überhaupt will, im Grunde hat sie an Brettspielen überhaupt kein Interesse.

@sanne
Ich empfinde das ähnlich. Für mich ist es auch schwer mitanzusehen, dass meine Tochter so wenig Freunde hat. Wobei sie im Kindergarten schon mit anderen spielt, aber sie behauptet auch oft, die anderen würden sie immer ärgern (ärgern = nicht das tun, was sie will und dann werden die Kinder eben manchmal knatschig, wenden sich ab etc). Vielleicht ist es auch umso schlimmer, weil ich auch nicht gerade beliebt war und mich mein Leben lang schwer getan habe mit anderen Menschen.

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Antw:Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?
« Antwort #13 am: 31. Juli 2011, 11:32:10 »
Bei mein Sohn war es genau so. Leider ist es in der Grundschule nur schlimmer geworden bzw hat sich gesteigert. Es spielen Kinder- er kommt dazu - kurz darauf will er die Regeln erklären - danach neue erfinden usw. Sogar beim Fußball spielen schrie er ständig Regeln und wollte gleichzeitig Schiedsrichter spielen.
Es hat ihm sehr unbeliebt gemacht und er hatte dadurch wenige Freunde. Ich habe ihm immer wieder aufklären müssen. Er musste kapieren das er einfach für die anderen ein Spielverderber war ein Besserwisser. Heute ist er 15 und hat es endlich begriffen. das nach eine Kindheit wo er sehr of traurig war, weil kaum jemand mit ihm spielen wollte.
Er hat sehr lange gebraucht aber er hat es gelernt. Wenn ich ganz ehrlich bin war es auch für uns nervig, weil er hat sein Verhalten nicht nur auf spielen begrenzt sondern auf den Alttag. Ich würde dieses Verhalten nicht unbedingt als Dominant beschreiben sondern eher so ein Besserwisser Verhalten.

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Antw:Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?
« Antwort #14 am: 31. Juli 2011, 11:44:05 »
Wenn ich ganz ehrlich bin war es auch für uns nervig, weil er hat sein Verhalten nicht nur auf spielen begrenzt sondern auf den Alttag.

Das ist bei uns auch häufig so. Es beschränkt sich nicht nur auf die Kinder sondern sie will generell viel befehlen, redet auch oft mit mir so. Ich muss ihr immer wieder sagen und aufzeigen, dass sie mit mir nicht so reden kann. Sie versteht das aber nicht so richtig und macht es immer wieder. Manchmal kommt es mir so vor, als ob sie sich als Zentrum des Universums empfindet. Vielleicht auch deshalb, weil sie merkt, dass sie mit ihrem Verhalten vieles in Bewegung setzt. Ihr Verhalten war immer wieder Anlass für  ihren Vater, mir Vorwürfe zu machen, dass ich alles falsch mache. Und sie hat sicher auch mitbekommen, dass ich dem ganzen sehr hilflos gegenüber stehe und sie zwischendurch einfach habe gewähren lassen, weil ich keine Kraft mehr hatte.

Ich könnte mir vorstellen, dass solche Dinge auch eine Rolle spielen bei Kindern......

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« Antwort #15 am: 01. August 2011, 13:40:32 »
@Sanne: Das sollte auch kein Angriff sein! Natürlich ist so eine Frage völlig legitim! Mir persönlich geht es halt so, dass ich mich oft in etwas "reinstresse". Mir tut es dann gut, wenn mir andere sagen, es sei bei ihnen genauso, ganz normal, ich sei auf dem richtigen Weg und es würde sich früher oder später regeln. Nur das wollte ich damit ausdrücken: Dass ich den eingeschlagenen Weg (Kind auf richtiges Verhalten hinweisen) absolut perfekt finde. Und dass ich darauf bauen würde, dass das über kurz oder (wohl eher) lang zum Erfolg führt  ;)

Sanne

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Antw:Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?
« Antwort #16 am: 01. August 2011, 13:52:52 »
@zuz
es hörte sich ein bißchen nach: "stell dich nicht so an" an - daher war ich etwas verwundert. Ich hoffe ganz doll, dass es sich ändert.  :-\

@tini - ja das erlebe ich auch. Jara merkt, dass mein Mann und ich uns deshalb streiten - und nutzt das schamlos aus.  :-[ Ich weiß manchmal auch nicht, wie ich das ändern soll.

Vielleicht sollten wir unsere Kinder mal zusammen "einsperren" - mal schauen, ob sie dann merken wie doof das ist, wenn immer EINER alles bestimmen will.  S:D
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Lea - 21.05.2008

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« Antwort #17 am: 01. August 2011, 18:34:21 »
Sanne, oje, das ist dann aber wirklich völlig falsch rübergekommen.  :-\ Sorry, das wollte ich überhaupt gar nicht! Im Gegenteil, ich kenne das Gefühl auch, dass man sein Kind gerne anschieben würde (also ich anschieben, Ihr wohl eher bremsen ;)). Einfach das Gefühl, dass es sich selbst im Weg steht und man steht hilflos daneben. Ich denke aber, da müssen wir Mamas durch. Natürlich das Kind immer wieder anleiten, ihm klarmachen, wie sein Verhalten rüberkommt usw. Aber ansonsten müssen wir wohl einfach abwarten und ihnen vertrauen, dass sie es irgendwann lernen werden. Manche Dinge kann man den Kindern einfach nicht abnehmen und nicht ersparen.

MaMa76

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Antw:Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?
« Antwort #18 am: 15. August 2011, 21:46:17 »
Max war bis er in den Kiga gekommen ist eigendlich recht zurückhaltend gegenüber anderen Kindern.Jetzt hat er einen festen Freundeskreis,mit denen er auch nächstes Jahr zur Schule kommt.
Seit knapp nem halben Jahr ist er sehr bestimmend und dominant beim Spielen.Heute war es gant extrem, das ich mir schon gedacht habe, das, wenn er so weiter macht, sicher bald keine Freunde mehr hat. er war aber auch mir gegenüber heute extrem frech und respektlos und ich mußte ich schon bissl zurechtweisen. Er gibt mit seine fast 6 jahren oft sein Spielzeug nicht ab oder wechselt nicht ab.Bestimmt alles.
Ich find das sehr anstrengend.

Im Moment ist er auch zu Marie nicht wirklich nett.Sie darf mit nichts spielen, steht im Weg, die Tür wird zugehalten oder sie wird einfach geschubst.
Mich macht das traurig.

Sorry, konnte nicht helfen.

LG Sandra



jasmin24

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Antw:Dominant und kaum Spielfreunde!Wann ändert es sich?
« Antwort #19 am: 18. August 2011, 11:40:48 »
Hi!

Anja ist in gewisser Weise auch so. Wenn sie mal mit einem anderen Kind spielt (was sehr sehr selten vorkommt) dann bestimmt auch sie wie gespielt wird, sonst schaltet sie ab bzw. bricht den Kontakt zu dem anderen Kind auch relativ schnell wieder ab.

Was ich bis jetzt so gelesen habe, ist nur, dass die anderen Kinder hier doch alle den Wunsch haben mit Kindern zu spielen, bei Anja ist das aber anders. Sie hat weder das Interesse an anderen Kindern noch fehlt es ihr, dass sie keine Freunde hat.

Sie ist vom Charakter ein sehr schüchternes zurückgezogenes Mädchen - wenn sie auf andere Kinder / Menschen trifft - zu Hause das genaue Gegenteil. Viele Kinder gehen auf sie zu wollen Freundschaften schließen und mit ihr spielen, wurde von ihr bisher immer abgewehrt, da sie auch kaum redet wird sie von anderen Kindern im KiGa inzwischen als "blöd" bezeichnet, was ihr Selbstbewußtsein auch nicht gerade stärkt. Meist sind es dann auch jüngere Kinder mit denen sie sich mal einige Zeit beschäftigen kann, weil sie da bestimmt was und wie gespielt wird. Aber sie scheint zumindest derzeit noch überhaupt nicht daran zu leiden keine Sozialen Kontakte zu haben die ihrem Alter entsprechen.

LG Jasmin

Littlebaby

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« Antwort #20 am: 18. August 2011, 16:55:15 »
huhu leonie ist auch so,

vorallem ist leonie bei anderen mamas auch IMMER "schuld", obwohl die kids auch net ohne sind!!! das find ich persönlich dann schon sehr nervig, denn alle kids haben so ihre eigenarten.
mich bedrückt, dass daher auch weil leonie klar sagt, dass sie sehr traurig ist und wenn ich ihr dann nicht helfen kann, macht es mich eben traurig, weil ich ja möchte, dass sie glücklich ist.
ich hab aber jetzt mit ner kiga erzieherin gesprochen, weil ich gedacht habe OK nach den ferien wirds besser, aber ist es eben nicht und DIE sagte mir, dass es einfach mit dem sozialverhalten zusammen hängt und das ist bei ihr eben anders ausgeprägt als bei anderen kindern. zu den ganzen U3 kindern ist sie voll lieb wie so ne mama und kümmert und macht und tut und fast schon zuviel voll krass. jedenfalls machen DIE kinder aber auch WAS SIE WILL.
und die erzieherin hat mir gesagt, dass genau dieses sozialverhalten nochmal stark gefördert wird im letzten kiga jahr. leonie war auch lang genug im kiga und jetzt sehr sauer, weil "alle" zur schule gehen dürfen nur sie nicht. (in ihren augen war das so) nur jetzt ist sie ein vorschulkind und es gibt dienstags morgens und mittwochs nachmittags ne spezielle gruppe nur kommt sie eben genau mit den kindern in die schule und muss sich arrangieren. es sind schon 20kinder aus ihrem kiga und die werden wohl eine klasse bilden, somit muss sie sich mti denen arrangieren. viel finde ich aber auch, dass sich die eltern zu viel einmischen, die kids müsste man einfach mal lassen.
in den gruppen wird jedenfalls das miteinander mehr gefördert und dann klappts im nächsten jahr auch mit der schule und allem *hoff

lg littlebaby


 

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