Aus meiner ERfahrung (wir hatten das ganze ja in noch extremerer Form mit richtigen Trennungsängsten und Panik die Kontrolle zu verlieren bis hin zu angehenden DEpressionen): Warte mal ab! Das klingt jetzt bestimmt blöd und altklug, aber ich kann nur berichten wie es bei uns kam: Irgendwann war es einfach weg

Ich habe da gefördert wo er gut war und unbedingt wollte (lesen, schreiben, rechnen) und ihn unterstützt wo es ging (und Dinge bei denen ich wusste sie überfordern ihn, einfach erst mal gelassen - Fussballschule war hier auch so ein THema

) ...bin mit gegangen wenn er Angst hatte und hab ihm Neues gezeigt und ihm die Angst genommen ....und plötzlich kam so ein riesiger Entwicklungschub und nichts erinnert mehr an seine Angst und Unsicherheit (seit ein paar Wochen oder Monaten? Ich kann nicht mal sagen seit wann genau)...mein Sohn geht jetzt in eine neue Kita (in der alten war er leider gnadenlos unterfordert durch die nciht vorhandene ALtersmischung) und ich hab mir so Sorgen gemacht.... wie kommt er mit so viel Neuem klar? Wie reagiert er auf die anderen und die auf ihn? Ich hatte ich Sorgen, dass es schlimmer wird statt besser und er nicht nur unterfordert ist, sondern evtl auch noch alleine...und er hatte doch immer so viel Schwierigkeiten in neuen Situationen.... VOLLKOMMEN unbegründet! Schon am ersten SChnuppertag hat ER mich weggeschickt...ich stand echt total ungläubig im Raum und hab 3X nachgefragt, weil ich dachte, ich hab mich verhört

Die erste Kita Woche fand im WAld statt - auch hier wieder meine Sorgen....so eine ganz fremde Situation und das direkt beim Kita-Start.... ich hab ihn dann nachmittags nach dem ersten Waldtag abgeholt und die ERzieherinnen waren begeistert von meinem total offenen, zugänglichen Kind. Er muss das wirklich SUPER gemacht haben und hatte direkt schon einen ganzen Pulk Kinder um sich, die ihn mochten

und er war so "frei"... Ich hab echt vor Staunen den Mund kaum zubekommen

und hab gedacht : REden die von meinem Kind?

Jetzt geht er zum SChwimmverein seit kurzem. (also nciht mal ein Neuschwimmerkurs,sondern die Stufe drüber. Ganz allein, immer wieder wechselnde Kinder, fast alle älter als er und auch weiter!)...ich bin sofort wieder in MEIN Muster gefallen und dachte, ich muss mit rein und ihn begleiten...Ne,ne...Mama - da geh ich alleine hin

ich durfte ihn grad mal zur Tür bringen...
er will allein zur Kita laufen, zur Schule nächstes Jahr natürlich auch, Kinder besuchen....er hatte noch vor relativ kurzer Zeit das Problem, Angst zu haben allein in sein ZImmer zu gehen. UNDENKBAR! Heute macht er all das wie selbstverständlich....Vielleicht hat ihm einfach noch ein Entwicklungsschritt gefehlt?
Ich kann nur sagen, dass bei uns alle Probleme verschwanden als ich anfing zu akzeptieren dass er "anders" ist

und ihn einfach anders gefördert und angenommen habe....die Sicherheit gegeben, dass ich immer da bin, hab ich eh schon immer versucht, dann aber bewusst und noch intensiver....dann hat er eben Wochenlang bei uns geschlafen...
Vielleicht ist es auch einfach altersbedingt normal....Bei Paul hat es sich ja auch immer weiter aufgebaut , um dann um 5 Jahre rum ganz extrem zu werden (wir waren ja sogar zur psychologischen Beratung!) und dann zu verschwinden
Er macht sich viel weniger Sorgen und Gedanken und weiss einfach WO er gut ist...lesen, schreiben,r echnen, schwimmen....gut, dafür ist Fussball nicht so seine Stärke- trotzdem spielt er es mittlerweile super gerne....
Vieles hing sicher an mir und meiner Angst, weil er irgendwie so "Anders" war (nicht nur "weiter" als andere Kinder,sondern auch so viel nachdenklicher und ängstlicher) ....seit ich ruhiger und weniger unsicher bin und seine Stärken bewusst unterstütze (ich hab mir IMMER Sorgen gemacht, wie er wohl auf andere wirkt etc., hab das LEsen etc ja sogar "unterbunden") ist er es auch....
wenn er zum Fussball WILL, würde ich es auch so machen wie Bettina und immer wieder mitgehen, bis er sich den SChritt alleine traut.....und eben da fördern wo er schon gut ist und Interesse hat...DAS macht stark und selbstbewusst...