Autor Thema: Werde nicht mehr fertig mit 11-jähriger Tochter / Trennung mit Wechselmodell  (Gelesen 5144 mal)

erdbeerfrosch

  • Gast
hallo zusammen,

ich versuche es kurz zu machen mein Problem hier zu schildern.

seit 3 jahren bin ich getrennt - die gemeinsame tochter wächst bei mir und meinem ex-mann (mein Verhältnis zu ihm ist gezwungen freundschaftlich, er hätte am liebsten nichts mehr mit mir zu tun) im sog. wechselmodell auf. d.h. sie ist 2 tage bei mir, 2 tage bei ihm, freitags ist sie - allerdings seit ihrem 3. Lebensjahr schon - immer bei ihrer Oma, Wochenende jeweils abwechselnd.

nun kommt sie wohl mit ihren 11 jahren schon in die pupertät....von den Spielchen die geschiedenen Eltern gegeneinander auszuspielen mittels einem ein schlechtes gewissen zu machen usw. mal abgesehen bin ich kurz vor der kapitualtion angekommen.

sie ist -ob ich es wahrhaben will oder nicht - wohl ziemlich verwöhnt und gewohnt ihren kopf durchzusetzen.
durch ein schlechtes gewissen meinerseits, zu wenig Konsequenz und der ständigen angst sie könnte sich "für ihren vater entscheiden" gebe ich ihr viel zu viel nach, diskutiere wo es eigentlich nichts zu diskutieren gibt (Hausaufgaben z.b. Spange tragen, zu bett gehen...)

habe inzwischen das gefühl nicht mehr mit ihr fertig zu werden, sie ist frech und beleidigend, ich fühle mich total hilflos und überfordert....
in dieser Hilflosigkeit  drohe ich oft mit dingen, die sie dann noch mehr gegen mich aufbringen - wie zb verbot reiten............

ich will nur ihr bestes und hab das gefühl völlig zu versagen, am liebsten würd ich manchmal einfach die Verantwortung abschieben wollen und sie ganz bei ihrem vater lassen....

keine Ahnung ob mein Problem überhaupt rübergekommen ist, aber vielleicht weiß ja doch jemand was durch eigene ähnliche Erfahrungen....bin für jeden tipp dankbar.

vielleicht noch erwähnenswert, dass mein ex finanziell sehr viel besser gestellt ist als ich und ihr viele wünsche erfüllen kann, auch mit marken-Sachen die ich ihr und mir nicht leisten kann und auch nicht will, dennoch hat man immer den wunsch mithalten zu wollen, sprüche "dann frag ich halt papa, papa kauft mir das...." tun einfach nur weh
« Letzte Änderung: 22. Januar 2014, 19:23:16 von erdbeerfrosch »

Honigbluete

  • Dino
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Ich finde dieses Alter auch echt schwierig, da testen die Kinder nochmal ganz extrem ihre Grenzen und reizen die Eltern tw auch bewusst. Dazu eure spezielle Situation, klar, dass dich das fertig macht. Ich kann dir keine Tipps aus eigener Erfahrung geben, ausser dass du dich am sinnvollsten an eine Erziehungsberatungsstelle wendest. Dort sind Profis, die auf eure ganz spezielle individuelle Situation eingehen können und euch sehr direkt unterstützen können. Du bist sehr reflektiert, machgst dir viele Gedanken, da wirst du sicher auch offen sein für die Fragen und Anregungen, die du dort bekommen wirst.  Gute Nerven dir und viel Kraft für deinen/euren Weg!




GiGi

  • Mama
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  • Beiträge: 3514
Das tut mir wirklich leid, du hörst dich sehr traurig an.

Ich denke auch, dass eine Beratung dir gut tun würde um zu schauen, wie ihr das gemeinsame Leben gut gestalten könnt. Hier kannst du nach einer Beratungsstell ein deiner Nähe suchen: www.bke.de

Spontan dachte ich, dass das Wechselmodell (so aus der Ferne betrachtet) anstrengend klingt - alle zwei Tage umziehen? Das hört sich nach wenig Ruhe und ständiger Veränderung an. Vielleicht wären längere Intervalle (14tägige Wechsel?) besser für euch um auch mal zur Ruhe zu kommen? Ich weiss es nicht, aber das fiel mir auf.

Alles Gute für euch...
Großes geliebtes Kind *11.2007
Kleines geliebtes Kind *02.2011

hallihallo

  • Mama
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2 Tage Wechsel finde ich auch anstrengend. ginge nicht wenigstens ein wöchentlicher Wechsel? Und mit 11 finde ich, kann man auch schon mal ein normal ernstes Gespräch führen, wo du  ihr deine Gefühle mal unterbreitest und was sie vielleicht meint, wie es besser gehen kann?

Hiseens

  • Gast
Im ersten Schritt solltest du an dir arbeiten.
Hör bitte auf zu denken "dann entscheidet Sie sich für den Vater" etc.

In diesem Alter ist so ein denken, wie du auch schon merkst, sehr manipulativ nutzbar.
Dadurch macht man also alles schlimmer.
Und unter Umständen erzeugt genau das, auch das eigentliche Problem.

Du tust ihr und dir auf lange Sicht damit keinen Gefallen. Auch wenn es schwer fällt den Gedanken abzulegen. Wünsch dir viel Erfolg

 

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