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Autor Thema: Vertrauensbruch wegen Heimlichkeiten  (Gelesen 2541 mal)

Bluemoon 69

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Vertrauensbruch wegen Heimlichkeiten
« am: 24. Mai 2011, 08:59:44 »
Hallo an alle,

ich hab da mal ne Frage


und zwar ist bei meinem 10 Jährigen Jungen wiederholt aufgetreten, dass er sich verbotenerweise Spielsachen mit in die Schule nimmt.
Ich verneine auch ,,Zockerkarten,,von StarWars , Pokemon ,Yu gi oh , Fußball ,etc.
Da ich versuche meinem Sohn klarzumachen, das dafür genügend Zeit nach der Schule ist.Wir haben keine anderen Termine, er kommt um 13.15 heim, dann ist bei mir erstmal Verschnaufpause von der Schule angesagt,dann gibts für uns alle(noch eine 7 jähriger Sohn)  leckeres warmes Mittagessen und unser 3 monatiger Junge liegt so dabei(Wippe).
Pünktlich um 15 Uhr(ganz selten mal früher- aber gibts auch,zB wenn wir was unternehmen wollen)
ist Hausaufgabe der Jungs angesagt.Jeder für sich , in Ruhe und das klappt prima.Die fertigen ,,Werke ,,zeigen sie mir dann und  ich muß wenig verbessern lassen,danach ist bis 18 Uhr absolute Freizeit drinnen oder draussen, je nach Wetter Lust und Laune, auch gelegentlich ein paar TV Serien nach Wunsch , aber begrenzte Anzahl oder nach ner gewissen ausgemachten Zeit ist dann genug mit Glotze. Wir treffen uns am Tisch und erzählen über den Tag, was jeder so erlebt hat und wie es ihm geht, dann richten wir uns zusammen den Abendbrot-tisch her und essen zusammen. Die Kinder machen sich ihr Schulbrot für den nächsten Tag fertig,((( weil morgens in der Früh so wenig Zeit ist, der Bus fährt um 7 Uhr, sie stehen um 6 .15 Uhr auf und 2 Jungs im Bad nacheinander, braucht ja auch Zeit und frühstücken zusammen)))
.Danach wird sich bettfertig gemacht mit baden oder duschen, klar ,Klamotten herrichten für den nächsten Tag.
Ja unser Tagesablauf ist ,,durchorganisiert und stukturiert, es gibt aber auch wie gesagt Ausnahmen , aber im grossen und ganzen ist das unser Ritual, muß es auch sein ,da ich die Woche über alleine mit den Kindern bin.Mann kommt erst ab Freitag ca. 15 uhr von seinem Internat(Weiterbildung in 200km Entfernung)
Aber nun zur eigentlichen Frage:
Was macht man wenn man seinen grossen Sohn immerwieder erwischt, dass er sich dann doch Karten mitnehmen will oder momentan ist wieder ,,Verkleidung angesagt, denn sie spielen gerne Rollenspiel,, ich bin Daniel von Yu gi oh.,,mit ,,verkleiden,,irgendwelche coolen Klamotten und Sonnenbrille (Janz wichtich)
.Heute morgen hab ich den Grossen erwischt, wie er sich heimlich ein paar Verkleidungsstücke mitnehmen wollte, sie machen zwar einen Ausflug in den Tierpark und er wollte so verkleidet in die Schule gehen, wir diskutierten aber darüber, dass er es doch auch sofort nach der Schule wieder anziehen könne und erwischte ihn dabei, das er es heimlich mitgenommen hat.Das wollte ich gar nicht kontrollieren sondern schaute in seinen Rucksack, ob er genügend zu essen und zu trinken eingepackt hatte, weil er seine normale Trinkflasche gestern im Bus vergessen hatte.Und war total überrascht , sowohl er , dass ich das (uuuuupppppsss )gesehen hatte und ich dass er das doch trotz Absprache mitzunehmen versuchte.
In den vorigen Fällen schaute ich mal aus dem Fenster, als er seine Star Wars Mappe mitnehmen wollte, da durfte er umkehren und die Mappe wieder  zu Hause abgeben.Sie lag dann im Flur bis Mittag, als er aus der Schule kam, da nahm er sie sich wieder und  ich
 dachte, das ,, erwischen,, sei peinlich genug gewesen.
Wie geht das mit den Heimlichkeiten weiter, ist das erst der Anfang , wird es noch schlimmer?Es gab mal ,, tageweise,, Entzug von den Lieblingssachen,auch schon mal n paar auf den Hintern,  mal Fernsehpause mit vorheriger Ankündigung, wenn ich dich damit nochmal erwische dann,gibts...,aber mehr noch Gespräche und Erklärungen,warum es besser ist Schule Schule sein zu lassen und Freizeit Freizeit.Wer kann mir da mal weiterhelfen , was das ganze Verhalten bedeutet und seinen
Standpunkt vertreten?Ich wollte bisher nicht zu streng sein, aber konsequent , manchmal, so dacht ich ,reichen Gespräche aus?
« Letzte Änderung: 27. Mai 2011, 18:30:24 von Honeymoon69 »
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Alchemilla

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Antw:Vertrauensbruch wegen Heimlichkeiten
« Antwort #1 am: 24. Mai 2011, 09:23:03 »
Sind Spielsachen in der Schule denn verboten? Also auch von der Schule aus.
Vielleicht spielt er in der Pause mit seinen Freunden damit? Vielleicht sieht er dein Verbot partout nicht ein, weil seine Freunde auch Spielsachen mithaben und hält sich deshalb nicht daran?
Ich war so - wenn es mir total unsinnig und unfair vorkam, habe ich versucht Verbote zu umgehen. Ich musste es auch selbst einsehen.

Was ich aus eurem Alltag heraus lese ist, dass er sich nachmittags im Allgemeinen nicht mit Freunden trifft oder? Jedenfalls nicht mit seinen Schulfreunden. Vielleicht will er auch deshalb umbedingt seinen "coolen Sachen" mitnehmen. Wir haben früher auch schon in der Schule Sammelkarten getauscht.

Gibt es denn Probleme in der Schule? Ist er im Unterricht unaufmerksam? Haben sich Lehrer beschwert?

Mit dem Satz "gab auch schon mal auf den Hintern" wirst Du hier im Forum anecken. Das wird nicht als Erziehungsmittel gesehen - von mir übrigens auch nicht.


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Sisam

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Antw:Vertrauensbruch wegen Heimlichkeiten
« Antwort #2 am: 24. Mai 2011, 09:42:28 »
Ich schließe mich mal Alchemilla an.

"verbotenerweise": Wer stellt das Verbot auf (Eltern oder Schule) und warum?

Ich denke, mit 10 Jahren kann man auch langsam beginnen und somit üben, sein Verhalten selber zu verantworten, besonders geeignet sind dafür gerade solche Nebenschauplätze (Schule schwänzen, Hausaufgaben nicht machen wäre da schon etwas anderes).

Was passiert denn schon Schlimmes, wenn er die Spielsachen trotzdem mitnimmt? Sie könnten ihm geklaut werden - sein Problem. Er könnte von den Lehrern einen Verweis bekommen - sein Problem (das würde nicht wirklich seinen Werdegang gefährden).
Er kann nur lernen, wenn er auch Fehler machen darf.
Vor großen Fehlern musst Du ihn natürlich bewahren, aber kleine Fehler sollten nicht das Eltern-Kind-Gefüge belasten, sondern ein Willkommenes Lernfeld für selbstverantwortliches Handeln und Umgang mit eigenen Fehlern sein.
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Meph

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Antw:Vertrauensbruch wegen Heimlichkeiten
« Antwort #3 am: 24. Mai 2011, 09:50:29 »
Eine meiner schönsten Grundschulerinnerungen ist, wie wir in den Pausen Glanzbildchen getauscht haben  :D oder Paninisticker :D


Sweety

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Antw:Vertrauensbruch wegen Heimlichkeiten
« Antwort #4 am: 24. Mai 2011, 09:58:15 »
Das Kind nimmt keine Playstation oder Spielzeugautos mit, sondern Sammelkarten und ab und an was zum Verkleiden.

Wo ist das Problem??

Dein Verbot finde ich unsinnig und für das Sozialleben deines Sohnes nicht sehr förderlich, da du ihn zwangsweise ausgrenzt.

Daß er rebelliert und lügt, finde ich folgerichtig. Er möchte eben auch dazugehören und mitmachen und wenn er das nur auf diesem Wege kann, dann wird er das auch weiterhin tun.

 



zuz

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Antw:Vertrauensbruch wegen Heimlichkeiten
« Antwort #5 am: 24. Mai 2011, 11:29:32 »
Ich schließe mich an. Zunächst mal sind Deine "Konsequenzen" gar keine Konsequenzen, sondern reine Willkür. Was hat TV-Verbot mit den Karten zu tun? Solche Strafen sind relativ wirkungslos, jedenfalls auf Dauer. Das mit dem Hauen steht mal ganz außer Frage. Finde ich schon bei sehr kleinen Kindern nicht i.O., bei einem 10-JÄhrigen geht das gar nicht.
So, nun zum eigentlichen Punkt. Du hast ein VERbot aufgestellt. Ich finde immer GEbote sinnvoller. Sprich, mach Regeln mit ihm aus, wie er mit den Karten umgehen soll. Dazu gehört zunächst mal, dass Du ihn einbeziehst, ihn fragst, was er denn mit den Karten macht in der Schule, warum die so wichtig für ihn sind usw. Das geht natürlich nur, wenn er keine Angst vor Strafe haben muss, sollte er etwas "Falsches" sagen. Ich vermute mal, dass seine Freunde auch Karten haben und sie in der Pause spielen. Hat er sie dann nicht dabei, kann er nicht mitspielen und fühlt sich ausgeschlossen. Also nehmen wir mal an, es ist so, dann wäre eine sinnvolle Regel: Karten werden nur in der Pause gespielt. Sollte es Beschwerden der Lehrer geben, DANN werden sie für eine gewisse Zeit konfisziert. Ich kann von der anderen Warte her sagen, dass die meisten Kinder in der 5., 6. Klasse Spielzeug dabei haben. Warum auch nicht? Solange es nur in den Pausen gespielt wird, ist das kein Problem.
Und noch zur Frage "Heimlichkeiten": Dein Sohn kann nur Vertrauen zu ihm haben, wenn Du auch Vertrauen zu ihm hast und wenn Du angemessen reagierst. Du hast aber bisher willkürlich reagiert und recht harsche REgeln aufgestellt, die meiner Meinung nach in dem Alter nicht mehr sinnvoll sind. Das heißt, er glaubt nicht, dass er mit seiner Meinung bei Dir ankommt, dass er Dir vertrauen kann, dass er Dir erzählen kann, was ihn bewegt, weil Du nur starre Antworten kennst. Das klingt jetzt hart, aber ich denke mal, aus seiner Sicht wirkt es so. Wenn er merkt, dass Du kompromissbereit bist, mit ihm zusammen sinnvolle Regeln aufstellst, die er auch akzeptieren kann, dann hat er solche Heimlichkeiten (die im übrigen altersgemäß sind ;)) nicht mehr so nötig.

Bluemoon 69

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Antw:Vertrauensbruch wegen Heimlichkeiten
« Antwort #6 am: 24. Mai 2011, 12:11:36 »
Ja die Sache ist so und mag manchen hier als streng vorkommen, aber wenn ich Konsequenzen sage, meine ich das er sich ja entscheiden kann, ob er etwas Besprochenes macht  oder nicht macht , weil ich möchte, dass er sich in der Schule  auf die Schule konzentriert.Auch wenn alle in der Schule Karten oder sowas dabei haben, gehören die und so meine ich das, in die Freizeit und die Pause ist zum essen/trinken da, besonders trinken in der warmen Jahreszeit.Und ja, er trifft sich oft(1-2x woche) auch mit Freunden, das ist seine Freizeit,da sein Bruder und er ein Zimmer( noch) gemeinsam haben. Da lass ich ihn in Ruhe mit den Freunden und mache was mit dem kleinen Bruder von ihm und unserem Jüngsten-. (Andere Tage kann der kleine Bruder das genauso machen und ich finde das haben wir gut im Griff, so wie es abläuft und alle sind abends zufrieden und glücklich) entweder bei denen oder bei uns im Haus oder Garten oder Spielplatz.
Er ist nämlich leicht ablenkbar und ein zerstreuter Professor,vergisst vieles, hat auch noch Haustiere, die er wollte und die müssen auch versorgt werden. dDa musste diese Konsequenz her, dass er gerade was er macht ,möglichst 100 % macht ,eins nach dem anderen , wie wir halt Zeit dazu haben.
Ja, ich weiß auch das das Mal, wo er aufn Hintern bekam, absolut nicht in Ordung ist und  war und auch nicht mehr vorkommt .Hatte mich dafür aber auch entschuldigt..Ist auch schon mehrere Jahre her.Er ist ein guter Schüler, schon immer gewesen  und will aufs Gymnasium, von sich aus.Einen genauen Berufswunsch hat er auch schon , aber wer weiß- das wird sich vielleicht noch ändern? sehen wir mal
Ich meine Umziehklamotten für Rollenspiele gebt ihr in die Schule mit? Ja?Das war meine Frage was macht man denn ,wenn er heimlich was macht. Obwohl es so ausgemacht ist, für was gibt es denn Regeln?Das hatten wir schon längst  zusammen abgeklärt.Ich meine was macht ihr, wenn ihr euer Kind erwischt bei Sachen die anders ausgemacht waren, was für Konsequenzen  o. ä.setzt ihr da ein?
« Letzte Änderung: 27. Mai 2011, 18:37:07 von Honeymoon69 »
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Sisam

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Antw:Vertrauensbruch wegen Heimlichkeiten
« Antwort #7 am: 24. Mai 2011, 12:53:45 »
Hallo Honeymoon,

Ich lese so heraus, dass es Dir z.B. wichtig ist, dass er in den Pausen isst und trinkt. Das finde ich auch wichtig, aber er ist 10 Jahre alt und muss solche Dinge langsam auch selber in die Hand nehmen.

Einen "zerstreuten Professor" habe ich hier auch zu Hause s-:). Komme ihm und seinem Denkschema entgegen, indem Du das Ganze mit Logik aufbaust:

Im Prinzip kannst Du davon ausgehen, wenn er Hunger hat, wird er essen, verhungern tut kein Kind, wenn es Brot in der Tasche hat.
Wenn er das Brot nicht in der Schule isst, muss er es abends (oder zwischendrin) essen, denn Brot wird nicht weggeschmissen. Ist ja logisch, wird er verstehen. ;)
Frage ihn mittags, ob er es gegessen hat, wenn nicht, schlage ihm vor, dass er es in den Kühlschrank packt, damit es ihm abends noch schmeckt. Ob er das tut, ist seine Sache. Wenn ihm das nicht gefällt, kann er ja am nächsten Tag überlegen, ob er sein Brot lieber in der Schule isst, oder erst abends. Das ist logisch.
Wenn meine in der Schule zu wenig trinken, halte ich sie nachmittags an, etwas mehr zu trinken. Sie teilen sich das selber ein, aber wer zu wenig trinkt, soll bloß nicht über Kopfschmerzen klagen. Sie sind dann selbst verursacht und bitte schön auch selbst - ohne jammern - auszubaden.
Das ist Logik, mit der jeder Professor klarkommt  S:D.

Ich behandel meinen Sohn wie einen Großen und unterstütze ihn nur, indem ich mir den Mund immer wieder fusselig rede s-:): wenn, dann... aber Professoren-logische Konsequenz, nicht eine von mir ausgedachte Strafe: Wenn Du die Pfandflasche nicht nach Hause bringst, musst Du mir das Pfandgeld zurückgeben. Wenn Du Deine Verkleidungssachen verlierst/kapputtmachst, hast Du sie nicht mehr, usw...
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Bluemoon 69

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Antw:Vertrauensbruch wegen Heimlichkeiten
« Antwort #8 am: 24. Mai 2011, 13:20:47 »
Ja @sisam , danke das mit der Brotzeit machen wir auch so.Ich versuche immer meine Söhne zu unterstützen, und bin dankbar für alle schönen Momente, die wir haben.

Besonders lustige Erlebnisse und Sachen machen wir gerne.Von wegen starre Antworten...ich versuche auch immer situationsorientiert zu reagieren und dachte das er mir immer Vertrauen kann.Warum er das nun auf die Probe stellen will , keine Ahnung.

Er weiß auch das er mit uns über alles reden kann egal, welches Thema, besonders mit mir, da ich vor mehreren Jahren alleinerziehend war und seit 26.4. wieder mit neuem Partner verheiratet bin.Er wird geliebt und akzeptiert, hat aber nur bedingt die 2. Papa Rolle, denn wir haben ein gutes Verhältnis zum leiblichen Vater und sie gehen 14 tägig zu ihm hin(Wochenende  )
Ja wir haben zusammen eine Menge durch und ich war 2008 auch mal schwer krank(Brustkrebs) dass sie sich um mich auch schon grosse Sorgen machen mussten.
Das ist aber hoffentlich schon verarbeitet und macht keine Probleme mehr.
Wir alle 5 halten zusammen und freuen uns über die schönen Dinge die es im Leben gibt.
« Letzte Änderung: 27. Mai 2011, 18:25:42 von Honeymoon69 »
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zuz

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Antw:Vertrauensbruch wegen Heimlichkeiten
« Antwort #9 am: 24. Mai 2011, 13:25:24 »
k, das mit dem Hauen: Schwamm drüber, wenn es nur einmal war, dann macht das gar nichts.

Zu Deinen Argumenten gegen die Karten in der Schule:
Zur Pause: Nun ja, die meisten schaffen beides. Das zum einen. Zum anderen wird er nicht mehr essen/trinken, wenn er nicht mehr Karten spielt. Und: Die Pause ist AUCH zum Spielen da, auch das ist wichtig.
Ein zweiter Punkt war das Abgelenktsein. Dazu muss ich etwas ausholen. Spielt er im Unterricht, ist das ein NoGo, ganz klar. Da fragst Du am besten mal die Lehrer, ob das vorkommt. Ist aber dann eigentlich deren Sache, das zu unterbinden (die dürfen dann z.B. auch die Karten konfiszieren). Wenn nicht: Lerntheoretisch ist es sinnvoll, in der Pause zu spielen, sich komplett abzulenken, denn nur dann ist man wieder aufnahmefähig. Das Gehirn will sich dauernd mit was Neuem beschäftigen, sonst langweilt es nichts. Und gelangweilte Gehirne lernen nichts. Von daher ist ein auf die Pause begrenztes Spielen gut für ihn, im Hinblick auf die Aufmerksamkeit im Unterricht. Du sagst ja auch selbst, er sei ein guter Schüler, da scheint also alles zu passen.
Also nimm es mir nicht übel, aber Deine Argumente sind einfach nicht ganz stichhaltig ;)
Auch das mit dem Verkleiden: Hat die Schule dafür klare Regeln? Unsere z.B. nicht - es gibt keine Kleiderordnung, offiziell. Und inoffiziell nur dahingehend, dass sexualisierte Kleidung als anstößig empfunden wird - das trifft ja bei Deinem Sohn nicht zu. Auch hier würde ich mit den Lehrern reden. HAben sie etwas dagegen, dann hast Du ein Argument, sonst nicht.

Was Dich ja aber noch mehr beschäftigt, ist das Hintergehen. Noch mal: Das ist normal in dem Alter und ist zum einen ein Zeichen von Intelligenz und zum anderen, jedenfalls, wenn es häufiger vorkommt, ein Zeichen für sehr strenge Regeln, die die Interessen des Kindes zu wenig berücksichtigen. Wenn Du also auf Deinem Standpunkt kompromisslos beharrst, musst Du davon ausgehen, dass Dein Sohn weiter versuchen wird, Dich zu hintergehen. Natürlich kannst Du ihm sagen, warum Du das schade fidnest und was das für Folgen hat (nämlich Vertrauensverlust), aber wirklich bestrafen kannst Du ihn dafür nicht. Jedenfalls nicht sinnvoll.
Kinder in dem Alter können auch keine absoluten Verbote mehr akzeptieren, sie brauchen Regeln, Verträge, wollen ernst genommen werden. Ein Beispiel: Deinem Jüngsten wirst Du, sobald er anfängt zu krabbeln, klarmachen, dass er nicht an den Herd darf. Dem Mittleren wirst Du das komplexer vermitteln: Er darf an den Herd, wenn der gerade nicht in Betrieb ist. Mit dem Großen kannst Du schon kochen. Was ich damit sagen will: Er braucht eine Anleitung, wie er mit dem Leben umgehen soll, keine Verbote, die sind mit 10 einfach nicht mehr sinnvoll. Der Jüngste wird lernen, nicht an den Ofen zu gehen, weil er DIR einen Gefallen tun will - er ist von Dir voll abhängig und auf Deine Liebe angewiesen. Der Große nicht mehr so sehr. Klar ist er noch nicht selbständig, aber auf dem Weg dorthin - biologisch ist er in 4 Jahren erwachsen. Von daher beachtet er Regeln nicht mehr, um DIR zu gefallen, sondern er will jetzt selbst seinen Weg finden. D.h. er beachtet Regeln, wenn er sie für sinnvoll hält. Daher nochmal mein Rat: Rede mit den Lehrern, ob sie Probleme sehen mit den Karten und mit dem Verkleiden. Dann rede mit ihm, finde heraus, warum er die Karten unbedingt in die Schule mitnehmen will. Evtl. findet Ihr ja einen sinnvollen, tragfähigen Kompromiss. Vielleicht kann er versprechen, trotzdem sein Pausenbrot zu essen. (Das kannst Du ihm natürlich nur glauben, nicht kontrollieren). Er muss, wenn er die Karten daheim lassen soll, selbst einsehen, warum sie ihm schaden. Uns hier im Forum hast Du bisher nicht überzeugt - wie dann Deinen Sohn?
Dazu noch eine Frage: Kannst Du Dich denn sonst auf ihn verlassen? Wenn ja, dann ist das nur ein punktuelles Problem und ein Zeichen dafür, dass Du in diesem Punkt vielleicht zu streng bist, in anderen Dingen aber einen guten Weg gefunden hast. Vielleicht kannst Du das ja dann übertragen?

Alchemilla

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Antw:Vertrauensbruch wegen Heimlichkeiten
« Antwort #10 am: 24. Mai 2011, 20:44:31 »
Ich bin kein Experte, weil mein Sohn jünger ist  :)
Aber ich erinnere mich an die Zeit als ich in dem Alter Deines Sohnes war. Die Schule ist nicht nur ein Ort des Lernens sondern sehr stark auch soziales Netzwerk. Wer mit wem befreundet ist und was gespielt wird, wer beliebt ist und wer alleine spielen muss....das spielt eine große Rolle.

Ich könnte mir vorstellen (nur eine Vermutung), dass die Freunde deines Sohnes gerade die Pausen damit verbringen, Karten zu tauschen und Verkleidungen anzuziehen. Wenn er nichts mitbringen darf, ist er raus und das ist hart. Das ist sogar so hart, dass man lieber die Mutter enttäuscht und Ärger riskiert als alleine auf dem Schulhof sein Butterbrot zu mampfen.
Und alleine Fußball spielen ist auch doof.  ;)

Ich denke, ich würde an deiner Stelle neu verhandeln bzw. erst mal rauskriegen, warum es ihm so wichtig ist, Spielsachen mit zu nehmen.



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Antw:Vertrauensbruch wegen Heimlichkeiten
« Antwort #11 am: 25. Mai 2011, 12:44:18 »
Setz dich doch mal mit ihm an den Tisch und stelle neue regeln auf.

Die Schule ist nicht nur ein Ort zum Lernen, im Gegenteil! Schule hat sehr viele andere Aspekte die unheimlich wichtig sind und die auch den Lernerfolg steuern.

Ein Kind, dass sich unwohl fühlt, weil es ausgeschlossen ist aus dem sozialen Leben hat auch keine Freude in der Schule und damit keine Motivation zum Lernen. Das wirkt sich viel schlimmer aus auf die Noten, als eine kurze Ablenkung oder zu wenig Mittagessen.

Zu erfolgreichem Lernen gehört auch die Abwechslung zwischen lernen, auspowern und spielen. Pausen, in denen man sich ausleben darf und Kind sein und es eben gerade NICHT um Lernen und Lernerfolge geht sind unheimlich wichtig für Kinder, für das Klassenklima und für das eigene Wohlfühlen in der Schule.
Die Schule ist ein so wichtiger teil im Leben eines Kindes, vor Allem was soziale Kontakte und Umfeld betrifft. Dort ist die Schule der Hauptaspekt und gerade darum unglaublich wichtig.
Schule auf einen Ort des Lernens zu reduzieren wäre ein fataler Fehler.

Regeln müssen sinnvoll und auch nachvollziehbar sein. Die Regel, dass die Sammelkarten nicht mit dürfen scheint für ihn nicht nachvollziehbar zu sein und das kann ich nur allzu gut verstehen.
Ich würde euch raten euch zusammenzusetzen und neue regeln aufzustellen.

Das Hintergehen ist auch ab einem gewissen Alter normal, aber ich denke immer ein Hinweis auf die Eltern, die Regeln zu überdenken und ein Gespräch über die Regeln zu führen und zu überlegen welche Regeln wirklich sinnvoll und notwendig sind und welche gelockert werden sollen.

Die Schule als Zentrum des sozialen Lebens eines Schulkindes darf niemals unterschätzt werden. Und wenn er sich wohlfühlen soll,dann muss er sich dort auch als Kind ausleben dürfen und nicht nur auf das lernen konzentriert sein müssen

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Antw:Vertrauensbruch wegen Heimlichkeiten
« Antwort #12 am: 26. Mai 2011, 11:07:44 »
Also ich schließe mich der Meinung von Sweety voll an. Also was nutzen auch z.B Sammelkarten, wenn man sie nicht zeigen und tauschen kann. Ich finde auch, entschuldige bitte, dass sich die Nachmittage Deiner Jungs ziemlich langweilig und öde anhören. Ein organisierter Tag ist ja gut und schön, aber mir wird schon beim Lesen Deiner Beschreibung des Tages langweilig. Haben Deine Kinder keine Hobbys?
Also mich hat Dein ganzer Beitrag nur aufgeregt.
Das hört sich für mich nach zu vielen Grenzen an.

Bluemoon 69

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Antw:Vertrauensbruch wegen Heimlichkeiten
« Antwort #13 am: 26. Mai 2011, 12:27:21 »
Ja also ich bin ja gerne für eure guten  neuen  Ideen offen.Aber meine Frage war und das ist ja auch nun geklärt- wie man mit ,,Heimlichkeiten,, umgeht.Ich habe erzählt, wie wir unsere Wochentage gestalten und das ist alles andere als langweilig, meine Kinder haben sehr viel Freiheit (des Alters und den Interessen angemessen)- ich dachte bloss, dass die Karten vom Unterricht zu sehr ablenken, weil er zur Zeit soviel vergisst, was er eigentlich machen sollte, habe aber hier gelesen dass das eine,, normale Erscheinung,, in diesem Alter ist, was mich dann aber nun auch wieder beruhigt hat.
Leider habe ich die Zeit bei 3 Kindern nicht so sehr, so ausführlich zu schreiben, dass jeder alles weiß, was mir so machen, (Hobbys) oder nicht.Der Tag hat so viele Facetten,wir denken positiv und freuen uns über lustige Sachen, und alle möglichen Erlebnisse die uns passieren.
Wir haben selbstverständlich  in wie immer,herzlicher Atmosphäre darüber   geredet und seit heute haben sie auch(gleich beide Jungs) ihre Karten dabei.

Wir haben fast täglich Besuch von Kindern oder sie sind bei Freunden, bin aber erst neu in dem Ort und habe noch nicht soviel Kontakt hier, aber auch das wird schon, alles so wie es sein soll.
Ihr könnt jetzt auch damit wieder aufhören darüber zu urteilen und mich zu ,,ver-urteilen, wie wir was wann und warum machen.Das muß ja nun auch selber jede Familie selbst rauskriegen..Das bekommen wir alle gut hin, da bin ich mir sicher.
Wir haben weder Probleme mit Freizeitgestaltung aller Art,wer sagt denn, das jeder Tag gleich abläuft? Hallo?Keine Spur von Tristheit oder Einfalt, liegt mir doch sehr viel daran, dass meine Kinder glücklich sind . Auch wir haben turbolente Tage wo so gar nix klappen mag und alles nur danebengeht und schlage  euch allen deshalb vor nun mal n paar Tipps und Freizeitgestaltung zu geben, was ihr denn so mit euren Kindern macht./ Oder wohin  eure  Kinder alleine so in dem Alter hingehen .
Wir können ja auch dieses Thema hier damit schliessen und einen neuen aufmachen,
1. Wie geht ihr mit Konflikten  oder Mißachten der aufgestellten Regeln eurer Kinder um, incl. Schwindeleien etc und sonstwas????
2. Woher  habt/nehmt ihr eure Erfahrungen , habt ihr Buchtipps oder anderes?
3.Freizeitgestaltung aller Art????
4. Kann mir jemand Lektüre über und für 10 Jährige aufwärts empfehlen?


Also danke nochmal an alle gutgemeinten Ratschläge- also dann mal her mit euren guten Ideen und konsruktiven Vorschlägen, lg Micha^^
« Letzte Änderung: 27. Mai 2011, 18:46:30 von Honeymoon69 »
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Antw:Vertrauensbruch wegen Heimlichkeiten
« Antwort #14 am: 27. Mai 2011, 10:07:02 »
Schön, dass Ihr gemeinsam eine Lösung gefunden habt!

@Mandy: Deinen Beitrag fand ich etwas unsachlich. So pauschal über jemanden zu urteilen, den man nicht kennt, finde ich recht gewagt.
Ich fand eigentlich, dass sich das meiste sehr gut angehört hat. Hier ging es auch nicht um einen Scherbenhaufen, sondern um ein kleines, konkretes Problem, das ja nun auch gelöst ist. Da muss man nicht gleich alles in Frage stellen.

~Netti~

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Antw:Vertrauensbruch wegen Heimlichkeiten
« Antwort #15 am: 30. Mai 2011, 08:51:47 »
ihr habt ja schon eine lösung gefunden - schön  :)
ich musste ein bischen schmunzeln, auf was für ideen kinder kommen - kostüme für rollenspiele mitnehmen - sowas hatten wir hier noch nicht.  ;D und ich denke das hätte ich auch eher in richtung *könnt ihr nachmittags machen* gelenkt. allerdings sammelkram darf mein 10jähriger auch mitnehmen, das durfte er sogar schon in den kiga mitnehmen. damals waren gerade die fußball-sammelkarten in. später waren es so fußball-kugeln, kennt die noch wer? bei meinen töchtern (19 und 16) ware es pokemon-karten. und bei uns selber ganz früher waren es keine karten, wir hatten alle in der klasse einen zauberwürfel dabei.  ;) ;D ich denke das ist ganz normal und gehört zur schule als pausenbeschäftigung dazu. und in dem alter deines sohnes ist es auch normal, dass er das dann eben heimlich einpackt, wenn es für ihn sehr wichtig ist und er dein verbot einfach nicht nachvollziehen kann. würde meiner auch machen.  ;)
ich hab zB das problem, jeden einzelnen tag aufs neue, mit dem fahrradhelm. ich möchte, dass er den zum rad fahren aufsetzt, aber tatsächlich alle seine klassenkameraden und freunde (wirklich ALLE) tragen keinen und fahren ohne helm. wir haben ständig diskussion deswegen und ich befürchte, dass er den helm abzieht, wenn er aus meinem blickwinkel raus ist.  :-\ (mal davon abgesehen, habe ich das als kind auch so gemacht. meine mutter war eher ängstlich und wenn sie mir eine strumpfhose angezogen hat, weil sie fand es wäre noch kühl, aber alle anderen hatten schon kniestrümpfe an, hab ich die strumpfhose einfach ausgezogen, als ich um die nächste ecke rum war und sie mich nicht mehr sehen konnte  s-:) :P)
mein sohn ist übrigens auch ein zerstreuter professor. am freitag gab ich ihm 1 €, weil er vor der schule zum bäcker wollte (um die ecke) als er dann losging, ar der euro weg  ??? letztendlich haben wir ihn im badezimmerschrank gefunden, neben dem zahnputzzeug  s-:) :P ;D sowas ist TYPISCH!  ;D

1. Wie geht ihr mit Konflikten  oder Mißachten der aufgestellten Regeln eurer Kinder um, incl. Schwindeleien etc und sonstwas????
Das kommt einfach drauf an, um was es sich handelt. Ich bin eher der nicht-strenge Typ. Bei Sachen, die ich als Kleinigkeit einstufe spreche ich einfach mit meinen Kindern drüber. Letztens hatte mein Sohn allerdings Pc-Verbot, weil er wiederholt, TROTZ UHR, nicht pünktlich nach der Schule heim kam.

2. Woher  habt/nehmt ihr eure Erfahrungen , habt ihr Buchtipps oder anderes?
Bauchgefühl  ;)

3.Freizeitgestaltung aller Art????
Na was man halt so macht  ;D Im Winter finde ich es schwieriger, im Sommer ist bei uns fast immer *draußen* angesagt. Wir wohnen auf dem Land. Hier treffen sich die Kinder einfach nachmittags zum Spielen. Wir gehen zum See oder ins Schwimmbad, mal die Oma besuchen, mal ins Kino, mal auf den Spielplatz oder wir sind im Garten. Fahrradtour oder oder oder...

4. Kann mir jemand Lektüre über und für 10 Jährige aufwärts empfehlen?
Nö  ;D Keine Ahnung  ;D
« Letzte Änderung: 30. Mai 2011, 08:59:13 von *Netti* »

 

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