Autor Thema: Pubertät und Schule  (Gelesen 1252 mal)

Karo

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Pubertät und Schule
« am: 12. Juni 2016, 21:43:29 »
Hallo,

Ich habe aktuell mit unserem Großen einige Probleme.
Er ist jetzt in der 5ten Klasse und befindet sich in einer Art negativen Spirale.

Die Schule ist anstrengend aber er wird immer "fauler".

Freunde werden anspruchsvoller also zieht er sich zurück.

Zuhause höre ich nur.. Ich kann es nicht.  Ich schaffe es nicht.  Wir versuchen ihm keinen Leistungsdruck zu geben aber wenn er anstatt zu lernen nur YouTube hört.. Dann rede ich mit ihm.

Manche sagen.. pubertät.

Toll aber welche Haltung nimmt man ein ?

Alles tun lassen oder die Regeln klar halten ???

Danke
VG Karo
Das schönste Geschenk ist es, wenn die Kinder Dich umarmen, auch wenn Du leere Hände hast.

Sisam

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Antw:Pubertät und Schule
« Antwort #1 am: 13. Juni 2016, 01:14:55 »
Manche sagen.. pubertät.
Entschuldigt, wenn ich es so sage, aber manchmal finde ich dieses Gequatsche von der sogenannten "Vorpubertät" affig. Oft habe ich das Gefühl, die Pubertät muss dafür hinhalten, dass man sich nicht mit den Problemen seines Kindes auseinandersetzen will. s-:)
Ist jetzt auf "manche" bezogen, nicht auf Dich, @Karo. ;)

Wenn er jetzt in der 5. Klasse ist, gehe ich mal davon aus, dass im letzten Jahr ein Schulwechsel stattgefunden hat. Welche Schulart besucht er jetzt? Wie waren seine vorherigen schulischen Leistungen: sind da irgendwie Lesen und/oder Rechtschreibung oder Rechnen nach unten hin von anderen Leistungen abgewichen? Könnte evtl. eine Lernstörung vorliegen? Diese zeigt sich häufig erst nach der Grundschule, da die Fähigkeit der Kompension dann bei höheren Anforderungen nachlässt.

Klare Regeln? Klar!
Aber immer nur in dem Rahmen, wie die Einhaltung auch vom Kind leistbar ist.

Herzliche Grüße
Sisam


früher: Sisamlimamzuri, die Unaussprechliche ;D
Wer den Kopf in den Sand steckt, hat schlechte Aussichten ;)


Karlanda

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Antw:Pubertät und Schule
« Antwort #2 am: 13. Juni 2016, 12:02:20 »
Mich würde interessieren, wie sich seine "Faulheit" äußert - ...hmmm, das ist jetzt doof formuliert, aber aus dem, was Du schreibst, kann man eigentlich so gar keine Rückschlüsse ziehen... ich meine: Du sagst, es ist "faul" (auch wenn Du es in Anführungszeichen setzt, ist das ja eine deutliche Wertung) - er sagt, er könne das nicht. Das sind ja zwei vollkommen unterschiedliche Einschätzungen der Situation. Bist Du der Ansicht - so klingt es nämlich - dass das nur eine Ausrede ist, sprich: "Ich hab' keinen Bock!", oder fühlt er sich vielleicht wirklich überfordert mit den Anforderungen und Erwartungen, die an ihn gestellt werden?
Was ist er den generell für ein Typ? Wie tritt er Herausforderungen entgegen? Wie geht er mit Rückschlägen um? Wie kommt er mit Veränderungen klar? Würdest Du ihn normalerweise als selbstbewusst bezeichnen?
Lief es denn bislang einigermaßen problemlos in der Schule? Wenn ja, ist irgendetwas vorgefallen, dass diesen Wandel bedingt haben könnte?
Du schreibst, er würde sich auch von Freunden zurückziehen, und das finde ich persönlich noch Besorgnis erregender, als als mal einen Hänger in der Schule :-\
Gibt es denn irgendetwas außerhalb der Schule, woran er Freude hat, wo er Erfolgserlebnisse, Bestätigung, soziale Kontakte u.ä. findet?

BiDi

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Antw:Pubertät und Schule
« Antwort #3 am: 13. Juni 2016, 17:18:12 »
Hast Du ihn mal gefragt, warum er das Gefühl hat, es 'nicht zu schaffen'? Hast Du mal mit seinen Lehrern gesprochen?

Die 5. Klasse ist schon eine ziemliche Umstellung. Auf der Grundschule gab es den Lernstoff in mundgerechten Häppchen, auf den weiterführenden Schulen müssen sie ihn selber zerteilen.

Vielleicht weiss Dein Sohn gar nicht wo er anfangen soll. Vielleicht zieht er sich von seinen Freunden zurück, weil ihn langsam das Selbstbewusstsein verlässt.

Das ist tatsächlich eine Negativ-Spirale. Nur denke ich nicht, das die was mit der Pubertät zu tun hat und sich mit mehr oder weniger Regeln aufbrechen lässt.

Ein Freund meines Sohnes wurde auf dem Gymnasium auch immer verzagter. Nicht weil er zu doof oder zu faul wäre (das ist er definitiv nicht!), sondern weil er mit der Erwartungshaltung der Lehrer nicht klar kam. Seine Eltern haben nach einem halben Jahr die Reissleine gezogen. Nun geht er auf eine Gesamtschule und blüht wieder auf.

Grüsse
BiDi
 
Mattis: * 3.2004
Moritz: * 4.2005

Wolkenspringerin

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Antw:Pubertät und Schule
« Antwort #4 am: 14. Juni 2016, 07:45:11 »
Hallo liebe Karo :-*

Geht es Dir und den Jungs gut? Lange nichts von dir gelesen. :-*

Du schreibst statt zu lernen werden lieber Youtube Filmchen geschaut. Das kannst du leicht umgehen. ;) Handy, Laptop und Co haben nichts im Zimmer zu suchen, oder halt an dem Ort wo gelernt werden soll. Der Arbeitsplatz soll möglichst wenig Ablenkung bereit halten. Und ein Smartphone oder ähnliches ist sowas von verführerisch. Hier ne WhatsApp, da Youtube, dort das Lieblingsspiel. Da ist dann schnell die Lernzeit in eine Daddelzeit übergegangen.

Motivation zum lernen bekommt man meiner meiner Meinung nur wenn das Kind auch den Erfolg ernten kann wenn es lernt. Also merkt das es gut war zu lernen. Setzt aber gewisse Dinge einfach voraus. Meien Tochter ist aus einer GS gekommen die sehr viel Wert auf eigenständiges erarbeiten legt. So war der Lerngroschen vorher schon gefallen. Wobei sie das am Faul sein nicht hindert.  ;D Aber Notenmäßig (1er Schnitt) kann sie ruhig faul sein.

Bei einem Vortrag der Schule (Gymnasium) ging es darum den Kindern verschiedenste Lernmethoden in die Hand zu geben. Und dann als Eltern doch etwas beharlicher sein, denn was vor der Pupertät als Weg aufgezeigt wird hilft doch aus Erfahrung wohl das der Weg nicht ganz so heftig verlassen wird.

Die Resignation kann ich nicht, schaff ich nicht, evt. überfordert ihn grundsätzlich etwas. Muss er gerade seinen Platz finden in einer neuen Klasse, Lernumgebung. Andere Kinder sind da da vielleicht schneller. Da hilft meines erachtens nur ermutigen, selbstvertrauen an die Hand geben und hinter dem Kind stehen.
Ich habe selbst gemerkt wie anders meine Große geworden ist. Sie kam sehr schnell in der neuen Klasse zurecht, fand schnell neue Freunde und ist im Vergleich zur Grundschule total aufgeblüht.
Aber es kann natürlich auch anders herum sein. Und da muss man halt schauen wie man unterstützen kann.
Und dann wie Bidi schrieb sich mal hinterfragen ob die Schulwahl die richtige war, ist. Und überlegen ob es eine alternative gibt. Und das auch gemeinsam tun mit dem Kind.

Liebe Grüße und eine Umarmung
Steffi

Karo

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Antw:Pubertät und Schule
« Antwort #5 am: 17. Juni 2016, 21:51:44 »
Hallo


Danke.

Eure Fragen sind die richtigen. Die Stelle ich mir ja auch ständig. 

Ja letztes Jahr ist er von der Grundschule auf ein Gymnasium .

Ich weiss nicht woher das kommt, aber er hat sich immer hinter anderen gestellt. Er zieht sich selbst runter dass er schlechter als andere ist.
Von Zuhause kommt es nicht. 

Überfordert.. ja mit der Umstellung.  Wir haben ihn immer unterstützt und gefragt wo er Hilfe braucht.

Faulheit   ja.. Als Ausrede. Wenn er die Zeit aufbringt dann klappt es auch.

Es klappt alles amanfang nur mit Druck.  Wenn es läuft dann macht es ihm auch spass und er macht es. Aber der Weg zum Erfolg ist nur per Druck möglich..

Das nervt mich.. Warum muss ich da Druck machen bis er anfängt zu laufen.. Oder erwarte ich von einem 11 jährigen zuviel Selbständigkeit??

LG
Karo
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Wolkenspringerin

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Antw:Pubertät und Schule
« Antwort #6 am: 18. Juni 2016, 09:25:02 »
Wie steht er denn Notenmäßig in den Hauptfächern? Und hattet ihr evt. schon mal ein Gespräch mit der Klassenlehrerin oder dem Klassenlehrer?
Hier bei uns zu Hause gilt die Diviese alles bis 3 unterschreibe ich quasi blind, hinterfrage ich erstmal nicht. Bei einer 4 schau ich mir das ganze genauer an und wir müssen drüber sprechen. Die 4 kam bisher 1* vor und sie konnte mir gleich sagen: Du Mama ich weiß nicht so genau warum, aber es sind nur Flüchtigkeitsfehler (stimmte) und irgendwas ist an dem Tag wohl nicht ganz gerade gelaufen. Damit war das für mich gegessen. Mir geht es dabei darum das sie sich selbst Gedanken macht woran es gelegen hat. Nicht ums schimpfen (völlig überflüssig bei Noten) und nicht ums mehr lernen.

Ihr habt doch auch bald Ferien, vielleicht ist er auch platt. DIe Umstellung von Grundschule aufs Gymnasium ist schon eine harte Nummer. Wir haben Kinder aus einer anderen Grundschule in der Klasse und die hatten wesentlichmehr zu kämpfen mit Stoff und Tempo usw. als die Kinder unserer Grundschule. Aber auch das findet sich alles.

Nicht umsonst sind die 5 und 6 Klasse als Orientierung ausgelegt, man kann nich sitzen bleiben (bei Euch doch sicher auch, oder?).

Ich würde an der Lernumgebung arbeiten, evt. kleine Lernpläne mit ihm entwickeln und verschiedene Methoden anbieten. Und dann mal sehen was das neue Schuljahr bringt.

lotte81

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Antw:Pubertät und Schule
« Antwort #7 am: 18. Juni 2016, 10:33:13 »
uns steht der Wechsel noch bevor, daher eher aus eigener Erfahrung und vom "Hören sagen"  ;) Ich bin gespannt,w ie es hier wird. Wobei ich irgendwie auch bei Sisam bin. Auch wenn es sicher so was wie eine "Vorpubertät" gibt, in der sich körperliche Merkmale langsam ändern, sehe ich hier auch bei manchen Eltern, dass die Pubertät wirklich für alles herhalten muss von 7 Jahre bis 17 Jahre  ;D Auch für Dinge, die eher von außen oder anderen inneren Änderungen her kommen. Das Blöde ist, dass man dadurch eine recht simple Ausrede hat und den Rest aus dem Blick verliert. Was natürlich nicht heisst, dass Pubertät nicht auch eine Erklärung sein könnte.

Die Leistungen hätten mich jetzt auch interessiert. Wie waren sie vor dem Wechseln, wie sind sie jetzt? KANN er lernen? Also habt ihr in der Grundschule schon gelernt/ hat er Lernstrategien, lernen sie in der SChule zu lernen? Das ist oft ein wirkliches Problem. Und ja, es kann sein, dass er das nicht kann,w ie er ja sagt. Dann ist nicht der Unterrichtsinhalt,sondern das eigenverantwortliche Arbeiten das Problem. Hier gibt es das mittlerweile an einigen weiterführenden SChulen aus dem Grund sogar als Fach "Eigenverantwortliches Arbeiten"...

Mir ging es so: Ich musste in der Grundschule nicht lernen und habe passable Leistungen erbracht. Ich habe also keinerlei Lernstrategien parat gehabt und das hat mir am Gymnasium das Genick gebrochen.... Selbst die Dinge, die ich in der Grundschule super konnte, waren immer weniger parat, weil die Lücken immer größer wurden.... Ich konnte z.b, schon früh seitenlange Gedichte auswendig lernen, aber ich wusste nicht wie ich das mache/ gemacht habe..... einfach, weil es "so" ging..... Vokabln dagegen blieben nicht einfach so hängen, somit hätte ich da eine Strategie gebraucht (Karteikarten z.b.), aber ich kannte sie nicht und meine Eltern haben eben auch zunächst keine Notwendigkeit gesehen, weil es im 5. Schuljahr noch irgendwie lief (im 6. auch und dann ging es steil bergab  S:D) ...und nach 2 oder 3 Jahren, wenn die Noten richtig im Keller sind,  ist es quasi unmöglich alle Lücken noch mal abzufangen.

Die Frage an ihn wäre für mich also: Was kannst du nicht? Hast du wirkliche Probleme mit dem Inhalt? Kommst du mit der Art des Lernens am Gymnasium nicht klar? Oder weiss du einfach nicht, wie du die Dinge, die man selber machen muss, überhaupt leisten kannst...oder evtl. alles auf einmal.

Du sagst, er muss Zeit aufbringen, dann klappt es. Das ist ja vollkommen normal, leider  ;D Kann er es evtl. nicht alleine? Was wäre denn, wenn du mit ihm gemeinsam schaust, wie es besser klappen kann und ihr jeden Tag einen überschaubaren Zeitraum zusammen lernt (sagen wir 20min)? Oder hat er tatsächliche Lücken und braucht Nachhilfe(kann ja von euch sein)? Ich kannte z.b. viele Dinge gar nicht, die andere aus den Grundschulen mitgebracht haben. Wir hatten eine sehr, sehr alte Grundschullehrerin, an der wohl vorbei gegangen ist, dass man nicht mehr "Tunwörter" und "Wiewörter" sagt  ;D ;D ;D Somit war ich echt verzweifelt, weil ich nicht wusste, was ein Verb, Nomen, Adjektiv oder Adverb oder "konjugieren" etc ist..... Fragen war mir aber zu doof, weil alle anderen es wusste. Somit waren diese Probleme schon mal in Deutsch, Englisch und Latein richtig blöde.....

Das Problem bei mir war, dass es wirklich eine Spirale wurde. Misserfolg demotiviert (mich zumindest! Nach der dritten 4 oder 5 vergeht einem echt die Lust)...Erfolg dagegen motiviert, weil man sieht, dass Engagement was bringt. Ich hatte also Misserfolg, dadurch immer weniger Lust am Lernen - dann noch das Problem, dass ich auch gar nicht so richtig wusste, wie man lernt..... Meine kleinen Lücken aus der 5. Klasse wurden immer Größer und durch die Masse bin ich irgendwann auch nicht mehr gern (und oft  S:D) in die Schule, wodurch dann alle Leistungen schlecht wurden und nach der 8. Klasse musste ich abgehen....Ab der 7. Klasse hatte ich in allen Hauptfächern (Mathe, Deutsch, Englisch, Latein) Nachhilfe, aber ich glaube, da war es zu spät und das Aufholen der Lücken kaum mehr möglich, weil ja immer noch wieder Neues dazu kam.

Für mich war das Abgehen nach der 8. Klasse eine Erlösung. Ich kam an die Hauptschule und habe dort endlich gute Leistungen erbracht und Erfolg gehabt. Das hat mich angespornt auch selber noch mehr zu tun, ich konnte ins zehnte Schuljahr und dann wieder ans gymnasium in die 11  ;D ;D

Was ich sagen will ist natürlich nicht, dass ein Schulwechsel immer die beste Lösung ist. Sondern,d ass man wirklich frühzeitig forschen sollte, wo die echten Lücken und Schwierigkeiten liegen und diese dann gezielt beheben. Bald sind Sommerferien. Die sind sicher auch in erster Linie zum Erholen da, aber falls er kleinere Lücken hat (vielleicht schona us der Grundschulzeit) wäre da die Möglichkeit dran zu arbeiten, mit wenig Aufwand pro Tag.Mit jedem Schuljahr,w as man wartet, wird das Schwieriger.

Ach so, was hier allerdings auch gesagt wird ist, dass beim Wechsel auf das Gymnasium für die meisten Kinder ein Notensturz durchaus normal ist. Bis zu zwei Noten kann es in der ersten Phase sein. Und auch hier sind die 5. und 6 Klasse Orientierungsstufe. Das ist ja so, damit die Kinder sich erst mal einfinden können, ohne Angst vor sitzenbleiben zu haben, aber auch, um zu schauen, ob die Schulart wirklich die richtige ist oder, ob eine Realschule/ GEsamtschule vielleicht doch der erst Mal bessere Weg ist...

Was mir ein wenig zu denken gibt an deinem ersten Beitrag (vielleicht verstehe ich es aber auch falsch), dass er sich nicht nur in der Schule verschlechtert, sondern auch von seinen Freunden zurückzieht? Wie ist er denn sonst so? Wirkt er sehr niedergeschlagen und zurückgezogen? Kommst du noch an ihr "ran", spricht er mit dir? Könnte er auch andere Schwierigkeiten haben,als nur Probleme mit dem Schulstoff und das ist dann eben ein Symptom? Mobbing war hier damals am Gymnasium auch leider ein riesiges Thema, was meine Lernmotivation nicht gesteigert hat .... unsere Stufe schrumpfte von ca. 75 Kindern in der 5. Klasse auf höchstens 40- 50 bis zum Abi - und bei vielen Abgängern war Mobbing ein Problem...
 In der Regel ist es ja eher so, pubertätsbedingt, dass die SChulleistungen leiden, weil die Freunde WICHTIGER werden...Wenn sich ein Kind komplett zurückzieht, kann das durchaus auch ein anderes Alarmzeichen sein, wobei ich nun nicht spekulieren möchte und du dein Kind da am besten kennst und einschätzen kannst, ob er schon immer so war oder auch eine Wesensveränderung durchmacht.
Es kann natürlich auch sein, dass er sich zurückzieht, weil sich alle entwickeln und verändern und er mit diesen Freunden nicht mehr so klarkommt..... Oder er ist einfach insgesamt überfordert und dadurch "müde".
« Letzte Änderung: 18. Juni 2016, 10:40:48 von lotte81 »


lotte81

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Antw:Pubertät und Schule
« Antwort #8 am: 18. Juni 2016, 10:34:21 »
Oh Mann...ich kann kürzen wie ich will, meine Beiträge werden immer viel zu lang, da ist man ja optisch schon erschlagen  :-[ :-[ :-[ Ich hoffe, dass man sich trotzdem einigermaßen durchkämpfen kann .... ich schaue noch mal, ob ich nicht was lösche  ;D s-:)


Sumsi

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Antw:Pubertät und Schule
« Antwort #9 am: 18. Juni 2016, 15:58:26 »
Hallo!

Bei uns war auch dieses Schuljahr der Wechsel auf´s Gym.
Ich habe ihn schon in der Grundschule immer am Sa ein bissl was lernen lassen, mit dem Hintergedanken, dass er sich an das Lernen gewöhnt und es am Gym auch selbstverständlich ist am WE zu lernen. Aber dafür hat es auch immer PC-Zeit gegeben wo er dann Fifa spielen darf oder anderes am PC.

In der Zeit bis Weihnachten war es auch immer so, dass er total fertig heim kam und überhaupt keinen Bock hatte etwas zu machen und aller war sch...

Ich habe dann beschlossen, dass es so nicht weiter geht. Als erstes haben wir eingeführt das sich am Freitag und /oder Samstag mit einem Freund getroffen wird. Das tut ihm sehr gut und ich merke auch seinen Kumpels. Wobei er sich auch hauptsächlich mit denen der Grundschule trifft und nur wenig mit denen aus seiner Klasse.

Geübt wird weiterhin am Sa und es gibt immernoch die PC-Zeit als "Belohnung".

Auch seinen "negative" Phase ist seither nicht mehr. Klar gibt es immer mal einen Sch.. Tag und auch mal schlechte Noten. Er hat einfach kein Gefühl wenn eine Ex kommt.  Es wir jeden Schultag geschaut was am nächsten Tag für Fächer sind und ich frag dann ab, wobei ich meist nur einige male lesen lasse und wenn es halbwegs klappt dann gut. So haben wir schon Noten von 1-4 gehabt.
Auf Schulis soll lt. Schule 2 Wochen vorher schon geübt werden, da wir immer ein bissl durch die SA am Ball sind halten wir das lockerer.

Dachte auch das er an  der Rea besser aufgehoben sei. ABER alle Lehrer meinen es passt und da er auch mit im vorderen Drittel der Noten ist, war bin ich berühigt.

Ich finde das Maß soll stimmen zwischen lernen und Spaß haben. So lange keine Lücken sind und die 4er nicht überhand nehmen ist doch gut. Weiß doch keiner was später ist. Von einer Freundin der hat dieses Jahr im Feb die Schule geschmissen 3 Monate vor dem ABI....

Das man nicht sitzen bleiben kann ist mir neu. Soweit ich mich erinnere sagte mir mal die Sektretärin das evt. noch welche aus der 6. nächstes Jahr mit in die Klasse kommen ?

sorry falls durch einander ist  - -  hier ist Toben mit dem Kumpel angesagt und ich daher etwas abgelenkt..

Wolkenspringerin

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Antw:Pubertät und Schule
« Antwort #10 am: 18. Juni 2016, 17:12:22 »
@Sumsi: Wie ist denn bei euch der allgemeine Klassendurchscnitt was die Noten angeht in den Hauptfächern? Also Mathe, Deutsch, Englisch
Ich bin erschrocken wie "viel" dein Sohn lernen muss um durch zu kommen. Werden bei euch keine Tests angekündigt?
Bei meiner Großen wird alles angekündigt. Ich frage lediglich Vokabeln ab vor den fast wöchentlichen Tests und und dann helfe ich wenn sie Fragen hat, ansosnten macht sie alles völlig selbstständig.
Unser Gymi hat aber auch einen offenen Ganztag mit ihrem Jahrgang eingeführt, das sie relativ wenige Hausaufgaben auf hat. Also wenn ich auf die Woche gucke sitzt sie im Durchschnitt inkl. lernen 15-20 Min am Tag für die Schule dran.

Notenmäßig liegt die Klasse im 2er Bereich, als Feedback kam aber schon das ihre Klasse die Leistungsstärkste ist. Es gibt fünf 5te Klassen.
Der Einbruch wird auch bei dieser Klasse kommen, aber bisher alles sehr entspannt. Fast entspannter als auf der Grundschule.  :-X

Honigbluete

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Antw:Pubertät und Schule
« Antwort #11 am: 19. Juni 2016, 10:21:44 »
Die Umstellung von der Grundschule zur Weiterführenden ist schon echt heftig, zudem müssen ja Kinder aus verschiedenen Grundschulen auf ein gemeinsames Niveau gebracht werden. Geht es dir um seine Leistungen oder seine Arbeitshaltung? Über deine Aussage, dass er sich auch von seinen Freunden zurückzieht bin ich auch gestolpert, da würde ich mal ansetzen. Was sagt er denn dazu? Hast du schon mal mit den Lehrern gesprochen? Wir können jetzt viel spekulieren, aber das nützt ja auch nicht viel...



Sumsi

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Antw:Pubertät und Schule
« Antwort #12 am: 19. Juni 2016, 14:39:57 »
@Wolkenspringerin

Über den Schnitt kann ich überhaupt nichts sagen, hab keine Ahnung. Die Klassenlehrerin hat uns nur gesagt an welcher Stelle er ist und da wurden alle Noten gezählt.

Angesagt werden bei uns lediglich die Schulaufgaben. Exen und Abfragen können jederzeit stattfinden. Da in NaTe, Reli, Geo usw. nur Exen und Abfragen sind ist es halt gut wenn die Kids da immer aktuell sind. Schulaufgaben sind in Deutsch, Mathe und Englisch (wobei auch dort Exen und Abfragen zusätlich laufen) und die finden meist alle innerhalb 1-2 wochen statt. Also auch hier immer am Ball bleiben ansonsten wird es dann doch zu viel zum Üben.
Hausaufgaben sind sehr unterschiedlich. Mathe gibt es immer was auf, Dauer von 5-50 Minuten und Deutsch, Englisch sehr unterschiedlich. Wobei es in der Grundschule normal war das alle zwischen 1 und 2 Stunden gebraucht haben. (Da er im Hort war hatte ich gut den Vergleich und auch beim Treffen mit anderen Kindern)
Achja, manche Lehrer "sagen" Exen versteckt an, allerdings ist das für die Kinder nicht immer ersichtlich oder wurde auch schon falsch verstanden. Manches wird auch als Grundwissen vorausgesetzt.

 

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