Wenn ein Kind so schlecht ist, kann es manchmal sein, dass es nicht "einfach" faul ist, sondern sich nicht traut, fleißig zu sein. Klingt paradox? Wenn man sich faul gibt, kann man die schlechten Noten darauf schieben. Wenn das Kind nun fleißiger wird und trotzdem schlecht bleibt (was bei großen Lücken wahrscheinlich ist), müsste es nun die Noten auch auf die eigene scheinbar mangelnde Intelligenz schieben. Deshalb geben schlechte Schüler oft auf, tun gar nichts mehr und werden natürlich noch schlechter. Deshalb ist es zunächst mal wichtig, das Selbstvertrauen aufzubauen und auch die Selbstwirksamkeit. Das Kind muss merken, dass es in seinem eigenen Leben selbst Regie führt. Daher zum einen mit ihm reden, wie er sich das vorstellt, was er erreichen will in der Schule, wofür überhaupt und wie er das machen möchte. Wenn er schon einen Berufswunsch hat, evtl. mal ein Praktikum machen lassen, damit er mal einen Einblick bekommt, was ihn erwartet. So merkt er auch, dass er ernst genommen wird und ist dann vielleicht eher bereit, sein Leben wieder etwas mehr selbst in die HAnd zu nehmen - und damit auch die Schule.