Autor Thema: gegeneinadner Ausspielen  (Gelesen 10253 mal)

majafritzchen

  • Gast
gegeneinadner Ausspielen
« am: 21. November 2011, 11:25:02 »
Meine Tochter kommentiert seit der Trennung jede erzieherische Maßnahme (Strafen, Konsequenzen) mit den Worten: Dann zieh ich aus.

Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?

zuz

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 4392
  • '07 und '10
Antw:gegeneinadner Ausspielen
« Antwort #1 am: 21. November 2011, 11:47:59 »
Ich selber zwar nicht, aber eine Freundin, deshalb antworte ich mal.
Sie hat es (zumindest äußerlich  :P) sehr gelassen genommen. Zwei ihrer Kinder haben es dann auch tatsächlich mal getestet, zum Papa zu ziehen. Eine hat es ein paar Tage ausgehalten, der andere etwas länger. Aber beide sind zurückgekommen, als sie gemerkt haben, dass auch der Papa sie erzieht und sie dort nicht alles dürfen oder bekommen, was sie wollen - auch wenn das z.T. andere Sachen waren ;).
Wichtig wäre, dass Ihr Euch trotz Trennung in den wesentlichen Punkten einig seid. Ihr müsst nicht zu jedem Thema genau dasselbe denken. Aber bestimmte Dinge solltet Ihr eben absprechen. Und wenn Deine To wütend zum Papa stapft, weil Du ihr xy verboten hast, sollte er informiert werden, damit er es nicht versehentlich erlaubt und umgekehrt. Drüber streiten könnt Ihr dann später wieder ;).
Ich denke, wenn sie merkt, dass Ihr trotz Trennung mehr oder weniger an einem Strang zieht, hört es wieder auf.                   


majafritzchen

  • Gast
Antw:gegeneinadner Ausspielen
« Antwort #2 am: 21. November 2011, 12:10:13 »
Das genau ist ja das Problem. Mein Mann und ich kommunizieren im Moment nur über die Familienberatung, weil die Fronten verhärtet sind. Wir waren uns in der Erziehung nie wirklich einig. Er erlaubt alles und stellt kaum Regeln auf.

zuz

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 4392
  • '07 und '10
Antw:gegeneinadner Ausspielen
« Antwort #3 am: 22. November 2011, 10:14:44 »
Das ist natürlich doof  :-\
Vielleicht kannst Du dennoch versuchen, gelassen zu bleiben. Wenn sie merkt, Dir ist es scheinbar egal, wenn sie auszieht, kann sie diese Karte bald nicht mehr spielen.
Und wenn sie wirklich zu ihm zieht: 1. darf sie das natürlich theoretisch sowieso machen, ist ja ihr Papa. 2. wird sie vermutlich schnell merken, dass Regelfreiheit nicht automatisch schön ist. In dem Fall meiner Freundin war es z.B. so, dass der Papa auch weniger Regeln aufgestellt hat. Aber er hat auch weniger Struktur geboten, es gab dann eben keine Vollwertkost, sondern Dosenravioli. Das kriegen selbst nicht so ernährungsbewusste Teenager schnell satt ;) Das nur als Beispiel, er hatte einfach insgesamt weniger Interesse an den Kindern, und das haben die schnell gemerkt. Denn das ist ja oft der Hintergrund, wenn einer "weniger streng" ist: Mangelndes Interesse.

diejuethe

  • Gast
Antw:gegeneinadner Ausspielen
« Antwort #4 am: 22. November 2011, 15:30:29 »
Dann soll sie doch ausziehen  :) Ich bin da gelassen, weil alle Mutter mit Kindern in dem Alter Trotzreaktionen kennen. Und das ist auch eine. Ich glaube, dass dein Kind das nicht durchzieht. Sie testet ihre Grenzen und weiß wahrscheinlich genau, wovor du Angst hast und welche Knöpfe sie drücken muss, um dich weichzukochen. "Ich ziehe aus". Klingt nach "DU verlierst mich, wenn du nicht machst, was ich will". Abwarten und Tee trinken.

mutti_simone

  • Gast
Antw:gegeneinadner Ausspielen
« Antwort #5 am: 24. November 2011, 10:45:38 »
Da musst du wirklich hart bleiben und vor allem mal mit deinem Ex besprechen wo ihr gemeinsam die Grenzen setzt. Ich würde Ihr schlichtweg vor Augen führen, dass ein Leben beim Papa auch kein Spaziergang ist, dann würde ich Ihr erklärenn das sie alt genug sei und selbst entscheiden kann ob Mama oder Papa...und du wirst sehen - der Drang zum Packen vergeht von ganz allein (ist ja mit Arbeit verbunden)  ;)

majafritzchen

  • Gast
Antw:gegeneinadner Ausspielen
« Antwort #6 am: 24. November 2011, 11:15:48 »
Das ist alles sehr schwierig, da die Trennung erst ein Jahr her ist und der Ex nur darauf wartet, dass die Kinder endlich zu ihm kommen. Es würde alles dafür tun. Ich lass mir allerdings nicht auf der Nase herumtanzen, nur damit sie bleiben. Als meine Tochter im Sommer total ausgetickert ist, weil ich dabei war die Wohnung etc. zu verändern und somit die Erinnerungen an früher vernichtet habe, war sie anschießend zwei Wochen bei ihrem Papa. Das ging damals von mir aus. Sie wollte zurück, aber mit diesen Drohungen hört sie einfach nicht auf. Irgendwie dauert es anscheinend noch, bis wir alle mit dieser Situation fertig werden. So hatte ich mir das alles nicht vorgestellt.

 

NACH OBEN
Kontakt Impressum Datenschutzerklärung