
erstmal danke für eure Antworten.
Als ich meine Freundin Ende 2007 kennenlernte, zeigte sich im Verhalten des Jungen ein Eifersuchtsproblem. Da war das Kind erst 11 Jahre alt. Er hatte damals schon die Tendenz seine Mutter emotional zu erpressen. Wollte ich mit Ihr, meiner Tochter und ihm etwas unternehmen, dann dachte er sich die erstaunlichsten Möglichkeiten aus, dies zu verhindern. Sie und ich gingen dann zu einer Erziehungsberatung. Alle gutgemeinten Ratschläge scheiterten an dem Widerstand des Jungens und an der Inkonsiquenz der Mutter. Die Mutter versucht dann den Problemen aus dem Weg zu gehen, nur dass Sie ihre Ruhe hat. Manchmal war ich soweit und wollte aus diesem Grund Schluß machen. Zu dieser Zeit unternahm er hin und wieder noch etwas mit der Mutter und wenn ich ganz zufällig dazusties, dann fügte er sich. Ab und zu verbrachten wir ganz angehme Stunden zu dritt. Einmal schaffte ich auch dass er mit einer Tochter und mir im Grünen Fußball spielte und die zwei verstanden sich ganz gut. Inzwischen hat sich die Situation verschärft. Durch den Einfluß seiner Freunde, seines Vaters (der absolut erzieherisch unfähig ist, da er in nicht gewillt ist mit der Mutter gemeinsam etwas dagegen zu unternehmen) gewinnt er gegenüber der Mutter meistens die Oberhand. Er spielt gezielt die Erwachsenen gegeneinander zu seinem Vorteil aus.
Der Junge beschädigt oder zerstört gezielt Gegenstände wenn er seine Ziele nicht erreicht. Wenn er mit der Problematik konfrontiert wird, dann spielt er den lieben Jungen. Wenn er wieder mit der Mutter allein ist, dann zeigt er sein wahres Gesicht.
Wenn es nach mir ginge, würde ich ihm seine PS3 wegnehmen und nur gegen Auflagen zurückgeben. Auch dann nur, wenn er vorarbeitet und zeigt, dass er etwas ändern will.
Wir wollten ihm einmal seinen PC als Strafe entziehen, da vollführte er ein Theater und
schrie herum, er könne nicht ohne PC leben und er würde sich umbringen. Von kleinen Kindern die im Trotzalter sind, ist man so etwas gewöhnt aber nicht von einem 12 - 14 Jährigem. Er hat einige Freunde, die er in Abwesenheit der Mutter einlädt. Dann sehen sie sich Filme ab 18J an und "zocken" zusammen an der PS3. Seine Mutter hat ihm schon klargemacht, dass Sie es nicht will, dass er dies tun. Trotzdem lügt er Sie immer wieder an.
Er wird immer wieder nur scheinbar auf Regeln eingehen ohne dass er sich wirklich daran halten will. Dass einzige Richtige wäre, wenn er mal eine Weile zu seinem Vater ziehen würde, ohne die Möglichkeit des Rückzuges zur Mutter, wenn es mit diesem Probleme gäbe. Er könnte ja sein Zimmer weiter behalten, da er die Mutter dann 14-tägig am WE sieht. Da stellt sich aber der Vater quer. Ich glaube er ahnt, dass er den Problemen nicht gewachsen ist. Die Brutalität der Spiele und der Filme steigert seine eigene Gewalttätigkeit der Mutter gegenüber.
Ich bräuchte einen Rat von jemandem der Erfahrung mit schwererziehbahren Kindern hat. Eine Gruppe für Kinder zur Agressionsbewältigung wäre das richtige für den Jungen.
Zu seiner Mutter ins Bett will er mit der Begründung, dass er schlecht träumt und Angst hat. Dabei interessiert ihm in keinerlei Weise, ob die Mutter morgens um 6 aufstehen muss und ihren Schlaf braucht. Dass er schlecht träumt und Angst hat, ist wahrscheinlich darauf zurückzuführen, dass er die Dinge die er im Spiel erlebt und in den Filmen sieht, nicht psychisch verarbeiten kann.
In den Ferien und am WE will er oft bei seinen Freunden übernachten. Er macht dann solange Theater bis die Mutter nachgibt. Wir wissen inzwischen, dass die Kids dann bis in den frühen Morgen PS3 spielen und Filme ansehen. Es hat nichts gebracht, sich mit den Eltern der Kinder zu verständigen, bei denen er übernachtet. Die haben keinen "Bock" sich mit der Problematik ausernander zu setzen und meinen nur: "Was wollt ihr denn? Die haben doch morgen keine Schule und die spielen doch nur Computerspiele".