Dankeschön für deine Antwort.
Als erstes: Was mir aufgefallen ist: "Da wird sie MIR noch schlimmer". Das klingt so, als würdest Du Dich für das, was sie tut, verantwortlich fühlen. Und als würde sie etwas tun, um DIR damit etwas "anzutun".
Nein, ich fühle mich eigentlich nicht für das was sie tut verantwortlich.
Ich habe es in der Hinsicht so gemeint, dass wenn sie in ein betreutes Wohnen kommt und da Jugendliche so sind wie sie, dass sie sie noch mehr reinreiten..zbs. Kriminalität, Drogen...davon habe ich Angst.
Wegen der Schule, da haben wir viel gesprochen:
Sie hat da keine Probleme.
Die Lehrerin sagt mir auch immer wieder, dass sie sehr gut ist, wenn sie da ist und eigentlich in der Hauptschule fehl am Platz ist, da sie sehr intelligent aber faul ist.
Meine Tochter meint nur: es ist ihr in der Schule langweilig, es macht ihr keinen Spaß, sie will lieber rumhängen.
Wegen der Arbeit: sie weiß nicht was sie werden will,das interessiert sie im Moment auch nicht.
Sie meint sie ist jung und will jetzt ihren Spaß am Leben haben.
Meine Meinung ist, das sie aus der Schule rausfliegen will, mit 15 Jahren ist sie nicht mehr schulpflichtig und dann am besten zu Hause und mit den Freunden abhängen.
Irgendwann dann später die Schule nachmachen.
Aber das geht gar nicht, dass lasse ich nicht zu, dass sie mir zu Hause rumhängt und nichts macht.
Mit den Konsequenzen beim weggehen ist das so, dass es im Moment kaum welche gibt.
Da ich sie dann 24 Std. beaufsichtigen müsste, was leider nicht immer möglich ist.
Ich habe noch eine 9jährige Tocher, einen Hund mit dem man raus muss und da geht es einfach nicht immer, dass ich ganzen Tag auf sie aufpasse.
Da müsste ich sie im Zimmer einsperren (wir haben da aber keinen Schlüssel) und Fenster schließen, da sie schon einmal aus dem Fenster-Balkon raus ist.
Letzes mal, als ich sie nicht rausgelassen habe, war ich so stinkig, dass ich das wirklich durchgezogen habe und sie 24 std. beaufsichtig habe.
Das war furchtbar: sie hat getobt, geschrien, geweint...einach alles.
Aber das geht leider nicht immer.
Reden tun wir sehr viel miteinander, auch wenn wir oft aneinander geraten, da wir beide sehr impulsiv sind.
Aber das Problem ist, sie lässt sich von niemanden reinreden.
Sie war ein paar mal bei einem Psychologen, aber der kam einach mit ihr nicht weiter,
da bei ihr überhaupt kein Interesse da war mitzureden.
Sie sagt dann ja, ja ist Einsichtig und handelt aber dann anders als sie verspricht.
Sie hat auch von Caritas eine junge Dame an der Seite, die ihr helfen soll mit der Schule, aber die ist auch schon ratlos.
Zum sprechen hat sie viele, aber sie spricht nur mit den Freundinnen und die sind leider genauso wie sie.
Wir probieren schon echt sehr viel, kommen aber nicht weiter.
Als letztes mal die Dame von caritas bei uns war, haben wir mit meiner Tochter eine Abmachung gemacht:
Bis Pfingstferien in die Schule zu gehen, keinen Tag fehlen oder sie muss dann mit den Konsequenzen leben und in ein betreutes Wohnen kommen.
Sie ist nicht mal einen Tag in die Schule gegangen.
SIe hat sich am nächsten Tag beim Hausarzt ohne das ich es wusste krankschreiben lasse.
Jetzt habe ich nach den Pfingstferien einen Termin beim Jugendamt mit einer Dame, die sich bei Unterbrigungen von Jugendlichen auskennt und mich beraten soll.
Das Problem ist: ich möchte sie nicht augfgeben und weg haben, ich möchte dass ihr geholfen wird und sie begreit, dass sie sich im Leben an Regeln halten muss und vor allem die Schule weitermachen soll.
Naja, werde jetzt mal schauen, was bei dem Gespräch mit dem Jugendamt rauskommt.
Ich weiß nicht wer mir helfen könnte: ich würde sie gerne in eine Kur oder sowas geben, wo man sie psychologisch betreut, dass sie von zu Hause für eine bestimmte Zeit wegkommt, damit wir alle etwas zu Ruhe kommen und sie sieht wie es sich ohne uns lebt und wie gut sie es zu Hause hat.
Muss mal einen Termin beim Hausarzt machen, vielleicht kann er mir da weiterhelfen.
Dankeschön fürs lesen.
lg
monika