Huhu,
hm, das hört sich so an, als könntet Ihr etwas mehr Struktur gebrauchen.
Du schreibst, Du sagst nur selten, dass sie mit dem Hund gassi gehen soll. Ich glaube, genau da liegt das Problem: Wenn Du es sonst ohne sie kannst, warum dann gerade jetzt nicht? Sie fühlt sich vielleicht nicht genug ernst genommen. Besser wäre es, Ihr würdet Euch mal alle zusammensetzen und besprechen, welche Aufgaben prinzipiell zu erledigen sind und wer wofür verantwortlich ist. Sie ist 12, also wirklich alt genug, eine gewisse Verantwortung zu übernehmen. Dann musst Du nicht jedes Mal neu diskutieren und sie fühlt sich ernst genommen. Natürlich sollte sie ein Mitspracherecht haben, was genau sie machen will und wann. Aber dann muss sie sich auch daran halten.
Zu den Weggehzeiten: Auch hier braucht es eine feste Regelung, an der sie zwar beteiligt ist, der Du aber guten Gewissens zustimmen kannst. Trefft genaue Absprachen, an welchen Tagen sie wie lange weg darf und ob es dafür Bedingungen geben soll (erst gassi gehen, erst Hausaufgaben, erst aufräumen usw.)
HÄlt sie sich nicht daran, kommt sie z.B. eine Stunde zu spät, muss sie das nächste Mal entsprechend eine Stunde früher als vereinbart daheim sein.
Das mit dem Lachen würde ich übergehen. Ist oft ein Zeichen von Verlegenheit. Ihr legt gemeinsam Regeln fest, Du hast die Verantwortung und das letzte Wort - basta.
Am besten setzt ihr einen schriftlichen Vertrag auf, vereinbart auch, was bei Nichterfüllung passiert. Aber auch, was bei Erfüllung passiert. Sie sollte schon davon profitieren, wenn sie gut mitmacht. Das muss nichts Materielles sein. Ein Beispiel: Vielleicht will sie auf ein Konzert - da darf sie hin, wenn sie sich in 4 Wochen nur 2 Ausrutscher beim Pünktlich Heimkommen leistet. Zudem lobst Du sie natürlich, wenn sie sich an Absprachen hält. Pack sie auch ein wenig an der Ehre - sie ist schließlich kein Kind mehr, es ist Zeit, dass Du Dich auf sie verlassen kannst.