Autor Thema: Trotzphase HILFE  (Gelesen 4374 mal)

jonda

  • Gast
Trotzphase HILFE
« am: 27. Oktober 2011, 17:31:57 »
Hallo!!!

Paula steckt mitten in der Trotzphase und ich hab das Gefühl es wird jeden Tag schlimmer. Wir sind im Kindergarten noch nicht an der Tür da hat sie schon den ersten Anfall: nein ich will nicht das mag ich nicht...und Geschrei!! Das geht dann so bis sie um 7 ins Bett geht. Dazu kommt das sie seit 2 Wochen Mittags um keinen Preis mehr schlafen will, dann aber um 4 halb 5 fix und fertig ist.

Gerade hatte wir wieder ne Situation ihr Papa wollte sie kurz mitnehmen zur Oma. NEIN ICH WILL NICHT BEI DER MAMA BLEIBEN... was macht man am besten. Ihr den willen tun oder soll er sie dann einfach mitnehme auch wenn sie schreit??

Ich bin im Moment ziemlich ratlos. Dann noch Konsequent zu bleiben ist echt hart und anstrengend. Aber ich denk halt schon das man das muß sonst wissen die kleinen ja gar nicht wo sie dran sind.

Kennt ihr das??

GLG

Giraffe

  • Oma
  • ******
  • Beiträge: 6101
Antw:Trotzphase HILFE
« Antwort #1 am: 27. Oktober 2011, 19:27:04 »
also ich glaube, das kennt jeder, der ein kleinkind hat.

wenn sie erst im kindergarten zickt, bist du eh noch gut dran, das kann auch schon beim aufstehen beginnen. *hehe*

aber mal im ernst: es ist eine phase, die eigentlich dazugehört. an sich muss man konsequent sein, allerdings finde ich das beispiel mit der oma eher schlecht dafür. habt ihr sie gefragt, ob sie mitgehen will? weil dann kann sie ja ihre meinung auch äußern, die auch respektiert werden sollte.

wenn es um dinge geht, die sein müssen (zb. nicht auf die straße laufen, vor dem essen nix süßes usw), dann muss man natürlich konsequent bleiben und gegebenenfalls erklären, warum das nicht geht. in gewissen fragen kann man kompromisse schließen (gehen wir hier lang oder da), bei anderen sachen - zb. in sicherheitsfragen - geht es gar nicht.

generell versuche ich immer, mir vorher zu überlegen, ob ich mit einem kompromiss leben kann oder ob hier eine "ansage" gemacht werden muss, die dann auch gilt, egal was ist. nachher nämlich einknicken ist nicht so toll, dann kennen sich die kinder nämlich gar nicht aus.

wegen mittagsschlaf: mein sohn hat mit 2 nicht mehr geschlafen. ich denke mal, sie gewöhnt sich den schlaf vielleicht gerade ab. anfangs ist das natürlich hart, weil bis zum abend durchhalten noch ungewohnt ist. das gibt sich aber.
sohn * 25. september 2007 spontan bei 25+4 SSW- 900g, 35 cm


Sonne1978

  • Gast
Antw:Trotzphase HILFE
« Antwort #2 am: 27. Oktober 2011, 20:02:47 »
Jaaa, da sind Nerven gefragt ;D Unsere kleine Tochter hat auch ganz wunderbar getrotzt bzw. kann das jetzt auch noch. Ich fasse mich mit Tipps möglichst kurz und schließe mich Giraffe an. Es gibt Situationen, in denen gibt es keine Wahlfreiheit, da wird gemacht, was ich sage und ich ertrage das darauf folgende Geheule irgendwie. Bei weniger wichtigen Dingen lasse ich mich auch auf Kompromisse ein. In einigen Situationen kann man die Kinder die Konsequenzen ihres Handelns auch gut spüren lassen. Beispiel wäre hier, dass das Kind keine Schuhe anziehen will. Dann geht's eben barfuß raus (Wetter egal) oder im Schlafanzug in den Kindergarten, falls Anziehen auch gerade total blöd ist. Die Konsequenz musste ich allerdings nie wirklich durchführen, beide Kinder haben vorher aufgegeben und "eingesehen", dass es möglicherweise zu kalt für barfuss ist. Um das direkt klarzustellen: ich würde meine Kinder niemals körperlich schädigen. Eine heiße Herdplatte müssen sie nicht anfassen, um herauszufinden, dass "heiss" wirklich "verdammt heiss" sein kann.

jonda

  • Gast
Antw:Trotzphase HILFE
« Antwort #3 am: 27. Oktober 2011, 20:17:58 »
Danke schonmal für eure Antworten!! Hilft schon wenn man weiß das es anderen auch so geht. ;-)

Das Beispiel mit der Oma war auch kein typisches und wirklich unpassend war mir nur grad so present weils grad passiert war. Normal lasse ich sie solche Sachen auch entscheiden nur heute mußte ich noch einiges erledigen und war froh das er sie mitgenommen hat.

Sonst sehe ich das schon genauso. In sicherheitsfragen gibt es keine Diskussion und körperliche Schädigung ist ein absolutes Tabu.

Aber man braucht in dieser Phase echt Nerven find ich!! Und unsere kleine Maus ist sturr und sehr hartnäckig.

Die aktion mit dem Schafanzug hatte wir auch schon. Ich hab ihr gesagt das ich sie dann imt dem Schlafanzug in den Kindergarten bringe, das ging aber nach hinten los, sie fand das klasse und wollte erstrecht keine Kleider anziehen.  ;D ;D Konnte sie dann aber doch noch überzeugen.

Danke noch  mal.....GLG

mandy

  • Gast
Antw:Trotzphase HILFE
« Antwort #4 am: 27. Oktober 2011, 21:57:25 »
Meine Tochter habe ich in Unterwäsche in den KIGA gebracht, weil sie sich einfach nicht anziehen wollte, da hab ich ihr Gummistiefel angezogen, eine Decke umgehangen und ab in den KIGA. Erst fand sie es auch lustig, aber als sie dann gesehen hat, wie die anderen Kinder geguckt haben, war es ihr total blöd. Mit dem Thema anziehen hatte ich nie wieder Probleme.
Also wenn Du ihr Konsequenzen androhst, dann mußt du sie auch durchziehen, sonst denkt sie Mama sagt das bloß so und dann macht Mama das sowieso nicht.
Klar ist es manchmal schwer und mir hat auch manchmal das Herz geblutet, aber da müssen wir glaub ich alle durch. Manchmal habe ich mich auch gefragt, wer ist dieses Kind, das hier rumläuft. Aber es gibt dann wieder so schöne Tage.
Also behalte die Nerven, sei konsequent, wo es sein muß und auch mal kompromißbereit. Es kommen auch wieder super Tage!!

zuz

  • Mama
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  • Beiträge: 4392
  • '07 und '10
Antw:Trotzphase HILFE
« Antwort #5 am: 29. Oktober 2011, 13:50:11 »
Also wenn das dauernd vorkommt, hilft reine Konsequenz nicht weiter, zumal das für die Lütte auch sehr asntrengend ist  :-[.
Was Du tun kannst: Zunächst mal möglichst viel schon von vornherein entschärfen. Dabei helfen ganz klare Regeln und Absprachen und sie sollte auch jeweils wissen, was passiert, wenn sie xy nicht macht. Außerdem natürlich gaaaanz viel loben. Meist vergisst man NIE zu schimpfen, wenn was schlecht läuft, aber denkt man auch immer ans Loben? Also ich eher nicht  ;) Gerade in solchen Phasen ist das aber ganz wichtig.
Und dann würde ich, wenn wieder so was ist, ihr erstmal sagen, was mit IHR los ist. Beispiel Kiga-Geschrei. Sag ihr: Oh, Du bist also ganz verzweifelt, weil Du in den Kiga musst? Du musst gar nicht unbedingt ergründen warum, es hilft schon mal, dass Du das überhaupt in Worte fasst. Vielleicht erfährst Du ja sogar einen Grund, das wäre natürlich noch besser, weil Du dann daran anknüpfen kannst. ABer nehmen wir mal an, sie nickt dann nur. Dann spiel ihr den Ball zu: Was machen wir denn da jetzt? Lass sie eine Lösung finden, zeig ihr, dass Du verstehst, dass sie traurig ist, stell Dich also neben sie, nicht gegen sie. Wenn sie z.B. sagt, sie will heim, erklär ihr, dass das leider nicht geht: Du bist arbeiten und kannst sie noch nicht allein daheim lassen. Wieder soll sie einen Vorschlag machen. Findet sie keinen, mach Du einen: Wie wäre es, wenn wir dafür heute Nachmittag zusammen was Schönes machen? Usw. Zeig ihr also, dass Du sie verstehen kannst, aber gib in der Sache nicht nach.
Und steck Dir schon mal vorsorglich ne Tafel Schoki für hinterher ein, denn es ist wirklich anstrengend, in dieser Phase auch noch gelassen zu bleiben!  ;)
Aber es lohnt sich. Ich fühl mich selbst danach immer ganz toll, wenn ich es geschafft habe, die Situation nicht eskalieren zu lassen, indem ich mein schreiendes Kind auch noch angemotzt habe. Letztlich dauert dieses zusammen-eine-Lösung-finden auch nicht länger als den Anfall durchzustehen, aber man fühlt sich besser. Und das Kind sich bestimmt auch, wenn es erfährt: Mama mag mich ja wirklich noch, wenn ich schrei wie am Spieß  ;)

 

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