Autor Thema: --  (Gelesen 4040 mal)

lisa81

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« am: 03. Mai 2011, 13:43:21 »
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« Letzte Änderung: 12. Dezember 2013, 17:03:35 von lisa81 »
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kassi

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Tipps hab ich leider keine, wollt dich aber nicht weg klicken, da ich in einigen Dingen mein Kind wieder erkenne  :-[
Sie ist allerdings noch jünger und redet noch nicht drüber. Sind wir alleine auf dem Spielplatz, geht sie offen auf alles zu und spielt. Sind andere Kinder da, will sie meine Hand und guckt nur oder klammert sich an mein Bein.

Das mit dem Streß beim Pekip hatten wir auch, da hat sie nur geschrien. Mittlerweile im Spielkreis klappts ganz gut, sie traut sich schon mal was, da sie jetzt die anderen Kinder schon kennt.

Alles in allem hab ich auch ein extrem schüchternes Kind!

Und jetzt bin ich auch auf die Tipps gespannt  ;D
« Letzte Änderung: 03. Mai 2011, 14:05:24 von kassi »
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lisa81

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« Antwort #2 am: 03. Mai 2011, 14:15:14 »
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« Letzte Änderung: 12. Dezember 2013, 17:03:43 von lisa81 »
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Sonne1978

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Wenn ich so von Dir lese, habe ich ein Kind aus dem Bekanntenkreis vor Augen. Da ich Dich aber nicht kenne und nicht einschätzen kann, wie Euer Verhalten möglicherweise Eure Tochter in ihrem Handeln bestärkt, erzähle ich einfach mal, was ich bei der bekannten Familie beobachte :)

Das Kind ist Einzelkind (im Gegensatz zu Eurem), aber wohl recht gut in den Kindergarten integriert (4 Jahre alt). Grundsätzlich ist es aber sehr fixiert auf Mutter und Vater. Egal, ob das Kind Besuch empfängt oder selbst Besuch ist, fällt es ihm schwer, sich ohne Mutter oder Vater zu integrieren. Es ist schon passiert, dass es ausschließlich auf dem Schoß der Eltern saß und sich nicht bewegen ließ, mit den anderen Kindern zu spielen. Was mir jedoch im Zusammensein mit Eltern und Kind auffiel, dass die Eltern sich ebenso stark aufs Kind fixierten, wie umgekehrt. Beiden Elternteilen fällt es schwer, eine bestimmende Wort- und Tonwahl zu zeigen. Was dazu führt, dass grundsätzlich so gehandelt wird, dass der Wille des Kindes Vorrang hat. Das Kind wünscht eine Milch, wird gemacht. Serviert aber in den Bechern des Gastgebers. Kind möchte Milch plötzlich nicht mehr trinken, weil falscher Becher. Kind soll ins Bett gebracht werden, Eltern weilen am Bett, gehen, Kind ruft, Eltern kommen, selbes Spiel von vorn, Kind steht auf und rennt durch die Wohnung etc. Procedere zieht sich über Stunden. Und das ist nichtmal übertrieben. Wir haben es selbst miterlebt. Kind hat selbst Gäste, Eltern möchten sich unterhalten. Kind wünscht, eine GEschichte vorgelesen zu bekommen, während die Gastkinder sich selbst beschäftigen wollen. Eltern ermuntern, lieber mit den Gästen zu spielen, lesen aber letztlich doch die GEschichte vor.

Das Familienleben besthet aus Geben und Nehmen. Nicht nur in materiellen Dingen. Auch als Mutter oder Vater hat man ein Recht auf Auszeiten. Zeiten, in denen man z. B. eine Zeitschrift liest, telefoniert oder sonst etwas zum eigenen Vergnügen macht. Mit einem Kind, was ständig die Aufmerksamkeit der Eltern sucht und bekommt, ist das nicht möglich. Ich finde es richtig und gut, wenn man seinem Kind auf liebevolle Weise und immer wieder klar macht, dass jeder auch mal für sich was machen muß. InDeinem Fall eben spielen. Dein Kind muss nicht mit anderen Kindern spielen, aber es kann sich ein Puzzle oder ein MAlbuch nehmen und sich ein paar Minuten selbst beschäftigen. Danach vielleicht LEgo oder etwas anderes. Ds Kind immer wieder bestärken, den Kontakt zu suchen. Mit ihm Zusammen. Vielleicht auch mal Rollenspiele einbauen und ihm Tipps geben, wie es in bekannten Situationen reagieren köntne.





lisa81

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« Antwort #4 am: 03. Mai 2011, 14:33:09 »
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« Letzte Änderung: 12. Dezember 2013, 17:03:55 von lisa81 »
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dane_80

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Ich glaube auch nicht wirklich dass man Schüchternheit oder Offenheit nur anerzieht. Ich war früher sehr schüchtern, ich bin lieber stundenlang nicht aufs Klos als eine mir nicht völlig vertraute Person zu fragen wo hier ein Klo ist. Mein Sohn ist da ganz anders, der redet mit jedem und quatscht jeden an. Das ist übrigens auch nicht immer ganz optimal  s-:)

Ich habe Sonne so verstanden dass sie meint dass man eben nicht immer alle Aufmerksamkeit nur aufs Kind richten soll und nicht immer sofort springen wenn das Kind es fordert. Wenn man woanders zu Besuch ist gibt es das Geschirr was es dort gibt, will das Kind Milch gibts nicht nach einem Schluck doch Saft usw.

Ich würde sie nicht ignorieren, nicht drängeln. Das geht glaube ich beides nach hinten los. Aber auch nicht besonders betüdeln ( im Sinne von " Du arme Kleine").

Vielleicht vor dem Besuch besprechen wer da sein wird, zu Anfang das Kinderzimmer, das Bad usw. ankucken, vorher überlegen was man dort machen kann ( besonderes Spielzeug, Kaffee trinken, rausgehen...) damit sie sich besser darauf einstellen kann. Mit ihr durchsprechen und ggf. Rollenspielen wie man sich "wehrt". Und ihr einfach den Rücken stärken, sie nie auflaufen lassen oder zwingen. Mein Kindheitstrauma ist sowas wie " Du bekommst nur Eis wenn Du es selber kaufst, hier 1 Mark". Lieber eben mit einbeziehen, sie fragen ob sie zum Beispiel selber bestellen mag, oder selber bezahlen usw. Ich glaube Erfolgserlebnisse sind da ganz gut.


Don't worry that children never listen to you; worry that they are always watching you. (R. Fulghum)



Petra

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Hallo,

ich kenne dieses übervorsichtig sein von meinem Sohn Tobias (3,5 Jahre). Er ist zwar sehr  kontaktfreudig aber sehr scheu und schüchtern, guckt erst mal total viel, ist skeptisch und schaut sich erst mal alles an.

Also nicht ganz vergleichbar, nur ein bisschen.

Und ich rolle das Ganze mal von einer anderen Seite auf.

In unserer Ellenbogengesellschaft ist es vermeintlich besser, wenn sich die Kinder durchsetzen können. In der Regel läuft das auf dem Spielplatz so ab, dass eine Kind hat eine Schaufel, das andere will diese Schaufel haben, nimmt sie dem einen Kind ab und das schreit dann wie am Spieß, fängt an zu hauen und zu schubsen. Beide weinen - Mamas trösten und erklären, wie ein akzeptables Verhalten aussieht.

So, diesen Entwicklungsschritt hat Deine Maus übersprungen. Sie ist keine Schlägerin und das wirst aus ihr auch nicht machen. Ihr soziales Verständnis ist auf das Du ausgerichtet und sie will niemanden weh tun. Vielleicht traut sie sich nicht, vielleicht kommt es aber für sie einfach aus ihrem Charakter her nicht in Frage...

Normalerweise gehen wir vom Ich zum du zum wir. Also erst lernen die Kinder ihr ich kennen, dann erkennen sie aaaahhhhaaaa da gibts ja noch andere und dann erst können sie miteinander spielen, weil sie gelernt haben ein wir zu gründen.

Deine Maus scheint gleich zum du gegangen zu sein und ist mit dem Du total überfordert weil sie kein Ich hat. Deshalb weiß sie auch nicht was sie spielen soll... oder klammert sich an Dich, weil sie über Dich ihre Welt erlebt. Aus diesem Grund kann sie auch kein Wir bilden oder sich mit einem anderen Kind auseinander setzen, weil das ich fehlt.

Ich hätte spontan gesagt, soviel mit anderen Kindern zusammen bringen wie möglich, schade dass Du sie aus der Krippe hast nehmen müssen. Auf alle Fälle mit 3 in den Kindergarten und lass sie machen. Lass sie sich dort selbst entdecken...

Was kannst Du machen? Also Du kannst mal gucken, es gibt hierfür ganz tolle Bachblüten. Aber es ist ganz wichtig, dass Du den Focus von ihr weg nimmst und auch Deine Vorstellungen mal bei Seite schiebst. Wenn ihr spielt, frag sie... was sollen wir spielen? Wie sollen wir spielen? Also lass sie bestimmen, wie oder was ihr spielt. Wo ihr spielt. Gib ihr aber auch zu verstehen, ich hab jetzt mit dir gespielt, jetzt muss ich das und das machen. Jetzt spielst Du wieder mal allein. (Sie wird wahrscheinlich nie ein Mensch sein, der gern mit sich allein spielt... aber sie erfährt dadurch, dass Du eine Grenze hast. Das Du Dinge für Dich machst, dass Du ein Ich hast... und aus diesem "Spiegel" lernt sie)

Hab keine Angst vor dem Kindergarten, sondern sieh ihn als Chance für sie, von der Klammerei von Dir loszukommen. Sie wird das schon machen. Sie geht eben einen bisschen anderen Weg. Und sollte sich das Problem nicht wesentlich verändern, hast Du im Kindergarten Pädagogen an der Hand, die Dir evtl. dann noch weiter helfen können.
Auch wenn der Weg vielleicht erst mal ätzend und hart wird, bis sie drin bleibt. Letzendlich ist es gut für sie....

Liebe Grüße
Petra







Sonne1978

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So direkt ist das genannte Beispiel ja nicht vergleichbar, ich hoffe, das konnte ich auch verständlich machen. Bei den Bekannten ist eher das Problem, dass das Kind den Eltern auf der Nase herumtanzt, als dass es besonders schüchtern wäre. Ich wollte eigentlich eher damit ausdrücken, dass man durch das eigene Verhalten sein Kind in seinem Handeln lenken kann. Bestimmte Verhaltensweisen kann man natürlich nicht abtrainieren. Das eine Kind ist schüchtern, das andere Kind ein Draufgänger. Du scheinst mit der Eigenschaft Deiner Tochter aber ein Problem zu haben, wünschst Dir, sie würde etwas offener auf andere zugehen. Das kannst Du aber nur schaffen, indem Du Dein Kind innerlich stärkst. Wenn Du ihm jede Kleinigkeit abnimmst, wird es nicht lernen, eigenverantwortlich zu handeln oder sich den Mut zu fassen, auf andere Kinder zuzugehen.

Um auf Deine Eingangsfragen zu antworten: Nein, das Kind hat noch nicht geschlafen. Die Eltern wollten das gern, das Kind hat sich jedoch immer irgendwas einfallen lassen, warum die Eltern nochmal kommen müssen. Ein Elternteil hat das Kind in den Schlaf begleitet bzw. bis kurz davor. Dann ist der gleiche Elternteil wieder gegangen. Irgendwann haben sie sich abgewechselt. Dann schien das Kind zu schlafen und stand plötzlich im Schlafanzug im Wohnzimmer und wollte dort schlafen. Bei Mama und Papa. Klar, das geht auch. Am Ende war es so, dass mein Mann und ich gegangen sinda und der Abend gelaufen (den mein Mann und ich mit den Eltern eigentlich verbringen wollten).

Das Problem mit dem Becher war, dass das Kind sich eine warme Milch gewünscht hat. Ich hätte mir (als Gastgeber) von den Eltern gewünscht, dass sie das Verhalten des Kindes irgendwie kommentieren.

"Mit einer bestimmten Wort- und Tonwahl" meine ich, dass ich mit klaren Botschaften erreichen kann, mein Kind zu lenken. Zum Beispiel "Ich möchte, dass Du Deine Schuhe jetzt anziehst" in einem netten, aber bestimmten Tonfall. Das Kind dabei ansehen und/oder anfassen. Ich sage ja nicht, dass Du Dein Kind ignorieren sollst, das wäre ganz sicher der falsche Ansatz. Du schreibst ja selbst, dass "man in dieses Verhalten reinrutscht". Einerseits möchtest Du, dass Deine Tochter etwas selbstsicherer wird, andererseits nimmst Du ihr immer wieder Aufgaben ab. Besser wäre, sie zu ermuntern, manches selbst zu probieren oder mit ihr zusammen auf ein "Problem" zuzugehen. Vielleicht helfen Fragen, z. B. "warum wolltest Du das und das nicht machen?" oder "Wovor hast Du Angst?" Erzählungen aus der eigenen Kindheit helfen auch bisweilen. Meinen Töchtern erzähle ich zu manchen Ereignissen ein pasendes Kindheitserlebnis von mir, "Als ich so alt war, wie Du, da bin ich auch mal vom Fahrrad gefallen....." Und dann die Geschichte weitererzählen. Finden beide ganz toll und fühlen sich in der Situation verstanden.

Wenn ich verabredet bin, ignoriere ich meine Kinder natürlich nicht. Selbstverständlich nehme ich mir für sie ZEit, wenn sie etwas erzählen möchten, gestürzt sind, sich mit einem anderen Kind gezankt haben. Aber wenn sie mir nur noch auf die Pelle rücken, sage ich ganz klar, dass wir beim jeweiligen Gastgeber sind, weil sie sich gewünscht haben, mit xy zu spielen. Sie müssen nicht ununterbrochen alle miteinander spielen, aber es ist üblicherweise genug Spielzeug da, was sie auch allein nutzen können. Wenn das Gastgeberkind dabei stört, hätte ich kein Problem, ihm zu erklären, dass meine Tochter jetzt gerade allein spielen möchte, aber vielleicht gleich Lust auf gemeinsames Spielen hat. Manchmal müssen die Kinder auch erstmal auftauen.

Ich kann mir vorstellen, dass Du mittlerweile auch in einer gewissen Erwartungshaltung bist. Du gehst auf den Spielplatz und weißt genau, wie der Besuch ablaufen wird, wie Deine Tochter auf die anderen Kinder reagiert etc. Vielleicht wäre es mal einen Versuch wert, gar nichts zu erwarten und einfach mal abzuwarten, wie sich manches entwickelt. Deiner Tochter nicht zur Seite springen, wenn Du DENSKT, sie bräuchte Deine Unterstützung, sondern, wenn sie sie tatsächlich einfordert :)





zuz

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Huhu,

jaaa, das kenne ich auch! Nur dass meine ein Jahr älter ist und daher kann ich Dir sagen: Es wird tatsächlich besser und der Kiga hilft!
Ich kann Dir ja mal sagen, was wir gemacht haben/machen, denn natürlich hab ich immer noch keine Draufgängerin und werde auch nie eine haben. (Dafür hab ich ein sehr sensibles Mäuschen, was sich sehr gut in andere hineindenken kann - alles geht eben nicht).
Also zum Thema. Beispiel Bekannte sind zu Besuch mit anderen Kindern oder wir sind zu Besuch. Was bei uns prinzipiell hilft, ist erstmal rausgehen. Wenn möglich, versuche ich das immer so zu organisieren, dass wir erst rausgehen, bis sich alle etwas akklimatisiert haben. Dann, innen, versuche ich, erstmal was mit den Kindern zusammen zu machen. Essen, spielen, was halt grad passt. Nach einer Weile sag ich dann, ok, jetzt bin ich mal dran. Ich möchte mich jetzt auch mal mit XY unterhalten. Meist bleibt sie dann bei mir, sitzt neben mir oder auf dem Schoß. Das ist ok, denn ich will sie nicht abweisen, aber sie darf halt nichts mit mir machen. Wird ihr das zu dumm, kann sie ja spielen gehen. Das hat seeeehr lange gedauert und sehr viel Geduld gefordert, aber manchmal klappt das inzwischen.

Beispiel Spielplatz: Da läuft es ähnlich. Wenn ich mit ihr alleine bin, mach ich eigentlich alles mit, was sie möchte - warum auch nicht. Damit hab ich kein Problem, ich denke, das kommt auch früh genug, dass sie nicht mehr mit uns spielen wollen. Wenn wir aber explizit verabredet sind, dann läuft es im Grunde wie oben. Wir spielen eine Weile, aber dann bin eben ich dran.

Wichtig war mir, ihr nie etwas abzunehmen. Z.B.: Sie sieht einen kleinen Hund, möchte wissen, wie der heißt. Dann sag ich: Frag die Frau. Macht sie nicht. Hat sie lange nicht gemacht. Aber ich nehme ihr das nicht ab, ICH will ja nicht wissen, wie der Hund heißt. Und jetzt, so gaaaanz langsam, geht sie zumindest mit mir hin und schaut die Frau an. Ist diese nett, fragt sie von selber, was die Kleine will und die kann dann mit Kopfnicken reagieren. Auf die Art findet sie jetzt schon manchmal raus, wie der Hund heißt ;)

Zum Thema Streit: Da sind sie denke ich mit 2,5 auch wirklich noch überfordert, jedenfalls viele. Manche regeln das einfach mit Gewalt (reißen dem anderen ihre Schaufel wieder aus der Hand). Aber das das jemand zu Ende diskutiert in dem Alter, das kenne ich eigentlich von niemandem. Von daher habe ich folgende Strategie: Ich tröste sie zunächst mal, damit sie wieder aufnahmefähig ist, erkläre ihr, was sie eigentlich sagen müsste und verlange von ihr, dass sie es zumindest einmal versucht. Wenn sie will, gehe ich auch gerne mit. Manchmal hat das schon Erfolg, v.a. dann, wenn die Kinder schon älter sidn und gut erzogen, also "mitspielen". Bei kleineren Kindern greifen oft die Mamas ein. Aber immerhin ist sie dann schon mal hingegangen. Und bei aggressiven Kindern geht es gar nicht, was ich aber auch vestehe. Damit ist sie überfordert. Und ich wäre es ehrlich gesagt auch, wenn mir so ein Typ mit Baseballschläger gegenüber stehen würde ;)

Wie gesagt, gaaaaanz langsam wird es besser, und der 3. Geb. war bei uns auch noch mal so ne Schallmauer. Also keine Angst vor dem Kiga! Der hilft wirklich.

lisa81

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« Antwort #9 am: 03. Mai 2011, 19:17:15 »
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« Letzte Änderung: 12. Dezember 2013, 17:05:11 von lisa81 »
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Sonne1978

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Das stimmt, man sollte auf keinen Fall das Verhalten von Müttern und Vätern vorschnell verurteilen. Jeder nach seiner Facon. Insgesamt ist doch wichtig, dass das Kind und die Eltern mit der Situation zufrieden sind. Sobald einer unter den Gegebenheiten "leidet" oder etwas ändern möchte, sollte man über Alternativen nachdenken.

Gepetzt wird bei uns auch. Ich empfinde es aber nicht unangenehm. Viel eher zeigt mir meine Tocher, dass sie sich in einer Situation unsicher ist und Hilfe bei mir sucht. In den meisten Situationen sage ich ihr, wie sie sie selbst klären kann. Manchmal helfe ich aktiv, aber eher selten. Kira ist eher eine zart besaitete Persönlichkeit, sehr empathisch. Das hat lang gedauert, aber ich habe ihre Art mittlerweile als Charaktereigenschaft akzeptiert und versuche nicht, entgegenzusteuern. Der eine ist eben so, der andere so. Nicht jedes Kind muß lernen, sich in allen Lebenslagen durchzusetzen, wenn es nicht zum Charakter passt. Mir ist nur wichtig, dass sie in dem, was sie tut, auf sich selbst vertraut und nichts drauf gibt, was andere darüber denken.





zuz

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@ Lisa: Ja, das meinte ich mit "regeln". Der Stärkere setzt sich durch, das funktioniert. Aber Konflikte wirklich klären, indem man einen Kompromiss findet, das können sie nicht. Und wenn sich die Stärkeren einfach nehmen, was sie wollen, dann ist das für mich nicht "geregelt". Und das bedeutet ja im Umkehrschluss auch, dass eben der Schwächere zurücksteckt. Deshalb finde ich es legitim, einzugreifen, wenn man dem Kind gleichzeitig zeigt, wie es sich verhalten müsste. Nur erwarten, dass es das dann auch macht, das kann man einfach noch nicht. Das kommt dann schon.

@Sonne78: Ja das mit dem verwöhnen. Ich denke, es sagt sich aber auch leicht, wenn man selbst kein schüchternes Kind hat. Wir versuchen auch immer wieder, sie zu ermuntern etc. Aber wenn man eben auch schon weiß, dass es eh nur Geschrei gibt, dann ist es manchmal auch leichter, nachzugeben, gerade wenn man zu Besuch ist und eben auch mal mit den anderen reden möchte. Was bringt es mir dann, immer hart zu bleiben. Das nervt ja eher noch die Gastgeber, das Kind spielt trotzdem nicht mit und man selbst ist völlig gestresst. Also das muss man schon immer mit Augenmaß machen und erzwingen kann man eben nichts. Zumal ja solche Nicht-Alltags-Situationen die sensiblen Kinder eh schon überfordern. Z.B. hat bei uns das Auswärts-Schlafen einfach nicht geklappt. Was soll man denn dann machen? Klar, für den Gastgeber und einen selbst ist es natürlich doof, wenn das Kind dann gar nicht schläft und man den Abend abbrechen muss. Aber was ist die Alternative? Das Kind schreien lassen? Das würde ICH nicht machen. Es ist ja nicht so, dass das Kind unerzogen wäre. Es hat dann einfach Angst. Und da braucht es die Eltern, auch wenn die einen Tag/Abend anders geplant hatten.

@petzen: Nun ja, was sollen sie auch sonst machen? Hauen etc. sollen sie nicht (und die Schüchternen machen es auch nicht). Einen Konflikt verbal regeln können sie noch nicht. Also bleibt nur das Petzen. Ich sage dann immer, sie soll es zunächst mal dem Kind selbst sagen. Erst, wenn es dann nicht reagiert, darf sie zu mir kommen. Ich denke/hoffe mal, dass das irgendwann fruchtet.

Sonne1978

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Ich hab' mich, soweit ich mich erinnere, nicht zum Thema "Verwöhnen" geäußert?! Darum geht es auch gar nicht. Hier bekommt das schüchterne Kind eine besondere Aufmerksamkeit. Genau, wie ein besonders aktives Kind vermutlich besondere Aufmerksamkeit bekommt. Ich habe lediglich angeregt, das eigene Verhalten mal zu reflektieren, um zu sehen, ob man nicht schon in einen Automatismus verfallen ist. Also entweder zu reagieren, bevor es das Kind macht oder in Bereitschaft sein, zu reagieren. Das Kind ist gewohnt, dass die Mutter in "brenzligen" Situationen zur Stelle ist oder Anlaufstelle ist. Wenn ich möchte, dass mein Kind mutiger wird, liegt es an mir, es anzuregen. An keiner Stelle habe ich geschrieben, dass die Vorschlaghammer-Methode das Mittel der Wahl ist. Ich wiederhole aber gern nochmal: gemeinsam mit dem Kind die beängstigende Situation angreifen, dem Kind zeigen, wie es reagieren könnte. Zuhause eventuell Rollenspiele irgendwie einbauen oder in ruhigen Momenten das Kind ansprechen, warum es so und so reagiert. Reden, reden, reden :-) Steter Tropfen höhlt den Stein.





lisa81

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« Antwort #13 am: 04. Mai 2011, 19:05:36 »
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« Letzte Änderung: 12. Dezember 2013, 17:05:26 von lisa81 »
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zuz

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@Sonne: Naja, verwöhnen haste nicht geschrieben - aber "aufs Kind fixieren"  ;)
Ich gebe Dir ja Recht, dass man sein Verhalten reflektieren sollte um nicht in Muster zu verfallen. Aber das Beispiel mit dem stundenlangen ins-Bett-Bringen, als das Kind bei Bekannten zu Besuch war: Das kenne ich auch. Ich weiß, dass das alle Beteiligten nervt, mich selbst wahrscheinlich am meisten. Aber ich habe keine echte Lösung gefunden, auch nicht im Nachhinein. Unsere einzige Lösung ist, dass wir eher heimgehen und nicht mehr übernachten. Ich verstehe nicht so ganz, was Du im konkreten Fall anders gemacht hättest.

Anregen, zeigen, wie das Kind reagieren könnte, Rollenspiele usw., das ist alles richtig und gut. Was aber, wenn es einfach nicht funktioniert? Stell Dir mal folgenden Ablauf vor: Man ist zu Besuch. Sagt dem Kind nach einer angemessenen Zeit, es solle mal allein spielen. Kind klammert sich am Schoß fest. Zwingt man es zum Runtergehen, schreit es. Ignorieren unmöglich. Ablauf wiederholt sich mehrmals. Am Ende hat man sich nicht unterhalten, das Kind hat die ganze Zeit geheult und man selbst ist völlig am Ende. Dieselbe Szene wiederholt sich auch bei x anderen Besuchen. Ist es da nicht irgendwann sinnvoller, zu sagen, ok, bleib auf meinem Schoß, aber dann ist zumindest mal Ruhe? Könntest du ein trauriges, weinendes (nicht trotziges!) verzweifeltes Kind, das sich an Dich klammert, wirklich wegschieben mit dem Argument, Mama braucht jetzt auch mal Zeit für sich? Und zwar mit Gewalt wegschieben, denn von alleine geht es ja nicht? Ich kann das nicht. Und wenn ich nachdenke, will ich das eigentlich auch nicht. (Und so wie Du schreibst, würdest Du das auch nicht machen ;)).

Was man verlangen KANN, ist meiner Meinung nach, dass sich das Kind dann zurücknimmt. Es darf bei Mama/Papa auf dem Schoß bleiben, ABER die Eltern wollen sich unterhalten. Ist das für das Kind ok, fein. Ist es ihm zu langweilig, muss es eben alleine/mit den anderen Kindern spielen. Aber zum spielen zwingen geht einfach nicht. Und ich kenne es wirklich, dass sie dann lieber 2 Stunden bei mir bleibt und NICHTS tut, als sich zu trauen, etwas zu spielen. (Kannte, jetzt ist es ja GsD besser).

Edit: Das mit den Schuhen ist meiner Meinung nach eine ganz andere Baustelle. Da geht es wirklich drum, dass das Kind etwas soll, was es einfach nicht will. Da darf und soll man schon "hart" bleiben. Bei den anderen Beispielen (schlafen, alleine spielen), geht es aber um Angst. Und die kann das Kind auch nicht einfach steuern.
« Letzte Änderung: 05. Mai 2011, 12:45:53 von zuznazne »

lisa81

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« Antwort #15 am: 05. Mai 2011, 13:09:33 »
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« Letzte Änderung: 12. Dezember 2013, 17:06:19 von lisa81 »
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zuz

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Ich fang mal hinten an, weil ich das mit dem Verwöhnen so spannend finde :)

Wahrscheinlich ist es bei jedem Charakterzug so, dass viele ein "Fehlverhalten" des Kindes insgeheim den Eltern (der Mutter) "vorwerfen".

Da ist glaub ich sehr viel Wahres dran. Ich muss gestehen, dass ich mich bei "wilden" Kindern auch manchmal bei diesen Gedanken ertappe.
Ich denke, man muss sich einfach davon befreien, ein "perfektes" Kind haben zu wollen. Jedes Kind hat irgendwo einen Bereich, den zu lernen ihm besonders schwer fällt. Die "Wilden" können halt nicht zurückstecken, die "Schüchternen" sich nicht abnabeln, die "Zappeligen" sich nicht konzentrieren usw. Vieles ist sicher auch erstmal so angeboren, davon bin ich inzwischen überzeugt. Was natürlich nicht heißt, dass man alles so lässt! Sondern eher, dass jedes Kind (mindestens) einen Bereich hat, in dem es eben besonders viel Unterstützung, Geduld und Fürsorge braucht. Deshalb finde ich es wichtig, sich von den Erwartungen der Umwelt ein Stück frei zu machen und auf sein Gefühl zu hören. Man spürt ja irgendwie, ob das Kind aus Trotz oder aus Angst nicht das macht, was es soll. Und entsprechend kann man dann auch reagieren.

lisa81

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« Antwort #17 am: 05. Mai 2011, 13:50:41 »
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« Letzte Änderung: 12. Dezember 2013, 17:06:29 von lisa81 »
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kassi

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Lisa
Hast du nen Klon von meiner Tochter  ;D
Also eure Anfangszeit usw. ist identisch mit unserer...allerdings hat meine Maus ein sehr charmantes (Verlegenheits)Lächeln womit sie die Fremden um den Finger wickelt...

aber ich wüßte auch nicht wie wir es hätten anders machen sollen...es hätte wirklich nur Schreien lassen geholfen und das wollte/will ich nicht!!!
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zuz

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@lisa: Das ist echt doof. Aber da muss man sich einfach ein dickes Fell wachsen lassen. Manchmal fällt mir zu so was ein dummer Spruch ein, oft aber auch erst hinterher. Egal.

Klar, reflektieren ist wichtig ;)

Sonne1978

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Hm... das Beispiel mit dem Kind aus dem Bekanntenkreis, überhaupt mein erstes Posting habe ich echt im Schnelldurchlauf verfasst, da ist gerade das Beispiel total falsch rübergekommen.

- Das Kind war also bei UNS zu Besuch und hat eine warme Milch gewünscht, sie dann aber nicht getrunken, weil es nicht ein ihr bekannter Becher war.
- Wir waren bei uns im Garten, die Eltern wohnen nebenan. Sie haben ihr Kind also in die eigene Wohnung gebracht zum Schlafen. Wir saßen einige Male zusammen im Garten, mal bei denen, mal bei uns. Es gab JEDES Mal Theater beim Schlafen gehen und jedesmal hat sich ein Elternteil irgendwann nicht mehr blicken lassen, weil das Kind partout nicht schlafen gehen wollte. Während unsere Bett-geh-Zeremonie ruckzuck abgefrühstückt war. Entweder mein Mann oder ich haben die Mädels bettfein gemacht, Zähne geputzt, Geschichte vorgelesen, geschmust, wieder in den Garten gegangen.
- Auch, wenn wir die Eltern besuchen, ist das Kind mittendrin. Es spielt nicht mit unseren oder anderen Besuchskindern, sondern verteidigt sein Spielzeug. Wenn es das gerade nicht macht, prescht es in Unterhaltungen von den Erwachsenen. Buch vorlesen, was spielen, irgendwas Zukucken etc.
- Ich war einmal mit der Mutter im Schwimmbad. Die Kinder waren lange Zeit im Wasser beschäftigt, während wir Mütter uns unterhalten haben. Die andere Mutter mußte kurz auf Toilette. Sie war kaum außer Sichtweite, da fing das Kind an zu weinen und hat sich nicht mehr beruhigen lassen. Die Mutter war in (ungelogen) maximal 5 Minuten wieder da. Situationen wie diese gab es ständig. Sobald Mutter oder Vater für einen Moment nicht greifbar waren, war Holland in Not.

Ich könnte mir natürlich denken, wie sehr mir das alles am A... vorbeigeht ;-) Aber wenn die Eltern nicht zufrieden sind mit der Situation, das kundtun, aber gleichzeitig JEDEM Wunsch des Kindes entsprechen, alle brenzligen Situationen für das Kind erledigen, es nicht lernt, sich allein zu beschäftigen oder anderen Personen zu vertrauen, fällt mir nur ein "selbst schuld". Es wird immer nur im guten Willen mit dem Kind geredet, ausschließlich dessen Vernunft angesprochen... dieses ständige "gut meinen". Ein Kind braucht klare Ansagen. Das heißt nicht, knallharte Worte, Drill und Druck, sondern konsequentes, aber liebevolles Wiederholen dessen, was man von dem Kind erwartet. Klar, das eine ist Charakter, das werde ich nicht ändern können. Aber innerhalb des Charakters gibt es Nuancen, die man fördern, fordern oder forman kann. Ein Kind ist nie NUR schüchtern oder NUR wild. Meine große Tochter ist, wie bereits erwähnt, auch sehr zurückhaltend, wenn es darum geht, Dinge oder die eigene Position zu verteidigen. Fängt schnell an zu weinen. Könnte ich akzeptieren, will ich aber nicht. Zumindest nicht in dem Alter, wo sie jetzt ist. Was soll denn das bringen, einfach anzufangen, zu weinen? Woher soll das andere Kind wissen, was oder dass es was falsch gemacht hat, wenn meine Tochter einfach nur rumheult? Sie könnte stattdessen z. B. sagen "Ich hatte die Schaufel zuerst" oder "Ich finde das doof, dass Du mir die Schaufel weggenommen hast". Also sage ich ihr das immer wieder in ruhigem, aber eindringlichen Ton. Gut ist auch, dem Kind zuzusprechen, "ich weiss, das war jetzt ganz schön doof" oder "das hat Dich jetzt ganz schön traurig/wütend gemacht". Es fühlt sich verstanden, dann kommt der nächste Schritt: wie kann es beim nächsten Mal die Situation besser meistern.

Am Ende möchte ich noch sagen, dass ich schon jemand bin, der anderen Eltern bisweilen ihr Erziehungsverhalten zum Vorwurf macht.  Sofern alle glücklich sind mit der Situation, kann's mir egal sein, aber wenn jemand sagt, er sei unglücklich, bin ich der Meinung, dass man darüber nachdenken sollte, wo Schwachstellen sind, an denen man arbeiten kann. Ein Kind ist immer Ausdruck seiner Erziehung. Nicht nur der Charakter formt ein Kind.





lisa81

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kassi

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hihi S:D....dann müßte der ein großes Gebiet haben...Nähe Stuttgart ;D
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@Sonne: Danke für die Erklärung. Ok, da kann ich schon einiges nachvollziehen, was Du daran falsch findest.
Aber nicht alles ;). Z.B.: Mama geht weg, Kind weint. Ja und? Was hat die Mama jetzt falsch gemacht? Sie geht ja trotzdem, gibt also nicht nach. Dass das Kind weint, kann sie doch nicht ändern. Auch das mit dem Einschlafen: Was will man denn machen, wenn es einfach nicht schläft? Wir hatten dieses Problem hier sehr lange und auch jetzt dauert es noch ca. eine Stunde vom Fertigmachen bis zum Schlafen. Ich bin froh für alle, wo das besser klappt (nun ja, ich beneide sie sogar ;)). Aber wir machen da ehrlich gesagt nicht viel anders, und trotzdem geht es schlichtweg nicht. Ansonsten gebe ich Dir Recht: Manche Dinge muss man einfach durchsetzen und man muss nicht immer sofort springen.

Edit (jetzt hoffentlich etwas mehr Zeit):

Zum Thema Spielsachen verteidigen: Ich denke, das löst sich von selbst. Du kannst natürlich immer wieder sagen, was sinnvoll wäre. Aber wenn sie dann bei ihrer "Strategie" bleibt, dann hilft nur abwarten: Sie wird irgendwann schon merken, dass das auf Dauer langweilig ist. (Kann aber durchaus noch 1-2 Jahre dauern).
Zum Thema zur Mama rennen: Wie gesagt, ich fahre ganz gut mit der Strategie, dass ich sie zu mir nehme, aber nicht mit ihr rede. Dazu gibt es eine kurze Ansage: Du darfst zu mir, aber ich unterhalte mich gerade. Fertig. Das klappt eigentlich. Natürlich unterbreche ich nach einer Weile auch und beschäftige mich mit ihr, aber eben nicht sofort, außer es hat einen handfesten Streit mit Tränen gegeben, dann schlichte ich gleich.
« Letzte Änderung: 06. Mai 2011, 12:25:28 von zuznazne »

lisa81

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« Antwort #24 am: 06. Mai 2011, 12:49:59 »
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« Letzte Änderung: 12. Dezember 2013, 17:07:34 von lisa81 »
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