Klar will er Aufmerksamkeit. Welcher 2-JÄhrige will das nicht? Ärgern in dem Sinn kann er noch nicht, er kann sich nämlich noch gar nicht in andere reinversetzen. Aber wie Du selbst schon sagst, er merkt sich natürlich, dass es dann eine Reaktion gibt, wenn er Quatsch macht.
Du sagst, er stellt Dinge an, während die Mama noch schläft? Also das ist mal das Erste, was mich wundert. Wieso steht sie nicht auf, wenn der Kleine wach ist?? In dem Alter kann man sie einfach noch nicht allein lassen. Sollte sie nicht wach werden, wenn er wach ist (was mich echt wundert), muss sie sich notfalls einen Wecker stellen.
Ansonsten: Ja, am besten so viel wie möglich wegschließen. Er geht ins Bad und macht Quatsch? Dann stellt die Türklinke hoch, so dass er die Tür nicht mehr aufmachen kann. Er räumt den Nachttisch aus? Dann legt dort nur Dinge rein, die er haben darf. Usw. Ich würde die Kriegsschauplätze so weit es geht minimieren.
Wenn er dann doch was anstellt: Nicht schimpfen. Nehmen wir an, er hat ein Schubfach leergeräumt. Dann nehmt ihn an die Hand, fragt ihn, was da jetzt los ist. Wenn er nicht antwortet: Da liegt jetzt alles auf dem Boden. Das ist aber schade. Ich mag es nicht, wenn alles auf dem Boden liegt (Empathie wecken). Was machen wir denn jetzt? (Wiedergutmachung anbahnen). Und dann muss er mithelfen beim Einräumen. Wenn er das nicht perfekt macht, egal, aber er soll einfach merken, dass seine Handlung Folgen hat. Wenn er gar nicht mitmachen will, darf er eben auch nichts anderes machen, bis das Schubfach wieder eingeräumt ist. Tut er mit, ist die Sache erledigt und ihr seid wieder "gut".
Dass er grinst, ist ein gutes Zeichen. Es beduetet, dass er zumindest schon verstanden hat, dass er das nicht soll. Wenn die Mama kommt, löst sie damit das schlechte Gewissen aus. Vorher war es sooo verlockend, das Schubfach auszuräumen, das MUSSTE einfach sein, ging nicht anders. Jetzt kommt Mama. Oh Mist, sie hatte doch gesagt, ich darf nicht. Mist. Heheh, jetzt bin ich aber ganz schön verlegen. Grins. Was jetzt? Bestimmt schimpft sie jetzt. Schnell weg!
Wenn Mama jetzt schimpfend hinterherrennt, bekommt er Aufmerksamkeit für sein Verhalten.
Und Aufmerksamkeit braucht er, aber sie sollte positiv sein und sie sollte ihm zeigen, wie er sich eigentlich verhalten soll.