Autor Thema: Machtkampf und Konsequenzen....  (Gelesen 12157 mal)

Sadaquee

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Machtkampf und Konsequenzen....
« am: 01. März 2012, 13:24:36 »
Hi Leute,

Mein Problem:
2,5 Jähriger Sohn, der in der "Machtkampfphase" ist.
Ich bin verzweifelt und weiß nicht weiter.
Es geht hier nicht um den Mist wie Zimmer nicht aufräumen, sachen o. essen rumschmeißen etc. Da weiß ich was die logische Konsequenz daraus ist.
Es geht um sachen wie TV anmachen, radio an und aus, licht an und aus, spülmaschinen entweder aus machen wenn sie läuft oder an, wenn sie nicht läuft, computer an machen und so was.
Sachen die er alle paar minuten macht und wo ich nicht weiß was ich als bestrafung tun soll. wenn er die sachen dann wieder aus oder an (je nach dem) machen darf, ist das eher ne belohnung und er wird es stänidg machen.

Vor allem eins macht mich fertig. wir haben ein Regalbrett in höhe von 1,50 ca. hängen. mit telefon, handys und sonst alles was er nicht darf. er schiebt aber nen stuhl hin und holt sich das zeug runter. 100 mal am tag. ich nehms ihm weg, er brüllt wie am spieß (als wie wenn er da je  spielen durfte) und gleich darauf wieder. sobald ich mich aus dem Wohnzimmer bewege.
Ich weiß einfach nicht was ich dann machen soll.

Wir hatten die Variante "treppe setzen und zur Ruhe kommen"
aber das juckt ihn mittlerweile nicht mehr im Geringsten. dann sitzt er halt da, kein problem. Setzt sich mittlerweile sogar freiwillig dahin....
Schimpfen ist gleich für lau.

Was kann ich tun?
Ich habe das gefühl ne neue idee liegt irgendwo vor mir und ich komme nicht drauf.

Außerdem sagt er wenn ich "nein" sage, frech "Doch" mit einem Ton wo ich ihn manchmal an die Wand klatschen könnte (bitte nicht wörtlich nehmen) und umgekehrt natürlich mit "nein" das gleiche. Was macht ihr dann?

Beispiel:
Ich: "Hör auf auf dem Stuhl zu klettern, der fällt um und das tut weh"
Er: "Nein"  hört aber trotzdem auf.
Ich habe das Gefühl das es trotzdem nicht das wahre ist, das er so frech antworten konnte und ich nichts gemacht habe, auch wenn er prinzipiell gehört hat....

Ich hoffe auf Augen-öffnende-Antworten *seufz*

Fliegenpilz

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #1 am: 01. März 2012, 13:29:30 »
Strom abstellen?
Ganz doof, aber es würde vielleicht die Spannung rausnehmen. Soll er doch achthundert Mal am Tag den Lichtschalter betätigen und den Computerknopf drücken. Es passiert nichts, Du reagierst nicht, weil nichts passiert, es wird langweilig. Der Reiz ist weg.

Das Regal leerräumen ist nicht möglich?
Stühle unter Verschluss nehmen? Oder ihm im Gegenzug etwas von ihm wegnehmen? Das klappt bei meinen Mädchen immer bzw. bei der Kleinen s-:) Sie klaut was bei der Großen und rennt weg, die Große schimpfend hinterher. Flöte ich dann "Oh, dann kann L. ja nun mit dem und dem spielen", kommt die Kleine sofort angeflitzt und gibt ihre Ausbeute wieder her, denn ihre Sachen sind ihr dann doch zu lieb um sie zu teilen :P


Bettina

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #2 am: 01. März 2012, 13:38:01 »
Sicherung raus hab ich auch zuerst gedacht  ;D.

Das Regal würde ich leer räumen.

Bei meiner Freundin gab es mal 3 Tage nur Brot, nichts warmes mehr, weil die Tochter als sie ungefähr in dem Alter war immer den Herd angemacht hat  S:D.

Diesen Ton versuche ich zu ignorieren. Ich diskutiere sehr viel weniger, erkläre noch weniger. Wenn du sagst, der Stuhl kippt um, aber er tut es nicht, bist du unglaubwürdig, also nimmt er es nicht ernst. Lass ihn turnen oder tu den Stuhl weg.

Thure ist zwar schon 3,5, aber er hat die nette Marotte, wenn er wütend ist, irgendwelche Sachen, vorzugsweise von anderen, in der Gegend rumzuschmeißen, dagegen zu treten, gegen die Türen oder Möbel zu schlagen oder wahlweise auch mit den Füßen zu stampfen. Besonders dann, wenn ich gesagt hab, spielt mal was leise, die Nachbarin oder unser Papa haben die ganze Nacht gearbeitet  s-:).

Auf Machtkämpfe versuche ich mich nicht mehr einzulassen. Bringt nichts. Wenn er mit dem Kopf schlägt, tritt oder haut, dann halte ich dagegen (also nicht zurückschlagen, sondern die Handfläche als "Box-Ziel" anbieten oder mit der Hand den Kopf an der Stirn halten) und ich tu dann sehr angestrengt und verliere und bewundere ihn dafür WIE stark er ist  ;). Das gibt ihm ein gutes Gefühl, er hat nicht geschlagen und die Wut über seine Machtlosigkeit ist schnell verflogen  :)
















Meistens .....  :P
Klappt das nicht ...... "klatsch ich ihn an die Wand"  s-motz ..............................................gedanklich  ;) :-*
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Sweety

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #3 am: 01. März 2012, 13:43:07 »
Ich häng mich an Christiane.

Auf Machtkämpfe lasse ich mich nur und ausschließlich ein, wenn es gar nicht anders geht. Also bei Sachen wie Zeitdruck u.ä. Sind zwar vermutlich auch meine Schuld, aber wenn es denn mal soweit ist, dann ist es eben so und dann müssen wir da durch.

Ansonsten: Wenn er irgendwas rausholt, wo er nicht soll - sorg ich eben dafür, dass es da nichts rauszuholen gibt. Sicherungen für bestimmte Räume ausgeschaltet hab ich auch schon. Stühle auf den Tisch gestellt. Bettdecken auf den Kleiderschrank.
Solche Sachen eben.
Strafen o.ä. gibt es hier kaum. Hätten eh keinen Zweck. Mein Sohn ist schmerzbefreit und betrachtet unangenehme Folgen seiner Handlungen als den Preis, den man für Spaß eben zahlen muss im Leben und den zahlt er dann auch.
Lieber ab und an mal eine Belohnung.
Ich lobe lieber, weil er etwas Doofes nicht getan und stattdessen was anderes gemacht hat, als dass ich meckere, weil er was von mir nicht gewolltes getan hat. Das ist viel nachhaltiger.

Und echt - ruhig bleiben. Jaja, ich weiß, kann ich mir einen Hut draus falten. Es ist nicht leicht und es ist definitiv nicht immer möglich. Mir zumindest. Aber ich arbeite dran.
Aber es wird nur zu einem Machtkampf, wenn du es zu einem werden lässt ;)

Freches Mundwerk geht mir momentan noch zu einem Ohr rein und zum anderen wieder raus. Das überhöre ich oder frage solange begriffsstutzig "Wie bitte?", bis was Vernünftiges kommt S:D
« Letzte Änderung: 01. März 2012, 13:45:12 von Sweety »

Fliegenpilz

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #4 am: 01. März 2012, 13:49:56 »
Wisst ihr was mich rasend macht?
Ein 22 Monate altes Kind, das auf tadelne Worte ihrer Mutter mit einen schnippischen "Tja!" reagiert. S:D

Sweety

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #5 am: 01. März 2012, 13:52:29 »
 ;D ;D

Ich biete großäugiges Staunen und ein sehr dringliches und besorgtes (!!): "Mama, was LOS?" wenn ich mecker s-:)

Bettina

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #6 am: 01. März 2012, 14:02:12 »
Manchmal sagt Quinn (aber der ist ja im Vorschul-Trotz) einfach "Selbst dran schuld!"  :o und so manches Mal denk ich dann, dass er wohl Recht hat  S:D ;D
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Sadaquee

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #7 am: 01. März 2012, 14:05:21 »
hmmm... tatsächlich sind radio und Fernseher, dvd usw. an einer steckdose mit ausschaltknopf (was er glücklicherweise nicht an bekommt, da er noch nicht dahinter gekommen ist)
das heißt Strom war weg. Aber ich habe schon auf wochen nichts angehabt und dachte "jetzt aber" und alles ging von vorn los. Er hört die musik oder sieht das licht am TV und losgehts. Wenns ausgeschalten ist spielt er ne Weile rum und ignoriert es dann tatsächlich.  aber sobald es an ist... und ich höre gern ab und zu mal radio am Tag.

Regal kann ich nicht alles abräumen. Da ist Babyphone und Telefon und die Ladegräte verkabelt. Zumindest die Handys tu ich weg, aber allein die Station vom telefon reicht ja schon aus zum spielen und ich muss nunmal erreichbar sein tagsüber. also ausstecken und weg geht nicht.

Hauen und so tut er (zumindest jetzt noch nicht) da habe ich keine Probleme. Unsere Machtkämpfe sind eher verbaler natur bzw. eben mit mist bauen.

Aber bei den Sachen drängt sich mir auch wieder die Frage auf, ich kann doch nicht alles womit er mist macht, wegräumen.... dann ist das Wohnzimmer ja leer... ;D und díe Küche, Arbeitszimmer wird eh immer abgeschlossen, aber wenn ichs mal vergesse  s-:)
Ich bin der Meinung er muss auch lernen das das nicht geht, weil es mama und papa gehört. Oder meint ihr ich sehe das von der falschen Seite?

Ach und schön wäre zwecks Spielzeug wegnehmen. Er trottet den ganzen Tag hinter mir her (so ein anderes Problem) und beschäftigt sich nicht selbst. Da ist das Spielzeug nicht gerade im Vordergrund.... das juckt ihn nicht.  s-:)

Was denkt ihr übers Kinderzimmer schicken? Eigentlich will ich ja, das er mal freiwillig in seinem Zimmer ALLEINE spielt, aber wenn ich ihn ins Zimmer schicke als Bestrafung, ist doch das irgendwie verfehlt....

Bettina

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #8 am: 01. März 2012, 14:10:03 »
Klar muss er das lernen. Die Frage ist wie. Wenn du tagsüber erreichbar sein musst, dann steck dir das Telefon in die Tasche und ich würde konsequent, sobald er ran geht, wortlos die Wohnzimmertür abschließen. Geht er in die Küche, dann die auch .... und wenn ihr am Ende im Flur sitzt. Direkte logische Konsequenzen wirken am besten. Keine Diskussion, keine Erklärungen, evtl. eine Ankündigung und dann knallhart wortlos durchziehen. Und wenn nicht wortlos, dann wie Sweety sagt "ruhig und freundlich" und nein, ich kann das manchmal phasenweise überhaupt nicht  :P. Aber richtig ist das so  ;D

Ins Zimmer schicken funktioniert bei dem Großen. Da aber auch schon als er zwei und noch jünger war. Bei dem Kleinen funktioniert das überhaupt nicht. Der ist wie Klebstoff  s-:). Der bleibt in keinem Zimmer und auf keinem Stuhl und würde auch auf keiner Treppe bleiben. Da könnte ich den 100x wieder hinsetzen. Typsache ob es funktioniert oder nicht. Vielleicht hat er nur noch nicht entdeckt wie toll es in seinem Zimmer sein kann? Ich schick meine schon. Nicht als Strafe, sondern weil ich dann Raum brauche. Und das Wohnzimmer ist im Zweifelsfall mein Raum.
« Letzte Änderung: 01. März 2012, 14:12:40 von Bettina »
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Sweety

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #9 am: 01. März 2012, 14:16:39 »
Du siehst das richtig, aber von der falschen Warte aus.

Er lernt das Leben kennen und für ihn ist alles gleich interessant. Und begreift auch nicht so recht, warum er nun ausgerechnet von den interessantesten Dingen die Finger lassen soll.
TV erst an, wenn er im Bett ist, dann stellt sich das Problem nicht.
Radio - hoch auf einen Schrank und außer Reichweite, dann kommt er nicht dran und es kann dudeln, wie es will.
Meiner hat dafür einen Kinder-CD-Player bekommen, den er an- und ausschalten kann, wie er lustig ist, solange er es nicht zu laut tut. In seinem Zimmmer darf er dafür auch lauter hören.

Alternativen anbieten und immer und immer und immer und immer und immer wieder einfach mit Elefantengeduld abnehmen und verbieten, abnehmen und verbieten, abnehmen und verbieten. Mit erklären klar, aber ohne Ausraster. Wenn ich bedenke, wie lange ich gebraucht habe, bis ich die Grundprinzipien der organischen Chemie kapiert habe (und die ist relativ leicht im Vergleich dazu, womit sich ein Zweijähriger rumschlagen muss: nämlich dem Leben an sich), dann hat er bislang alles bemerkenswert schnell kapiert ;D

Ins Zimmer schicken bin ich nicht prinzipiell dagegen, klappt nur bei uns nicht so recht. Alles, was ich dazu bis vor ein paar Monaten geschrieben/gesagt hatte, musste ich einer stillschweigenden Revision unterziehen. Das ist nämlich die einzige Strafe, die mein Sohn als wirkliche Strafe empfindet und das ist für ihn keine Konsequenz, sondern eine Qual. Wenn ich das mache, ist der Rest des Tages grob gesagt im Ar*sch, weil er damit absolut nicht fertig wird.
Aber ich biete ihm in so einem Moment (nachdem ich innerlich bis 10 gezählt und einmal tieeeeeeeeeeeeeeef durchgeatmet habe ;D ;D ) freundlich an, dass er in seinem Zimmer spielen und alle Knöpfe drücken darf, die er möchte. Oder mache ihn auf andere verlockende Dinge aufmerksam. Auf jeden Fall biete ich ihm eine Alternative (die ich hübsch verpacke) zu seinem von mir unerwünschten Verhalten und vor allem: ich lasse ihm die Wahl.

Und wenn er nicht will, dann will er nicht. Aber dann wird eben auch mit dem anderen aufgehört. Und da liegt es eben an mir, das immer wieder zu unterbinden und NICHT auszurasten.

Haha Bettina, ruhig und freundlich kann wohl kaum einer immer... aber da ich es MEISTENS schaffe, hab ich einfach aufgerundet ;D ;D

Bettina

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #10 am: 01. März 2012, 14:20:16 »
Das Problem ist, dass bei mir der eine konsequent die Ablenkung meinerseits durch den anderen ausnutzt  :P s-:).

Ich hoffe auf die Einschulung .... dann wird es angeblich besser ... zumindest mit dem Einen  ;D

Aber du hast es schon ganz gut beschrieben finde ich. Letztendlich geht es drum, das Kinder lernen, wie Leben funktioniert. Und wenn wir Erwachsenen uns den ganzen Tag mit Telefonen, Computern und Fernsehern beschäftigen oder eben auch der Spülmaschine und dem Herd, dann liegt die Hauptaufmerksamkeit des Kindes eben auch darauf. Und wenn Mama diese Dinge so vehement verteidigt, dann muss da ja was tolles dran sein  ;D.

Vielleicht kannst du ihn auch mehr mit einbinden. Ihn die Spülmaschine/Waschmaschine anschalten lassen, wenn du sie wirklich anstellen willst. Sie ausschalten lassen, wenn sie fertig ist. Ihn beim Ausräumen helfen lassen. Lass ihn das Telefon auf die Station stellen und lass ihn es dir bringen, wenn es klingelt. Versteht jeder Hund, also auch ein 2,5jähriger  S:D.

Ich neige leider häufig dazu Kinder- und Hundeerziehung zu vergleichen  s-:). Willst du, dass ein Kläffer aufhört zu kläffen, dann ist die einfachste Methode ihm beizubringen auf Kommando zu kläffen. Irgendwann tut er es nur noch auf das Kommando hin, weil er es eben damit verbindet  ;).

*mussichmirgleichaufschreibenichvergessdasimmerwieder*  ;D
« Letzte Änderung: 01. März 2012, 14:24:13 von Bettina »
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Ann Kathrin Klaasen:"Ich hatte schon Freunde, da gab´s noch gar kein Facebook." Wolf:Ostfriesen-Feuer

Sadaquee

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #11 am: 01. März 2012, 14:22:02 »
ohje, wenn ich die Antworten der Kiddies hier so höre, bin ich mit "Doch" oder "Nein" noch gut dran  ;D ;D ;D

Ich schreibe heute abend weiter, denn Computer gibts nicht wenn er wach ist und ich muss ihn wecken gehen  8)

ich lasse mir eure Posts bis dahin durch den Kopf gehen.

Sweety

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #12 am: 01. März 2012, 14:36:44 »

Ich neige leider häufig dazu Kinder- und Hundeerziehung zu vergleichen  s-:). Willst du, dass ein Kläffer aufhört zu kläffen, dann ist die einfachste Methode ihm beizubringen auf Kommando zu kläffen. Irgendwann tut er es nur noch auf das Kommando hin, weil er es eben damit verbindet  ;).

*mussichmirgleichaufschreibenichvergessdasimmerwieder*  ;D

Das mach ich irgendwie auch. Obwohl ich diesen bildhaften Vergleich irgendwie so noch nicht gesehen habe ;D ;D

Aber es funktioniert wirklich. Nichts ist so interessant wie etwas, was generell verboten wird. Also wird eben bis auf extrem wenige fundamentale Sachen nichts verboten.

Meine Nachbarin, eine Vierfachmama und DIE Mutter schlechthin (wenn ich groß bin, will ich so werden wie sie) meinte auch zu mir: "Wenn sie in die Trotz- und Machtkampfphase kommen, dann such dir 2-4 Sachen aus, die dir wirklich extrem wichtig sind - so Dinge wie keine Stricknadeln in die Steckdosen und ähnliche Kaliber - und beim Rest schließ Kompromisse und werd kreativ. Anders geht's wohl auch, aber es wird schwerer." S:D

Recht hat sie.

Und so Sachen wie: Das MUSS er doch auch lernen und so weiter und so fort... das sind so Altvorderenweisheiten, die wir so eingetrichtert kriegen und selten hinterfragen. Aber wenn man es tut, dann hilft das manchmal ungemein, die Sichtweise der Kinder zu verstehen.
ICH gehe doch auch ungefragt an seine Sachen ran. ICH drücke doch auch die Knöpfe, wann und wie ich will. Und die Küchengeräte gehören ja der Familie und nicht mir. Und ICH nehme mir sogar das Recht heraus, die Knöpfe an SEINEN Sachen zu drücken, wie ich grad lustig bin.

Klar, ich hab gute Gründe dafür... aber die hat mein Kind in dem Fall auch. Der Unterschied ist nur, dass ich die Macht hab, meine Wünsche durchzusetzen.

Macht man sich das klar, kommt auch die Kompromissbereitschaft ;)

Egal wie - es geht auf jeden Fall leichter MIT dem Kind als GEGEN das Kind :)

Fliegenpilz

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #13 am: 01. März 2012, 14:45:24 »
Generell finde ich "ins Zimmer schicken" doof, dennoch praktizieren wir es mit der Großen - aber auf eine andere Art und Weise.

Manchmal befindet sie sich in Situationen aus denen sie nicht mehr alleine rauskommt aber auch nicht mit uns - dann fragen wir sie gezielt ob sie eine kleine Auszeit nehmen mag. Und zu 98% sagt sie ja. Die Auszeit bedeutet dann: Sie geht ins Kinderzimmer, legt sich auf ihr Bett, hört entweder ein wenig Hörspiel oder schaut Bücher an. Die Tür wird geschlossen und niemand darf rein, solange sie die Tür nicht wieder aufmacht. Sie holt sich dann doch selbst aus der Situation raus indem die Situation verlassen wird und sie alleine ohne Eindrücke durch uns oder neuen Situationen durch die kleine Schwester konfrontiert wird.

Mal dauert es 5 Minuten, mal 30 Minuten. Die Zeit braucht sie dann einfach und die Kleine hat Zimmerverbot (S:D). Danach kommt sie und es geht entspannt weiter :D

Ins Kinderzimmer schicken lassen würde sich keins meiner Kinder, die kommen an die Türklinke ;D

Milka

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #14 am: 01. März 2012, 14:45:54 »
Ich biete großäugiges Staunen und ein sehr dringliches und besorgtes (!!): "Mama, was LOS?" wenn ich mecker s-:)

DAS ist ja noch total süß und würde mich zum lachen bringen  ;D

Aber wenn ne 5jährige auf ne angedrohte Konsequenz: "Mach doch, mir doch egal" antwortet, dann ..............  S:D S:D S:D
principessa numero uno 08/2006 ♥
numero due principessa 03/2010 ♥


„Am Ende wird alles gut.
Wenn es nicht gut wird,
ist es noch nicht das Ende.“

Sweety

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #15 am: 01. März 2012, 14:48:22 »
Ja Milka, ich brech dann auch jedesmal fast zusammen vor Lachen. Das entkrampft die Situation dann auch meistens schlagartig ;D
Ist sowieso auch eine gute Methode, wenn gar nichts mehr hilft - rumalbern, sich zum Affen machen. Wirkt hier fast todsicher :D

Aber ja, mir ist bewusst, dass dieser Methode zeitliche Grenzen gesetzt sind. Und ich fürchte mich auch schon vor "Mach doch..."
Constantin ist nicht der Typ, der SOWAS auslässt S:D ;D

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #16 am: 01. März 2012, 15:36:55 »
Das Problem ist, dass bei mir der eine konsequent die Ablenkung meinerseits durch den anderen ausnutzt  :P s-:).

Ich hoffe auf die Einschulung .... dann wird es angeblich besser ... zumindest mit dem Einen  ;D

Aber du hast es schon ganz gut beschrieben finde ich. Letztendlich geht es drum, das Kinder lernen, wie Leben funktioniert. Und wenn wir Erwachsenen uns den ganzen Tag mit Telefonen, Computern und Fernsehern beschäftigen oder eben auch der Spülmaschine und dem Herd, dann liegt die Hauptaufmerksamkeit des Kindes eben auch darauf. Und wenn Mama diese Dinge so vehement verteidigt, dann muss da ja was tolles dran sein  ;D.

Vielleicht kannst du ihn auch mehr mit einbinden. Ihn die Spülmaschine/Waschmaschine anschalten lassen, wenn du sie wirklich anstellen willst. Sie ausschalten lassen, wenn sie fertig ist. Ihn beim Ausräumen helfen lassen. Lass ihn das Telefon auf die Station stellen und lass ihn es dir bringen, wenn es klingelt. Versteht jeder Hund, also auch ein 2,5jähriger  S:D.

Ich neige leider häufig dazu Kinder- und Hundeerziehung zu vergleichen  s-:). Willst du, dass ein Kläffer aufhört zu kläffen, dann ist die einfachste Methode ihm beizubringen auf Kommando zu kläffen. Irgendwann tut er es nur noch auf das Kommando hin, weil er es eben damit verbindet  ;).

*mussichmirgleichaufschreibenichvergessdasimmerwieder*  ;D

Sehr geil .
Ich bin mir sicher wie noch nie , ich hab den Weg verstanden !

by P.B.

Hubs

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #17 am: 01. März 2012, 17:22:41 »
Der Moritz testet auch gern wer der stärkere ist und wer am längeren Hebel hockt  s-:) Ja sehr nerven aufreibend.

Was mir immer wieder hilft, um einfach die Nerven zu bewahren und nicht auszuflippen, ist die Tatsache, dass er sich nicht so benimmt, wei er mich ärgern will, sondern weil er diese fiese Machtlosigkeit spürt, weil er manchmal einfach mit sich und seiner Welt überfordert ist, weil es sowieso so viele Regeln auf dieser Welt gibt und weil mancher Tag einfach blöd läuft für einen knapp 3-Jährigen. Und mir hilft auch immer wieder zu sehen, welche Regeln er ohne zu murren einhält. Ich versuche mich an dem positiven zu erfreuen und zumindest Mitgefühl für seine Lage aufzubringen. Dann fällt es mir leichter ruhig zu bleiben und meine Ruhe hilft ihm sich "zu benehmen".

Und danke Sweety, das mit dem "Wie bitte", wenn er unverschämt wird, probier ich aus. Auch wenn ich dann wahrscheinlich die Worte einfach mit noch mehr Lautstärke um die Ohren gepfeffert bekomme  S:D
Hubs mit den beiden Buben *04/2009 *01/2012



How could anyone ever tell you, you were something less than beautiful?
How could anyone ever tell you, you were less than whole?
How could anyone fail to notice, that your loving is a miracle?

Sweety

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #18 am: 01. März 2012, 17:24:25 »
Hubs - das ist wie 'ne Gauss-Glocke... erst wird es immer lauter - aber irgendwann geht's auch wieder nach unten 8)

dane_80

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #19 am: 01. März 2012, 17:41:43 »
Hubs - das ist wie 'ne Gauss-Glocke... erst wird es immer lauter - aber irgendwann geht's auch wieder nach unten 8)

Definitiv. Aber weghören  oder auch mal wegkucken finde ich gute Erziehungsmethoden. Natürlich nicht wenn das Kind mit Stricknadeln an der Steckdose hantiert. Und auch nicht wenns mit dem Hämmerchen auf den Flachbild-TV losstürmt. Aber so machmal explodiere ich halt einfach nicht, sondern ignoriere die Provokation.
Wenn die verpufft ist der Anreiz es nochmal zu probieren sehr viel geringer als wenn Mama total vorhersehbar jedesmal auf die Palme geht.
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zuz

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #20 am: 01. März 2012, 23:00:01 »
Wurde ja schon das meiste gesagt, ich schließ mich mal Christiane an und denen, die es ähnlich sehen ;)

Ich hab meine solche Sachen auch immer machen lassen, aber eben nur einmal: Sie dürfen EINMAL klingeln, und zwar, wenn die Schuhe ausgezogen sind. Sie dürfen EINMAL die Waschmaschine anmachen - nämlich, wenn gerade Wäsche gewaschen werden soll. Usw.

Warum soll ein 2,5-JÄhriger kein Handy nehmen dürfen? Setz Dich doch mit ihm hin, wenn Du eh grad telefonieren musst, zeig ihm, welche Tasten er drücken soll und lass ihn machen. Bring ihm einfach Telefonieren bei. Aber wenn gerade nicht telefoniert werden soll, ist es eben tabu. (Und ja, notfalls steht der Stuhl mal auf dem Dachboden, wir hatten Zeiten, da haben wir täglich einen halben Umzug bewerkstelligt, aber das hat dann auch sehr schnell geholfen. Irgendwann mussten wir sogar alle drüber lachen, auch das tut immer wieder gut ;).

Auch PC, Radio, TV, etc., das sind doch alles Geräte, wo man eigentlich wenig kaputt machen kann. Einfach mit Anleitung dran rumspielen lassen und der Reiz wird recht schnell verpuffen.

Ach ja und Lichtschalter: Wir hatten hier auch schon die Sicherung draußen deswegen. Dafür darf meine Große bei den Großeltern so oft drücken, wie sie mag - denen ist es ja egal, weil sie da nicth täglich ist. Vielleicht hilft so was auch?

Und wegen alleine beschäftigen: Man kann sein Kind nicht dazu zwingen, alleine was zu machen, man kann aber sich einfach weigern, etwas mit dem Kind zu machen. Am besten zu einer festen Zeit, jeden Tag gleich, wo man sich einfach eine Auszeit gönnt. Ob man da nun Haushalt macht oder auch mal faulenzt: Man ist zwar da und redet auch mit dem Kind, aber man zieht einfach sein Ding durch. Ob das Kind nun spielt oder sich lieber langweilt, soll es ruhig selbst entscheiden, dafür ist man ja nicht verantwortlich.

Ins Zimmer schicken: Wegen so was nicht. Zimmer sollte keine Strafe sein.
Wir haben das in Ausnahmefällen gemacht, wenn sie sich in eine extreme Wut reingesteigert hat und richtig aggressiv geworden ist. Manche sagen ja dann, man soll dennoch beim Kind bleiben, notfalls die Hände festhalten, aber signalisieren, dass man da ist. Nun ja, das hat bei uns nur dazu geführt, dass sie noch wütender geworden ist - sie wollte dann nicht angefasst werden. Also ins Zimmer, Tür zu und nach 2 Minuten wieder auf. Hat funktioniert und wir haben es nicht oft machen müssen. Ob das toll war, keine Ahnung, aber für uns der einzige Ausweg, den wir in so Notsituationen wussten.

fauchu

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Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #21 am: 02. März 2012, 10:05:12 »
Hallo!

... viel ist ja schon gesagt worden, was mir noch einfällt - in dem Alter ist das allein beschäftigen noch selten  s-:) , aber bei uns hat "anspielen" oft geholfen...
Wenn ich in naher Zukunft etwas kinderfreie Zeit brauchte, hab ich mich mit Kalli hingesetzt und hab angefangen mit ihm Duplo zu bauen  - nach ein paar Minuten hab ich ihm Bescheid gesagt, dass ich "kurz" das und das machen muß und bin rausgegangen ... und, oh Wunder, das Kind spielt ganz allein weiter (für ne gewisse Zeit).

Wenn so richtig Provokations-Time ist nach dem Motto - lieber negative Aufmerksamkeit als zu wenig  S:D - Kind anziehen und raus... (wenns nicht will, dann vielleicht was verlockendes in Aussicht stellen  :P ) frische Lust beruhigt jedenfalls meine Nerven ungemein  ;D

Ich errinnere mich da an so manchen verregneten Spaziergang in der Dämmerung  ;) - der dann in einem begeisterten Vollbad in der tiefsten Pfütze und einer anschließenden warmen Wanne endete  ;D

Ansonsten denk ich auch, dass gerade in dem Alter die Kinder ganz oft überfordert sind... einerseits können sie schon viel (und entwickeln Allmachtsphantasien) und stoßen ständig an ihre Grenzen... und versuchen aber auch immer wieder zu prüfen, welche der Grenzen verschiebbar sind und welche nicht - oder wo überhaupt eine Grenze ist  :P

und um diese Grenzen für sich auch klar zu haben, hab ich mich auch versucht auf wenige no-gos zu konzentrieren... z.B. gehörten bei uns Bücherregale nicht dazu - die wurden 2-3 ausgeräumt und wieder gemeinsam angeräumt und gut.

"Gefährliche" Sachen durfte Kalli auch machen mit mir - wie Gemüse schneiden oder die Suppe umrühren... mit der Erklärung, warum er das nur mit Unterstützung machen darf...

Bezüglich der viel beschworenen  und wichtigen Konsequenz halt ichs ebenso, was ich nicht sehe, muß ich nicht anden... wenn das Kind grad ungefährlichen experimentellen Unsinn macht, dreh ich ungesehener Weise schnell ab und such das Weite  ;D

Für den Notfall gibt es noch die paradoxe Intervention - reagiere völlig unerwartet!

Die Stänkerbacke will ich sehen, die den Kurs beibehält, wenn Muttern nach dem 10 mal Licht an-Licht aus dramatisch zu Boden sinkt ... meine Augen, das Licht.... ich kann nix mehr sehen...  ;D (es bedarf einiger Nervenreserven und Rest-Guter-Laune und ist daher nicht immer praktikabel  s-:) )

LG  fauchu

Als Trotz-Anfalls-Prävention half bei uns immer rechtzeitige Ansagen, was als nächstes passiert, Wahl zwischen 2 Möglichkeiten lassen.
 (Ausnahme: wenn Laune ganz schlecht oder Müdigkeit hoch, keine Alternativen, keine Fragen stellen... )

« Letzte Änderung: 02. März 2012, 10:16:03 von fauchu »


*11/09


Sadaquee

  • Gast
Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #22 am: 02. März 2012, 10:10:13 »
Also nur fürs protokoll, ich habe alles gelesen und zur kenntnis genommen, kann aber nicht auf alles antworten. ich nehme das was mir derzeit am wichtigsten scheint.
Nämlich das drauf eingehen.

Er DARF die Spülmaschine anmachen bzw. ausräumen (und macht das super), waschmaschine aus und anmachen. Hilft beim Wäsche aufhängen.
Er macht das radio und das Licht an und aus, wenn wir den Raum wechseln, er darf den TV abends zu Papas Nachrichten an und ausmachen.
Er telefoniert unter meiner Anleitung ne halbe stunde auf Papas Heimweg mit ihm und er telefoniert mit Oma und Opa, ruft dort an. Er hat ein eigenes Handy mit dem er am tag meist ne halbe stunde spielen darf (son altes ding mit inaktiver simkarte) und er hilft beim aufräumen, putzen und kochen mit.
Und manchesmal darf er sogar ne Folge Sandmännchen oder manni auf youtube gucken.

Und trotz alledem verpufft die neugier nicht und er will überall ran und spielen. ich habe aber nicht die zeit ewig mit ihm am telefon zu sitzen. Er hat schon beim Notruf angerufen als ich mal nicht mitbekam das er das telefon hatte.
deshalb weiß ich nicht was ich noch machen soll. solange dran spielen lassen bis der reiz weg ist, funktoniert nun mal auch nicht. das habe ich schon ausprobiert.

Und ich muss sagen, heute morgen noch vor dem Frühstück wollte er bonbons. ich sagte "nein, nicht vor dem Frühstück, nicht allein nehmen"
er tat es trotzdem. Ich steckte ihn in sein Zimmer. Er brüllte ne minute und kam raus (er kommt schon seit nem Jahr an Klinken und kommt auch allein über türgitter und über sein wirklich hohes Bettchen) Ich fragte ihn ob er jetzt brav sei und auf mich hören würde, er sagte ja und hat ne volle (!) halbe Stunde mit seiner Kinderküche gespielt.
ALLEIN und ich habe richtig viel geschafft in der zeit. Dann gabs Frühstück und danach wars vorbei.... aber Immerhin ne HALBE Stunde. ich weiß garnicht mehr wie lange das her ist.
Ich will sein zimmer nicht als Bestrafung hernehmen, ich will ja das er freiwillig dort reingeht und spielt.
Manchmal habe ich das gefühl er guckt mich an und denkt "na was macht sie jetzt" oder sowas in der art. Nicht böswillig oder so, aber eben Grenzenaustestend und da muss was passieren, sonst macht er es immer wieder. wenn ich dann da steh und nichts mache oder ihm ne alternative biete, wird es immer machen, damit ich mich wieder mit ihm beschäftige und weil ermerkt es passiert nichts....
ich versuche so wenig wie möglich zu bestrafen oder so, aber manchmal glaube ich mal so´n hinweis darauf das noch immer ich hier der Erwachsene und die Mama bin, schadet ihm überhaupt nicht. Ich finde respekt vor den Eltern muss da sein und teilweise komme ich mir bei ihm wie ne witzfigur vor. Ist größtenteils ein gefühl, kann ich nicht belegen.
ich habe nur keine Ahnung wie dieser Hinweis aussehen soll.... Schlagen oder klopfen oder so kommt mir nicht in die Erziehung und bestrafen fällt mir halt absolut nichts ein zu diesen Sachen.

Ich mein das mit den bonbons heute morgen, was hättet ihr gemacht?
(Mit vorwissen das der morgen allgemein schon wieder nur mist lief bei ihm)

Sadaquee

  • Gast
Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #23 am: 02. März 2012, 10:15:31 »
@fauchi

anspielen hat ne Weile geklappt, aber nu springt er sofort auf wenn ich mal "kurz" weg muss was holen oder auf die Toilette oder so...  s-:)

und das Prinzip was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß mache ich auch. lieber schleich ih mich mal wieder raus und lasse ihn machen, als schon wieder zu meckern.
Das mache zumindest ich aber nur dann, wenn er nicht weiß das ich es gesehen habe, natürlich,
Ändert aber nichts an dem gleichen riesigen Interesse an allem elektrischen im ganzen haus.

Und wenn ich in die knie gehe und nichts mehr sehe, macht er nur weiter  ;D das findet er toll.
Wir spielen oft abends im dunkeln mit taschenlampen um ihm auch den reiz zu nehmen, aber so wie alles .... pustekuchen.

wir versuchen eigentlich immer irgendwie seinem Interesse nachzugehen und es dann auch auszuprobieren und hoffen das das Interesse verschwindet, aber das funktioniert äußerst selten.  :-[

Bettina

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  • Bullerbü :)
Antw:Machtkampf und Konsequenzen....
« Antwort #24 am: 02. März 2012, 10:30:22 »
Es macht nur dann Sinn gerade WENN er dich gesehen hat und gemerkt hat, dass du es mitbekommen hast. Weil das ist ja das Interessante. Er wartet ja nur auf deine Reaktion. Und Veränderung bei ihm bringt es nur, wenn er mitbekommt, dass du eben nicht wie gewünscht/erwartet reagierst.

Hast du denn mal versucht ihm zu verbieten in sein Zimmer zu gehen?

Thure hört meistens dann auf mit etwas, wenn ich ihm sage er soll mal noch doller und noch mehr machen  s-:). Und wenn er abends Theater macht beim ins-Bett-gehen (ist zusammen mit seinem älteren Bruder in einem Zimmer), dann nehm ich ihn mit raus und sag zu ihm, dass er nicht ins Bett darf und dass nur leise Kinder in ihr Bett dürfen und dass nur leise Kinder die Geschichte hören können und am nächsten Morgen ausgeschlafen sind. Allerdings wird auch sonst alles auf 0 gefahren. Es gibt kein Spielen mehr, kein Fernsehen, kein Toben, kein Essen, kein Trinken. Trinkflasche mit Wasser ist in seinem Bett, wenn er dann noch Durst hat, dann muss er halt leise sein und ins Bett gehen  S:D. Funktioniert erstaunlich gut.

Die Bonbons .... hätt ich einfach weggestellt ..... ohne große Erklärung. Schließlich hat er gehört, was du vorher gesagt hast. Was gibt es da noch zu erklären?

@anspielen: Bist du denn dann auch wieder hingegangen? Also in der Zeit, als es noch gut funktioniert hat. Oder hast du ihn dann da allein spielen lassen, bis er keine Lust mehr hatte? Dann ist es auch nicht verwunderlich, wenn er dir nicht glaubt, wenn du sagst, dass du "mal kurz auf Toilette musst". Wenn du sagst, dass du auf Toi musst, dann sollte das auch stimmen. Und wenn du mit ihm spielst und das sagst, dann geh auch wieder zu ihm hin. Oder eben nachdem, was du sonst schnell/kurz erledigen wolltest. Gehst du nicht wieder hin wirst du völlig unglaubwürdig und er hat gelernt, dass du keinen Bock auf spielen mit ihm hast. Ich wäre auch sauer, wenn ich mich mit jemandem beschäftige und derjenige sagt er geht auf Toilette und lässt mich allein, aber ist statt auf Toilette in der Küche beim Aufräumen oder sonst noch wo.
« Letzte Änderung: 02. März 2012, 10:33:54 von Bettina »
4+1 x Glück: 02/1998; 09/1998; 07/2006; 09/2008; 08/2011

Ann Kathrin Klaasen:"Ich hatte schon Freunde, da gab´s noch gar kein Facebook." Wolf:Ostfriesen-Feuer

 

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