Autor Thema: logische Konsequenz - nicht aufräumen  (Gelesen 8145 mal)

Hubs

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logische Konsequenz - nicht aufräumen
« am: 01. Juni 2012, 13:56:42 »
Könnt ihr mir mal Input geben? Der Moritz hat grad einfach Null Bock zum aufräumen und ich seh's nicht ein immer alles für ihn zu machen. Er ist regelrecht taub, wenn es darum geht, dass er was auräumen soll. Was ist die logische Konsequenz vom nicht aufräumen?
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Antw:logische Konsequenz - nicht aufräumen
« Antwort #1 am: 01. Juni 2012, 14:10:26 »
Du räumst es auf und es ist weg.
Er bekommt nichts neues mehr, bevor das nicht aufgeräumt ist. (Also nicht neu im sinne von neu gekauft, sondern zum Spielen)
Du spielst nicht in einem unaufgeräumten Zimmer mit ihm.
Du möchtest dich da selbst nicht aufhalten, weil du dich da nicht gut fühlst.
Kein Besuch.

Joa, das ist so das logischste, was mir dazu einfällt  :)
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mareka

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Antw:logische Konsequenz - nicht aufräumen
« Antwort #2 am: 01. Juni 2012, 14:10:49 »
Weniger Spielsachen, damit nicht so ein Chaos entsteht. Einfach mal ein paar Kisten wegräumen und immer wieder austauschen.

Wenn er mit Dir was spielen will, Memory oder so, würde ich darauf bestehen, dass er zuerst Platz frei räumen soll (evtl. mit Dir zusammen), ansonsten könnt ihr halt nicht spielen.

Dinge, die ständig nur rumfliegen, ohne dass richtig damit gespielt wird, würde ich für eine Zeit lang ganz wegräumen, so haben wir es mit den Kaufladensachen gemacht. Bisher hat sie keiner vermisst. Irgendwann hole ich sie mal wieder her, mal sehen, wie sie dann damit umgehen.

Im Wohnzimmer muss aufgeräumt werden, ansonsten dürfen sie da nicht mehr spielen, im Kinderzimmer bin ich nicht so streng. Alle 2 Wochen kommt meine Putzhilfe, da muss aufgeräumt werden, dazwischen immer mal wieder das gröbste Chaos. Bei uns wird nicht jeden Abend aufgeräumt (außer im Wohnzimmer).

Ich habe auch schon damit gedroht, den großen Müllsack zu holen, wenn es mir zu bunt wurde... Meine Kinder sind aber auch schon ein bisschen älter...
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Antw:logische Konsequenz - nicht aufräumen
« Antwort #3 am: 01. Juni 2012, 14:13:53 »

Gute Frage...

Der Große muß sein Zimmer aufräumen, bevor er ins Bett geht.
Da er ja erst 2 ist, räumen wir zusammen auf, aber er weiß, dass wenn er nicht hilft oder alles wieder rausräumt, gibts keine Gute-Nacht-Gechichte.

Ist zwischendurch mal aufräumen angesagt, kommt er in sein Bett (er schläft noch im Gitterbett und kommt da alleine nicht raus und es ist unser "Strafraum").
Wird er bockig, kommt er aus der Situation raus sofort in sein BEtt und ich geh vor die Tür und hole tief Luft. Anschl. wird er gefragt, ob er wieder lieb ist und wir machen da weiter, wo wir vorher unterbrochen haben. Kommt nicht oft vor, aber wenn, dann klappt es super.

Ich finde es wichtig, dass die "Strafe" unmittelbar erfolgt, weil die Kids noch zu klein sind, um eine spätere Bestrafung oder Konsequenz zu begreifen.

Ich hab vergessen zu gucken, wie alt der Moritz ist, aber wäre Nicht-aufräumen eine Konsequenz? Soll er selber sehen, wie er in seinem Durcheinander zurecht kommt?
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Antw:logische Konsequenz - nicht aufräumen
« Antwort #4 am: 01. Juni 2012, 14:20:10 »
Also wenn es um einzelne Dinge geht helfen bei uns 2 Konsequenzen:

- bevor das beendete Spiel nicht wieder aufgeräumt ist, spiele ich mit ihr auch kein neues.

- Spielsachen, Bücher, etc. die auch nach mehrmaliger aufforderung nicht aufgeräumt werden, räume ich auf. Das heißt dann aber, das sie mind. für den rest des tages weg sind, oder auch für mehrere tage.

das zieht eigentlich immer.

das Zimmer aufräumen machen wir meist zusammen. d.h. sie muss helfen. Ich geb ihr eben klare anweisungen wie "räum die Duplosteine bitte in diese Kiste" und sage ihr auch gleichzietig, was ich dafür in dieser Zeit mache. oder wir machen ein Wettstreit draus: "Wer schafft es am schnellsten die Duplosteine, Plüschtiere, was auch immer in die Kist zu räumen?" Und da springt sie meistens drauf an.

Ich finde generell die Konsequenzen, die bettina aufgeführt hat durchaus sinnvoll. je nach Alter.

@Nicole
Ich halte nix davon, das Bett zum "Strafraum" zu machen. Ein bett sollte etwas positives sein und nichts negatives. immerhin soll er da ja gern rein gehen zum schlafen.  :-\
 


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Antw:logische Konsequenz - nicht aufräumen
« Antwort #5 am: 01. Juni 2012, 14:22:42 »
da wurden ja schon viele gute Tipps gegeben...

also ich mach es auch so, dass es dann nichts neues zu Spielen gibt...

nicole, sorry, aber deine Ideen sind keine logischen Konsequenzen  :-\ sondern völlig zusammenhanglose Strafen  :-\

und zudem geb ich Badita recht, das Bett wird ja so zu einer ungeliebten Ort  :-\
« Letzte Änderung: 01. Juni 2012, 14:24:18 von ѕтιηє »


Pünktchen

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Antw:logische Konsequenz - nicht aufräumen
« Antwort #6 am: 01. Juni 2012, 14:30:04 »
Meine Tips wurden schon genannt.

- es wird nichts neues rausgeholt, bevor das alte Spiel aufgeräumt wurde.

- wird das aufräumen verweigert räum ich es auf und dann ist es weg. (bis es wieder "verdient" wurde

- es gibt eine Ecke in Zimmer wo gebaute oder nicht fertig gespielte Dinge stehen bleiben dürfen.

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Antw:logische Konsequenz - nicht aufräumen
« Antwort #7 am: 01. Juni 2012, 14:46:56 »
Mein Vater hat es auch so gemacht:
Wenn wir nicht aufräumen hat er damals aufgeräumt, aber dann waren die Sachen weg!
Und das hat ganz gut gezogen!



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Antw:logische Konsequenz - nicht aufräumen
« Antwort #8 am: 01. Juni 2012, 15:33:24 »
Warum ist "kein Besuch" eine logische Konsequenz des "nicht aufräumens"?
Ich frage, weil ich da keinen Zusammenhang sehe vorallem mit dem Blick darauf, wie oft betont wird, dass man in der Wohnung ja lebt und sich nicht in einem Ausstellungsraum befindet. Empfangt ihr auch nur Besuch, wenn die Küche aufgeräumt ist oder unterbindet es euer Ehemann ansonsten? :P


@Hubs
Wann muss er aufräumen - und wieso?
Am Abend bevor es ins Bett geht oder zwischendrin, weil er mit etwas Neuem anfängt?


Hier ist es so:
Am Abend ist großes Aufräumen und wir räumen alle zusammen auf.
Wir helfen den Kindern, sie kriegen dabei eine feste Aufgabe. Sie sind einfach vom logischen Denken her noch gar nicht in der Lage ein riesigen Spielzeugberg wegzuräumen an den richtigen Ort jeweils.
Die Aufgaben können so aussehen: "Du suchst alle Bücher zusammen und legst sie auf/vor das Bücherregal" (z.B. die Kleine, die Große würde sie auch einsortieren) oder "Du räumst alle Puppensachen in die Kiste" oder "Du räumst die Küche auf!". Ein Spielzeuggebiet, eine Aufgabe. Das klappt hier jeden Abend ohne Theater, ohne Diskussionen und in Rekordgeschwindigkeiten.

So dürfen sie tagsüber auch verschiedene Sachen ausräumen, es ist ihr Kinderzimmer und wenn sie keinen Platz mehr zum Spielen haben und darüber klagen, dann räumen wir auch zwischendurch mal gemeinsam einen Teil weg.
Einzige Regel hierbei: Das Chaos bleibt im Kinderzimmer. Nicht: Im Kinderzimmer ist kein Platz mehr, machen wir im Wohnzimmer weiter :P

Einzig Brettspiele und Puzzle stehen nur im Wohnzimmer zur Verfügung und werden nach Gebrauch auch direkt wieder eingeräumt und ins Regal gestellt, vorher gibt es kein Neues. Räumen sie diese nicht wieder ein, dann stehen die anderen nicht zur Verfügung.

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Antw:logische Konsequenz - nicht aufräumen
« Antwort #9 am: 01. Juni 2012, 15:59:58 »
Christiane ... weil es in einem absoluten Chaos-Zimmer keinen Besuch gibt.

Ich rede nicht von einem bespielten Zimmer oder einem Zimmer wo vorher oder auch die Tage vorher gespielt wurde oder wo gebautes oder bespieltes rumsteht.

Bei uns ist aufgeräumt immer noch so, dass es nicht aussieht wie im Katalog. Aber wenn Sachen einfach nur rumliegen oder am besten noch in einem Wutanfall rumgeworfen wurden (was hier vorkommen kann), dann ist es nicht mehr so, dass man da spielen kann. Z.B. wenn man vor lauter Duplo-Steinen nicht mehr weiß, wo man den Fuss hinsetzen soll. Ebenso wenn sich das Spielen deshalb ins Wohnzimmer verlagert, dass man im KiZi nicht mehr spielen kann. Und DANN wird erst aufgeräumt, bevor jemand anderes eingeladen wird zum spielen.

Für mich ist das sehr logisch.
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« Antwort #10 am: 01. Juni 2012, 16:36:47 »
Ich räume auch auf bevor Besuch kommt.  ;D

Meine Freundin hat jetzt nach mehrmaliger Ansage, dass Kinderzimmer fast komplett leer geräumt. Ihre beiden Jungs haben jetzt noch Malsachen und eine kleine Kiste Legos. Bei ihnen war das Problem, dass sie nicht nur nicht aufgeräumt haben, sondern auch noch gezickt haben.

Sie können sich jetzt jeden Tag Spielzeug wieder her "verdienen" indem sie aufräumen. Ich finde es ok, zumal die beiden Jungs mit 5 und 3 durchaus verstehen was das soll. Auf jeden Fall freut sich meine Freundin heute über viele selbstgemalte Bilder.  :D
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« Antwort #11 am: 01. Juni 2012, 20:10:51 »
@ mareka: Es geht nicht um das große Chaos. Der Moritz hat sicherlich nicht zu viele Spielsachen, hier fliegt nix rum, womit nicht gespielt wird. Ich will keine gröbste Chaosbeseitigung, ich will Ordnung  ;)

@ Bettina: Kein Besuch find ich auch nicht logisch.

@ Nicole: Ich will ja keine Strafe. Ich will einfach nur eine logische Kosequenz. Und ich will nicht, dass er lernt im Chaos zurecht zu kommen, sondern dass er versteht, dass er seine Sachen selbst wieder aufraeumen soll.

@ Badita: Wenn wir viele Sachen aufraeumen, dann machen wir das auch zusammen und ich geb ihm auch detaillierte Anweisungen, das ist in dem Alter auch wirklich wichtig, sonst waere er einfach ueberfordert.

@ Christiane: Mir geht es um das Aufraeumen, wenn er was neues anfaengt.
Der Moritz spielt eigentlich immer im Wohnzimmer. Er hat seinen kleinen Tisch hier stehen, da kann er irgendwelche Legobauten oder aehnliches stehen lassen. Aber wenn er z.B. seine Werkzeugkiste ausleert, und nach ein paar Minuten sagt, er will jetzt raus gehen, will ich, dass er das Werkzeug wieder aufraeumt.

Ach beim Moritz ist das manchmal schon schwierig. Ich hab ihm letztens seine geliebten Sommerlatschen weggenommen, weil er sie nicht aufraeumen wollte. Da sagt der doch glatt, macht nix, dann zieh ich die Sandalen an  :o
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« Antwort #12 am: 01. Juni 2012, 20:14:22 »
Da kann ich dann wohl nicht mitreden, denn meine Kinder müssen nicht ALLES sofort wieder wegräumen womit sie gespielt haben.

Das mit dem Besuch hab ich erklärt. Wenn es da nur um die Werkzeugkiste z.B. geht und er will raus, dann wäre das auch hier nicht die Konsequenz. Ist ja albern.

Aber so aufgeräumt wie bei euch ist es hier offenbar einfach nie.
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« Antwort #13 am: 01. Juni 2012, 20:36:32 »
Für mich bleibt "Kein Besuch" bei "nichtaufgeräumten Zimmer" dennoch keine logische Konsequenz. Für mich wäre es eine logische Konsequenz zu sagen "Du darfst Besuch empfangen, aber ihr könnt nicht im Kinderzimmer spielen sondern nur draußen". Keinerlei Besuch finde ich ungerecht :P

@Hubs
Wieso muss das Werkzeug sofort wieder aufgeräumt werden? Wieso kann es nicht liegen bleiben bis ihr wieder reinkommt, vermutlich räumt er es dann ja sowieso wieder aus. Immer alles sofort aufräumen müssen meine auch nicht (mehr). Ich habe es mal genauso gehandhabt wie du, aber mittlerweile sehe ich da keinen Sinn mehr hinter. Gehen wir raus, dann sehe ich die ausgekippte Werkzeugkiste nicht, ich kann weder drüber stolpern noch behindert sich mich bei Aktivitäten oder stört mich.

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« Antwort #14 am: 01. Juni 2012, 20:41:02 »
Ja klar und dann fängt es an zu regnen und du sagst "So, dann geht mal nach Hause."

Einladungsbesuch nach Hause ist erstmal nach Hause, ins Haus, ins Zimmer. Und dann muss das zumindest begehbar sein und es muss erkennbar sein, wo man was findet.

Dass es zu Hubs Problem nicht passt .... gut, seh ich nach der Erläuterung auch so, aber da bin ich halt so pingelig auch nicht. Wenn es nicht gerade Überhand nimmt, dann wird hier einmal am Tag klar Schiff gemacht und das ist abends vor dem ins Bett gehen.

Da seh ich es halt wie du es auch siehst. Von diesem Aufräumen rede ich ja auch nicht.
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« Antwort #15 am: 01. Juni 2012, 20:44:02 »
Das sehe ich halt anders.
Wir haben auch Besucherkinder und gehen dann nicht zwangsläufig ins Kinderzimmer, sondern direkt zum Spielplatz oder in den Wald. Und danach bringe ich die Kinder auch wieder nach Hause, weil ich ehrlich gesagt keine Lust habe eine Horde 3 - 4jähriger bei Temperaturen von 28°C und mehr in meiner Wohnung rumrennen zu haben, wenn es nicht zwangsläufig nötig ist.

Und ja, fängt es an zu regnen und ich hätte vorher die Regel aufgestellt "im unaufgeräumten Zimmer gibt es keinen Besuch", dann wäre die logische Konsequenz, dass das Besucherkind nach Hause muss - und ich würde es dem Besucherkind auch so erklären.

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« Antwort #16 am: 01. Juni 2012, 20:55:44 »
Ja, Christiane, das habe ich auch. Aber es hat halt auch mal nicht 28° und zusammen zum Spielplatz gehen oder in den Wald ist dann für mich auch nicht der Spielbesuch zu Hause.

Gibt es bei dir für ein Verhalten immer nur eine Konsequenz?

Wenn geplant ist, dass wir in den Wald oder auf den Spielplatz gehen, dann ist die Konsequenz "da darf kein Besuch kommen Wumpe", weil dann eben eh keiner käme, wir nicht mal zu Hause wären.

Wenn aber die Kinder am Tag vorher nicht abends aufgeräumt haben. Ich ergo nicht gesaugt habe vormittags und beim Abholen gefragt wird, ob xy kommen darf, um zq zu spielen, dann geht das nicht. Dann können sie mit nach Hause gehen, das Zimmer aufräumen und dann bin ich gerne bereit, xy anzurufen, ob sie Zeit und Lust haben zu kommen. Sie dürften auch hingehen, aber es könnte halt keiner kommen.
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« Antwort #17 am: 01. Juni 2012, 21:00:14 »
Aber das sag ich doch - sie dürften dennoch Besuch haben, aber nicht im Kinderzimmer solange es nicht aufgeräumt ist. Sprich: Es geht direkt in den Garten oder auf den Spielplatz oder in den Wald - oder sie gehen erst nach Hause, räumen auf und können sich dann im Kinderzimmer treffen.

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« Antwort #18 am: 01. Juni 2012, 21:03:42 »
Definitionssache. Zusammen auf den Spielplatz gehen ist für mich nicht Besuch haben.

Im Grunde sagst du doch dasselbe wie ich. Besuch aber nicht im Kinderzimmer, Besuch, aber erst nach dem Aufräumen, Besuch aber im Wald, ja mei .... kein Besuch im Kinderzimmer als Konsequenz für nicht aufräumen.

« Letzte Änderung: 01. Juni 2012, 21:06:17 von Bettina »
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« Antwort #19 am: 01. Juni 2012, 21:04:34 »
Unsere Mädchen haben ein Spielzimmer, da ist es mir ziemlich egal, wie es aussieht. Etwa einmal die Woche räumen wir gemeinsam auf. Wie bei Christiane bekommen sie Hilfestellung. Eigentlich klappt das ganz gut und das ganz große Chaos entsteht erst, wenn Besuch da ist. Da ist es eigentlich vergebene Liebesmüh, wenn die sich vorher mit Aufräumen stressen.

Was mir nicht wurst ist: wie es in den anderen Räumen aussieht. Wer nach Hause kommt, muss seine Schuhe an den vorgesehenen Ort stellen, den KiGa-Rucksack aus- und aufräumen, die Zahnbürste wegräumen, dreckige Unterhosen in den Wäschekorb legen etc. Es sind halt Gemeinschaftsräume, in denen sich alle wohlfühlen sollen.

Konsequenzen bei Nichteinhalten:
- es gibt die dreckige Brotdose am nächsten Tag in den KiGa mit oder das Frühstück ohne Rucksack
- die Unterhosen bleiben liegen, bis es die Mädchen selbst stört
- Androhung, unaufgeräumte Sachen in den Müll zu werfen (auch schon gemacht)

Oft gibt es auch gar keine Konsequenzen, sondern ein stetes Wiederholen und Erinnern an die kleine, lästige Aufgabe.

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« Antwort #20 am: 01. Juni 2012, 21:05:31 »
Wenn ich die Aufsichtspflicht für dieses Kind habe, dann ist für mich Spielbesuch - egal ob sie im Kinderzimmer, im Garten oder auf dem Spielplatz spielen. Es ist in meiner Obhut, es ist damit quasi mein Besuch auch wenn wir uns außerhalb meiner vier Wände aufhalten.

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« Antwort #21 am: 01. Juni 2012, 21:09:47 »
Sag ich doch Definitionssache. Für mich ist Besuch zu Hause und wenn Spielbesuch da ist, dann ist klar, dass die auch ins Kinderzimmer wollen und sollen oder zumindest dürfen sollen. Dass man nicht von einer Spielplatzverabredung spricht egal ob in meiner Aufsicht, mit anderer Aufsicht oder überhaupt alle zusammen ... ja mei, ist für mich halt ganz was anderes. Da stört ja das Zimmer nicht.

Aber da müssten sie halt auch nicht aufräumen, weil mir da Ordnung ziemlich weit hinter Spaß und nen schönen Tag haben hinten ansteht.
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« Antwort #22 am: 01. Juni 2012, 22:06:36 »
@Hubs: Die logischste Konsequenz wäre für mich dass DU da lockerer wirst.
Kinder in dem Alter können das glaube ich noch nicht wirklich, dass sie sich für ein Spielzeug entscheiden, es spielen, dann sofort wegräumen und das nächste Spielen.
Mein Sohn kann total fasziniert mit was spielen, dann fliegt ein Schmetterling vorbei und er ist in einer ganz anderen Welt.

Bei uns ist es auch so: Das Wohnzimmer/Kinderzimmer darf in eine Schlachtfeld verwandelt werden. Aber abends wird es dann wieder in ein Wohnzimmer/Kinderzimmer verwandelt. Wir machen das auch miteinander und mit Anleitung. Selbst wenn sie sich sehr bemühen haben sie nicht die Fähigkeit das strukturiert anzugehen, können aber die Einzelaufgaben (alle Bücher in die Kiste, die Arztsachen in den Arztkoffer, etc.) gut umsetzen.

Du musst ja nicht bis abends warten, aber ich glaube wirklich dass Kinder einfach im Spiel nicht immer direkt aufräumen KÖNNEN.



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« Antwort #23 am: 01. Juni 2012, 22:38:44 »
Ich finde schon, dass Spielsachen, die "ausgespielt" sind aufgeräumt gehören. In Hubs Beispiel mit der Werkzeugkiste würde ich konsequent verlangen, dass diese erst aufgeräumt wird. (natürlich begleitet in diesem Alter)

Spiele die lediglich unterbrochen werden. Also z.B. weil die Puppe grad schläft, dann kann natürlich dieser Teil liegen bleiben.

Für mich hat das nicht nur mit Ordnung sondern auch mit einer simplen Platzfrage zu tun. Wenn auf dem Spieltisch schon das Memory-set liegt hab ich keinen Platz um Obstgarten zu spielen oder zu malen. Und ich seh es auch nicht ein, dass jeder Bereich in meiner Wohnung Spielbereich ist. (nur um das Argument zu entkräften - dann geht man an den nächsten Tisch) Man räumt doch auch den Tisch ab, wenn man fertig mit Essen ist und lässt es nicht bis zur nächsten Mahlzeit stehen...

liadan

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« Antwort #24 am: 02. Juni 2012, 07:32:41 »
Logische Konsequenz wäre wei bereits geschrieben die Sachen sind eben weg, wenn sie nicht aufgeräumt werden. Ebenso gäbe es keinen Spielbesuch wenn das Zimmer aussieht wie sonstwas, weil wie will man denn spielen wenn alles kreuz und quer im Zimmer verteilt ist?

Wenn ich weiß das wir Besuch bekommen räume ich auch vorher auf und starte eine Putzaktion, ganz einfach damit der Besuch sich wohlfühlt und vor allem weil ich weiß wie manche Leute ticken wenn sie in eine unaufgeräumte Wohnung kommen.

Es ist außerdem sehr unhöflich wenn Besuch sich erstmal Platz schaffen muss weil überall was rumliegt. Wenn  man anfängt alles gleich wegzuräumen wenn  man es nicht braucht  kann erst gar kein Chaos entstehen.

Mein Sohn ist fast 6 und ist trotz Konsequenzen, Verbote und Geschimpfe und Gemotze was das anbelangt auch taub auf beiden Ohren, ihm ist es völlig egal.  :-(

Ansonsten bin ich da ganz bei Bettina, Besuch ist bei mir Besuch zu Hause und kein gemeinesamer Spielplatzbesuch. Spielbesuch heißt das die Kinder zusammen spielen und nicht die Animateuse spiele für die Kinder.  ;)

Mein Sohn hatte mal Besuch von einer Kindergartenfreundin und sein Zimmer war nicht tippi toppi in aufgeräumt und pingelig aber so, daß man eben jemanden reinlassen konnte und was macht die kleine mit ihren 5 Jahren fragt doch echt ob wir keine Putzfrau hätten, Marius Zimmer wäre ja nicht aufgeräumt. Da hab ich nur gesagt nein wir habe keine Putzfrau, Marius muss aufräumen da sagt sie eben nur sie hätte ein Putzfrau die ihr Zimmer immer aufräumen würde. Dem Papa von der kleinen war das megapeinlich als er sie abholt und meinte nur das ihre Putzfrau eigentlich gar nicht das Zimmer von der Tochter aufräumen solle, sie es aber immer machen würde.

Den Aufschrei von eingein EO Userinnen möchte ich hören wenn sie in eine Wohnung kommen in der nicht aufgeräumt ist und das Kinderzimmer aussieht wie nach einem Bombenanschlag ...!

@Nipa, Kinder können das noch nicht im dem  Alter Ihr Spielzeug wegräumen wenn sie nicht mehr damit spielen? Das mag ich mal bezweifeln im Kindergarten können die Kinder das sehr wohl und machen sie auch meist ohne Gemotze, warum also sollten sie das zu Hause nicht können?
 

Heutzutage ist es so verdammt schwer dumm zu sein,  weil die Konkurrenz so gigantisch ist!

 

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