Ich kenn das Problem auch - hatte das mit meinem Jüngsten, nachdem zwei Kinder völlig problemlos in den Kiga gegangen sind. Es ist einfach so - egal wie erfahren man als Mutter doch ist, es kommen immer mal wieder Situationen, wo man davor steht und nicht weiter weiß, weil das noch nie ein Thema war.
Mein Sohn kam mit zweieinhalb in den Kiga und rund um den dritten Geburtstag fing er auf einmal damit an, zu klammern beim Abschied, zu weinen mit allem was dazugehört

Und jedes Mal wenn ich dann nachgefragt habe war alles gut, sobald ich außer Sichtweite war.
Problem an der Situation ist wirklich, solange man selber zweifelt, überträgt sich das aufs Kind. Wenn ich äußerlich selbstsicher aufgetreten bin meinem Kind gegenüber, ging es besser!
Allerdings fing er dann auf einmal an mit "Bauchweh" und das war wirklich schlimm. Zu der Zeit flogen auch die MD-Viren sehr tief und er hat sie jedes Mal dankend angenommen, so dass ich nicht wirklich einschätzen konnte, ob da jetzt wirklich was ist oder nicht.
Einmal hab ich mich da im Kiga so dermaßen zum Horst gemacht, das war sooo peinlich

Wir sind in den Kiga, alles ok. Dann beim Ausziehen fing er herzzerreißend an zu jammern mit Bauchweh und hielt sich den Bauch fest

Also wieder angezogen und heim, die Erzieherinnen wussten auch nicht so recht, was sie mir raten sollten (normalerweise sagen sie einem einfach, dass sie ja anrufen wenn was ist). Ich wollte das nicht verantworten und wir sind wieder heim. Kaum dort angekommen, strahlte das Kind mich an und erklärte mir, nun gehe es ihm gut und er wolle nur nicht in den Kiga

Nu ja, da MUSSTE er dann wieder hin (und mir wars sooo peinlich, da wieder aufzutauchen, aber es half ja nix, so gings ja dann nun auch nicht!).
Na ja, ich würds weiter probieren, normalerweise geht diese Phase (

) wieder vorbei - und konsequent bleiben. Ich würds gar nicht weiter thematisieren, dass du zu Hause bist und was du dort machst. Nen Tag einfach so "Ferien" würd ich auch nicht wieder machen, denn dann wird sie das immer wieder versuchen.
Und du möchtest doch, dass sie in den Kindergarten geht, weil ihr das auf Dauer gut tut, oder?

Der Vergleich mit der Schule hinkt mMn trotzdem ein bisschen, schließlich handelt es sich hier um eine Dreijährige und nicht um eine doppelt so alte Schulanfängerin.
