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Autor Thema: Kinder und die frage nach dem Tod  (Gelesen 499 mal)

ISpawn

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Kinder und die frage nach dem Tod
« am: 22. Dezember 2010, 15:16:49 »
Hallo zusammen,

seit relativ kurzer Zeit (ca. 2 Monaten) erzählt mir meine kleine immermal wieder von Ihrer Schwester... die jetzt ein Engel ist, und meiner kleinen die diversesten Sachen beigebracht hat (Zitat:'als ich ein Baby war', das geht von Tanzen über Sprachen, Schreiben, malen usw ...

Mittlerweile wird es weniger, das Sie Ihre 'Schwester' erwähnt (welche übrigens nie existierte aber Ihren Namen trägt und auch die Eltern haben die gleichen Namen ebenso wie der kleinere Bruder), dafür werden die Fragen nach dem Tod häufiger.

So auch gestern Morgen 'Papa, Mama wenn Ihr Tod seid dann hab ich ja keine Eltern mehr.' oder auch: 'Warum müssen alle Sterben?' genauso wie:'stirbt Opa tick-tack bald'

Das Thema hat mich ziemlich kalt erwischt, und ich wusste mir nur noch zu helfen mit dem 'König der Löwen' und dem ewigen Kreis des Lebens, erklärt habe ich es Ihr anhand eines Baumes und der Jahreszeit.... aber wie geht man (oder Ihr) das Thema mit einer 3 1/2 Jährigen an ?

Als Ursache bzw. Auslöser denke ich an den Kindergarten, da dort die Leiterin kürzlich verstorben ist, und das Thema dort eingebracht wurde.

Gruß
Micha

scarlet_rose

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Antw:Kinder und die frage nach dem Tod
« Antwort #1 am: 22. Dezember 2010, 15:28:37 »
Kinder gehen mit dem Thema noch viel leichter und unbeschwerter um, wie erwachsene.
Am besten ganz offen.
Ich denke mit deiner Erklärung war das schon ganz ok.

Da Kinder die "Ewiigkeit" des Todes noch nicht einschätzen können verstehen sie auch die gesamte Tragweite nicht.
Ich würde da in dem Alter nicht zu viel drum rum machen.

Liam weiß, dass alle Menschen, wenn sie alt werden, irgendwann mal sterben müssen oder auch aus anderen Gründen. Und er nimmt das relativ locker.
Auch die Frage nach Mamas und Papas Tod kam bei uns schon. ich habe das alles immer recht einfach gehalten mit den Erklärungen und da noch nicht viel drum herum gemacht.

Kinder sehen den Tod anders und viel einfacher, als wir. Deswegen würde ich es auch alles so einfach halten bei den Erklärungen

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Alchemilla

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Antw:Kinder und die frage nach dem Tod
« Antwort #2 am: 22. Dezember 2010, 20:05:52 »
Ich schließe mich scarlet an.
Jonathan fing schon mit 2,5 Jahren damit an, weil damals unsere Katze überfahren wurde und ich ihm erklären musste, warum sie nicht mehr nachhause kommt. Kürzlich starb seine Uroma. Für Jo ist der Tod auch immer wieder Thema - er scheint sich aber nicht zu fürchten. Es fasziniert ihn einfach. Ich habe es ihm erklärt "wie es ist", dass alle Menschen und alle Tiere einmal sterben müssen.
Den Tod habe ich ihm so erklärt: Man fliegt in den Himmel und da ist es schön aber man kann nicht mehr zurück auf die Erde kommen. Er kommt immer wieder mal mit Ideen wie: Wenn der liebe Gott die Leiter festhält, könnte man ja runterklettern oder Mama?  ;D

Ob es jetzt ein Leben nach dem Tod gibt - das sind Fragen, die diskutier ich dann mal in ein paar Jahren mit ihm  ;)
Was ich nur nicht machen würde: Mit Worten wie "einschlafen" anfangen oder so. Ich weiß von Kindern, die danach Angst hatten, sie würden nicht mehr aufwachen.


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family-zen

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Antw:Kinder und die frage nach dem Tod
« Antwort #3 am: 23. Dezember 2010, 08:38:48 »
Hallo,
alle Kinder gehen irgendwann durch diese Fragezeit. Bei den meisten kommt es ungefähr mit 4 Jahren, aber wie immer hat jedes Kind in seinen eigenen Rhythmus. Hängt auch davon ab, wann Kinder mit dem Tod in Berührung kommen.
Von Deinen Beschreibungen, wie Du reagiert hast, denke ich Du machst das prima. Sollten Kinder mit einem konkreten Todesfall konfrontiert sein, dann gibt es tolle Bücher, je nach Alter.
Als mein Sohn ca.5 war, starb ein Kind in seiner Kindergartengruppe. Die Erzieher haben das fantastisch begleitet, unter anderem mit dem Buch "Über den großen Fluss". Es ist seitdem eines meiner Lieblingsbücher.

LG
Spleeny

Rina

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Antw:Kinder und die frage nach dem Tod
« Antwort #4 am: 23. Dezember 2010, 22:35:02 »
Wie ich das Thema bei meinem Sohn behandeln würde weiß ich ehrlich gesagt noch nicht aber ich weiß noch wie meine Eltern das bei mir damals gemacht haben:
Und zwar haben sie uns Kindern erklärt das z.b. Opa nun im Himmel ist und von oben auf uns aufpasst.Und wenn man abends in den Himmel schaut ist und den hellsten Stern sieht,dann ist das Opa der von oben runterschaut.
Natürlich war dann auch die Frage warum?; aber das wurde je nach grund des Todes anders erklärt. Meine Eltern haben da eigentlich kein Blatt vor den Mund genommen was ich aber auch richtig fand. So war es für uns leichter
Jeder macht das anders und sollte es auch so machen wie man sich dabei am wohlsten fühlt.

 

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