Autor Thema: KiGa Eingewöhnung, wie am Besten? UPDATE 16.10.12 im Beitrag 5  (Gelesen 4214 mal)

♥Der♥Juli♥Clan♥

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Hallöchen!

Meine Große gerade 3 geworden im Juli, hatte nun letzten Donnerstag ihren ersten Kindergartentag. Sie geht dann irgendwann von Morgens ab halb 8 bis Mittags um 13 Uhr. Die Bringphase ist bis 9 Uhr, bisher kamen wir so auf kurz vor halb 9, da wir auch mit  Eingewöhnung machen. Den ersten Tag haben wir auch nicht so lange gemacht, nur bis 11 Uhr. Das war ok und ihr hat es auch sehr gefallen. Dazu muss ich aber auch sagen, dass sie generell am Liebsten nichts ohne Mama macht.  Da fängt das Problemchen allerdings bereits an. Klar ist das alles neu und fremd zugleich dennoch aufregend und sie ist auch neugierig, aber sie klebt permanent an meiner Seite. Das ist nicht nur so jetzt im KiGa sondern überall so, sie ist sehr anhänglich. Freitag hatten wir schon zwei Trennungsversuche, einer hat sich spontan ergeben, wo die Keine sofort eingewilligt hatte und der zweite hat dann auf Anhieb super geklappt, da sie nun in den ersten Trennungsversuch schon ein bisschen Vertrauen gefasst hatte, dass ich ja wieder komme! Naja und dann kam das W.E. und irgendwie war klar das wir ein bisschen wieder von vorne anfangen. Aber wir hatten es gleich wieder mit Trennung noch vor dem Morgenkreis probiert, es war schon schwieriger, aber die Erzieherin schnappte dann meine Tochter in den Arm als ich mich veraschiedet hatte und alles war super, das war dann ok ohne viel groß rum gerede und getue. Bis zu dem Zeitpunkt als die Spielfreundin von meiner Tochter anfing nach ihrer Mama zu weinen, die ansonsten eigentlich das Gegenteil ist und keine Probleme ohne ihre Mama hat, tja da war dann bei meiner Tochter auch alles aus und sie wollte nur noch das ich komme (nach 1 Std. ) und lies sich gar nicht beruhigen. Ich war innerhalb von 5 Min da, wir wohnen gleich ums Eck. Aber diese Situation hat sich jetzt wieder so gefestigt das meine Tochter mich heute gar nicht gehen lassen wollte, mich arg umklammert hat und gebettelt hat, ich soll sie mitnehmen und anfing zu weinen  :'(. letztendlich bin ich natürlich geblieben und es ist ja auch "erst" der 4. Tag. Aber es bringt auch nichts, wenn ich mit ihr darüber rede und sage Mama kommt gleich wieder, ich hab dich lieb etc..... heute ist sie mir immer und überall hinterher auch wenn ich nur mal auf die Toilette musste. Ich möchte meiner Tochter gerne noch diese Woche die Zeit geben, aber ich habe die Befürchtung je länger ich eigentlich bleibe umso schlimmer wird irgendwann die Trennung. Ich meine klar, jetzt braucht sie erst mal die Sicherheit, aber ich weiss auch mit jedem Tag länger merkt sie auch Mama ist da und dann gibts erst richtig Stress, wenn ich dann irgendwann gehe und da hilft auch nichts, wenn ich es ihr erkläre, sie schaltet dann ab und möchte davon nichts wissen. Ich weiss ehrlich gesagt jetzt nicht so recht, wie ich es am Besten handhaben soll. Einerseits finde ich es gut, sich immer zu verabschieden und zu sagen ich komme gleich wieder, auch wenns eben nur mal kurz auf die Toilette ist.... Aber viell ist es auch besser wenn ich einfach in Absprache mit den Erziehern ohne etwas zu sagen gehe?! Wir haben in der Gruppe 3 Erzieherin und die die dem letzt da war, war z.B. heute gar nicht da, die andere mag ich persönlich auch leiden und ist mir sehr sympatisch, aber ein bisschen gefrustet bin ich schon irgendwie, da jede Erzieherin das wieder anders handhabt. Ich weiss nicht so recht weiter. Viell hat einer von euch erfahrenen Muttis ein paar gute Tips, für unsichere Muttis wie mich. Danke  :-[

« Letzte Änderung: 16. Oktober 2012, 11:34:27 von ♥Der♥Juli♥Clan♥ »
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OPTES

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Antw:KiGa Eingewöhnung, wie am Besten?
« Antwort #1 am: 21. August 2012, 21:10:08 »
Ach Mensch  s-druecken- kann Deine Sorgen verstehen. Habe inzwischen 2 Kinder im Kiga eingewöhnt, allerdings schon jeweils mit etwa einem Jahr. Ob es so auch bei einem größeren Kind klappt kann ich nicht sagen, aber bei unserem kleinen Mann lief die Eingewöhnung so toll ab, daß ich davon gern berichte:

Angepeilt waren für die Eingewöhnung 2 Wochen. Für jeden Tag wurde eine Stunde eingeplant, bei der Mutter u./o. Vater, Kind und Erzieherin anwesend waren. Die ersten Male habe ich mich mit der Erzieherin unterhalten über das Kind, dessen Entwicklung, Besonderheiten, Schlafrituale, Essensvorlieben, Lieblingsspielzeug, Beruhigungsmethoden etc. Sie sprach viel über die Abläufe ind er Kita, übers Portfolio ...Ole spielte dabei um uns rum und nahm irgendwann in der ersten Stunde (eher als geplant   ;)) Kontakt zur Erzieherin auf. Daraufhin hat sie sich auch mal mit ihm beschäftigt, geredet, gesungen, gespielt- was gerade gepaßt hat. Hört sich erst mal unspektakulär an, er war danach regelmäßig fertig  :D
Ziel der Aktion war, daß er über das Hören ihrer Stimme, ihre Anwesenheit in Verbindung mit meiner Stimme und Nähe sie als zugehörig anerkennen sollte- d.h. als Bezugsperson, jemand, von dem er sich dann auch trösten lassen würde.
Am 5. Tag habe ich Ole sein Mittag mit den anderen Kindern gereicht. Nicht mehr. Am 7. Tag bekam er sein Frühstück von mir während auch die anderen Kinder ihr Essen erhalten haben. Mehr Kontakt bestand bis dahin zu den Kindern nicht.
Am 6. Tag haben wir Verabschieden "geübt". Wir sind zu dritt zur Tür, die Erzieherin bekam den Kleinen auf den Arm, ich habe ihn geküßt, Tschüß gesagt, gewunken und bin zur Tür raus, um dort eine Runde im Atrium zu drehen, bin nach 5 Minuten wieder rein, habe ihn begrüßt und wieder genommen. Das ganze Spielchen haben wir an dem Tag in der Form 3x duchgezogen. Erstaunlicherweise ohne Murren o.ä.
Die Erzieherin meinte, wenn er merkt, daß ich zwar gehe, aber dann auch wiederkomme, ist die Zeit oder die Sachen die ablaufen, zwischen Verabschieden und Wiedersehen auch keine Hürde mehr, solange er eine Bezugsperson hat, die ihn auch trösten kann.
Am 8. Tag kamen nach einer Weile das erste Mal die anderen Kinder zum Spielen dazu und da er mich nicht beachtete, habe ich mich bei ihm verabschiedet und er war 15 min. allein bei den Kindern und der Erzieherin.
Wären Probleme aufgetreten, hätte ich eher hingehen können bzw. hätten wir das ganze zeittechnisch gestreckt.
Die letzten beiden Tage blieb er jeweils eine Stunde allein in der Gruppe und die Bezugserzieherin hat sich schon an den beiden Tagen und auch in der darauffolgenden Woche darum bemüht, ihm auch die anderen beiden Erzieherinnen als Bezugspersonen  näher zu bringen.

Diese Eingwöhnung war so anders als die meines großen Sohnes und mit so wenig bzw. halt gar keiner Schreierei/Tränen verbunden, daß ich einfach nur begeistert war und immer noch bin.

Sorry, war jetzt lang, aber ich hoffe, Du kannst für Euren Ablauf in der Kita einiges heraus ziehen und wünsche Dir, daß Du diesbzüglich auf offenen Ohren stößt und Kooperation der Erzieherinnen erntest.

In jedem Fall denke ich, daß ein Schritt zurück und noch mal ruhig anfangen helfen könnten. Und auch, daß im privaten Bereich vielleicht das Heranführen an mehr (wenig mehr!) Bezugspersonen beim Abnabelungsprozess zu Dir Mama helfen würden. Bleibt sie denn auch mal allein bei Papa, Oma, Opa, Tante o.so, wenn Du mal eben zum Bäcker gehst, ne Runde joggen o.ä.?

Ich wünsche Euch auf jeden Fall viel Erfolg und Dir viel Geduld  :)!
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Antw:KiGa Eingewöhnung, wie am Besten?
« Antwort #2 am: 21. August 2012, 22:13:31 »
Och je, Kindergarteneingewöhnung kann schwierig sein, ich weiß. Wie Du es am besten machst, kannst nur Du selbst entscheiden, was für Euch richtig ist, kann ich nicht beurteilen, aber ich kann Dir erzählen, was mir wichtig war.
Ich bin nur mit der Einwilligung vom Moritz gegangen, er hat anfangs zwar geweint, aber er hat eingewilligt, dass ich einfach mal kurz gehe.
Für mich war es wichtig, dass wir eine Verabschiedung haben, damit er weiß dass ich gehe. Ich finde es ihm gegenüber nicht fair, wenn ich einfach gehe, wenn er abgelenkt ist.
Bei uns war der Knackpunkt, dass ich ihn nicht loslassen konnte. Als mir das klar wurde, ging's in ganz kleinen Schritten, die sich am Moritz orientiert haben.
Ich tagelang 10-20 Minuten weggewesen, irgendwann ging's eine Stunde und dann hat's ihn irgendwann geärgert, dass er gerade noch was spielen wollte, dass er eigentlich auch mit Morgenkreis machen wollte,... Und nach ein paar Wochen ist er ganz normal von morgens bis mittags gegangen.
Der Moritz hatte eine Erzieherin, die sich um ihn gekümmert hat, das war für ihn wirklich wichtig. Zu ihr hat er Vertrauen gefasst und konnte sich auf sie einlassen. Wäre jeden Morgen jemand anderes da, wäre es für ihn sicherlich schwieriger gewesen. Und bis vor den Ferien habe ich ihn jeden Morgen zu dieser Erzieherin gebraucht und hab ihn ihr sozusagen übergeben.

Und der Moritz hing während der Eingewöhung natürlich außerhalb des KiGas an meinem Rockzipfel. Er hat sich nachts ganz eng an mich gekuschelt und alle anderen waren völlig tabu. Er wollte weder von Oma, Papa oder sonst wem was wissen. Und das finde ich ganz normal, ich hab ihn gelassen, wenn er Vormittags schon auf mich verzichten muss, dann darf er den Rest des Tages an mir kleben, bis er sich ganz von alleine wieder löst.
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Antw:KiGa Eingewöhnung, wie am Besten?
« Antwort #3 am: 22. August 2012, 07:05:21 »
@OPTES: Eine tolle Eingewöhnung  s-daumenhoch So sollte es überall sein.

@DerJuliClan: Also bei uns wurde die Eingewöhnung von der KITA auf 4-6 Wochen geplant. Unser Sohnemann war damals 2 Jahre alt. Ich habe aber gleich gesagt das ich soviel Zeit nicht aufbringen kann, da ich und mein Freund garnicht so viel Urlaub hatten. Also blieben 2 Wochen. Im Großen und Ganzen lief es ähnlich ab wie bei dir.

Wir haben geguckt wann es sich ergeben hat und ich bin schon am 2. Tag für ne Stunde weg gewesen. Das haben wir dann so beibehalten bis er am Freitag der ersten Woche bis 12 Uhr da geblieben ist. Erst war er total entspannt und es war kein Problem. Alles war neu usw. In der zweiten Woche fing es dann an. Er wollte morgens schon nicht in den Kindergarten, und Ziel war es ja in der 2. Woche dort Mittag zu essen und auch dort zu schlafen. Mittwochs der 2. Woche lief es dann wieder besser. Gib deiner Maus noch etwas Zeit. Du sagst ja selbst es ist erst der 4. Tag.

Ich will dir auch keine Angst machen, aber wirklich gerne geht Tom seither nicht mehr in den Kindergarten. Es gibt immer wieder Phasen da weint er viel, dann wieder Phasen da lässt er sich leicht abgeben. Mir wurde dann gesagt, kurz und knapp. Nicht lange diskutieren, nicht lange "hutschigutschi". Mehr wie ein mal hab ich im Auto gesessen und geweint.

Ich hoffe, dass eure Maus im Laufe der Woche sich wieder leichter abgeben lässt  :-*


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Antw:KiGa Eingewöhnung, wie am Besten? UPDATE 16.10.12
« Antwort #4 am: 16. Oktober 2012, 10:19:15 »
hallo!

jetzt melde ich mich auch noch mal nach einiger zeit zurück. ich bin leider auch gar nicht so oft online hier.

nun sind ja bereits einige wochen vergangen und die kleine geht jetzt 8 wochen in den kiga und leider hat sich bisher nichts gebessert  :'(. wir machen auch kein zauber und halten uns kurz und knapp. das sie nicht in den kiga möchte hat sie am anfang öfter mal geäußert, mittlerweile geht sie aber ohne zu murren, wenn wir da sind kommt immer gleich die frage "mama bleibst du noch"..... und sobald es heisst "wir bringen mama zur tür" also verabschieden, fängt sie sofort an zu weinen. nach wie vor auch sehr doll.


ich glaube halt auch einfach nicht das es noch eine masche ist um mich dazu zu bekommen noch 5 min länger zu bleiben, denn sie weiss eigentlich das ich gehe. ich denke das es wirklich extreme verlustängste sind.

nun sprach mich auch die erzieherin an, am donnerstag habe ich noch mal ein gespräch mit einer anderen erzieherin aus der gruppe und ich bin schon gespannt wie sie das alles sieht. jedenfalls meinte die erzieherin, was denn da los ist und sie meinte das sie, da sie eben selbst nicht genau weiss wie sie meiner tochter helfen kann, gerne die kinderpsychologin zu rate ziehen möchte. sie sagte eben auch das es schon sehr auffällig ist und ihre betonug auf "auffälig" hörte sich so an, als ob es in die verhaltensgestörte schiene schon läuft. sie hätte so etwas in diesem ausmaß noch nicht erlebt so extrem und sie weiss nicht, wie sie es meiner tochter einfacher machen könnte.

sprich, wenn wir schon in dem kiga ankommen also in die gruppe rein, versteckt sich meine tochter schon hinter mir, die kleine geht gar nicht auf begrüßungen wie guten morgen oder mensch siehst du schick heute aus oder was hast du denn da tolles mit gar nicht drauf ein, sie wird überhaupt nicht locker. dabei ist sie doch nun täglich mit den erzieherin zusammen. die erzieherin meinte wiederum das meine tochter schon flexibel ist den erwachsenen personen gegenüber und sie sich auch zb umziehen lässt von einer männlichen person aus der anderen gruppe. aber so klebt sie auch ständig nur an einem erwachsenen dort, macht nichts alleine. generell hat sie keinen spaß und ist nur angespannt. wenn sie mal 5 min malt oder was bastelt, das wars dann aber wohl auch schon  :(. die erzieherin meinte eben auch wie ich das denn zu hause mache und schaffe, sie müssten im kiga schon öfter mal zu ihr sagen das sie gerade mal was anderes zu tun haben......

nun mache ich mir wirklich langsam etwas sorgen, nachdem was die erzieherin sagt. also das stimmt wohl und das kann ich mir eben gut vorstellen, da ich ja nun meine tochter auch kenne. aber weshalb ist das wirklich so schlimm? ich bin eigentlich sehr traurig darüber das meinte tochter so unglücklich ist und keinen spaß hat und nur so verkrampft ist  :(! ich merke halt auch, dass sie wirklich kurz vorm platzen ist, wenn ich sie abhole, dann merke ich wie die ganze last von ihr abfällt und sich die ganze spannung löst und sie auch wieder vor erleichterung eben dann weint. wenn ich dann da bin ist wieder alles ok.

aber es ist ja eben nicht nur im kiga so sondern auch zu hause. die kleine hat vor allem angst, mag nichts alleine machen. bestes beispiel, dem letzt waren wir auf dem spielplatz. jedes andere kind hätte sich gefreut nur meine kleine nicht, sie will nicht alleine rutschen, klettern, nichts und bekommt einen riesen wut-, schrei-, und heulanfall so das wir wieder gefahren sind. auch mit anderen kindern wird sie nicht locker auch nicht mit denen sie schon mal gespielt hat oder so.

ich erzwinge ja nichts, wenn sie eben nicht möchte, dann möchte sie nicht.

bin eigentlich wirklich ratlos und ich mache mir gedanken ob ich nicht auch mal privat zur kinderpsychologin gehen sollte. denke nämlich auch fast, dass ich daran schuld bin, dass meine kleine so eine große angst hat und so anhänglich ist, da ich alles was sie betrifft so sehr ängstlich bin. ich diejenige bin, die 10 mal sagt pass auf. dazu muss ich aber auch sagen, dass sie wirklich ein kleiner unglücksrabe ist und sie das pech hat sich auch immer selbst zu verunfallen  :( so das ich schon automatisch ständig und dauend sage sei vorsichtig. ich sie damit aber wahrscheinlich nur verunsichere, ihr so ihre selbstständigkeit bzw -sicherheit/-vertrauen nehme. sie sich deshalb NUR in meiner gegenwart und gezwungernermaßen im kiga sicher in der gegenwart eines anderen erwachsenen fühlt und daher einfach angst davor hat sachen alleine zu machen und alleine zu sein....  :'(

ich weiss nicht wie ich das sehen soll, ob ich mir wirklich ernsthaft sorgen um ihr verhalten machen muss oder ob es normal ist, schließlich ist ja nun mal jeder anders und das ist viell gar nicht so unnormal? ich viell auch mal mein verhalten ihr gegenüber überdenken muss?

viell hat jemand einen kleinen rat von euch für mich? denn wenn ich das alles so weiterspinne in die zukunft, habe ich wirklich große angst das meine tochter ein gestörtes verhalten entwickelt!

danke fürs lesen!

liebe grüße

« Letzte Änderung: 16. Oktober 2012, 11:53:28 von ♥Der♥Juli♥Clan♥ »
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MammaMuh

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Antw:KiGa Eingewöhnung, wie am Besten?
« Antwort #5 am: 16. Oktober 2012, 10:31:29 »
Die Tochter von einer Freundin braucht auch ein gutes Vierteljahr um im KiGa anzukommen. Meine Freundin saß ewig mit im Kindergarten, immer wenn sie rausging, hat ihre Tochter geweint.
Irgendwann platzte der Knoten und sie blieb "alleine" da. Ihre große Schwester war in derselben Gruppe, war ihr aber kein Halt. Sie brauchte halt Mama.


Habt ihr ein Abschiedsritual? Wie wärs, wenn du ihr etwas von dir im KiGa lässt? Ein Taschentuch, Halstuch, ein kleines Kuscheltier, ein Armband?
Wir winken uns immer nochmal am Fenster zu. Manchmal mal ich etwas an die Scheibe oder werf ihnen einen Luftkuss zu.

Und was auch wichtig ist, dass du dahinter stehst. Ich musste das auch schmerzvoll lernen, dass das Abgeben einfach besser klappt, wenn man als Mama da positiv rangeht, auch wenn das Kind sagt, dass es nicht gehen will.
nasfried 01/07 und hornfried 03/10

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Antw:KiGa Eingewöhnung, wie am Besten?
« Antwort #6 am: 16. Oktober 2012, 10:51:15 »
Zunächst einmal finde ich die Idee mal zu einer Kinderpsychologin (vermutlich "ERziehungs"-Beratung?) zu gehen gar nicht schlecht, verkehrt und irgendwie merkwürdig,sondern toll....auch dass die ERzieherinnen da so offen sind und sich eingestehen, dass sie mit ihrem Latein am Ende sind, ist nüchtern betrachtet eine tolle Sache! Nicht jede Kita geht da so offen mit um  :) Ich habe da auch schon Totalverweigerung erlebt

Meine Tochter hat vor einem Jahr den Kindergarten gewecsehlt. Sie ging seit sie 1 Jahr alt war in eine kleine Einrichtung. Der wEchsel mit 3,5 Jahren (genau ein Jahr her) lief erst problemlos..... ich denke mal so 1-2 Monate ist sie problemlos gegangen und dann wurde es von Tag zu Tag schlimmer  :-\ es endete darin, dass sie so am kreischen war morgens, dass es echt sehr, sehr schlimm war.....
Es hat sich langsam acuh imemr mehr eingeschlichen....dass sie z.b. nicht mehr alleine zum Ballett wollte

Ich denke bei ihr war es der Bindungsabbruch zur alten Erzieherin/Wechsel..... Zu Hause wurde sie auch sehr anhänglich.

Erst mal zu deiner Beruhigung: Es ist nun absolut gut, sie hat keinen Schaden genommen oder ist traumatisiert oder so, geht gerne zur Kita....wir mussten nur unseren Weg finden....denn nicht hinbringen, war hier keine Option - auch ein WEchsel zurück war nicht so einfach machbar...

ABER es hat alles in allem nun ein knappes Jahr gedauert, bis es endlich und wirklich gut läuft....bzw 8 Monate (die erstenMonate war ja alles gut und nun seit Juli wieder)

Sie war am Tag in der Kita zwar generell auch fröhlich (zum Glück) hat gespielt etc. ABer zwischendrin auch druchaus einfach mal so angefangen zu weinen, weil sie Heimweh hat (sie konnte das auch sehr genau formulieren)...es war also bei ihre nicht so, dass sie nur deprimiert in der Ecke sass....Aber deine Tochter geht nun ja auch erst sehr kurz...meine war ja schon 2 Jahre Kita-erfahren

Sie wollte auch immer weniger so von mir weg...keine Geburtstage, keine Spielbesuche, kein turnen oder Ballett.... alles war immer mit sehr viel Angst verbunden....und SO war sie definitiv nicht immer.....

So lange ich dabei war, war alles gut. Mein Kind offen und fröhlich.Musste ich gehen (auch wenn der Papa da war) gab es hysterische Weinanfälle.

Das mit dem "schnell abgeben und gehen" habe ich acuh als Rat bekommen (und versucht)....war bei uns aber NICHT gut und führte zu kompletter Hysterie  :P :-\.....also hab ich es anders gemacht. Auch wenn die ERzieherinnen mir jeden tag gesagt haben, dass es so nicht klappt.....Mein Kind- meine Entscheidung....und ich denke nicht jedes Kind tickt gleich.

Im Endeffekt lief es immer wellenartig...mal besser, mal schlechter...alles in allem nie so, dass sie reinrannte und freudestrahlend ging.... Etwas besser wurde es,als ich sie LÄNGER da lies (also statt bis 13uhr bis 15uhr)! So wurde das Abegeben etwas einfacherer, da sie besser in die Gruppe reinfand! Und es kam sogar vor, dass ich ankam und sie gar nicht mehr mit heim wollte  :)
Das Abgeben, war aber immer mit sehr viel Angst verbunden....und sie war immer lieber daheim,als zur Kita zu gehen (was ich so von meinen Kindern nicht kannte...die sind immer beide sehr gerne gegangen...)

Dann wurde es wiederum so, dass sie NICHT mehr nachmittags bleiben wollte  s-:) s-:) (immer mal was Neues). Es hat sich dahin gesteigert, dass sie in der Kita  plötzlich gar nix mehr essen wollte und somit oft von 8-14Uhr hungrig blieb ... glücklicherweise ging es da auf die Sommerferien zu. Also konnte ich mir das erlauben und habe sie 2 Monate mittags früher geholt. Ausserdem kamen die Ferien.

und was soll ich sagen: Seit nach den Sommerferien habe ich mein altes Kind wieder..... die Gruppe war kleiner (die Grossen Vorschulkinder kamen in eine andere Gruppe und die neuen Kleinen wurden erst nach und nach eingewöhnt) wodurch sie ers tmal in Ruhe ankommen konnte. Ausserdem geht sie nun sehr früh (da der Grosse zur Schule geht, sidn vor vor 8uhr da).....Sie ist nun eine der Grössten in ihrer Gruppe.....
Mein Kind geht freiwillig in die Kita,obwohl wir alle in den Herbstferien daheim waren

. Sie WILL jeden Tag dort essen. Geht morgens gerne und fröhlich rein (ich muss sie nach wie vor erst mal zu einer Erzieherin setzen, damit sie etwas schauen kann, aber sie ist dabei nicht mehr ängstlich,sondern erzählt sofort lustig und glücklich...muss auch nicht mehr auf denArm,sondern ein Stuhl neben der Erzieherin reicht vollkommen).....

Und nein, Ausnahmen sind unsere Kinder nicht. In unserer Gruppe sind es mind 3-4 (von denen ich es weiss!!!), die ein Jahr gebraucht haben um anzukommen. und bei allen hat es sich auch daheim mit Anhänglichkeit etc geäussert..... und unsere Erzieherinnen fanden es auch nicht  ungewöhnlich...klar, zufrieden sind die auch nicht, wenn sie morgens erst mal 3 Kinder beruhigen müssen (oder wenn meine Tochter bei einer Feier aus heiterem Himmel weint.....).....Aber sie sagen, es ist normal (wohl grad bei Kindern, die entweder die aus einer Krippe wechseln oder erst relativ spät zur Kita kommen)

Auch wenn wir zwischendrin wirklich Phasen hatten in denen ich mit meinem Latein am Ende war und morgens schon fertig mit den Nerven,  glaube ich nach wie vor, dass ihr die Kita auch in der Zeit gut getan hat, da sie trotz allem immer viel "mitgenommen" hat und  Spass hatte.....ausserdem hat sie in der Zeit auch an Selbstvertrauen zugelegt und wir haben gemeinsam gelernt, dass sie das schafft  :) und dass sie stark ist

Ach so: Seit das in der Kita jetzt so gut läuft, geht sie zu anderen problemlos spielen, blieb alleine auf 2 Kindergeburtstagen und schlief schon 2X bei der Oma aus freien Stücken - weil SIE es wollte  :D :D :D
Es hat also auch nicht geschadet, dass ich sie ein Jahr NICHT dazu gezwungen habe irgendwas alleine zu machen,sondern sie (ausser für die Kitazeit) bei mir lies...ich habe ihr alle Hobbies auf ihren Wunsch hin gestrichen, wo ich nicht dabei bleiben durfte (also alle  ;D ) und nie verlangt, dass sie was ohne mich macht (ausser Kita  s-:) )...... Mir war auch egal, dass andere Eltern komisch reagiert haben, weil sie nie alleine zum spielen oder zu GEburtstagen wollte.....

Ich würde also mit der Kita "am Ball" bleiben und schauen, welcher Weg für euch da besser passt (eher über Mittag da lassen oder eher abholen..... eher schnell abgeben oder eher mit Ruhe.....evtl. die EIngewöhnung noch mal "nachholen" nach den nächsten ferien....)....evtl. mal mit den Erzieherinnen gemeinsam eine Beratung aufsuchen, die haben sicher auch noch mal gute Tips für alle....und sonst ihr Selbstbewusstsein dadurch stärken, dass du da bist und ihr aber immer wieder sagen, dass sie das auch alleine schafft und sie dabei unterstützen es alleine zu schaffen...
Was auch wichtig ist (was mir schwer fiel): durchatmen und selber glauben,d ass es gut ist.... Meine Tochter ist so sensibel für meine Gefühle....die nimmt jede noch so kleine Unsicherheit sofort auf und setzt sie um.....
« Letzte Änderung: 16. Oktober 2012, 10:54:15 von lotte81 »


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Antw:KiGa Eingewöhnung, wie am Besten? UPDATE 16.10.12
« Antwort #7 am: 16. Oktober 2012, 11:09:47 »
hallo mammamuh

danke für deine antwort! habe auch schon gehört das die eingewöhnung bis zu einem halben jahr dauern kann. wobei ich mich natürlich frage, ob meine tochter sich jemals an den kiga gewöhnen wird. denn eigentlich weiss sie ja nun das ich so oder so gehe aber sie weiss ja auch das ich wieder komme!

wenn wir im kiga sind und sie sich angemeldet hat, erkläre ich ihr generell unter uns noch mal vor der veraschiedung kurz, weshalb ich weg gehe und das ich wieder komme.

schließlich bringt sie mich dann kurz darauf mit der erzieherin zur tür. dort haben wir zur veraschiedung das ritual, dass wir uns nochmal ganz feste drücken und uns einen abschiedskuss geben, ich ihr sage das ich sie sehr lieb habe und ihr einen schönen tag wünsche und sie auch "gleich" wieder abhole. sie gibt sie auch nur mit "gleich" zufrieden, wenn ich nachher oder später sage mag sie das gar nicht hören. "gleich" ist dann also halb eins, zum glück haben die kleinen ja noch kein zeitgefühl  :)

ansonsten hat sie ihr schnuffeltuch immer dabei, ein foto und ich habe ihr auch einen kurzen brief geschrieben, den die erzieherin immer mal wieder vorliest, wenn sie zwischendurch noch mal weint.

im grunde genommen stehe ich dahinter und mir fällt die trennung nicht schwer, ganz im gegenteil, ich habe wirklich mal luft um eben auch den haushalt und andere dinge zu bewältigen. aber dennoch ist es natürchlich sehr schwer und es zerreißt einem als mutter das herz, sein kind so weinend und traurig zurück zu lassen zumal die gesamtsituation bzgl ihres verhaltens etc. dazu kommt, die es etwas schwieriger macht.
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Antw:KiGa Eingewöhnung, wie am Besten? UPDATE 16.10.12 im Beitrag 5
« Antwort #8 am: 19. Oktober 2012, 22:13:03 »
Hallo,
was mir einfällt - können die Erzieherinnen sie vielleicht morgens bei etwas helfen lassen? Etwas gaaaanz wichtiges, wie die Löffel auf den Tisch stellen oder die Brötchen reintragen? Dann kriegt sie Bestätigung, macht was mit Erwachsenen, aber wird vielleicht auch mutiger, weil sie eine Aufgabe hat?

Bei uns ist eine klare Struktur ganz wichtig für ein glückliches Kita-Kind. Louisa kommt immer zum Frühstück und bleibt immer bis nach der Brotzeit. Damit weiß sie jeden Morgen genau was passiert und was sie tun muss (sich selbst ihre Tasse holen, sich an den Tisch setzen). Abschied machen wir auch kurz, denn bei uns ist zum Beispiel das beliebte "Wink der Mama am Fenster" tödlich, dann fängt sie plötzlich bitterlich an zu weinen. Daher ein kurzes Tschüss, Erzieherin nimmt sie eine Sekunde auf den Arm, Mama geht, Louisa flitzt zum Tassenschrank.

Was mir noch aufgefallen ist, du schreibst selbst von deiner Kleinen, dass sie ein kleiner Unglücksrabe ist und oft verunfallt. Versuch das mal aus deinem Kopf rauszukriegen und ihr mehr zuzutrauen - denn Kinder haben unglaublich feine Antennen, und übernehmen solche Meinungen dann schnell selber. Gibt es vielleicht etwas, was ihr noch nicht oft probiert habt? Zum Beispiel Planschen im Hallenbad? Dann versucht doch sowas mal, da sind auch nicht soviele Kinder zum Vergleichen und du kannst sie ein bisschen loben wie toll sie es macht. Was auch immer sie macht - und wenn sie mutig am Rand sitzt, ist das ja auch toll :)

Oder habt ihr Bekannte mit jüngeren Kindern? Im Vergleich zu denen kann sie ja viele Dinge besser, wenn ihr sie vlt etwas miteinander spielen lasst und ab und zu erwähnt, dass sie Baby x gern helfen kann, weil sie das ja schon kann und x nicht? Dann nimmt sie quasi mal die Beschützerrolle ein und ist die Große?

lg und ich drück euch die Daumen
schnakchen

P.S. noch zu deiner Frage: ich würde auf keinen Fall heimlich weggehen, damit erreichst du nur ein noch ängstlicheres Kind, das denkt es muss aufpassen, damit Mama nicht verschwindet. Aber du könntest sagen, warum du nicht bleiben kannst, weil du arbeiten musst (Hausarbeit, was auch immer, etwas worunter sie sich etwas vorstellen kann)
« Letzte Änderung: 19. Oktober 2012, 22:14:41 von schnakchen »



 

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