Also Grenzen setzen heißt ja nicht, dass man in dem Moment, wo das Kind schon wie Rumpelstilzchen durch die Butze hüpft, knallhart seinen Plan durchzieht, um ihm den mal ordentlich vor den Latz zu knallen.
Im Grunde hat Euch doch Eure Tochter schon gezeigt, wie es laufen kann: SIE möchte, dass Ihr als Familie was zusammen macht. Dann nehmt Euch doch z.B. mal das Einkaufen in Ruhe vor, wenn Ihr grad alle friedlich zusammen sitzt und die Stimmung gut ist. Besprecht, wie das laufen soll: Du, morgen gehen wir einkaufen. DAs letzte Mal hat das nicht so gut geklappt. Was würdest Du Dir denn wünschen, wie es das nächste Mal laufen soll? Und dann lasst SIE mal Vorschläge machen. Oft sind die Kinderwünsche ganz bescheiden und leicht zu erfüllen, oft wollen sie einfach nur das Gesicht wahren, einbezogen werden. Immerhin ist Einkaufen für Kinder langweilig und anstrengend. Lasst sie die Liste mit schreiben, lasst sie den Chip in den Wagen stecken, das Obst abwiegen, Käse mit aussuchen, Sachen aufs Band legen - kurz, beteiligt sie, so gut es geht, nehmt sie ernst. Klar muss nur sein, dass sie mitkommt - DA wird nicht diskutiert. Klar erklärt, warum das sein muss, aber nur einmal.
Wenn das alles ausgemacht ist, könnt ihr dann während des Einkaufs darauf verweisen: Wir hatten doch ausgemacht... Du wolltest doch...
Und auch ein wenig auf sie eingehen: Ich weiß, das ist grad anstrengend und Du würdest lieber spielen. Aber ich finde es toll, dass Du bisher trotzdem so gut mitgemacht hast. Meinst Du, Du schaffst das den REst auch noch?