Autor Thema: Hilfe Wutanfälle  (Gelesen 3892 mal)

Pinky

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Hilfe Wutanfälle
« am: 18. Juli 2012, 09:41:24 »
So, ich brauche nochmal Rat. Meine Tochter zerbricht mir gerade die Nerven. Manchmal wenn sie nicht bekommt was sie will (und zwar sofort!) dann haben wir hier Schreialarm vom Feinsten. Es geht sich anscheinend nicht um die Sache selbst, dh wenn ich ihr das dann geben will, dann will sie es auch nicht und schreit weiter. Ich stecke sie meist in ihr Zimmer zum schreien, wobei das auch ein Akt ist, weil ich sie sicher 10 Minuten immer wieder reinbringen muss, ehe sie überhaupt drinbleibt.
Beruhigen ist nicht möglich auch nicht nach 20 Minuten, sie wiederholt immer wieder das Wort, was sie dann haben wollte und schreit wie am Spiess.

Ist das jetzt eine Trotzphase, wo ich durch muss?

Es ist für alle Beteiligten mega anstrengend, sie regt sich so auf, dass sie richtige rote Flecken am Ausschnitt bekommt. :-(

Es sind schon alle so ängstlich vor ihren Anfällen, dass sie meist bekommt was sie will (nicht von mir, sondern Oma oder Onkels oder so), was ich nicht in Ordnung finde, aber sie haben halt wirklich Angst, dass sie Stress macht, weil es eben auch mega lange anhält.
Pinky mit Wunschprinz 12/2005 und Wunschprinzessin 05/2009

sonne22

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Antw:Hilfe Wutanfälle
« Antwort #1 am: 18. Juli 2012, 09:58:07 »
ohman sowas kenne ich leider zu gut  s-:)
die schlimmste sache war mal im dm. da hat er sich auf den boden geworfen weil er keine bärchen bekommen hat. ich habe mich umgedreht und bin richtung ausgang. als ich mich umgedreht habe futterte er die bärchen und schaute mich fresch an  S:D du kannst dir in etwa vorstellen was die älteren damen von sich gegeben haben. das ganze war ende dezember

mittlerweile ist es ein wenig besser geworden. wenn er mal wieder etwas nicht bekommt was er gerne möchte und anfängt zu toben , dann erkläre ich ihm , dass er es so erst recht nicht bekommt und gehe aus der situation raus. sprich ich gehe in einen anderen teil des zimmers. dazu sage ich ihm, wenn er fertig ist mit seiner zornattacke dann möchte ich gerne mit ihm reden. wenn er dann fertig ist erkläre ich ihm wieso er etwas nicht bekommt und er es mit toben eben erst recht nicht bekommt
allerdings gehe ich auch kompromisse ein. bsp. bei d*m wenn er da noch ne extra runde mit dem einkaufswagen fahren möchte, dann darf er das.
allerdings immer die wünsche erfüllen, dass eben nicht diese wutanfälle entstehen, ist meiner meinung nach absolut falsch  :-[


zuz

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Antw:Hilfe Wutanfälle
« Antwort #2 am: 18. Juli 2012, 13:43:04 »
Ich kenne solche Phasen und gerade mit 3 sind die kein Zuckerschlecken. Ins Zimmer stecken haben wir mal gemacht, aber eigentlich halte ich es für extrem unproduktiv. Ist ein letzter Ausweg, wenn man nicht mehr weiterweiß, aber mehr auch nicht.
Hast Du mal versucht, prinzipiell auf sie einzugehen? Also ihr zunächst mal zu sagen, dass sie offenbar grad ganz durcheinander ist, wütend ist, xy gerade unbedingt will? Und das erstmal sacken lassen?
Bei uns war es so, dass in solchen Phasen meist grundsätzlich was im Argen war - Umgewöhnung, Eifersucht, Stress im Kiga... das musste man erstmal rausfinden und entsprechend auffangen.
Was auch gewirkt hat: In Ruhe mal besprechen, was man dann selbst empfindet, wenn sie so ausrastet und gemeinsam überlegen, wie man dann vorgehen wird und das dann auch machen. Selbst schon einen Plan B haben. Diese innere Sicherheit, die man dadurch gewinnt, wirkt sich auch aufs Kind aus.
Und ganz wichtig: Wenn sich die Wut gelegt hat, nochmal besprechen, was jetzt grad los war, warum sie so reagiert hat, wie sie anders reagieren könnte usw.

Pinky

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Antw:Hilfe Wutanfälle
« Antwort #3 am: 18. Juli 2012, 15:41:31 »
@Zuz
danke ja, Du hast das genau erkannt, ich finde das Zimmer stecken auch unproduktiv und ich mag das auch nicht. Heute war es in der Früh eine geschlagene Stunde, dann knallte immer die Türe und ich habe ihr gesagt sie soll damit aufhören. Sie hatte sich dann alleine beruhigt, kam dann an und meinte sie habe die Tür nicht zugeschlagen, das wäre der Wind gewesen. Und alles war als wäre nichts geschehen.
Das Besprechen finde ich schwierig, weil ich das Gefühl habe dafür ist sie noch zu klein. Im Argen ist sicher was, wir haben seit 10 Tagen jetzt Besuch Cousin/Cousinen und hier ist immer die Bude voll (nicht bei uns sondern bei der Oma) und keine festen Schlafzeiten mehr etc....seitdem ist das auch so. Wobei ich eigentlich dachte es macht ihr Freude, weil wir viel mehr unternehmen als sonst und sie ja ständig Kinder um sich rum hat....
Pinky mit Wunschprinz 12/2005 und Wunschprinzessin 05/2009

zuz

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Antw:Hilfe Wutanfälle
« Antwort #4 am: 18. Juli 2012, 17:21:39 »
Dann habt Ihr ja zumindest ne Erklärung. Der Grat zwischen Spaß machen und Überforderung ist halt bei so Kleinen oft klein. Klar, es ist schön für sie und schadet ihr ja auch nicht. Aber so viele Eindrücke, keine Rückzugsmöglichkeiten, Schlafmangel... das kann eben auch schnell mal zu viel werden. Dann würde ich darauf setzen, dass es von selbst wieder besser wird, wenn der Besuch weg ist.
Bis dahin: Könnt Ihr evtl. Rückzugsmöglichkeiten für sie schaffen? Bei uns hilft dann auch immer ganz viel Kuscheln.

Hubs

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Antw:Hilfe Wutanfälle
« Antwort #5 am: 18. Juli 2012, 18:46:45 »
Ich find's wichtig den Kindern bei einem Wutanfall Beistand zu leisten, d.h. sie nicht zu isolieren, sondern dabei zu bleiben. Ich schließe mich auf jeden Fall zuz an.
Der Moritz hatte extreme Wutanfälle, wenn es für ihn im Alltag schwierig war, z.B. als sein Bruder auf die Welt kam. Im ersten Moment war er überhaupt nicht mehr ansprechbar, da war's auch völlig wurst was ich gemacht habe, ich hab nur drauf geachtet, dass keiner zu Schaden kommt. d.h. ich habe den Kleinen aus der Schussbahn gebracht und bin ihm so weit aus dem Weg gegangen, dass er mir nicht weh getan hat. Alles reden war für die Katz, ich hab ihn dann irgendwann mit irgendetwas ablenken können und ihn so aus seinem Anfall rausholen können. Wann und mit was das am besten geht, hab ich irgendwann immer besser gewusst.
Ich bin mit der Zeit auch sehr sensibel geworden und hab oft gemerkt, dass er kurz davor ist so nen Anfall zu kriegen und konnte so schon im Vorfeld viel vermeiden. D.h. nicht, dass er alles bekommen hat was er wollte und ich nach seiner Nase getanzt habe, aber in Situationen, in denen er kurz davor war die Fassung zu verlieren, hab ich sehr schnell eingelenkt.
Es ist für den Moritz auch hilfreich, dass ich Dinge, ankündige. Z.B. wenn ich weiß er ist schon ziemlich platt und wir machen etwas, was er nicht gern mag, besprechen wir kurz vorher wie's abläuft Z.B. putzt er manchmal absolut ungern Zähne, dann sage ich "wir gehen jetzt ins Bad, da putzen wir Deine Zähne und ich möchte, dass Du das machst ohne zu schreien." Bei uns hilft das Wunder :)
Hubs mit den beiden Buben *04/2009 *01/2012



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zuz

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Antw:Hilfe Wutanfälle
« Antwort #6 am: 18. Juli 2012, 19:19:09 »
Was auch manchmal helfen kann: Wenn DU völlig unerwartet reagierst. Wenn Du ein klein wenig Schauspieltalent hast, könntest Du z.B. ein Spielzeug nehmen (z.B. eine Handpuppe, aber auch Duplosteine oder Stifte oder...) und einfach mal anfangen zu spielen: Ohhh, Püppi, was hast Du denn da Schönes? Zeig mal her! Oder eben ein Bild malen und das kommentieren. Wenn Du Glück hast, ist sie neugierig, was Du da Tolles machst und lässt sich dadurch ablenken.

lisa81

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Antw:Hilfe Wutanfälle
« Antwort #7 am: 18. Juli 2012, 20:08:52 »
Eine Handpuppe wollte ich auch grade vorschlagen, die hat hier oft Wunder gewirkt. Und generell eben versuchen Situationen vorauszusehen. IRgendwann weiß man ja, wo die Knackpunkte sind und kann versuchen Situationen nicht aufkommen zu lassen.
Bevor ich den falschen Becher hinstelle, bitte ich sie rechtzeitig, sich schonmal nen Becher auszusuchen.
WEnn ich das Gefühl habe, dass wir heute sehr schlecht an den Süßigkeiten vorbeikommen könnten, fällt mir ein, dass unser Regal fast leer ist und wir noch ne Tüte brauchen, die darf sie sich dann aussuchen und eins gibts je nach Stimmung nach dem Bezahlen.
Das mit dem geben was sie wollte sehe ich zweigeteilt. Manchmal stellt man ja erst im Nachhinein fest, WIE wichtig dem Kind der rote Becher, der STift, das Telefon.... war. Da finde ich es ok, auch mal zu sagen "Es tut mir leid, mir war nicht klar, dass dir das so wichtig war. Ich mag es zwar grade nicht sonderlich, aber du darfst es jetzt mal kurz haben. " Also so ähnlich, klingt jetzt zu schmalzig  :P
Das geht natürlich nicht immer, vor allem bei der Tüte Gummibärchen oder der Zeitung mit dem Glitzerding, aber die ein oder andere Situation kann man so doch entschärfen, ohne dass jemand einen Nachteil hat.

Ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass die Kinder das dann immer und immer wieder tun, weil man mal nachgibt. Ich meine, meistens gibt man ja erstmal nicht nach und sie machen es trotzdem immer wieder  :P


Bei euch würde ich vermutlich mal nen Tag ohne Oma, Tanten und Onkel einführen, oder nur zum Spielplatz/Bücher angucken etc.
Wenn ich nur 2-3 Tage die Bude voll habe, sinkt meine Frustrationsgrenze auch deutlich  :P

Pinky

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Antw:Hilfe Wutanfälle
« Antwort #8 am: 18. Juli 2012, 23:07:11 »
Also völlig anders reagieren habe ich versucht, hilft nichts......

Kompromisse gehe ich schon lange ein, zb wollte sie nur noch Kleider anziehen, jetzt gibt es die eben, ab und an, wenn sie gut drauf ist, lässt sie sich auch auf Leggings mit Tunika ein :-P

Aber heute zb: Eis zum Frühstück (später dann 2 Eis, so Wassereis bekommen, ein 3. war dann nicht mehr drin) oder Ausgehkleider im Alltag anziehen oder Verkleidungskleider in den Kindergarten (mal ist das auch kein Problem aber nicht immer). Becher oder sowas ist mir ja wirklich egal.....

Handpuppe ist gute Idee, ich fürchte nur sie wird danach schlagen....

Heute bin ich echt fertig, erste Schreiaktion am Morgen, eine am Mittag (weil sie müde war, schlafenlegen ist aber nciht mehr drin, seit ich abgestillt habe), dann in den Schlaf geschrien, bzw kurz vorm Umkippen kam sie dann doch zu mir auf den Schoss, nach dem Wachwerden die nächste Schreiaktion, weil der Papa sie angesprochen hat, als sie wach wurde....

Das Problem ist, das auch mein Grosser drunter leidet, von wegen Rücksicht nehmen, ihr mal was geben (was eigentlich ihm gehört und er ihr nicht geben will), das alles will ich nicht mehr, ebensowenig wie morgens um halb sechs aufstehen, weil sie dann auf's Sofa will (um dort weiterzuschlafen oder auch nicht, je nachdem wie wütend sie gerade ist).

Wir schlafen zb gerade in einem Zimmer, weil es so heiss ist und in diesem Zimmer ist frischer Wind. Die Kinder schlafen neben mir ein und ich gehe dann auf die Matraze neben dem Bett oder zurück ins Ehebett, morgens wenn sie wach wird geht es dann los, dann ist sie sauer, weil ich nicht mehr neben ihr lege und das ist dann nicht zur Aufstehzeit und ich bin sowieso ein Morgenmuffel, Stress am Morgen zerrt extrem an meinen Nerven.
Pinky mit Wunschprinz 12/2005 und Wunschprinzessin 05/2009

Hubs

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« Antwort #9 am: 19. Juli 2012, 08:55:13 »
Also bei Dingen, die regelmäßig zu Streitrerein führen, die zu sehr mit Nachdruck eingefordert werden, gibt es gar nicht mehr. Und die gibt's auch im Haushalt nicht mehr. Wie z.B. Schokoloade, Joghurt & Co. Und wenn sie nicht im Haushalt sind, gibt's auch nix dran zu rütteln. Erfahrungsgemäß ist dann auch am 2. Tag schon wieder Ruhe mit dem Thema.

Wenn's wegen den Klamotten oft Ärger gibt, dann würde ich die, die sie nicht anziehen darf wo anders hin tun, damit sie nicht mehr in Sichtweite sind. Aus den Augen aus dem Sinn.

Stofftier, Handpuppe hat beim Moritz auch nicht gezogen. Ich bin eher zu alltäglichen Dingen übergegangen , habe z.B. laut überlegt, was wir zum Abendessen machen könnten, ob ich noch einkaufen gehen muss,... ich habe bewusst Wörter fallen lassen, die sein Interesse wecken und irgendwann hatte ich ihn ;)

Der Stress am Morgen ist echt übel, da ist der ganze Tag im Eimer, oder?  Ich kann mich grad so richtig reinfühlen. Wir hatten das auch lange genug... Letztlich hat dem Moritz wohl geholfen, dass ich eine klare Linie hatte, dass ich mir meiner Grenzen ganz bewusst geworden bin. Ich hab viel mit ihm im Vorfeld besprochen, damit er nicht überrumpelt wird (auch wenn es Dinge waren, die alltäglich sind), hab viel Verständnis für ihn gehabt.

Die wütenden Reaktion, wenn ich nicht mehr neben ihm liege,  kenne ich auch. Und ich hatte es irgendwann so satt!! Ich hab ihm ganz deutlich gesagt, dass ich nicht da bin, wenn er aufwacht. Ich habe ihm gesagt wo ich bin, also, z.B. wenn im Flur noch Licht brennt bin ich noch im WohZi, wenn das Licht aus ist und nur das Nachtlicht an ist, bin ich im SchlafZi. Er fand's blöd, aber beim aufwachen, war er nicht mehr so wütend.

Dass alle immer Rücksicht nehmen müssen, geht auch nicht. Ich finde auch nicht, dass Dein Großer da in der Verantwortung steht. Der Papa hat auf den Moritz auch wenig Rücksicht genommen (der meinte eher, er muss lernen, dass man sich so nicht verhält), aber das war nicht so schlimm, weil er dann bei mir Zuflucht hatte, ich hab ihm wenn's Krach gab Schutz und Hilfe angeboten, die konnte er annehmen ohne in einen richtigen Anfall zu fallen.
Was machst Du, wenn sie etwas will, was er nicht hergeben mag? Hast Du die Chance, wenn Du die Situation kommen siehst, ganz schnell einzugreifen? Ihr Verständnis auszusprechen und ihr anbieten, sie kann auf ein Kissen einschlagen, um Wut loszulassen, oder sich in Deinen Arm kuscheln um Trost zu finden?
Hubs mit den beiden Buben *04/2009 *01/2012



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lisa81

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« Antwort #10 am: 19. Juli 2012, 11:20:32 »
Ohja, das Theater morgens liebe ich auch. Da hab ich bisher uach keinen Tip, es legt sich halt immer mal wieder von allein um dann wiederzukommen  s-:)
ICh versuche mich halbwegs zusammenzureißen  s-:) und ihr einfach deutlich zu sagen wie es ist. Klappt meistens nicht, aber man kanns ja probieren.. Danach ist bei uns aber auch der Tag erstmal im Eimer  :-\


Was ich bei Sachen wie dem Eis schlimm finde und womit ich auch nicht klarkomme, man kommt ihnen entgegen, will was gutes tun und im Grunde ist nachher das Geschrei größer, als wenns einfach nichts gegeben hätte. DAS finde ich so unglaublich schade, aber sie können da wohl einfach nicht aus ihrer Haut. WEnn das Eis so lecker war, ist die Enttäuschung einfach riesig, wenn dann SChluss ist  :-\
Ich muss gestehen, dass es bei uns in solchen Phasen einfach keine Ausnahmen gibt. Das gibt auch Ärger, aber ich finde nicth so lang und vor allem steiger ich mich nicht mit rein aus Enttäuschung  :-\

Bei der Kleidung würde ich auch alles wegtun, was sie nicht anziehen soll.

Das mit den Geschwistern ist echt doof.. Unsre Kleine kann auch ganz gehörig bocken, wenn sie was nicht bekommt und die Große kriegt es dann ab. Ein Mittel hab ich noch nicht gefunden, aber ich bestärke bisher die Große darin, dass sie ihre Sachen behalten darf, wenn sie sie nicht abgeben möchte. Das Theater ist dann groß, aber wie bei den Ausnahmen, ICH finde es so fairer und kann besser damit umgehen.


Oh man, ich freu mich schon, hab die Phase komplett verdrängt und dachte, meine Kleine steckt grade in ner trotzigen Phase  ;D Aber so langsam kommt die Erinnerung.. Bei uns wars definitiv besser (das heißt noch lange nicht gut), wenn ICH ruhiger war. Allerdings fiel mir das mit zunehmender Dauer deutlich schwerer und auch dann, wenn ich schon morgens mit Geschrei geweckt wurde  :-\

zuz

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« Antwort #11 am: 19. Juli 2012, 12:37:17 »
Morgens: Dooooof, das kenn ich auch. Mittlerweile bleib ich aber meist wirklich ruhig, sage ihr nur, dass eben dann und dann der Kiga zu macht und ich sie dann nur noch ohne Kuscheln abgeben kann. Ich sorge für die Strukturen, dass wir pünktlich loskommen können, aber wenn sie ewig trödelt - ihr Problem. Auch beim Waschen. Ja, ich helfe ihr, aber wenn sie es zu lange rauszögert, dann muss sie es dann alleine machen, ich muss schließlich noch andere Dinge tun und bediene sie nicht nach Gusto. Das hilft MIR meine gute Laune zu behalten, sie nicht anzumotzen. Und meist, wenn wir dann wirklich spät dran waren, klappt es am nächsten Tag besser. Vor allem aber leidet wie gesagt die Stimmung nicht mehr, weil ich nicht mehr ständig am Ermahnen bin.

Eis: Würd ich auch ganz wegtun. Das mit dem mal nachgeben mal nicht verstehen sie (bei solchen Sachen) nicht. Was auch helfen kann: Ausmachen, dass es z.B. 2x Süßes am Tag gibt. WANN das ist, ist ihre Sache. Wenn sie dann früh 2 Eis hatte, ist eben Schluss. Nach meiner Erfahrung können sie mit so klaren Regeln dann besser umgehen.

Kleidung: Schließe mich an. Das hatten wir ja schon mal ;) Sie hat ja nun eine Auswahl an Kleidern, der Rest kommt unter Verschluss und steht damit nicht zur Disposition, fertig.

Geschwister: Schwierig. Ich versuche meiner Großen grad Strategien beizubringen. Will sie was wirklich alleine machen, z.B. ein Puzzle, hat sie einen Rückzugsraum, wo der Kleine dann eben mal 20 Min nicht reindarf. Sind es grundsätzliche Sachen, dann probiert sie grad, ihm was anderes schmackhaft zu machen. Also sie will stempeln (IHRE Stempel), er will auch (darf er nicht), sie spielt also z.B. kurz mit dem Wecker, dann will er den und sie kann wieder in Ruhe mit ihren Stempeln hantieren. Momentan klappt das. Ansonsten schnapp ich ihn mir aber auch  mal und geh ins andere Zimmer und spiel dort was mit ihm. Also klar, manchmal ärgert sie ihn schon auch absichtlich, da kann man schon auch mal animieren, auch mal abzuwechseln oder mal was herzugeben, was zwar dem Großen gehört, ihm/ihr aber grad nicht so wichtig zu sein scheint. Man merkt ja, wer grad eher Oberwasser hat. Aber nur Rücksicht nehmen, damit es kein Geschrei gibt, das fände ich auch unfair.

Handpuppe: Wenn sie danach schlägt, würde ich das ins Spiel einbauen, möglichst ins Lustige (nicht Lächerliche!) ziehen: Oh, was war denn das eben? *Puppe schüttelt sich* Da hab ich doch grad was an den Kopf bekommen? Was war denn das? Etwa ein Ziegelstein? Oder war es eine Torte? Oder eine fliegende Katze? Miau, Katze, wo bist Du denn? (Klar, wenn sie nicht aufhört mit toben und wüten, war es wohl das Falsche ;). Aber man kann es ja mal versuchen).


Pinky

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« Antwort #12 am: 21. Juli 2012, 00:21:17 »
Wenn's wegen den Klamotten oft Ärger gibt, dann würde ich die, die sie nicht anziehen darf wo anders hin tun, damit sie nicht mehr in Sichtweite sind. Aus den Augen aus dem Sinn.
bei uns nicht! Vorgestern wurde eine Szene gemacht (wie die ich gerade hier beschreibe, also 1 Stunde heulen schreien etc) weil sie das Kleid anziehen wollte, was sie kürzlich auf der Hochzeit trug und das lag nirgendwo in Sichtweite und ich habe ihr auch gesagt, dass es in der Reinigung sei (stimmt ausnahmsweise sogar)

Bei uns hilft auch dann eher die sprachliche Ablenkung, dass ich halt von irgendeinem anderen Thema anfange und sie dann drauf eingeht....

Also heute war ich so fertig, dass ich mit ihr geweint habe. Es zerrt so an den Nerven und ist so unnötig. Es war wieder um die Zeit, als sie eigentlich müde war (klar auch, 10 Uhr gestern ins Bett, 8 Uhr aufgestanden und 36 Grad draussen). Ich lag auf dem Sofa, sie wollte mir die Haare kämmen, nach 8 mal ich will das nicht, habe ich nachgegeben, irgendwann hat sie dann immer stärker gekämmt und zum schluss mir mit der bürste auf den kopf gehauen. Da habe ich sie gefragt warum sie das macht und das mit das weh tut und bin ins Zimmer ins Bett. Da ging es dann los, ich sollte aufstehen, ich habe versucht sie zu überzeugen zu mir zu kommen, ging nicht. Irgendwann bin ich dann aufgstanden, dann kam sie auf meinen Arm und war auch gleich ruhig, solange ich mich nicht hinsetzte, leider kann ich eine über 3 Jährige nichtmehr stunden durch die Wohnung tragen, zumal nicht bei diesem Temperaturen, so zog sich das ganze solange hin bis sie mal wieder platt genug war, dass sie keinen Widertand leistete und in meinem Arm eingeschlafen ist.


Was machst Du, wenn sie etwas will, was er nicht hergeben mag? Hast Du die Chance, wenn Du die Situation kommen siehst, ganz schnell einzugreifen? Ihr Verständnis auszusprechen und ihr anbieten, sie kann auf ein Kissen einschlagen, um Wut loszulassen, oder sich in Deinen Arm kuscheln um Trost zu finden?

Ehrlich gesagt ist mein armer Grosser schon so weit, dass er dann nachgibt, weil ich ihm selber leid tue und es stimmt, ich leide wirklich sehr unter ihren Anfällen. Ich glaube so langsam, dass es auch eine Nachwirkung des Abstillens ist, weil wenn sie dann so ganz k.o. ist sagt sie mir auch immer, dass sie jetzt Mich trinken möchte und es sind gut 10 Wochen jetzt her.

Ich bringe halt immer weniger Verständnis für ihr Verhalten auf, weil es mich so wütend macht, dass sie sich so aufführt meistens auch noch für nichts!
Andere in der Familie, die sie jetzt nicht so intensiv kennen sagen mir schon wie verwöhnt sie ist, weil ich so oft nachgebe und wenn ich es von aussen betrachte, bin ich genau der Fall wo ich kinderlos drüber den Kopf geschüttelt hätte und gesagt hätte: das hätte mein Kind sich bei mir nie geleistet!

:-(

@Lisa
Du hast das alles ganz gut auf den Punkt gebracht. Ich bin aber gerade leider nervlich so fertig, dass ich wirklich am liebsten immer nachgebe, obwohl ich als älteres Geschwisterkind genau weiss wie schlimm das ist :-(

Ich glaube ein bisschen ist es besser geworden, wo sie jetzt mitbekommen hat, dass sie nicht bekommt, was sie will und dass ich sie ignoriere.

@Hubs
Da denke ich halt bisschen anders, ich bin bei ihr, habe aber keine Lust mir fast eine Stunde (ich übertreibe damit nicht und jeder weiss wie lange alleine 10 minunten schon sein können) ihr Geschrei reinzuziehen, ohne dass ich nur im geringsten an sie rankomme. Sie soll wissen, dass solch eine Szene bei mir nicht ankommt, damit sie sich nicht daran gewöhnt. Sie ist mit 3 Jahren und 2 Monaten sicher alt genug mit ihrer Wut auch anders umgehen zu können/zu lernen und ich denke wenn ich jetzt darauf eingehe, wird sie sich solch ein Verhalten angewöhnen. Sie weiss auch, wie schlimm das ist, wenn ich ihr nämlich nach paar Stunden dann sage, dass ich das nicht schön fand und das sie das nciht mehr machen soll, dass ich immer da bin und sie zu mir kommen kann und wir dann schmusen können dann zeigt sie sich immer ganz verständnisvoll und sagt: ja gut mama :)
« Letzte Änderung: 21. Juli 2012, 10:08:10 von Pinky »
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zuz

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« Antwort #13 am: 21. Juli 2012, 06:01:37 »
Ich weiß noch, wie anstrengend diese Phase bei der Großen war s-:) Beim Kleid hätte ich wohl gesagt: Ja, ist grad ganz traurig für Dich, dass Du es nicht haben darfst, ne? Musst wohl ein bisschen weinen, das hilft.
Wo Du sagst abstillen, wir hatten ähnliche Szenen im Zhg. Mit Schnuller, geht ja in ne ähnliche Richtung. Was wir noch gemacht haben: eine Kuschelecke eingerichtet. Dorthin habe ich sie dann gebracht und ihr gesagt, sie müsse sich wohl grad ausruhen. Musste sie dann wirklich oft und das hat manchmal geholfen.
Haarbürste: Da hätte ich weniger "provozierend" reagiert. Also weggehen provoziert sie, denn das will sie ja so gar nicht. Ich hätte schon beim doller kämmen gesagt: Bitte sanfter, das tut mir weh. Dann, wenn sie nicht aufhört: sonst muss ich leider aufstehen. Und dann aufstehen, aber nicht weggehen.
Warumfragen können sie meist nicht beantworten. Die Antwort wäre ja, weil ich übermüdet bin und mich abreagieren muss ;) Das versteht sie selbst noch nicht.
In der Phase, wo sie auf Teufel komm raus provozieren MUSSTE haben wir uns sehr genau überlegt, was wir keinesfalls erlauben und dann das, aber nur das, sehr konsequent verfolgt. Irgendwie brauchte sie da wohl eine sehr klare Linie. Suuuperanstrengend, aber irgendwann war der Spuk vorbei. Zwischendurch dachte ich auch, ich Ruf mal die Supernanny ;D.
Verwöhnen: tust Du sie nur, wenn Du wegen Geschrei bei Dingen nachgibst, die Dir wichtig sind. Bsp: Du sagst, sie soll laufen sie will aber Buggy. Geschrei. Wenn Du genau überlegst, ist Buggy jetzt auch nicht dramatisch, also Buggy. Aber: Sie will das Ausgehkleid und auch wenn Du nachdenkst, willst Du ihr das nicht erlauben. In dem Fall solltest Du fest bleiben.

Pinky

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« Antwort #14 am: 21. Juli 2012, 10:14:32 »
@Zuz
ich hatte schon vorher gesagt sie soll nicht so feste und es tut mir weh, hatte auch schon paar mal aufgeschrien. Das war nicht extra von ihr, sie hat da natürlich noch kein Gefühl für, aber die Bürste hat sie mir extra auf den Kopf geknallt.

Meine Reaktionen sind vielleicht gerade teils nicht mehr sehr angemessen, weil ich einfach fertig bin.

Heute morgen, sie wacht auf sie: Komm Mama wir gehen auf die Hochzeit, jetzt, jetzt, jetzt sofort.
ich: Es gibt keine Hochzeit, wer ist denn die Braut?
sie:xy
ich: xy hat doch schon geheiratet, es gibt keine hochzeit mehr
sie( jetzt schon jammernd): mama komm wir gehen jetzt jetzt jetzt jetzt sofort auf die Hochzeit ich möchte auf die Hochzeit, ich möchte zu tante. Komm wir gehen jetzt zu Tante.
ich: die tante schläft noch und es gibt keine hochzeit

Rausgeholt habe ich sie, indem ich dann aufgestanden bin und sie getragen und gestreichelt habe.

Dann ging es weiter. Komm wir gehen mal früstück machen, was möchtest Du denn? Magst du ein Ei? (das liebt sie) sie: nein ei nein, ich möchte EIS.
grrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr ich kriege die Krise, jeden Morgen das gleiche!
Eis gibt es nicht zum Frühstück.
Heute hatte ich dann Glück, sie wollte dann nur mal reinsehen und hat mal mit dem Finger geschleckt und meinte dann später bekäme sie dann ein Eis.
Hätte aber auch wieder ausarten können das Ganze :-(
Pinky mit Wunschprinz 12/2005 und Wunschprinzessin 05/2009

zuz

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« Antwort #15 am: 21. Juli 2012, 10:59:16 »
Hochzeit: Hm, da könnte man schon ein wenig auf sie eingehen: Du möchtest wirklich gern auf eine Hochzeit, oder? Kann ich verstehen, ich mag Hochzeiten auch gern. Wollen wir nachher Hochzeit spielen?

Eis: gut gelöst! Wenn das so ein Dauerthema ist: Vielleicht mal einfach Saft einfrieren als Eiswürfel und davon darf sie dann einen lutschen oder mit ins Wasserglas tun?

Hubs

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« Antwort #16 am: 21. Juli 2012, 11:42:20 »
Ans Abstillen hab ich auch schon gedacht. Beim Moritz hat man das auch gemerkt, dass er irgendwie erstmal seinen eigenen Weg finden muss sich auszuruhen. Wie zuz geschrieben hat, ist es bei Flaschenkinder, Kindern die nen Schnuller kriegen etc. ja ähnlich.

Zitat
@Hubs
Da denke ich halt bisschen anders, ich bin bei ihr, habe aber keine Lust mir fast eine Stunde (ich übertreibe damit nicht und jeder weiss wie lange alleine 10 minunten schon sein können) ihr Geschrei reinzuziehen, ohne dass ich nur im geringsten an sie rankomme. Sie soll wissen, dass solch eine Szene bei mir nicht ankommt, damit sie sich nicht daran gewöhnt. Sie ist mit 3 Jahren und 2 Monaten sicher alt genug mit ihrer Wut auch anders umgehen zu können/zu lernen und ich denke wenn ich jetzt darauf eingehe, wird sie sich solch ein Verhalten angewöhnen. Sie weiss auch, wie schlimm das ist, wenn ich ihr nämlich nach paar Stunden dann sage, dass ich das nicht schön fand und das sie das nciht mehr machen soll, dass ich immer da bin und sie zu mir kommen kann und wir dann schmusen können dann zeigt sie sich immer ganz verständnisvoll und sagt: ja gut mama :)
Ich glaub nicht, dass sie absichtlich wegen einer Lapalie 1 Stunde sich die Seele aus dem Hals schreit, dass sie gern diesen Schmerz der Wut eine Stunde lang aufrecht erhält, nur um ihren Willen zu bekommen.
Der Moritz wird heute natürlich auch noch oft wütend. Wenn er müde ist, natürlich auch wegen Kleinigkeiten. Aber das ist ein riesiger Unterschied zu einem richtigen Anfall.

Zuz' Schlagwort "Provozieren" finde ich auch hilfreich. Wenn der Moritz schon wütend war, war das beste Mittel jegliche Provokation zu vermeiden und er hat sich sehr schnell durch irgendetwas provoziert gefühlt,... Ich hab auch versucht, ihm die Nähe zu verweigern, auf Abstand zu gehen, wenn er so ist, das hat nur dazu geführt, dass der Wutanfall mindestens nochmal so lang dauert!

Aber ich kann verstehen, dass Du selbst wütend und völlig fertig bist. Ich hab oft genug mit dem Moritz mitgeweint :( Vielleicht würden Euch Bachblüten helfen? Euch beiden, mein ich, damit ihr die Zeit besser übersteht?

Das Eis würde ich komplett aus meinem Haushalt entfernen, wenn das morgendliches Dauerthema ist.

Ich hoffe, dass Du bald zurückblicken kannst mit dem Gedanken "Puh, es war schwer, aber wir haben es geschafft." Meine Schwester hat mir immer gesagt, aus solchen Situationen kommst Du gestärkt raus. Mit mehr Kraft und Energie.

Ich habe in der Zeit, in der der Moritz immer wieder Wutanfälle hatte, versucht uns die Tage so entspannt wie möglich zu gestalten. Wir waren oft beim Baden, da konnten wir beide für den allabendlichen Wutanfall Kraft tanken.

« Letzte Änderung: 21. Juli 2012, 12:13:49 von Hubs »
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Antw:Hilfe Wutanfälle
« Antwort #17 am: 21. Juli 2012, 13:05:19 »
Das wollt ich auch grad noch vorschlagen: Sucht Euch regelmäßig was, was Ihr wirklich gern zusammen macht! Damit nicht nur das Negative übrig bleibt, damit Du Deine Maus auch noch mal zwischendurch als süßes kleines Mädchen wahrnehmen kannst. Und wenn es nachmittags Eis essen ist ;)

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Antw:Hilfe Wutanfälle
« Antwort #18 am: 21. Juli 2012, 23:01:08 »
@Zuz
ha ha ha ja klar, ausgerechnet!
Wir gehen schwimmen und ich habe auch viel Spass mit ihr, nur immer gerade am Morgen ist so anstrengend. Heute waren wir schwimmen und ich habe ihr gesagt, dass sich nach dem Schwimmen hingelegt wird (das Vorbesprechen scheint wunder zu wirken), sie stimmte zu, wollte dann aber nciht schlafen. Wir haben uns aber alle hingelegt und irgendwann kam sie dann auch und hat geschlafen, danach war sie dann richtig gut drauf. Ich bin mir sicher ihr fehlt gerade der schlaf.....

Hoffen wir mal die Phase geht schnell vorbei und ich danke euch sehr fürs Zuhören und eure Meinung, wenn man so in der Misere steckt, hat man ja meist Scheuklappen auf ;-)
Pinky mit Wunschprinz 12/2005 und Wunschprinzessin 05/2009

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Antw:Hilfe Wutanfälle
« Antwort #19 am: 22. Juli 2012, 12:07:31 »
Ja, Schlafmangel ist oft ein Zaubermittel, der aus süßen Kindern kleine Monster macht, das ist hier auch so. Wir haben morgens auch nie am WE Stress, nur unter der Woche. Und nicht nur wegen dem Zeitdruck, auch weil sie, wenn sie ausgeschlafen sind, einfach besser mitmachen.

Hubs

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Antw:Hilfe Wutanfälle
« Antwort #20 am: 22. Juli 2012, 18:27:45 »
Schön, dass ihr nen guten Tag hattet. Ich finde Vorbesprechen auch super, auch wenn wirklich viele mich deswegen sehr verwundert anschauen.  ???

Heute z.B. wir waren ne Runde spazieren, in nem kleinen Park um's Eck, kletterte er auf nem Baum rum. Er war dann schon hundemüde, konnte kaum noch klettern vor Müdigkeit, also wollten wir heimgehen. Der Papa, sagte nur, komm Du bist müde, wir gehen heim und richten das Abendessen. Er hat geschrien, gestrampelt,... Er durfte nochmal klettern, danach der gleiche Versuch mit gleichem Ergebnis. Ich hab mich dann zu ihm gesetzt, hab mit ihm besprochen, dass er noch ein mal den Ast hochklettern darf und dann kommt er ohne Geschrei mit nach Hause. Gesagt, getan :) So einfach kann's sein. Und das funktioniert wirklich sehr oft.
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