Autor Thema: Frage zur Aufsichtspflicht  (Gelesen 7014 mal)

Peppeline

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Frage zur Aufsichtspflicht
« am: 28. März 2012, 10:33:18 »
Hallo,

mir brennt ein Anliegen ganz arg auf der Seele, seitdem wir letzte Woche wieder bei Oma und Opa waren.

Also, meine Schwiegereltern wohnen aus dem Ort raus, an einer Straße ohne Geschwindigkeitslimit, die meisten Autofahrer fahren dort 100 km/h, manche noch schneller  :-X und meine Schwiegereltern haben kein Tor, Zaun sonst was, was den Hof und die Straße begrenzt. Der Garten geht zwar nach hinten raus, da wurde vor 2 Jahren auf mein Betreiben hin eine Pforte hingestellt, allerdings bekommt Felix sie auf. Das kein Zaun zur Straße hin ist, macht mir ganz arg Bauchschmerzen.  :-X
Dann läuft ganz hinten am Grundstück ein Bach lang. Das sieht man so nicht, man kommt auch nicht so einfach hin, aber man weiß ja nie, was in den Kindern vor geht. Theoretisch könnten sie hinkommen.
Meine Schwiegermutter bekommt es aber einfach nicht in den Kopf, dass ich verdammt noch mal nicht will, dass Felix alleine draußen spielt.  s-banghead Ich habe es ihr deutlich gesagt, sie nickt und ignoriert es dann irgendwann wieder. Sie tut es nicht, um mich zu ärgern, sondern die Gefahr ist einfach nicht in ihrem Kopf  :-X
Nun will ich es noch einmal auf eine andere Schiene versuchen.
Wie ist es, wenn ich mein Kind bei ihr lasse, hat sie automatisch die Aufsichtspflicht? Oder liegt die Verantwortung trotzdem noch bei mir und meinem Mann?
Mein Mann will noch mal mit ihr reden, aber ob sie es dann kapiert, ist fraglich  s-:)

Wie ist es also z.B., wenn Felix auf die Straße rennt, ein Auto kommt angerast und weicht aus, baut schweren Unfall. Müsste sie haften? (Nur so, als Argument  ;) ).

Ich kann sonst die Kinder echt nicht mehr bei ihr lassen und dann stehe ich im Sommer vor einem großen Problem.  :-\

Liebe Grüße
Steffi





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Wolkenspringerin

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #1 am: 28. März 2012, 11:11:52 »
Wie das mit der Hafutng aussieht weiß ich nicht.

Aber ganz ehrlich? Mein Kind wäre einfach nicht mehr dort ohne mich oder meinen Mann. Ganz einfache und klare Sache. Es wird sich nicht an die Rahmenbedingungen gehalten also kann mein Kind leider nicht dort zu besuch sein ohne mich.
Ist zwar auch bitter für das Kind, aber ich könnte es mir nie verzeihen wenn dann etwas passieren würde gerade weil die Oma oder der Opa nicht aufgepasst haben und das nach wiederholten bitten Eurerseits.

Haftung hin oder Her.

Das ist bei uns auch der Grund, warum unsere Kinder niemals zu den Eltern meines Mannes fahren werden. Sie dürfen gerne mal aufpassen für ein paar Stunden wenn wir dort weggehen, aber dann auch nur am Abend wenn sie schon schlafen. Aber für mehrer Tage ohne uns? Never - niemals.



zuz

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #2 am: 28. März 2012, 11:17:46 »
Rechtlich haben sie ganz klar die Aufsichtspflicht, wenn Du das Kind bei ihnen lässt und weggehst. Genau wie ja z.B. auch der Kiga die Aufsichtspflicht hat, wenn man sein Kind dort lässt. Alles andere wäre ja auch irgendwie albern.
Aber das ist ehrlich gesagt egal in dem Fall, denn ich sehe es genau wie Stefanie: Nie und nimmer würde ich mein Kind dort allein lassen! Das geht einfach nicht, fertig. Wenn Du im Sommer eine Betreuung brauchst, würde ich mich an Deiner Stelle schnell nach einer anderen Möglichkeit umsehen. Da hätte ich persönlich keine Minute Ruhe!

Peppeline

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #3 am: 29. März 2012, 11:22:51 »
Na ihr seid gut, soll ich mir eine Betreuung aus dem Ärmel zaubern?  :-\ Wenn ich einen KS bekomme, kann und will ich nicht schnell nach Hause, 2 mal bin ich schon gegen ärztlichen Rat 4 Tage nach dem KS nach Hause, früher ging es nicht. Mein Mann kann sich nicht mal eben frei nehmen, deswegen war der Plan, dass ich und die Kinder kurz vor dem ET zu den Schwiegereltern gehen, damit ich eben auch nicht alleine bin, wenn es losgeht.
Eine Chance will ich meiner Schwiegermutter schon geben, sie macht das ja nicht um mich zu ärgern, sondern weil sie die Gefahr eben nicht so sieht. Ist ja 7 Enkelkinder lang gut gegangen  s-:) Deswegen möchte ich ihr begreiflich machen, dass sie dran wäre, wenn was passiert.
Wenn sie das dann immer noch nicht kapiert, dann werde ich wohl doch einen Plan-KS machen lassen müssen, dass mein Mann dann zuhause sein kann  :-\
Echt scheiße, wenn man keinen hat, auf dem man sich verlassen kann   :(





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Giraffe

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #4 am: 29. März 2012, 11:44:34 »
ich muss mich leider den anderen anschließen.
ich bin sonst wirklich liberal, was großeltern angeht, da herrschen andere gesetze, aber wenns um die sicherheit geht, bin ich strikt.

und du schreibst ja, dass du es mehrmals angesprochen hast. also hatte sie ja ihre chancen. und nur weil bisher nichts passiert ist, heißt das leider nicht, dass auch in zukunft nichts passieren kann. ich möchte an deiner stelle nicht im KH liegen und mir sorgen machen müssen.

ist natürlich doof wegen dem KS. hast du vielleicht eine freundin, die in der zeit für deine kleinen da sein kann? oder gibts eine bezahlbare betreuung bei euch in der nähe, wo die kinder unterkommen können? kindergarten? krippe, wo man bereit wäre, deine kinder für ein paar tage zu nehmen?

ganz ehrlich, mein sohn hatte phasen, da hätt ich ihn nicht alleine mit den großeltern losgeschickt, weil er üebrall ausgebüchst ist, auf die straße gelaufen, überall raufgeklettert usw. die großeltern sind verlässlich, aber ich hatte das gefühl, in der phase waren sie überfordert. für mich geht da einfach die sicherheit vor. auch wenns für mich auch tw. sehr doof und schwer zu organsieren war.
sohn * 25. september 2007 spontan bei 25+4 SSW- 900g, 35 cm

Coney

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #5 am: 29. März 2012, 11:47:04 »
Hallo,

ich habe mich zeitig vor dem KS um eine Betreuungsmöglichkeit für Emma bemüht, da es zu dem Zeitpunkt mit den Schwiegers auch noch nicht so geklappt hat.

Meine Kinder dürfen erst ohne mich oder Papa hin, seit unsere Auflagen erfüllt wurden, z. B. Treppenschutzgitter an die schweinegefährlichen Treppen angebracht wurden. Ich hab ganz klar gesagt, entweder es wird so gemacht, oder die Kinder kommen nicht. Punkt.

lotte81

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #6 am: 29. März 2012, 11:56:31 »
Rein rechtlich (Haftpflicht) sind Kinder unter 7 doch gar nicht "Greifbar" (meine mich zumindest zu erinnern so was mal gelesen zu haben)...machen sie was kaputt ist es Pech. Es gibt Haftpflichtversicherungen, die greifen, aber im Grunde ist es egal, ob Aufsichtspflicht vernachlässigt oder nicht -das Kind ist nicht haftbar...denke also nicht, dass die Oma ein Auto, das wegen deines Sohnes gegen einen Zaun fährt, zahlen muss.....

ob die Oma "belangt" werden könnte, wenn dein Kind einen Unfall hat und einen bleibenden Schaden zurückbehält? Keine Ahnung, vermutlich nicht...Aber allein, wenn ich den Gedanken hätte, wäre die Oma für mich als Betreuungsperson raus.... da wäre mein Panik zu gross!

Ich glaube ganz ehrlich dass dieses "du musst dann haften"-Argument  absolut gar nicht ziehen wird. Wenn sie keine EInsicht in die Gefahr haben, werden sie ja auch kein Risiko sehen für was sie dann haften  müssen  ???... Wenn du also wirklich Sorgen hast (und die Wohnsituation klingt bedenklich ...grad der Bach wäre mein Horror) würde ich meine Kinder auch nciht ruhigen Gewissens tagelang dort lassen.... vielleicht nicht mal einen Tag...

Die Kinder kurz vor ET hin geben finde ich eine komische Idee  ;D Was wenn du 14 Tage über den Termin gehst (oder auch nur 3 Tage)?Sollen die Kinder dann 1-3 Wochen dort bleiben? Das würde ich nicht mal planen, wenn ich den Grosseltern uneingeschränkt vertraue....

Auch einen Wunschkaiserschnitt finde ich eine Panik-Idee und nicht notwendig... Ich hätte auch viel zu viel Respekt vor einen KS....Oder steht der KS eh fest?DANN macht es vermutlich auch SInn ihn vorab so zu planen, dass der Papa frei hat.

Warum würde dein Mann denn nach einem PLan KS frei bekommen, aber nicht nach einer spontanen Geburt oder einem Not-KS? Bekommt er nicht spontan frei? Kann e r nciht irgendwie regeln, dass es eben doch klappt? Ihr könnt die Kinder ja schlecht in den SChrank hängen, wenn ihr niemanden habt....und nach einem KS brauchst du ja auch erst mal noch ein paar Tage im KKH ...zur NOt evtl als Haushaltshilfe, weil du ja "arbeitsunfähig" bist für ein paar Tage?

Keine Ahnung was ich machen würde... ich würde wohl die Schwiegereltern für den Tag der Geburt in Anspruch nehmen (lieber allerdings dann in meiner eigenen wohnung) und vorher noch mal über die Gefahren mit ihnen sprechen ....und dann müsste mein Mann einfach frei haben. Egal wie.
Oder du musst , wenn gar nichts geht,eine Haushaltshilfe beantragen bei der Krankenkasse...
Und dann kannst du ja die Schwiegermutter bitten (falls er flott wieder arbeiten muss und du noch nicht fit bist), dir daheim (bei euch) etwas zur Hand zu gehen....da sind die Kinder dann in euerm gewohnten Umfeld und du hast alles im Blick und etwas Hilft im Haushalt....Die Kinder zu Oma u Opa geben, wenn das Baby da ist, würde ich eh nicht machen...die Kinder wollen doch bei dir und dem Baby sein  :-\

Eine Betreuung aus dem Ärmel zaubern kann man sich sicher nicht, aber wenn du kein Vertrauen in die Schwiegereltern hast, wirst du doch auch keine Ruhe haben.... Also bleiben nur die Alternativen:Papa bekommt doch irgendwie frei oder Haushaltshilfe (wobei du DIE ja auch nciht kennst und weisst, ob du ihr vertrauen kannst)
« Letzte Änderung: 29. März 2012, 11:58:03 von lotte81 »


Solar. E

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #7 am: 29. März 2012, 12:08:36 »
dann werde ich wohl doch einen Plan-KS machen lassen müssen, dass mein Mann dann zuhause sein kann  :-\


Sorry wenn ich mal ganz doof OT frage  :-[ lassen die Ärzte dir denn nach 2 KS überhaupt eine Wahl? OK, bei mir geht aus anatomischen Gründen spontan gar nichts, von daher musste es eh wieder KS sein. Aber die ließen mir auch so keine Wahl, das war denen zu gefährlich. Ich durfte nicht mal Wehen haben.  :-[

Bettina

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #8 am: 29. März 2012, 12:45:55 »
@lotte: Sie würde mit den Kindern zu den Schwiegers gehen. Nicht nur die Kinder.

Haftung und Aufsichtsplicht hin oder her. Du hättest keine ruhige Minute und wie lotte sagt, wenn die Oma keine Einsicht zeigt, dann wird sie ihr Verhalten auch nicht ändern, eben weil sie es ja nicht so sieht wie du.

Ich würde wohl bei der Krankenkasse nachfragen, wenn dein Mann tatsächlich nicht frei nehmen kann.

Ob das dann eine Freundin ist, die von der Kasse Geld dafür bekommt oder eine Kinderfrau, Tagesmutter, was auch immer bleibt ja gleich. Die Kinder könnten in ihrem gewohnten Umfeld bleiben, du hast die Sicherheit, dass sie gut aufgehoben sind und ihr könnt euch ja schon vorab kennenlernen und beschnuppern.

Straße und Bach .... hier ist es Straße und Kanal und ich finde hier mehr als ein Elternpaar äußerst mutig, wenn die Kleinen da auf dem Weg rumlaufen und fahren.
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liadan

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #9 am: 29. März 2012, 12:58:23 »
Also ich würde meine Kinder dort auch nicht mehr lassen. Es muss dann eben andere Wege geben. Wenn es gar nicht anders geht, mach Dich mal schlau beim Jugendamt was für Möglichkeiten es gibt oder eine Freundin oder aber Oma und Opa kommen zu Euch und betreuen die Kinder dort, dann eben nur tagsüber Dein Mann kommt ja sicher irgendwann von der Arbeit nach Hause. Dann gibt es noch die Option der Tagespflege.

Dein Mann kann sich nicht mal eben freinehmen? Versteh ich nicht ich mein der ET ist doch bekannt und wenn es dann noch ein Wunsch KS werden sollte dann steht der Termin ja auch schon fest und das lässt sich mit Urlaub nicht planen? Zumal ihm auch Sonderurlaub zusteht. Mal ganz davon ab sind das ja auch seine Kinder, ich mein Kinder zeugen kann er ja aber dann wird er doch auch mal ein paar Tage frei nehmen können wenn SEIN drittes Kind auf die Welt kommt um sich um SEINE beiden anderen Kindern zu kümmern und sicherzustellen das richtig auf sie aufgepasst wird. Ehrlich es sind ja auch seine Kinder. Kann ich als Argument ehrlich nicht nachvollziehen. Er hat ja Urlaub oder nicht? Bei uns hier im Betrieb ist es gar kein Problem da ist bekannt das die Männer Väter werden und um den eigentlichen ET rum haben sie Urlaub geplant +/- ein zwei Wochen eben. Normalerweise sollten Chefs da auch Verständnis für haben.

« Letzte Änderung: 29. März 2012, 13:00:43 von liadan »
 

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Bettina

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #10 am: 29. März 2012, 13:02:17 »
liadan, du würdest aber nicht ernsthaft einer Frau, die einen KS hatte und zu Hause dann 3 Kinder allein zu versorgen hätte, weil sie allein da stünde, empfehlen am Tag nach dem KS nach Hause zu gehen oder?

Möglich ist vieles. Tatsächlich auch, dass die Kinder ne Woche bei der Oma überleben. Aber es gibt sicherlich andere Alternativen, als die eigene Gesundheit so dermaßen aufs Spiel zu setzen. Ein wirklich gutes Vorbild/Beispiel für die Oma wäre man dann ja auch nicht.
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lotte81

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« Antwort #11 am: 29. März 2012, 13:29:03 »
@lotte: Sie würde mit den Kindern zu den Schwiegers gehen. Nicht nur die Kinder.




äh, ja...OK...das macht dann doch mehr SInn  ;D ich hatte irgendwie die Vorstellung, dass die Kinder dann 2 Wochen vor ET zur Oma ziehen...
Wobei ich die Lösung gar nicht schlecht finde...Dann seit ihr ja  zusammen da und du kannst dich kümmern, wenn du nicht alleine sein willst, falls Wehen kommen....Du hättest dann auch die Gelegenheit sie mal länger im Umgang mit den Kindern zu erleben und könntest aber immer noch eingreifen....

Und nach der Geburt kann tatsächlich ja auch eine Freundin oder sonst ein Verwandter als Haushaltshilfe zu euch kommen.... dann hättest du am Tag jemanden da ...oder ist dein Mann gar nicht daheim (Arbeitet weit weg?)?



AnnHoly

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #12 am: 29. März 2012, 15:15:02 »
Rechtlich: Mit „Verbringung“ Deines Kindes zu den Großeltern überträgst Du ihnen die Aufsichtspflicht. Sie sind also grundsätzlich in der Verantwortung. Meines Wissens nach sollten Kinder unter 5 Jahren gar nicht allein (draußen und auf einem „ungesicherten“ Grundstück) spielen, zumindest nicht, ohne in regelmäßigen Abständen nach ihnen zu sehen (je kleiner das Kind desto kürzer die Abstände).

Allgemein: ich kann mir überhaupt nicht vorstellen, mein bald vierjähriges Kind allein (außer Sichtweite) draußen spielen zu lassen. Am vergangenen Wochenende habe ich es probiert, passender Weise im Garten meiner Schwiegermom. Ich war so unruhig, dass ich nach zehn Minuten doch hinterher gegangen bin. Die zehn Minuten habe ich auch nur ausgehalten, weil der auf dem Grundstück befindliche Teich und der Weg zur Straße in meinem Sichtfeld lagen und mein Schnecki bei der Schaukel bzw. der Rutsche (weitab von Teich und Straße) war. Meine „Unruhe“ steht da allerdings in engem Zusammenhang mit den örtlichen Gegebenheiten. Ist ein Grundstück/Ort weitgehend sicher, bin ich auch ruhiger. Gewässer und offen zugängliche Straßen sind ganz klar Unsicherheitsfaktoren.

Zu Deinem speziellen Fall: mir würde da auch das Vertrauen fehlen und ich würde (Ihr habt ja noch etwas Zeit) Alternativen suchen. Das Argument „ist ja sieben Enkelkinder lang gut gegangen“ zählt für mich nicht. Ein Mal ist immer das erste Mal, und ein Moment der (unnötigen) Unachtsamkeit kann ein Leben voller Reue nach sich ziehen.

Ein Beispiel von uns: mein Süßer war mit unserem Schnecki schwimmen und erzählte mir, dass er große Lust gehabt hätte, ein, zwei Bahnen allein zu schwimmen. Schnecki wäre in der Zeit im Kinderbecken gewesen. Er hat es nicht getan und ich habe ihn gebeten, dies auch zukünftig nicht zu machen. Ich meine, hier muss man unbedingt abwägen: ist es das „wert“? Was wäre, wenn doch etwas passiert? Könnte/Wollte er mit den Konsequenzen leben? Diese Frage würde ich auch den Großeltern stellen. Was spricht dagegen, gemeinsam mit dem Kind draußen zu spielen? Macht doch sicher Spaß. Unabhängig davon ist der „Aufwand“, auf das Kind aufzupassen, sicherlich nicht so groß wie das „Bedauern“, wenn doch etwas passiert. Hinzu kommt: ich meine schon, dass sie ihre Aufsichtspflicht verletzen und entsprechend belangt werden können, wenn sie ein etwa dreijähriges Kind draußen (auf entsprechend ungesichertem Grundstück) allein spielen lassen und genau an diesen ungesicherten Orten (Bach/Straße) etwas passiert.

Mein Schnecki fährt ab Ostern (sofern der Kleine es noch so lange in meinem Bauch aushält) auch zur Oma und da sind die Vorgaben klar: kein unbeaufsichtigtes Spielen im Garten (wie geschrieben: Teich, offenes Gartentor). Wenn ich Zweifel hätte, dass das auch umgesetzt wird, würde ich sie nicht mehr dort allein lassen.


:) AnnHoly





Peppeline

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #13 am: 29. März 2012, 16:05:10 »
Also erstmal, um den ET herum will ich mit den Kindern zusammen zu den Schwiegereltern gehen. Mein Mann ist 13 h außer Haus, da möchte ich dann nicht mehr alleine sein. Wir wohnen hier seit einem Jahr und sind, wie gesagt, komplett auf uns alleine gestellt. Wir habe hier wenige gute Bekannte, aber ich würde keinem meine Kinder auf`s Auge drücken, zumal Lina ja schon Schwierigkeiten gemacht hat mit Papa alleine zuhause, als ich mit Felix im KH war.

Haushaltshilfe von der KK gibt es nur für 8/h am Tag, hilft uns auch nicht weiter.

Zur Geburt: ich möchte gerne noch mal versuchen spontan zu entbinden, aber das wird erst bei der Geburtsplanung besprochen, ob die Vorraussetzungen bei mir gegeben sind. Auf jeden Fall wollte ich eigentlich wenigstens bei meinem letzten Kind abwarten, bis es von alleine raus möchte und nicht vorher einen KS-Termin bestimmen. Bei Lina hat man nämlich schon germekt, dass sie noch etwas Zeit im Bauch gebraucht hätte.

@liadan: wäre schön, wenn du nicht auf meinen Mann rumhackst, ja?  :-( Er hat ein paar Tage nach dem ET Urlaub, aber wir können ja nicht in die Zukunft gucken, da es ja eben eigentlich kein Wunsch-KS werden soll, hat er den Urlaub lieber ein paar Tage nach dem ET gelegt, damit er mich so lange es geht unterstützen kann. Deswegen möchte ich ja vor dem ET zu den Schwiegers.

Ganz hoffnungslos sehe ich das mit meiner Schwiegermutter ja nun nicht. Mit Lina ist ihr ja klar, dass sie nicht alleine draußen sein kann und als Felix so alt war wie Lina, da hat das ja auch geklappt. Das Problem ist einfach, dass Felix schon so verständig wirkt und er ja auch schön konzentiert spielen kann. Bloß man weiß ja nie, wie Kinder ticken und aus welchen Gründen auch immer sie doch plötzlich anders reagieren als erwartet. GsD ist meiner Schwiegermutter ja klar (weil das Beispiel hier genannt wurde), dass sie 1. nicht alleine mit beiden Kindern zum schwimmen darf, das macht sie auch nicht, und 2. sie die Kinder dann niemals aus den Augen lassen darf! Da ist die Einsicht dann schon da, deswegen hoffe ich ja, dass sie das mit dem alleine spielen im Garten dann auch kapiert.





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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #14 am: 29. März 2012, 20:02:52 »
aber wenn das für dich schon so feststeht, was willst du denn genau von uns hören?
wovon willst du es abhängig machen, ob du ihr letztendlich vertraust oder nicht?

ich find 3 jahre ein schwieriges alter: groß und mobil genug, um schnell "über alle berge" zu sein, meistens aber noch nicht so verständig, dass sie gefahren schon wirklich einschätzen können. wie du selbst schreibst, man überschätzt kinder da manchmal und gerade wenn jemand eh nicht so ein gefahrenbewusstsein hat, finde ich persönlich das enorm heikel. bei lina hätte ich auch weniger bedenken.

was ist mit geschwistern deines mannes? da viele enkel da sind, kann da vielleicht eine familie aushelfen?
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liadan

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #15 am: 29. März 2012, 20:36:45 »
liadan, du würdest aber nicht ernsthaft einer Frau, die einen KS hatte und zu Hause dann 3 Kinder allein zu versorgen hätte, weil sie allein da stünde, empfehlen am Tag nach dem KS nach Hause zu gehen oder?

Möglich ist vieles. Tatsächlich auch, dass die Kinder ne Woche bei der Oma überleben. Aber es gibt sicherlich andere Alternativen, als die eigene Gesundheit so dermaßen aufs Spiel zu setzen. Ein wirklich gutes Vorbild/Beispiel für die Oma wäre man dann ja auch nicht.

Nein würde ich  nicht, aber ich würde von meinem Mann verlangen wenn ich auch sien Kind zur Welt bringe das er dafür Sorge trägt das ich in Ruhe ins KH kann zur Geburt und sichergestellt ist das die anderen Kindern gut und sicher untergebracht sind.

Hab ich auch nirgends geschrieben.

Ich hacke auch nicht auf Deinem Mann rum, aber der ET steht ja schon fest und da kann man wohl, vor allem wenn man weiß was ist mal gucken ob  man das nicht geregelt bekommt. Weil es ebend bis zu einem gewissen Grad planbar ist, was ist wenn was unvorhergesehenes passiert dann muss er auch und zwar ganz plötzlich, warum ist das also nicht zum ET möglich? Also ich würde mit Sicherheit keinen WunschKS machen wenn er gar nicht notwendig ist nur weil man die anderen Kinder nicht passend untergebracht bekommt. Zumindest habe ich das so verstanden. Auf so eine Idee würde ich gar nicht kommen deswegen überhaupt einen KS in Betracht zu ziehen.

Wieso kommen denn die Schwiegerelten nicht einfach zu Euch? Wenn Du Dich nicht auf deine Schwiegerelten soweit verlassen kannst das sie Eure Kinder nicht unbeaufsichtigt draußen spielen lassen, dann muss Du für die Zeit jemand anderen finden. Dahilft es doch auch nicht zu wissen das die Aufsichtsplicht und die Verantwortung bei den Grosseltern liegt wenn was passiert? Da würde ich noch nichtmal davon reden wenn das Kind eine Sachbeschädigung macht sondern ich würde eher davon reden was ist wenn dem KIND was passiert.

Wenn es jetzt schon so schwierig ist, wie soll das werden wenn das dritte Kind da ist und irgendwas ist?

Eine weitere Idee wäre, einfách hie rmal zu fragen, vielleicht wohnt eine EO Mami die nicht arbeitet in Deiner Nähe und würde Dir Hilfe anbieten? Wobei ich ehrlich sagen muss das der erste Ansprechpartner ebend der Vater der Kinder ist und dann eine Haushaltshilfe.

« Letzte Änderung: 29. März 2012, 20:38:49 von liadan »
 

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Sweety

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #16 am: 29. März 2012, 20:38:17 »
Zitat
Ich hacke auch nicht auf Deinem Mann rum, aber der ET steht ja schon fest

Nein, tut er nicht ;)

liadan

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #17 am: 29. März 2012, 20:39:51 »
Zitat
Ich hacke auch nicht auf Deinem Mann rum, aber der ET steht ja schon fest

Nein, tut er nicht ;)

Wie der steht noch nicht fest, gibt es keinen ET im Mutterpass? Wird das ausgewürfelt? Also so einen gewissen Richtwert hat man doch oder nicht?

Bei einem geplanten KS noch eher, aber den würde ich gar nicht in Betracht ziehen wenn es medizinisch nicht notwendig wäre. Und das entscheidet sich doch bei der Geburtstplanung, dann weiß man doch auch einen ungefähren Zeitrahmen. Da muss der Herr Papa mal mit seinem Chef sprechen und abklären ob er dann ebend spontan Urlaub nehmen kann wenn es früher losgehen sollte also das er einen Puffer von drei Wochen Urlaub einreicht, müsste doch möglich sein? Ok, bei uns handhaben die werdenden Väter das so und es ist eben kein Problem und bei einem normalen Arbeitgeber müsste das doch möglich sein. Zur Not kann der Papa sich (je nach Job eben) vielleicht auch Arbeit mit nach Hause nehmen und vom Lappi aus was machen oder oder oder. Aber da müsste man eben  mal den AG fragen.
« Letzte Änderung: 29. März 2012, 20:44:29 von liadan »
 

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Fliegenpilz

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #18 am: 29. März 2012, 20:44:18 »
Naja, aber man kann ja nunmal schlecht prophyllaktisch 2 Wochen vor und 2 Wochen nach dem ET Urlaub nehmen.

Bei Bekannten hat der Mann ab ET 14 Tage Urlaub gehabt, der Kleine kam bei ET+10, bei ET+13 ging sie mit dem Sohnemann nach Hause, also blieb noch 1 Unterstützungstag bevor er wieder arbeiten musste :P

Sweety

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #19 am: 29. März 2012, 20:47:10 »
Ja schon, aber nach dem kann man ja nicht 100% gehen.

Bei meinem Mann ist es so, dass er für die ungefähre Jahreszeit ;D ;D Urlaub vormerkt und schonmal bewilligt kriegt.
Und dann kann er spontan daheimbleiben, wenn Kind kommt.

Ist aber nicht überall so.

Und Peppelines Mann hat ja nach dem ET Urlaub.

Wenn aber das Kind, was ja durchaus schonmal vorgekommen sein soll in der Weltgeschichte ;) vier Tage vorher kommt, hat sie ein Problem, weil er eben nicht spontan wegbleiben kann. Oder sie geht sieben Tage drüber und das Kind kommt, wenn er wieder starten muss.

Nicht überall ist man so flexibel :)

liadan

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #20 am: 29. März 2012, 20:50:15 »
@Christiane, aber wenn sie doch plant vor dem ET schon zu den Schwiegis zu gehen hat sie es in der Zeit doch in der Hand was mit den Kindern ist. Wenn es dann los geht kann der Schwiegerpapa sie ins KH fahren und der Mann kommt hinterher und ab dem Zeitpunkt hat er dann Urlaub, so  meinte ich das, das er seinem AG einen ungefähren Zeitraum gibt wo er eben Urlaub benötigt. Ok, wie gesagt bei uns ist das kein Problem, da kann ich natürlich nicht von ausgehen, das es überall möglich ist.

Was wäre denn wenn sie länger im Kh bleiben müsste wer würde sich denn dann um die Kinder kümmern, dürfte der Papa dann keinen weiteren Urlaub mehr nehmen?

edit: Es gibt AG die verbieten den Papas los zu fahren von der Arbeit wenn die Geburt losgeht?

Ok, bei bestimmten Berufen ist das nicht möglich ist mir schon klar, aber in meinem jugendlichen Leichtsinn gehe ich mal davon aus das es sich um einen "Normalen" Job handelt, also  kein Pilot der dann gerade eine Boing fliegt oder ein Chefarzt der gerade im OP steht oder sowas  ;)
« Letzte Änderung: 29. März 2012, 20:52:21 von liadan »
 

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #21 am: 29. März 2012, 20:50:20 »
Wäre bei uns auch so gewesen, Liadan. Ich hab fast alle Kinder bei ET+ zur Welt gebracht und zwar bei +weit übern ET.  ;) 11, 13 und 14 Tage drüber. Wenn der Mann da nicht kurzfristig seinen Urlaub einlegen kann und die Firma das nicht spontan gestattet kann das schief gehen.
Auch mein Mann hat bei Jared fast keinen Urlaub bekommen. Hat dann doch nocht geklappt, aber stand nicht fest, da kannst du verlangen was du willst, wenn die Firma nun mal nicht mitmacht, was willsten da machen?

Ich frag jetzt nochmal wegen der HH? Also warum geht das denn nicht? Anstatt der Oma?  ??? Bei einem KS und 2 Kindern zu Hause bekommt man die 100%ig. Ich hatte damals nämlich auch eine beantragt, weil ich ja immer ambulant entbinde und dann mit 3 Kindern und Neugeborenem doch etwas Unterstützung nett gefunden hätte. (Hat sich dann erledigt, mein Mann war ja dann doch eine Woche daheim)

zuz

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #22 am: 29. März 2012, 20:52:41 »
Für solche Fälle gibt es doch vom Jugendamt Unterstützung. Da gibt es doch extra so ne Art Nanny, die dann ins Haus kommen kann. Was würde da denn dagegen sprechen?

liadan

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #23 am: 29. März 2012, 20:53:39 »
Netti aber ein geplanter KS wird doch  meist 14 Tage vor dem eigentlichen ET gemacht oder hab ich das falsch in Erinnerung? Oder reden wir hier von einem Not KS?

Wenn ich überlesen haben sollte das man mit dem AG schon gesprochen hat und der nein gesasgt hat, dann ziehe ich  natürlich alles von mir geschriebene diesbezüglich zurück ,-)!
 

Heutzutage ist es so verdammt schwer dumm zu sein,  weil die Konkurrenz so gigantisch ist!

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Antw:Frage zur Aufsichtspflicht
« Antwort #24 am: 29. März 2012, 20:55:51 »
Kommt drauf an. Ich kenne Frauen, die wollten so nah an den ET wie möglich.  :) Und der Termin wird oft wirklich erst recht spät 100%ig festgelegt, das ist nicht mehr ganz so wie früher.

 

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