Autor Thema: Eigenarten von Besucherkindern.  (Gelesen 3539 mal)

Hubs

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Eigenarten von Besucherkindern.
« am: 09. August 2012, 18:43:25 »
Die Nachbarskinder sind sehr oft bei uns. Und sie haben alle eine Sache gemeinsam. Sie können sehr gut miteinander spielen, wenn ich außer Sichtweite bin. Ansonsten höre ich immer Anschuldigungen was der andere schon wieder macht. Ich finde das nicht schön, wenn die Freunde am laufenden Band schlecht dargestellt werden. Also Beispiel, damit ihr Euch besser vorstellen könnt, was ich meine: "Der M. nimmt die ganze Knete." "Die K. macht ständig das Licht an und aus." ... und das ist 30 Sekundentakt. Es geht ja nicht mal darum, dass sie sich nicht arrangieren könnten. Anstatt mir zuzuschreien, was der andere schon wieder schlechtes macht, könnten sie genau so sich untereinander austauschen und einigen. Das können sie und das klappt auch. Es geht ihnen nicht darum, dass ich schlichten soll, ich hab das Gefühl es geht ihnen tatsächlich darum einfach den anderen anzuschwärzen.
Wie würdet ihr reagieren?
Hubs mit den beiden Buben *04/2009 *01/2012



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MammaMuh

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Antw:Eigenarten von Besucherkindern.
« Antwort #1 am: 09. August 2012, 18:49:02 »
Ich find das auch sehr anstrengend und mag es nicht. Obwohl ich weiß, dass es normal ist. Kinder klären halt ihre Regeln/Werte mit den Erwachsenen ab.

Ein Freund von Thaddeus sagt, sobald ein Erwachsener den Raum betritt: "ich war das nicht, das war Thaddeus".

Das interessiert mich einfach nicht, wer welches Spielzeug aus dem Schrank genommen hat oder was anderes gemacht hat. Ich sag dann halt, dass ich das nicht schlimm finde, er das gern machen darf und es mich eigentlich überhaupt nicht interessiert, wer das nun war.
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min(e)

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Antw:Eigenarten von Besucherkindern.
« Antwort #2 am: 09. August 2012, 19:54:01 »
ich hatte mal etwas gelesen
dass kinder, die 'petzen' nicht wirklich petzen wollen, sondern nur gelernte regeln eben auch beibehalten wollen und dass eben dem erwachsenem, die es den kindern ja beibringen, mitteilen

....wann allerdings das denken mitkommt: ich sags, damit du ärger bekommst... keine ahnung ^^

bei meiner abbygail (4j) denke ich nicht, dass sie das mitteilen so meint, dass der kleine bruder ärger bekommt, sondern damit ich eben eingreifen kann

Hubs

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Antw:Eigenarten von Besucherkindern.
« Antwort #3 am: 09. August 2012, 20:03:08 »
Ja, mine, der Hinweis, dass sich jemand nicht an einer Regel hält, kann auch gern gesagt werden. Das haben wir auch oft, aber das klingt einfach wirklich danach "Ui, Du machst was, das darf man doch gar nicht." und nicht nach "DER M. MACHT SCHON WIEDER WAS; DAS ICH NICHT MAAAG!"
Daruch dass sie auch so oft da sind, stört es mich wirklich. Ich hab nur noch kein logisches Verhalten gefunden. Vielleicht sollte ich auch einfach jedesmal erklären, dass es nicht schlimm ist und dass sie es untereinander klären sollen.
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satti

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Antw:Eigenarten von Besucherkindern.
« Antwort #4 am: 09. August 2012, 21:25:14 »
na das es nicht schlimm ist würd ich net sagen....für die kleine petze ist es wohl schon schlimm wenn jemand den ganzen knet bunkert....

ich sag schon immer deutlich das sie das bitte untereinader klären sollen z.b : wenn m den knte bunkert dann sag ihm das doch bitte wenn du welchen ab willst....

oder ICH hab den knet nicht,MIR musst du das nicht sagen....
iwann merken die das man auf taube ohren stößt  S:D


ach und kleine petzen werden von mir auch dann nicht weiter beachtet,oft wollen die nämlich nur aufmerksamkeit ala`ich bin die nette,die tollemguck mal was ich alles weiß  :P
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zuz

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Antw:Eigenarten von Besucherkindern.
« Antwort #5 am: 09. August 2012, 22:43:14 »
Bei uns gibt es da ne klare Regelung: Erstens dem Kind sagen. Zweitens dem Kind noch mal sagen mit der Drohung, es sonst zu erzählen. Undndann dürfen sie petzen. Ich frage immer: Hast Du das xy schon gesagt? Wie hat Xy reagiert? Somit dürfen sie erstmal allein klären, dürfen aber auchnkommen, wenn sie das wirklich nicht hinkriegen.

Geht das grad irgendwie gar nicht, such ich gemeinsam nach ner Lösung, nicht nach dem Schuldigen. Ich frage, wie sie jetztnweitermachen wollen. Vielleicht kommt K ja drauf, was von der Knete abzugeben. Oder M will dann lieber mit Z spielen. Oder sie tauschen in drei Minuten oder oder. Nur in seltenen Fällen spreche ich wirklich ein Machtwort.

myja78

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Antw:Eigenarten von Besucherkindern.
« Antwort #6 am: 10. August 2012, 11:01:15 »
Och - wir haben hier noch die Steigerungsform - wenn Josh was macht was er nicht soll und Fine das nicht will - dann hör ich oft schon wie sie zu ihrem Bruder sagt "Ich sag das" (so richtig drohend) - umgekehrt aber genauso und meist dauert es keine 30 Sek. bis das Kind bei mir steht und "petzt" - ich sag dann auch schonmal "klärt das unter euch, das könnt ihr schon" oder wenn es mir zu bunt wird hat es andere Konsequenzen.

lisa81

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Antw:Eigenarten von Besucherkindern.
« Antwort #7 am: 11. August 2012, 19:50:42 »
oder ICH hab den knet nicht,MIR musst du das nicht sagen....
;D ;D Den Spruch könnte ich auch langsam auf Tonband aufnehmen  :P


Meine Kinder machen es bei Besuch erstaunlicherweise kaum, dafür aber umso mehr wenn sie allein sind. Allerdings glaube ich, dass es meist wirklich einfach ein Mitteilen ist. Also bei der Großen, die KLeine macht nur nach "Ich das Mama saden!"  s-:)
Angedroht wird hier nur "DAnn bist du nicht mehr mein Freund" oder "DAnn lad ich dich nicht zu meinem Geburtstag ein!"

Ich denke, viel mehr, als immer wieder zu sagen, dass sie es untereinander klären sollen, kannst du nicht tun.
Allerdings finde ich diese Regel, dass nach 3mal gepetzt werden darf, sehr gut.
Bei uns gibt es schon Dinge, die ich wirklich erfahren möchte. Ich bin froh, wenn die Große mir erzählt, dass die Kleine gleich ne komplette Rolle Klopapier im Klo versenkt hat, BEVOR irgendjemand versucht das abzuspülen.
Das gleiche, wenn die Knete in der Nase landet  s-:)

zuz

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Antw:Eigenarten von Besucherkindern.
« Antwort #8 am: 12. August 2012, 10:39:10 »
@Lisa: Ja, solche Dinge dürfen hier auch sofort gepetzt werden  ;D

Hubs

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Antw:Eigenarten von Besucherkindern.
« Antwort #9 am: 12. August 2012, 18:59:19 »
Genau da liegt auch mein logisches Problem. Ich möchte von gewissen Dingen ja auch unterrichtet werden. Und ich kann von 3- und 4-jährigen nicht erwarten, dass sie selbst einschätzen können, was ich wissen möchte und was nicht.

Zuz' Beispiele gefallen mit (wie eigentlich immer ;) ) seht gut. So kann ich das glaub ich auch handhaben.
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Antw:Eigenarten von Besucherkindern.
« Antwort #10 am: 12. August 2012, 22:56:07 »
Nach meiner Erfahrung wissen auch die Kleinen schon recht gut, was wirklichnwichtig ist - wenn einer Gefahr läuft, sich zu verletzen oder wenn ernsthaftnEinrichtungnin Gefahr ist. das können sie von ihren kleinen Machtspielchen schon abgrenzen

Eumel

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Antw:Eigenarten von Besucherkindern.
« Antwort #11 am: 13. August 2012, 16:57:53 »
Die Nachbarskinder sind sehr oft bei uns. Und sie haben alle eine Sache gemeinsam. Sie können sehr gut miteinander spielen, wenn ich außer Sichtweite bin.

Wie würdet ihr reagieren?

Ehrlich gesagt, ich würde versuchen, außer Sichtweite zu bleiben.  ;D

Bei uns ist es ähnlich - und ich bin dann eben "unsichtbar", solange es geht.  ;) Je weniger sich Erwachsene einmischen, um so reibungsloser spielen die Kinder häufig zusammen.  :)

 

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