Autor Thema: Verbote machen Dinge interessanter  (Gelesen 3906 mal)

lisa81

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Verbote machen Dinge interessanter
« am: 06. Juni 2016, 09:38:26 »
Wie seht ihr das? Seid ihr dieser Meinung?

Seid ihr im Umkehrschluss der Meinung, dass man möglichst nichts einschränken sollte, damit die Kinder einen vernünftigen Umgang lernen?

Funktioniert das bei euch und euren Kindern in Bezug auf Süßes, Medien, Zuverlässigkeit im Allgemeinen,..?

Habt ihr eure Meinung im Laufe der Zeit geändert?
*2008,  *2010, *2015

Tini

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #1 am: 06. Juni 2016, 10:25:32 »
Ich habe selber die Erfahrung gemacht, was Verbote bewirken. Als Kind durfte ich nur wenig Süßes essen, obwohl ich damals noch nicht zu Übergewicht geneigt habe. Später habe ich mit von meinem Taschengeld ständig Süßigkeiten gekauft und bin bis heute süchtig nach Schokolade. Ich kann da auch kein  Maß halten. Ähnlich beim Fernsehen.

Wir haben so gut wie keine Verbote. Meine Große darf jederzeit Süßes essen, macht es aber nicht im Übermaß. Auch beim Medienkonsum haben wir so gut wie keine Beschränkung. Sie hat ein Tablet, das sie immer nutzen darf und tut das auch ausgiebig. Ich habe da schon ein Auge drauf und sage auch was, wenn ich merke, dass es etwas viel wird bzw sie darüber ihre schulischen Verpflichtungen vernachlässigt. Aber in der Regel funktioniert das sehr gut, auch ohne dass ich was sage. Als sie kleiner war, hat sie zeitweise viel Fernsehen geschaut, das interessiert sie mittlerweile gar nicht mehr. Sie schaut vieles aber auch bei YouTube.

Würde ich merken, dass es mit der Selbstregulation in einem Bereich nicht funktioniert bzw dass andere Dinge leiden, würde ich mit der Großen sprechen und gemeinsam mit ihr überlegen, wie es besser funktioniert.
« Letzte Änderung: 06. Juni 2016, 10:27:19 von Tini »
  
 
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Drops

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #2 am: 06. Juni 2016, 10:44:39 »
Den umgang mit süßem und mit medien begleite ich so lange, bis sie es "selbst können".  Wären medien und süßes immer zur freien verfügung würde beides im übermaß konsumiert werden.
Wenn sie später rauchen wollen bevor sie volljährig sind, werde ich das trotzdem zu hause nicht erlauben, wenn sie es heimlich machen, dann ist das so, aber ich würde das nicht erlauben nur weil sie es heimlich sowieso machen.

Tini

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #3 am: 06. Juni 2016, 10:59:25 »
Geraucht werden darf hier zu Hause auch nicht. Wenn die Kinder später meinen, das tun zu müssen, werde ich das sicherlich nicht unterstützen, aber heimlich müssten sie es nicht tun. Nur müssen sie eben außerhalb des Hauses rauchen, weil wir Nichtraucher sind und ich den Gestank in der Wohnung nicht haben will.
  
 
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chipgirl

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #4 am: 06. Juni 2016, 11:07:32 »
Hier gibt es auch keine Beschränkungen, egal ob süßes, Fernsehen, Tablet, DS und ich muss sagen, das klappt ohne Probleme.......ich höre in meinen Umfeld immer wieder von Code für den Fernseher, DS Verbot etc....ich muss sagen, das brauchen wir alles nicht.
Es gibt einen übermäßigen Konsum von irgendwas, denn sie ist viel draußen, bewegt sich...Süßigkeiten werden gern mal gegessen und liegen hier auch offen rum (Kühlschrank, Schrank etc.), da der Papa auch gern mal was süßes ist....aber wenn sie was möchte dann wird gefragt....bis jetzt fahren wir so gut damit.....rauchen kann ich noch nicht abschätzen, wird es aber im haus definitiv nicht geben(alle Nichtraucher, selbst in der kompletten Familie), von daher hoffe ich, das sie auch nicht damit anfängt (natürlich darf sie gerne probieren, mir hat der Versuch damals gereicht ;)


KardaMom

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #5 am: 06. Juni 2016, 11:28:45 »
Ganz eindeutig: jein!  ;D Ich verbiete und reglementiere relativ wenig, also in Bezug auf Süßigkeiten, Medienkonsum etc., da halte ich es so wie Tini. Das klappt bei zwei meiner Kinder prima, beim Mittleren aber leider nicht. Der ist tendenziell ein "Suchtcharakter" und ohne klare Grenzen wäre er beim Umgang mit Computer, Tablet etc. maßlos. Er mag sich dann sogar selbst über die vergeudete Zeit ärgern, findet aber von alleine schlicht nicht den Ausschalter. Bei ihm bin ich auch gespannt, was die Pubertät noch so mit sich bringt – ich bin sicher, der wird seeehr viel ausprobieren. Und ich setze schon jetzt auf Aufklärung und hoffe, er ist dann stark genug, um zu widerstehen bzw. es beim Ausprobieren zu belassen ...

Das mit der Schokolade kann ich für mich selbst übrigens nicht bestätigen: Ich hatte zu Hause immer freien Zugang zu Süßigkeiten, habe mir selten was Süßes vom Taschengeld gekauft – und bin heute dennoch schokoladensüchtig ...  ;D

Muse

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #6 am: 06. Juni 2016, 11:34:27 »
Kommt ganz aufs Kind an.  :)

Die Große reguliert sich selbst ganz gut ohne mein Zutun. Aber immer schon.  ;D Hier ist alles vorhanden, Medien und Süßigkeiten, sie fragt vorher und gut ist es. Gut, 5 Minuten vorm Abendessen bekommt sie nichts Süsses mehr  ;) aber meistens fragt sie auch nicht zu blöden Zeiten.  ;) Sie ist lieber mit ihren Freunden draußen oder hat bei schlechtem Wetter Besuch zum Spielen oder liest gerne ein Buch deswegen nutzt sie alle elektronischen Medien eher selten.

Der Kleine ist da ein gaaaanz anderes Kaliber.  ;D Wenn der könnte würde er sich komplett von Süßigkeiten ernähren und den ganzen Tag vor der Glotze sitzen.  s-:) Der braucht Regeln und viele neins die er immer und immer wieder hinterfragt. Vielleicht sagt Mama beim 50. Mal doch ja.  :P

Also bis der Kleine kam war ich der Meinung dass es ohne Verbote klappt aber eben nicht bei jedem Kind. Manche brauchen klare Grenzen.  :) (Wobei die Dinge hier ja nicht grundsätzlich verboten sind aber eingeschränkt werden)

Honigbluete

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #7 am: 06. Juni 2016, 11:44:43 »
Ich denke auch, dass es aufs Kind ankommt. Lukas neigt dazu, vieles ins Extreme zu steigern. Da habe ich dann eine Auge drauf und muntere ihn auf, z.B. mal das Buch zur Seite zu legen, wenn Besuch da ist (für ihn) oder dass er mit raus kommt. PS als "Belohnung" haben wir versucht, fruchtet aber gar nicht, er hat in den paar Wochen nicht ein einziges Mal danach gefragt  s-:)
Bei Jakob war es eine Zeitlang so, dass er viel zwischendurch genascht hat und bei den Hauptmahlzeiten kaum etwas gegessen hat. Da habe ich dann viel strikter darauf geachtet, dass er nachmittags nicht so viel isst, damit er abends noch genug Abendessen isst. Aber generell bin ich da recht locker.



sunny

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #8 am: 06. Juni 2016, 12:14:20 »
Ich denke auch, dass es aufs Kind ankommt. bei Süßkram haben wir hier keine Problem, ist frei zugänglich und es wird ab und an mal rangegangen, aber immer in Maßen - ebenso nimmt er sich einen Apfel zwischendurch, dann ist es auch okay. Außerdem ist er eher zu dünn als zu dick, deshalb sehen wir das entspannt.   
Aber was hier leider gar nicht allein klappt, sind Fernsehen und Tablet - wenn wir das nicht reglementieren, ist es IMMER an - und das geht nicht!! Wir probieren jetzt gerade eine Std Medienzeit pro Tag (er kann sich das für die Woche einteilen) und hoffen auf eine freiwillige "Selbstkontrolle" . mal sehen... Also grundsätzliches Verbot gibt es nicht, jedoch eine Einschränkung.

Andere Verbote haben wir hier nicht... Rauchen und Trinken und sonstige Drogen sind hier  noch kein Thema... ;)

Gruss
Sunny

Nipa

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #9 am: 06. Juni 2016, 12:35:12 »
Ich glaube dass Kinder Gebote und Verbote durchaus brauchen um die Grenzen zu erkennen.
Manche kommen mit sehr weit gesteckten gut zurecht, andere brauchen klarere Begrenzungen.

Ich finde es wichtig den kindern zu helfen sich in der Gesellschaft und Familie zurechtzufinden. Vieles ist einfach nicht toleriert und das sollen sie lernen.

Ich glaube auch nicht daran, dass Vorbild alleine die Wirkung erzielt. Wir erziehen z.B. Beide Kinder gleich und sie sind dennoch was das angeht total verschieden...

Generell finde ich aber auch Verbote nix schlimmes. Sie muessen halt Sinn machen und nicht willkürliche Machtspielchen sein.

Wichtig finde ich z.B. auch, dass ein Verbot das Kind nicht in die Heimlichkeit zwingt.
Rauchen beispielweise: man kann es kaum verhindern find ich. Ich kann sicher verbieten dass in meiner Wohnung geraucht wird. Aber sie duerften - wie Besuch auch - ab 16 auf der Terrasse rauchen. Ich fände es nicht gut, würde dies auch sagen, finde es aber schlimmer wenn sie heimlich ausm Fenster rauchen...



lotte81

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #10 am: 06. Juni 2016, 14:35:18 »
Hier werden durchaus Dinge reguliert und begrenzt  .... es gibt auch Zeiten, zu denen sie abends daheim sein sollen oder im Bett liegen müssen. Sie dürften auch jetzt noch keine alkoholischen GEtränke probieren  und wenn das jemand erlauben würde (Oma u Opa traue ich das zu) würde es echt knallen..... Wir hatten in der Richtung auch schon andere Diskussionen, wo ich echt einen zu viel bekommen, weil ich einfach nicht finde, dass das in dem Alter schon sein muss.
z.b. Moped fahren...Fände mein Sohn jetzt schon extrem cool und will das auch. Mein Schwiegervater war auch der Meinung es sei OK, haben seine Söhne in dem Alter (10!!!!) auch schon gemacht auf Feldwegen etc. Also will der das Moped flott machen..... da habe ich sowohl Kind als auch Opa aber so was von reguliert und gebremst  S:D S:D S:D

Und ich glaube auch nicht, dass Verbote Dinge grundsätzlich langfristig interessanter machen oder Erlaubnisse dafür sorgen, dass ein Kind sich selber reguliert. Ich kann auch nicht alles erlauben, was so gewünscht wird.

Der Gedanke erscheint mir sogar komisch, wenn ich mir Erwachsene Raucher anschaue, die oft aus Raucherfamilien kommen und selber schon früh rauchen durften....

Oder ich schaue mir meine Nichte an: Die durfte schon als Baby Süssigkeiten, Saft etc....dazu schon im Baby- und Kleinkindalter Kinderfernsehen. Nach der Theorie müsste sie kein oder kaum Interesse mehr an solchen Dingen haben.... sie ist aber leider schwer übergewichtig (und das definitiv durch falsche Ernährung und zu wenig Bewegung) und hängt nach wie vor fast alle Zeit vor TV und PC. Als sie 10 oder 11 war fing meine Schwester an und wollte Süsskram etc regulierend geben, hat aber nicht mehr richtig funktioniert in dem Alter.. Sie hat leider nie gelernt sich selber zu regulieren und wird ihr Leben lang Probleme damit haben.
Das ist natürlich nur ein Beispiel....Ich glaube aber, dass das schon auch gängig ist. WEr von klein an gewisse Dinge selbstverständlich darf und bekommen, wird sich dran gewöhnen. Gut, vielleicht standen ihr auch nicht genug Alternativen zur Verfügung.....Das kann ich nicht beurteilen.

Ach so, Süsskram ist hier z.b. kein Thema und steht MITTLERWEILE (seit Kurzem, weil es beim räumen einfach so passiert ist) frei zur Verfügung.... Bis vor Kurzem war es aber nicht frei verfügbar. Ich sehe nicht, dass die Kinder dadurch jetzt hamstern oder ständig drangehen. Keine Ahnung wie es anders wäre?!? Scheint aber ja nichts schlechter gemacht zu haben..... Ich glaube aber tatsächlich, dass (meine) Kinder sich mit 3 oder 4 Jahren da nicht so gut im Griff gehabt hätten und sicher öfter zugelangt als gut für sie ist. Bzw wollte ich z.b. die erste 2 Jahre gar nicht , dass sie Süsskram essen...also musste gewisse Dinge dann ja einfach außer Reichweite, sonst wären sie automatisch dran.

TV, Konsole etc. schränke ich durchaus zeitlich ein. Der Große findet nämlich auch den Ausknopf nicht ...ALlerdings sind seine Kumpels da alle ähnlich.... und da sind welche dabei, die dürfen ohne jegliches Verbot und Einschränkungen daddeln, genau wie solche, die selber gar nichts dergleichen Im Haus haben..... Das Ergebnis: Der eine Kumpel hängt den ganzen Tag vor TV, Handy, Konsole, weil er darf .... die anderen werden nach gewissen Zeiten "raus geschmissen" und spielen dann auch andere Dinge ..... Ich erkenne also in der Selbstregulierung bei beiden Gruppen derzeit keinen Unterschied und glaube auch, dass die Jungs, die von außen reguliert werden auch im Erwachsenenalter eher sich selber regulieren können, weil sie auch andere Interessen haben und der Junge, der jetzt quasi nur daddelt auch dann wenig mit sich anzufangen weiss.... Kann natürlich auch anders ausgehen. Ich berichte dann in 8 Jahren  ;D ;D ;D ;D
Davon abgesehen, dass es mir auf den Keks geht, wenn hier 3 Jungs dauerhaft im Wohnzimmer hocken und zocken würden... und vermutlich auch kein Kind mehr her dürfte. Insofern würde ich es allein deshalb schon einschränken, weil ich ja auch nicht will, dass hier permanent jemand hockt und TV schaut oder zockt.
« Letzte Änderung: 06. Juni 2016, 14:38:07 von lotte81 »


Nipa

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #11 am: 06. Juni 2016, 15:16:02 »
Genau das letzte finde ich sehr wichtig: ich habe eben auch eine persoenliche Grenze und wohne nun mal im selben Haushalt. Dass meine Grenze eingehalten wird kann ich aber nur durch gewisse Regeln/Verbote sicherstellen...



Meph

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #12 am: 06. Juni 2016, 15:45:21 »
Wenn wir unterschiedliche bedürfnisse und Grenzen haben suchen wir Möglichkeiten und finden einen Kompromiss

Wolkenspringerin

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #13 am: 06. Juni 2016, 15:53:32 »
Wenn wir unterschiedliche bedürfnisse und Grenzen haben suchen wir Möglichkeiten und finden einen Kompromiss
[/quote


Wunderschön formuliert und kann ich einfach so übernehmen. :)

Nipa

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #14 am: 06. Juni 2016, 16:36:36 »
Wenn wir unterschiedliche bedürfnisse und Grenzen haben suchen wir Möglichkeiten und finden einen Kompromiss

Bei vielem moeglich (siehe rauchen auf der Terrasse), aber gewisse Dinge gibt es einfach nicht.



Nachtvogel

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #15 am: 06. Juni 2016, 19:09:03 »
ich halte den Spruch gänzlich für Blödsinn ehrlich gesagt.

Bei manchen mag das so stimmen, wie so ziemlich jede Aussage wohl bei irgendjemandem zutrifft. Aber für allgemeingültig halte ich sie nicht


Ich hab ein großes Problem was den Umgang mit Essen angeht...Laut dieser Aussage würde man vermuten dass ich wohl sehr streng gehalten worden bin- bin ich aber nicht.

Ich hatte jederzeit Zugriff zu allem, musste nie was essen was nicht schmeckt usw usw
Demnach müsste ich den perfekten Umgang mit Lebensmitteln haben s-:)

Rauchen zB hat man mir aber ganz kategorisch und strikt verboten und nie nie niemals hätte ich geraucht! Das Verbot hat mich aaaabsolut nicht dazu motiviert!

Meine Kinder wachsen alle 3 mit den selben Eltern auf:

Die Große kann sich wunderbar selbst regulieren, konnte sie immer schon. In Bezug auf alles: sei es TV, Tablet, Süßkram, Balance zwischen gesundem und ungesundem Essen usw aber auch was ihr Verhalten angeht.

Der Mittlere ist das KRASSE Gegenteil: null Selbstregulation und zwar durch die Bank weg in allen Bereichen. Er braucht Grenzen und Regeln und zwar absolut verlässliche und noch dazu in einem absolut strikten Rahmen sonst dreht er- im absolut wahrsten Sinne des Wortes- durch.

Meine Tochter wiederum verträgt das absolut gar nicht, sie braucht ihre Freiheit, zu viele Regeln verunsichern sie bzw hemmen sie geradezu.

Hat der Mittler keine GANZ klaren Grenzen und Regeln schwimmt er, das verunsichert ihn, löst Ängste aus...Also wirklich ganz extrem.

Der Kleine kommt wieder eher nach der Schwester



Für mich ist das schlicht Charaktersache. Der Eine kann sich selbst regulieren und blüht unter vielen Freiheiten geradezu auf, im Anderen werden durch zu viele Freiheiten regelrecht Ängste ausgelöst und er braucht einen ganz klaren engen Rahmen um sich sicher zu fühlen und sich entfalten zu können.
Und dann gibt es noch die vielen Millionen die irgendwo dazwischen sind und eher zur einen oder anderen Seite tendieren, ohne das es weiter auffällt  ;)


Und außerdem...fragt man die pubertierende Brut irgendwann hat man es doch eh falsch gemacht, egal wie ;D 8)
36+3 -> 2940g / 37+4 -> 3320g / 38+5 -> 3660g

Binus

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #16 am: 06. Juni 2016, 21:37:13 »
Ich unterschreibe ganz faul bei Nachtvogel.  :)


Samika

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #17 am: 06. Juni 2016, 21:48:57 »
Es gibt da einen wunderbaren Blogartikel, der so ziemlich das aussagt, was ich dazu denke.
https://diephysikvonbeziehungen.wordpress.com/2016/01/23/warum-meine-kinder-immer-fernsehen-durfen-und-das-gut-fur-uns-alle-ist/

Der Blog ist generell zu empfehlen ;)
Wer glücklich ist, kauft nicht.

Tini

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #18 am: 06. Juni 2016, 21:53:26 »
Es gibt da einen wunderbaren Blogartikel, der so ziemlich das aussagt, was ich dazu denke.
https://diephysikvonbeziehungen.wordpress.com/2016/01/23/warum-meine-kinder-immer-fernsehen-durfen-und-das-gut-fur-uns-alle-ist/

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Ich lese den Blog auch mit großer Begeisterung, vieles spricht mir total aus der Seele.
  
 
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Ellen

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #20 am: 07. Juni 2016, 07:18:33 »
Es gibt da einen wunderbaren Blogartikel, der so ziemlich das aussagt, was ich dazu denke.
https://diephysikvonbeziehungen.wordpress.com/2016/01/23/warum-meine-kinder-immer-fernsehen-durfen-und-das-gut-fur-uns-alle-ist/

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 s-yes s-yes

Na wenn der Blogartikel mal nicht von Sweety verfasst wurde.  ;D Das "ultimativ Böse" hat es verraten.
Der Artikel ist übrigens klasse.  ;)





Lass Dich nicht unterkriegen, sei frech, wild und mutig - sei einfach wunderbar! *Astrid Lindgren*

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #21 am: 07. Juni 2016, 07:53:09 »
Ich bin auch, wer hätte es gedacht, Anhänger des Blogs.
Ich halte nix von Verboten und Strafen. Aber das hatten wir schon zig mal  Und ich hab keine Muse das dauernd auszuführen.  :)

Nipa

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #22 am: 07. Juni 2016, 09:35:03 »
Und auch im Hause Netti gibt es Regeln und Ansagen. Das haben wir auch schon oft genug diskutiert  ;)



lisa81

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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #23 am: 07. Juni 2016, 11:01:56 »
Danke für eure Antworten :)

Ich kann dem Blogartikel nicht ganz zustimmen.
Ich glaube schon, dass das Weglassen von Verboten Dinge uninteressanter werden lässt. Aber für mein Empfinden nicht immer uninteressant genug  ;)

Meine Große kann wunderbar nach Bedarf fernsehen. Sie guckt mal was, macht irgendwann aus oder beschäftigt sich anders. Sie ist danach mal besser oder schlechter gelaunt, aber da ist nichts, was ich mit dem Fernseher verbinde.
Die Kleine ist anders. Sie würde stumpf den ganzen Tag fernsehen. Naja, nein nicht den ganzen, aber viel. Selbst darüber könnte man streiten und sagen, sie geht doch trotzdem mal raus. Aber sie wird aggressiv. Und ja, das steht in eindeutigem Zusammenhang.
Sobald sie Freunde besucht, die einen TV im Zimmer haben, will sie nur fernsehen. Ich finde es schrecklich und die Eltern werden sicher sagen "siehst du.."
Andersrum stelle ich aber fest, dass es auffällig oft mit den Besucherkindern bei uns zu Langeweile kommt, die zu Hause freien Zugang haben.
Überspitzt gesagt könnte ich also behaupten, dass diesen Kindern die Langeweile genommen/eingeschränkt wird und sie nicht mehr in der Lage sind, sich selbst zu beschäftigen und kreativ zu werden.
Das will ja sicher auch niemand hören und vermutlich passt es mit den Spielpartnern dann einfach nicht, was dann beides begünstigt ;)

Bei Süßigkeiten ist es übrigens andersrum. Da würde die Große den ganzen Tag nichts vernünftiges essen und sich von Nascherei zu Nascherei schleppen, was sich an Konzentration und Laune ebenfalls recht deutlich zeigt.

Meine Erfahrung aus dem Umfeld zeigt eben auch, dass es wohl kein richtig oder falsch gibt. Da gibt Fälle, wo es gut funktioniert freien Zugang zu lassen und solche, wo es besser nicht so wäre.

Ich selbst wurde eingeschränkt und kann das heute wunderbar, ich bin absolut kein Suchtmensch.
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Martina

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  • So ist das wohl erst einmal :p
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Antw:Verbote machen Dinge interessanter
« Antwort #24 am: 07. Juni 2016, 17:16:10 »
Ich wurde bei Essen nie gebremst und so seh ich auch aus.  :P Fernsehen durfte ich auch immer, hat mich aber nie interessiert.

Meine Kinder dürfen nicht soviel gucken wie sie wollen. Dann hätte ich hier den ganzen Tag den Fernseher laufen. Bei Süßem sage ich selten nein, aber rumstehen haben wir nichts.

Ich habe letztes Jahr einen Vortrag einer Neuropsychologin zum Thema Fernsehen im Kindergarten(alter) besucht und nach dem lasse ich meine Kinder immer noch eher zuviel gucken.

Wir haben wirklich wenig Verbote. Aber wir leben hier jetzt mit 6 Leuten, da muss man schon gucken, dass das Zusammenleben passt.
Ohne

 

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