Autor Thema: Schwimmunterricht in den Schulen  (Gelesen 3323 mal)

Elphaba

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Schwimmunterricht in den Schulen
« am: 26. Juli 2016, 12:35:35 »
Hallo Zusammen,

gibt es bei Euren Kindern in den Schulen Schwimmunterricht? Bei meinen nicht, und es ärgert mich. Gar nicht für meine Kinder, die haben alle Schwimmkurse gemacht und die großen haben ihr silbernes Abzeichen, also alles gut. Aber in der KLasse meines Sohnes haben nurn 5 Kinder von denen ich weiß, die GS beendet, ohne schwimmen zu können.

Und gestern war ich mit mit meinen Kindern im Schwimmbad und ich durfte ein 12 jähriges Kind aus dem Wasser ziehen, der seinen Kumpels hinterher vom Sprungturm gesprungen ist und NICHT schwimmen konnte. Der Bademeister war natürlich nicht da...
Egal, das kann ja aber nicht Sinn und Zweck sein.

Wie ist es bei Euch?
Ich habe morgen ein Gespräch im Rathaus, werde dort mal in der Zuständigen Abteilung fragen, wer dafür zuständig ist, dass es Schwimm unterricht in allen Schulen in diesem Ort gibt.

Liebe Grüße,

Elphaba
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KoenigRaffzahn

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #1 am: 26. Juli 2016, 12:47:31 »
... schwimmunterricht in der dritten klasse

... meiner (9) hat silber - schwimmverein
... hoffentlich demnächst gold
... in der schule hat er nichts dazugelernt, war langweilig für ihn
... viele konnten nicht schwimmen (einige seiner kumpels können es immer noch nicht!)
... verantwortung der eltern!

... wie kann man einen 12 jährigen ins schwimmbad lassen alleine, wenn der nicht schwimmen kann?  s-:) :P
mfg die welt liegt uns zu füßen denn wir stehen drauf wir gehen drauf für ein leben voller schall und rauch bevor wir falln falln wir lieber auf


moonlight21

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #2 am: 26. Juli 2016, 12:49:53 »
wir haben Schwimmunterricht in der kompletten 3. Klasse gehabt.
Die Klasse wurde aufteilt in Nichtschwimmer (ohne jegliches Abzeichen) und Schwimmer (ab Seepferdchen). Die Kinder hatten die Möglichkeit das nächst "höhere" Abzeichen zu machen.



KoenigRaffzahn

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #3 am: 26. Juli 2016, 12:52:47 »
persönliche meinung ...

die schule kann nicht alles auffangen, worum sich eltern nicht kümmern!
wäre wünschenswert, geht aber nicht
jeder der klar denkt, der sollte dafür sorgen tragen, daß sein kind schwimmen kann
am besten vor schuleintritt!

gibt auch kinder die können nicht radfahren zur radprüfung in klasse 4 ...

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #4 am: 26. Juli 2016, 13:03:59 »
Hier auch: Komplette dritte Klasse. Nur ob es was bringt ist fraglich  :P Im Zeugnis steht: Kann sicher 25m schwimmen , in der ersten Ferienwoche hat er auf eigenen Wunsch ganz locker Bronze gemacht. Tja, da frage ich mich schon, was die in der Schule gemacht haben  ???  s-:)

Später in der weiterführenden Schule gehen sie in Klasse 6 ein Halbjahr schwimmen, dort wird aber eher die Zeit fürs Sportabzeichen genommen statt Schwimmabzeichen gemacht. Was definitiv dort was gebracht hat, ist die Verbesserung des Stils.

Meine Kinder machen die Abzeichen irgendwie immer recht spät  ??? Das ist mir aber ehrlich nicht so wichtig, Hauptsache sie können sich sicher bewegen. Jetzt überlegen sie ob sie zusammen Silber machen wollen. Dafür müssen sie allerdings das Streckentauchen noch üben und der Jüngste müsste vom Dreier springen. Hat er schon gemacht, aber er traut sich gerade nicht. Find ich aber nicht schlimm, dann macht er es eben später.

jewa

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #5 am: 26. Juli 2016, 13:17:01 »
Mangels Schwimmbäder ganz schlecht, das nächste ganzjährige Hallenbad ist 13 km entfernt.
Die Grundschule hier hatte epochalen Schwimmunterricht irgendwann mal für ein halbes Jahr. Beide können schwimmen, dank privatem Schwimmkurs.

Dazu muss ich sagen, dass das Hallenschwimmbad während der Grundschulzeit saniert wurde, was ein Jahr dauern sollte, daraus wurden aber 2-3 Jahre.  s-:)

Der Große geht auf eine Förderschule (gleiches Hallenbad sogar fußläufig erreichbar, knappe 200 m) und da hieß es Schwimmunterricht in Klasse 1 und 4. Der Sinn erschließt sich mir nicht, aber gut. Jedenfalls fiel da ein Großteil auch der Sanierung des Hallenbads zum Opfer.

Generell finde ich rein aus sportlichen/gesundheitlichen Gründen, dass Schwimmunterricht auch zum schulischen Sportunterricht gehört und nicht ausschließlich Elternsache ist. Dazu müsste es aber eben auch (unabhängig von der Rentabilität) flächendeckend Schwimmbäder geben.

Erschreckend ist der aktuelle IST-Zustand zu diesem Thema, das aktuell die Werbung von Nivea in Kooperation mit der DRLG aufgreigt (könnt euch ja die aktuelle Werbung ansehen), das Zitat aus der Internetseite:
"Schwimmen bedeutet Spaß! Aber heute lernt in Deutschland nur noch jedes zweite Kind unter zehn Jahren schwimmen und jede fünfte Grundschule hat keinen Zugang zu einem Schwimmbad."

Unser Großer kann bislang trotz mehrerer Schwimmkurse nicht schwimen (motorische Probleme), die Schule, spirch der Rektor will alle Nichtschwimmer jetzt zu einem Schwimmkurs "verdonnern", damit bis Ende der Schulzeit alle SchülerInnen schwimmen können. In seiner Klasse immerhin 2 Kinder. Die "Drohung" hat gewirkt, er will jetzt endlich schwimmen lernen. Leider gibt es in der Ferienzeit hier keine Kurse. Gestern hatten wir eine Einzelstunde (Privatunterricht, keine Gruppe), allerdings geht es erst nach den Ferien weiter.
Fazit: 30 Minuten vor Schwimmunterricht zeigt er mir, dass er tatsächlich durchs kleine Becken (ca. 5 m) schwimmen kann (nicht schnell, optisch nicht schön, aber über Wasser gehalten, vor 3 Wochen schaffte er es nicht, sich auf's Wasser zu legen). Schwimmlehrer begeistert, zeigte ihm und mir Übungen (seine Motorik ist immer noch eingeschränkt) und nach den Sommerferien sollen wir uns zur Seepferdchenprüfung und ggf. 1-2 Schwimmstunden bei ihm melden.
Gestern ist er mit ihm eine Bahn im Tiefen geschwommen, er hatte ihm nur am Arm als Sicherheit, der Schwimmlehrer sagte selbst, dass er ihn nicht wirklich gehalten hat. Das konnte er dann schon (freufreufreu).
Problematisch sehe ich die Seepferdchenprüfung hinsichtlich reinspringen und untertauchen an. Aber dafür haben wir ja Übungen bekommen.
Und allein für diesen gestrigen Schritt bin ich unendlich dankbar.

Wie gesagt, erschreckend finde ich diese Entwicklung, dass jedes 2. Kind (noch) nicht schwimmen kann. Was machen diese Kinder, wenn sie später Kinder haben?
Dafür dass wir Ende der 70er/Anfang der 80 Jahre diesbezüglich einen wesentlich besseren Schnitt hatten finde ich die aktuellen Zahlen alarmierend. Höchste Zeit für eine Wende. Daher, ja bitte tu etwas dagegen. Finde ich toll, dass du aktiv dagegen angehen willst.  :)



Das Leben wäre viel einfacher, wenn ich dich nicht getroffen hätte.
Es wäre nur nicht mein Leben.

Glucke1975

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #6 am: 26. Juli 2016, 13:18:23 »
persönliche meinung ...

die schule kann nicht alles auffangen, worum sich eltern nicht kümmern!
wäre wünschenswert, geht aber nicht
jeder der klar denkt, der sollte dafür sorgen tragen, daß sein kind schwimmen kann
am besten vor schuleintritt!

gibt auch kinder die können nicht radfahren zur radprüfung in klasse 4 ...

 :thumbsup:

Ich finde auch, dass Eltern sich heutzutage viel zu sehr auf die Schule und Kindergarten stützen, wenn es darum geht, den Kindern etwas beizubringen.
In Hamburg war es tatsächlich so, dass selbst Kleinkinder (5 Jahre) alleine von zu Hause in den Kindergarten gegangen sind, weil die Eltern mit anderen, kleineren Kindern zu Hause saßen. Die haben sich um nichts, aber wirklich umd GAR NICHTS gekümmert. Der Kindergarten kam da auch leider nicht durch. Bis über das Amt wurde alles versucht, ohne Erfolg. Die Eltern konnten leider kaum deutsch, und waren gewissen Sitten wohl einfach nicht gewohnt und wollten auch nichts ändern.
Jetzt in SH kenne ich fast auschließlich nur Eltern, die ihren Kindern alles fast schon selber beibringen. Manchmal sind die Kinder in meinen Augen schon zu viel beschäftigt, mit Schwimmkurs, Fußball, Leichtathletik, Reiten, Musizieren usw. Aber lieber so, als die Situation in Hamburg. Die Kinder können wenigstens etwas, und das sicher, und man verlässt sich nicht auf andere.

Das bedeutet nun natürlich nicht, dass Kindergärten und Schulen sich komplett zurücknehmen sollen. Die Förderung dort ist mind. genauso wichtig, wie die zu Hause. Aber es muss halt von beiden Seiten etwas kommen, damit es funktionieren kann.
Ehem. brittchen :)
Wieder da, aber nur ein ganz kleines bißchen. ;)


Sumsi

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #7 am: 26. Juli 2016, 13:19:28 »
Also wenn, dann waren die einmal in den letzten 5 Schuljahren beim Schwimmen. Wobei ich nicht mal sicher bin ob das eine mal nicht auch vom Hort aus war.

Und wir sind hier Triathlonstadt!

Eumel

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #8 am: 26. Juli 2016, 13:25:46 »
Da die Grundschule über ein eigenes Schwimmbad verfügt, ist hier in Klasse 2 und 3 durchgängig Schwimmunterricht. Teilweise auch noch in der 4. Klasse - insbesondere für die Kinder, die dann noch kein Seepferdchen haben.

Kind 1 ist jetzt mit der Grundschule fertig und hat Silber. Kind 2 hat alle erforderlichen Leistungen für Gold absolviert. Sie muss allerdings noch ein paar Wochen auf ihr Abzeichen und den Stempel im Schwimmpass warten, weil sie noch keine 9 Jahre alt ist.  :P

Zum Thema "Eltern müssen sich kümmern": Ja, auf der einen Seite habt ihr Recht. Die Schule kann sich nicht um alles kümmern. Auf der anderen Seite ist es leider so, dass immer mehr kleine und günstige Schwimmbäder vor Ort dicht machen. Es gibt dann häufig nur noch Spaßbäder mit ziemlich hohen Eintrittspreisen, die auch noch relativ weit entfernt liegen. Das ist leider nicht für alle Eltern so leicht zu finanzieren und zu organisieren, ihren Kindern dort das Schwimmen beizubringen.  :-\ Von daher wundert mich das gar nicht, dass immer weniger Kinder schwimmen können.
Und ich finde es gut, wenn Schulen das im Rahmen ihrer Möglichkeiten auffangen.

sunny

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #9 am: 26. Juli 2016, 13:42:11 »
Bei uns gab es im letzten Kiga Jahr einen freiwilligen Schwimmkurs, der privat bezahlt werden mußte, aber vom Kiga organisiert mit hin und herfahren usw.

In der GS war in der 3. Klasse eine Woche Schwimmlagerfahrt (also quasi eine Woche nur Schwimmunterreicht, da konnten alle irgendwelche Abzeichen machen). das war Pflicht - wie eine Klasenfahrt quasi.
davor gab es alle 2 Wochen 2 Std Unterreicht im Schwimmbad 12 km entfernt. da aber das mit dem Bus hin und her immer nicht so richtig geklappt hatte, hat man dann diese Woche eingeführt. ich fand es super und kein Kind ist ohne Abzeichen nach hause gekommen!  :)

Mittlerweile hat R Gold, aber das haben wir privat gemacht, weil er so gern schwimmt und wir auch oft im Schwimmbad sind.   

ich find es ist total wichtig, daß Kinder schwimmen - und auch Fahrrad fahren! - können!

Glucke1975

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #10 am: 26. Juli 2016, 13:47:33 »
Und ich finde es gut, wenn Schulen das im Rahmen ihrer Möglichkeiten auffangen.

Und genau da liegt das Problem. Von Kitas und Schulen wird schon jetzt so viel verlangt. Alles soll dort stattfinden, Integration und Inklusion eingeschlossen.Immer mehr müssen die Schulen auffangen. Ganztagsschulen machen es nicht leichter, da die Kinder mittlerweile mehr an den Schulen als zu Hause und in Freizeit sind. Aber es gibt halt leider immer mehr Eltern, die sich aus allem komplett rausnehmen, vor allem in Großstädten und Problembezirken. Diese Massen können Schulen einfach nicht mehr auffangen. Zumindest nicht mit den derzeit vorgegebenen Mitteln.

Ich verstehe deine Einwände total. ich sehe es ja ähnlich. Aber gerade, wenn man um dieses Problem weiß, sollte man als Eltern mehr vermitteln und auffangen, wenn möglich.
Den Schulen fehlt es einfach an Mitteln und Möglichkeiten.

Hier haben sich mal 2 Jahre lang Eltern zu einer Fahrgemeinschaft zusammengeschlossen, damit die 4. Klassen während der Unterrichtszeit zum Schwimmbad kommen. Beide Sportstunden wurden von der Schule auf 1 Tag gelegt, damit sich diese Fahrten lohnen. Aber das ist auch kaum möglich, wenn mittlerweile ein Großteil der Eltern wieder voll oder teilzeit arbeiten muss.
Seitdem kümmern wir uns wieder selber. Mein Kleiner hat mit 7 Silber, und meine Große mit 10 Gold gemacht. Aber hier in der Umgebung nicht ungewöhnlich. In Hamburg war das kaum vorstellbar und meine Kinder allein auf weiter Flur. Auch bezogen auf andere Freizeitbeschäftigungen. Und das, obwohl es in der Gróßstadt genügend Vereinsmöglichkeiten zu kleinem Geld und jedweden Zeiten gibt.
« Letzte Änderung: 26. Juli 2016, 13:49:17 von Glucke1975 »
Ehem. brittchen :)
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KardaMom

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #11 am: 26. Juli 2016, 13:51:38 »
An unserer Grundschule gibt es auch so gut wie keinen Schwimmunterricht mehr, nur als Pflicht-AG in der 4. Klasse für 5 Doppelstunden (von denen die Hälfte für den Weg und das Umziehen draufgeht). Gründe dafür sind zum einen zu viele Schüler für zu wenig Hallenbad und zum anderen wohl auch zu wenig Lehrerstunden, wenn ich das damals richtig verstanden habe (für's Schwimmen braucht man ja Doppelbesetzung). Also zur Hälfte ein kommunalpolitisches Thema (defizitäre Bäder), zur anderen Hälfte ein landespolitisches.

Ich stimme allerdings auch König Raffzahn zu und finde, man muss nicht alles auf die Schulen abwälzen: zu meiner Grundschulzeit gab's ein halbes Jahr Schwimmen in der Grundschule und bis auf 2 Kinder konnten es damals auch alle schon vorher – ohne teure Schwimmkurse. Bei meiner Mutter Ende der 50er schon genauso. Eumel hat natürlich recht: ohne erschwingliche Schwimmbäder ist es für manche einfach nicht möglich, den Kindern schwimmen beizubringen. Verrückt finde ich trotzdem, dass sich heute keiner mehr zutraut, seinem Kind selbst Schwimmen beizubringen und es lieber in einen Kurs steckt (eigentlich wundert's mich, dass es noch keine Kurse zum Fahrradfahren lernen gibt, wäre bestimmt eine Marktlücke  ;D).
Meine beiden älteren schwimmen wie die Fische, tauchen durch's halbe Becken, springen vom Fünfer – sie waren aber niemals in irgendeinem Schwimmkurs und weigern sich auch beharrlich, irgendein Abzeichen zu machen (der Seepferdchen-Aufnäher war ihnen zu hässlich, fanden sie also nicht erstrebenswert ...  s-:)).

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #12 am: 26. Juli 2016, 13:52:25 »
hier gibt es im umkreis von 15 km kein schwimmbad. und in die vorhandenen kommt man mit bus nicht. entsprechend haben viele familien schlichtweg nicht die möglichkeit- zumal die meisten kurse 3 wochen am stück von 13-14 uhr laufen.

Glucke1975

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #13 am: 26. Juli 2016, 13:54:56 »
hier gibt es im umkreis von 15 km kein schwimmbad. und in die vorhandenen kommt man mit bus nicht. entsprechend haben viele familien schlichtweg nicht die möglichkeit- zumal die meisten kurse 3 wochen am stück von 13-14 uhr laufen.

Die Kurszeiten sind ja wirklich mehr als unglücklich.

Aber gibt es dann nicht die Möglichkeit, am frühen Abend oder am WE mit den Kindern selber hinzufahren und denen das beizubringen?
Ehem. brittchen :)
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Meph

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #14 am: 26. Juli 2016, 13:57:26 »
meine haben beide zumindest seepferdchen  :)
einmal eintritt für familie liegt je nach bad zw 12 und 20 euro, also auch nicht ohne... einige haben kein auto und öpnv  haben wir quasi nicht, es müssen die schulbusse genutzt werden

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #15 am: 26. Juli 2016, 13:59:29 »
@KardaMom
Was ist denn an Schwimmkursen verrückt? ??? Das gab es zu meiner Zeit schon, ich habe welche besucht und auch meine Kinder haben in Schwimmkursen schwimmen gelernt. Nicht weil ich mir selbst nicht zutrauen würde, ihnen das beizubringen, sondern weil sie in dem Alter, in dem das hierzulande normalerweise angefangen wird (so rund ums Vorschulalter), von mir schlicht nichts angenommen haben. Da wurde geplanscht, alles gemacht, nur nicht schwimmen geübt, "nö, will ich nicht". Und bevor ich dann ein komplettes Schwimmbad unterhalte, weil ich um sie zum Üben zu bewegen den Feldwebel mimen müsste, nö, dann lieber ein Schwimmlehrer, auf den hören sie dann nämlich auch, wenn er in normaler Lautstärke mit ihnen spricht.  :P s-:)

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #16 am: 26. Juli 2016, 14:10:06 »
Ich hätte den Kindern auch selbst schwimmen beigebracht, wenn der Große keine Angst vor Wasser gehabt und bei den Schwimmübungen mitgemacht hätte.
Leider sind nicht alle Kinder gleich.

Der erste Schwimmkurs vom Großen (nach dem Babyschwimmen, wo er definitiv keine Wasserangst hatte sondern eher eine Wasserratte war) hatte als Erfolg " ich schrei unter der Dusche nimmer, als würde ich umgebracht werden". Im zweiten Kurs war er nicht gruppentauglich (Autist halt), also haben wir altersmäßig seine Schwester mit in den "Einzelunterricht" gesteckt mit dem Ergebnis, dass sie schwimmen konnte, er nicht. Wiederholung nochmals mit Junior, gleiches Ergebnis. Dann gingen die Kinder aus.  ;D Und dank Ganztagsschule werden die Möglichkeiten an einem Kurs teilzunehmen nochmals eingeschränkt, weil er zu Kurszeiten noch in der Schule war.  :-\


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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #17 am: 26. Juli 2016, 14:21:46 »
Kein Schulschwimmen in der Grundschule und ich find das ok.

Schwimmen ist eine Freizeitbeschäftigung und definitiv absolut nicht Aufgabe der Schule, dies zu vermitteln. Klar wäre es gut, es könnte jeder, aber notwendig oder grundlegend sicher nicht.

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #18 am: 26. Juli 2016, 14:23:39 »
@Solar: echt, gab's das früher schon? Ok, dann nehme ich das zurück. Ich war in keinem, meine Eltern und Großeltern waren in keinem – aber stimmt, das heißt zugegeben nicht, dass es das damals nicht gab, ging dann wohl nur an mir vorbei. Und aufgrund meiner eigenen Biografie (ICH war eben ein Kind, das gefühlt alles vom Radfahren, Eislaufen, Flöten bis zum Schwimmen in der Familie gelernt hat) kommt es mir so vor, als würden Eltern heute immer weniger ihren Kindern selbst beibringen, sondern alles an Professionelle delegieren.
Und du hast natürlich recht, wenn sich die Kinder von anderen eher etwas sagen/erklären lassen, dann sind Kurse super!  :) Bei unseren Kindern war ein Schwimmkurs immer die absolute Drohung, die sie dazu bewegt hat, beim Schwimmbadbesuch dann doch die ersten 20 Minuten freiwillig zu üben, bevor es ans Plantschen ging.  ;D Sie hatten aber auch ein Nachbarsmädchen, dass in zig Schwimmkurse MUSSTE und bei der haben sie oft life mitbekommen, was das für ein Theater war, wenn sie gerade mitten im Spielen war und dann los sollte ... meine Jungs sind also vermutlich davon ausgegangen, dass ein Schwimmkurs die absolute Folter sei.  s-:) ;D

Und ich gebe zu, mir war ein Schwimmkurs mit drei Kindern auch einfach zu kompliziert. Ich hätte ja immer alle drei mitschleppen müssen, mangels Auto eine dreiviertel Stunde mit dem ÖPNV durch die Gegend kutschieren und dann wäre ich mit 2 der drei Kinder blöde draußen rumgesessen und hätte irgendwie mit denen die Zeit totschlagen müssen (Eltern und Geschwister dürfen hier nicht mit rein) ... also Quälerei für 3 Personen, damit die vierte schwimmen lernt ... So war es für uns einfach entspannter, im Winter jedes Wochenende als Familie baden zu gehen.
« Letzte Änderung: 26. Juli 2016, 14:31:52 von KardaMom »

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #19 am: 26. Juli 2016, 14:46:08 »
Ja ok, das war bei uns einfacher. Die Kurse fanden zehn Autominuten entfernt statt, meistens abends 17 Uhr/ 17:30 und das waren 30 Minuten intensiv. Dazu hab ich das so organisiert, dass Oma in der Zeit bei uns zu Hause war, so dass ich dann nur das Kurskind mit Fahren/Duschen/Umziehen zu betreuen hatte. Aber auch ohne Oma hätte ich das durchgezogen, weil ich Schwimmen lernen echt wichtig finde.  :)
Fahrrad fahren haben wir den Kids selbst beigebracht  ;) ; scheinbar haben sie darin eher den Sinn erkannt, sich was sagen zu lassen  :P ;D

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #20 am: 26. Juli 2016, 15:01:57 »
beim radln lernen beträgt die fallhöhe >100 cm, grössere Verletzungen als blaue flecken und aufschürfungen sind eher unwahrscheinlich.
Ich seh da schon einen unterschied zum unkontrolliertten tauchgang mit ertrinkungsgefahr.

Elphaba

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #21 am: 26. Juli 2016, 15:08:25 »
Hm... klar, eigentlich ist soetwas Elternsache. Wenn aber Eltern sich nicht kümmern, warum auch immer (Geld, kein Schwimmbad, kein Interesse..) ist letztendlich das Kind oder der Jugendliche später evtl. der Leidtragende- bis hin zum Ertrinken. Selbst wenn Kind/Jugendlicher/Erwachsener nicht ins Schwimmbad geht, kann es immer noch passieren, dass man ins Wasser geschubst wird. Beim Hafengeburtstag in Hamburg, beim Grillen am See, wo auch immer. Und da macht es einfach Sinn sich eine Weile über Wasser halten zu können. Und ich finde durchaus, das Schule da seinen Teil dazu beitragen kann!
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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #22 am: 26. Juli 2016, 15:13:56 »
Kinder und Jugendliche sind immer leidtragende, wenn Eltern sich un irgendetwas nicht kümmern, egal was.
Sei es Ernährung, Sport, Hausaufgaben, Morgens aufstehen, Medienkonsum, Gewalt Radfahren, Musikunterricht,.... dennoch kann die Schule das nicht auffangen. Und alle Eltern haben auch (berechtigter Weise) unterschiedliche Prioritäten. Es wird und muss keine Chancengleichheit geben.
Schule hat viel wichtigere Aufgaben, als Schwimmen. Das ist doch ehrlich relativ unwichtig im Vergleich zu dem, was alles zu tun!

Nein, ich bin da ganz anderer Meinung. Und ich finde es schlimm Schulen für ertrunkene Kinder schuldig zu machen, was du damit indirekt tust.

BiDi

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #23 am: 26. Juli 2016, 15:15:03 »
Meine Jungs hatten in der 3. und 4. Klasse jeweils 3 Monate statt Sport Schwimmunterricht. Das konnte angeboten werden, weil die Grundschule sich einen BuFDi mit der örtlichen DLRG teilt - ansonsten waren einfach nicht genug Lehrer mit entsprechender Vorqualifikation da.

Die Schule, die meine Jungs jetzt besuchen, liegt direkt neben einem Hallenbad und führt das weiter. Allerdings ist der Anspruch jetzt deutlich höher als in der Grundschule. Bis Oberstufe ist das Erreichen des Rettungsschwimmabzeichen 'obligatorisch'. Na, schauen wir mal  8).

Um's Schwimmenlernen haben wir uns allerdings selbst gekümmert. Mir war es wichtig, das ich die Jungs ruhigen Gewissens mit ihren Kumpels im Schwimmbad 'rumtoben lassen konnte. Und mit 7 Jahren ist es ja eher uncool an Mama Seite oder mit Schwimmhilfe zu planschen.

Grüsse
BiDi
Mattis: * 3.2004
Moritz: * 4.2005

Nachtvogel

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Antw:Schwimmunterricht in den Schulen
« Antwort #24 am: 26. Juli 2016, 15:22:11 »
bei uns gehe alle schwimmen, ab dem letzten Kiga Jahr alle 2Wochen bis zu 6.Klasse.
Hier kann eigentlich jedes Kind schwimmen da der Unterricht genau wie andere Schulfächer Pflicht ist.
Probleme gibt es da nur manchmal mit den Muslimen :-\
36+3 -> 2940g / 37+4 -> 3320g / 38+5 -> 3660g

 

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