Autor Thema: Optifast  (Gelesen 5419 mal)

kd74

  • Gast
Optifast
« am: 28. November 2012, 13:15:33 »
Huhu,

mir wurde "optifast" empfohlen. ( von seiten des arztes).

kennt das jemand von euch oder hat das sogar jemand gemacht?

Jules

  • Oma
  • ******
  • Beiträge: 6662
Antw:Optifast
« Antwort #1 am: 28. November 2012, 14:38:09 »
Ich hab es gemacht. In der Theorie nett, aber in der Praxis kenne ich niemanden, bei dem es funktioniert hätte.
Und dafür ist es schweineteuer.

Der Arzt, der mir das damals empfohlen hatte, spricht dafür keine Empfehlung mehr aus. Ich auch nicht.

 


liadan

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 2401
  • erziehung-online
Antw:Optifast
« Antwort #2 am: 28. November 2012, 14:40:37 »
Kenne mich damit nicht aus, denke aber wenn man nicht grundsätzlich was an seiner Ernährung ändert kommt man mit so einem Hilfsmittel vielleicht kurze Zeit zum Erfolg, fällt man danach aber in seine alten Essgewohnheiten zurück nützt das ja alles nichts.

Generell halte ich von solchen Sachen nichts, jedenfalls nicht wenn man nicht gewillt ist sein Ernährungsverhalten zu hinterfragen und dauerhaft zu ändern.
 

Heutzutage ist es so verdammt schwer dumm zu sein,  weil die Konkurrenz so gigantisch ist!

Jules

  • Oma
  • ******
  • Beiträge: 6662
Antw:Optifast
« Antwort #3 am: 28. November 2012, 14:59:48 »
Das will das Programm ja an sich. Es war bei mir damals aber grottenschlecht umgesetzt.

Man macht drei Monate Pulverdiät, um das Gewicht zu reduzieren (richtig wenig Kalorieren, ich glaube das waren damals so 1200 oder sogar noch weniger. Man trinkt glaube ich 5 Einheiten Pulvershake oder was es halt gibt.

Und nach drei Monaten erstetzt man jede Woche einen Beutel durch eine "normale" Mahlzeit. Es soll dann Ernährungsberatung, etwas Sport und Begleitung geben und man wird an eine normale Ernährung herangeführt.

Vom Grundgedanken also mal nicht schlecht.

ABER: ich denke, es bringt wirklich nur jemandem was, der partout keine Ahnung von Ernährung hat und noch mal viel lernen muss.

Und nach der Umstellung ist das Programm vorbei. Man ist 6 Monate dabei.


Und wenn es so leicht wäre, nur "willens zu sein, sein Ernährungsverhalten zu hinterfragen und dauerhaft zu ändern", gäbe es garantiert 90% weniger dicke Leute.

Sorry, Liadan, aber so einfach ist es im Leben nicht.

Ich habe einen langen Weg hinter mir, viel Geld bezahlt, mein Wille und alles ist top.

Und bei den vielen, vielen Ernährungsberatungskursen habe ich immer wieder das gleiche festgestellt: 80% der Teilnehmer waren dicke Damen, die sämtlichst den Kurs selbst hätten geben können! Durch die Bank wussten die alle, was die EB-Leiterin hören wollte und welche Fallen man wie umschifft.

Am Hinterfragen und Willen liegt es nicht. Die meisten durchlaufen so viel auf dem verzweifelten Weg, abzunehmen, es wird eine Tonne Geld ausgegeben (ich musste das Programm damals selbst bezahlen, als Studentin).
 

liadan

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 2401
  • erziehung-online
Antw:Optifast
« Antwort #4 am: 28. November 2012, 15:17:10 »
Jules, ok ich spreche aber eben auch nur aus eigener Erfahrung, ich musste von jetzt auf gleich mein Ernährungsverhalten hinterfragen, wegen meiner Diabetes Erkrankung. Ich hatte in der Schwangerschaft eine Schwangerschaftsdiabetes und nach 5 Jahren dann eine richtige.

Und mir hat es einiges gebracht mal genauer zu gucken und eben auf gewisse Dinge komplett zu verzichten.

Das Ergebnis ist, das ich eben keine Medikamente mehr nehmen muss, der Diabetes zwar noch vorhanden ist aber mein HBA1C Wert bei 4,9 top ist und das alles aufgrund von Ernährungsumstellung und die Kilos sind gepurztelt, der Stoffwechsel ist wieder in die richtigen Bahnen gebracht worden (wie lange das anhält ist natürlich fraglich).
 

Heutzutage ist es so verdammt schwer dumm zu sein,  weil die Konkurrenz so gigantisch ist!

kd74

  • Gast
Antw:Optifast
« Antwort #5 am: 28. November 2012, 16:23:41 »
huhu,

ich unterschreibe voll und ganz bei jules zum thema "ernährungsverhalten".


ich dachte mir schon das das nicht der "burner" sein kann. wenn man drei monate nur trinkt, nimmt jeder mensch ab. ernährungsberatung wie du sie beschreibst die dann folgt brauche ich wirklich nicht.
ich frage mich auch ob es tatsächlich so gesund sein kann nur flüsiges zu sich zu nehmen.
zumal ich für die ganze familie kochen muss. nicht zu verachten die 250€ im monat, gerechnet auf ein jahr....holla die waldfee. s-:)

ach jules wieviel hast abgenommen und konntest du es halten?

kd74

  • Gast
Antw:Optifast
« Antwort #6 am: 28. November 2012, 16:39:46 »
also nach allem was ich jetzt gelesen habe, bin ich mir sicher wenn man vorher keine essstörung hatte, hat man sie gewiss danach.
ich bleibe bei meinen drei mahlzeiten. fett und zuckerreduziert plus noch ein paar andere kleinigkeiten und dann geht es eben langsamer, aber dafür gesünder.  ;)

scarlet_rose

  • Dino
  • *******
  • Beiträge: 16421
  • Endlich zu viert!
Antw:Optifast
« Antwort #7 am: 28. November 2012, 17:25:54 »
Ich befürchte, dass es bei der Form der Diät zum Hungerstoffwechsel kommt.

Dabei nimmt man zwar tatsächlich ab, aber der Preis dafür ist hoch. Und die Folge von Hungerstoffwechsel ist,dass der Körper danach ganz schnell viele Reserven sammeln will, um weitere Hungerphasen zu überbrücken...Jojo-Effekt.

Von Woche zu Woche einen Beutel ersetzen ist viel zu schnell um eine gesunde Stoffwechselregulierung her zu stellen, die dem Körper zeigt, dass kein Notstand mehr da ist und er nicht mehr auf Reserveflamme laufen muss+keine neuen Reserven anlegen muss....

Ich glaube schon,dass es zu schnellem Erfolg führen kann.

Zu besserem und vor Allem gesünderem Erfolg kann es aber führen, direkt mit Sport und Ernährungsumstellung anzufangen....als Startschuss kann da auch 1-2 Wochen Fasten dienen, es müssen nicht mehrere Wochen sein

KoenigRaffzahn

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 1080
  • erziehung-online
Antw:Optifast
« Antwort #8 am: 28. November 2012, 19:42:13 »
egal welche methode, wenn es nicht "klick" macht im kopf, ist die methode egal, man nimmt wieder zu.
mfg die welt liegt uns zu füßen denn wir stehen drauf wir gehen drauf für ein leben voller schall und rauch bevor wir falln falln wir lieber auf

sonne22

  • Mama
  • *****
  • Beiträge: 2955
  • mein kullerkeks wird groß ;-D
Antw:Optifast
« Antwort #9 am: 28. November 2012, 19:59:05 »
Ganz ehrlich finde ich es nicht so gut wenn Ärzte so etwas empfehlen  :-[
Egal ob in Pullver, Pillen oder sonst einer Form. Sobald man in sein altes "Muster" zurückfällt schnellt die Waage wieder hoch
Ich habe jetzt seit Juli über 20kg abgenommen und das mit Ernährungsumstellung und Sport.

Jules

  • Oma
  • ******
  • Beiträge: 6662
Antw:Optifast
« Antwort #10 am: 28. November 2012, 20:29:33 »
Bei mir war es jetzt schon sehr lange her, ich meine, die Kalorienzahl am TAG waren damals so um die 800. Viel zu wenig. Man nahm klar gut ab,  satt war man mit dem Zeug auch, aber in der Praxis klappte das zurückführen nicht.

Ich glaube, wenn man hinsichtlich Ernährungsberatung oder -umstellung Beratungsbedarf hat, ist ein intensiver Kuraufenthalt mit sehr naher Betreuung sicher erfolgreicher.

Ich weiß nicht mehr, was ich damals abgenommen habe, es war ganz fix wieder da.

Das Programm selbst war an einer Klinik angeboten und macht an sich einen seriösen Eindruck und meint es sicher gut, nur bei uns kam in der zweiten Phase nicht sehr viel konstruktives, ein paar Rezepte etc., aber die braucht man im Zweifelsfall auch nicht wirklich.

Vielleicht machen sie es heute besser/anders, das will ich nicht ausschließen.


Ich hab bei einem anderen Arzt später dann noch mal versucht mit Formula-/Riegelzeug was abzunehmen, es ganz schnell gelassen und wurde danach noch Jahrelang von ihm mit Junkmail bombardiert. Einzelne Ärzte, die solche Programme anbieten, verdienen daran ordentlich!
 

kd74

  • Gast
Antw:Optifast
« Antwort #11 am: 28. November 2012, 21:21:04 »
danke für eure antworten! :)

 

NACH OBEN
Kontakt Impressum Datenschutzerklärung