Autor Thema: Muß immer alles "eingedeutscht" werden?  (Gelesen 4960 mal)

Landei

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Muß immer alles "eingedeutscht" werden?
« am: 08. Juni 2012, 23:54:19 »
Mein Mann hört ja fast nur Radio für die Generation 60+ oder so.
Als ich heute dann in die Küche kam, lief gerade die Melodie von Hollywood Hills" und ich hab erstmal lauter gedreht.
Und plötzlich kam dann das:

http://www.youtube.com/watch?v=Ex3BftzGIzc









Ich bin nur für das verantwortlich, was ich sage (schreibe) und tue, nicht für das, was Ihr versteht (lest) und daraus macht!!!

Nic

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Antw:Muß immer alles "eingedeutscht" werden?
« Antwort #1 am: 09. Juni 2012, 00:03:14 »
Was ist es? Ich kann das Video hier nicht abspielen, weil es hier nicht verfuegbar ist.


Meph

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Antw:Muß immer alles "eingedeutscht" werden?
« Antwort #2 am: 09. Juni 2012, 00:08:49 »
Ja mei, lass den Leuten ihren Spass ^^
Die Zielgruppe kann halt mit englisch nichts anfangen weil sie es nie gelernt hat, die melodien gefallen aber dennoch... dazu dann noch ein seichter deutscher text.....
Der Halter des Urheberrechts verdient trotzdem gut dran, die Gema ebenfalls, Herr Brink auch- und die Leute haben ihren Spass.
Alles gut.


Ich kann über sowas echt hinwegsehen, ich muss es ja nicht hören  ;D




Für Dezentralität und Eigenverantwortung! http://www.tivi.de/fernsehen/logo/artikel/41994/index2.html   
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Kratze

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Antw:Muß immer alles "eingedeutscht" werden?
« Antwort #3 am: 09. Juni 2012, 00:48:48 »
Wurde doch schon immer gemacht:
zB. Ein Bett im Kornfeld - Let your Love flow

Noch nie aufgefallen? ;)

http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Schlager_als_Coverversion

bella1979

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Antw:Muß immer alles "eingedeutscht" werden?
« Antwort #4 am: 09. Juni 2012, 06:17:36 »
@Landei: Habe es nur geschafft, mir das Lied bis zur Hälfte anzuhören!  :P  ;D

Aber stimmt, das gibt es schon sehr lange!

Auch hier "My heart will go on" wurde ja auch auf deutsch aufgenommen!  s-:)  ;D

scarlet_rose

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Antw:Muß immer alles "eingedeutscht" werden?
« Antwort #5 am: 09. Juni 2012, 11:22:21 »
Ehrlich gesagt finde ich es weniger schlimm,wenn man Lieder textlich allen Zugängig macht, als die krampfhaften Anglizismen immer und überall und seien sie noch so unpassend!

60+ kann meist kein englisch und was ist so schlimm daran? Das man den Text versteht? Und eventuell versteht was für ein Volksmusik-seichter-Bla-Text ist?

Ich finde das vollkommen ok.

Hubs

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Antw:Muß immer alles "eingedeutscht" werden?
« Antwort #6 am: 09. Juni 2012, 11:45:48 »
 Mich stört's nicht. Ich muss es ja nicht anhören, wenn's mir nicht gefällt. Musik ist halt Geschmackssache und ich versteh manchmal nicht, wieso manche Lieder, die meinen Ohren überhaupt nicht gefallen, ständig im Radio gespielt werden.
Aber anscheinend gefällt's wohl der großen Masse und dann liegt es eben an mir, ob ich das Radio laufen lasse oder ob ich's lieber ausmache.
Hubs mit den beiden Buben *04/2009 *01/2012



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Antw:Muß immer alles "eingedeutscht" werden?
« Antwort #7 am: 09. Juni 2012, 14:59:11 »
 s-party
s-kringellach

Wat für'n Sch***  ;D ;D

Once

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Antw:Muß immer alles "eingedeutscht" werden?
« Antwort #8 am: 09. Juni 2012, 15:08:00 »
es ist mir im Grunde egal, aber wenn ich häufiger NDR-Info höre und dort von elektronischen Briefen die Rede ist oder dem mobilen Telefon (die besten Beispiele fallen mir gerade nicht ein), dann wirkt das auf mich manchmal etwas geschwollen. Sprache entwickelt sich eben. Daran erkenne ich nichts krampfhaftes.

A.n.j.a

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Antw:Muß immer alles "eingedeutscht" werden?
« Antwort #9 am: 09. Juni 2012, 15:18:36 »
Also, das find ich putzig, hab auch gekichert,  aber nicht so wirklich kritikwuerdig.

Zwar hab ich mich seit Jahren als einer der einst von mir verhassten Programm-Kino-Gaenger leider erkannt, in dem Sinne dass ich - und nur weil eben Sprachverstaendnis da war- alles nur im Orginal anschaue, solange es englisch oder franzoesisch ist.  Ich hab aber eben auch seit 14 Jahren  kein bis kaum deutsches TV.

Ich habe oefters verglichen, und die Synchros meiner geliebten Serien sind einfach indiskutabel und verlieren so an Wortwitz. Gilmore girls, GA, PP, vor allem !! Boston Legal, House, Life on Mars, auch Glee und Erica.

Aber -ist halt so und insgesamt haben wir in Deutschland ein gutes Synchronisierungs-System. Nur geht Sprachwitz, Anspielungen etc, das Salz in der Suppe, total verloren, was schade ist.


Aber: zu Songs hab ich da eine andere Meinung.

Ich hatte mal einen sehr guten Kumpel zwischen 17 und 21, der ungefragt andauernd alle songs, die in waren und auch aeltere, sofort deutsch uebersetzt mitsang. Das fuehrte zu hochwitzigen Situationen wie gegroehltem "Meine Regligion verlie------rend...."  und andere  "Betten brennen!!".  90er halt. 

Ich hab das Schema uebernommen und fand mich eines Tages mit 19 mit einem sehr netten Australier in einer Disco wieder, dem ich diese Marotte meines Kumpels (der alles andere als anglophob war, er hat es spitzenmaessig alles uebersetzt) darlegte.  Der Abend endete mit uns beiden, die wir "wer ich biiiiin, wer ich biiiiiin" groehlten auf Supertramps Logigal song.

Insgesamt also: deutsch ist eine wunderschoene, ganz tolle, extrem vielseitige und vieldimensionale Sprache mit viel mehr Konkretismus als andere. Auch daher ist deutsche Musik sehr sehr klasse.  Wir koennen uns da als Muttersprachler gluecklich schaetzen.

Von daher - nehmen wir mit, was geht, uebersetzen wir, was wir wollen , und gestehen wir aelteren Semestern einfach zu, dass sie nicht die versatile Sprachkundigkeit unserer Generation haben :)

Viel mehr nervt mich der pseudo-tech-talk im Management- und Wirtschaftsbereich, am besten noch mit deutschen Endungen. Das mag durchaus etwas angebracht sein, da vieles in der Richtung nur auf englisch laeuft, aber dennoch - das ist fuer mich auch ein kleines  Stueck weit Herkunft leugnen, bei allen Globalisierungszwaengen.

Nur ist deutsch leider lediglich Amtssprache in drei Laendern, von daher haben diese berufsimmanenten Anglizismen eher ihre Daseinsberechtigung.
« Letzte Änderung: 09. Juni 2012, 16:07:26 von A.n.j.a »

 

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