Autor Thema: lustiges Gedicht / lustige Weihnachtsgeschichte  (Gelesen 701 mal)

Hubs

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lustiges Gedicht / lustige Weihnachtsgeschichte
« am: 13. Dezember 2015, 22:45:12 »
Hat jemand den ultimativen Tipp für eine lustige Geschichte oder ein lustiges Gedicht für eine Betriebsweihnachtsfeier?
Hubs mit den beiden Buben *04/2009 *01/2012



How could anyone ever tell you, you were something less than beautiful?
How could anyone ever tell you, you were less than whole?
How could anyone fail to notice, that your loving is a miracle?

Sonina

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Antw:lustiges Gedicht / lustige Weihnachtsgeschichte
« Antwort #1 am: 13. Dezember 2015, 23:03:51 »
Die folgenden hatte ich in der engsten Auswahl für unsere Feier...   geworden ist es dann "Schenkt mir einen Klon", den ich ein weinig auf uns passend abgewandelt hatte.  ;D


Der Weihnachtsbesuch

Ich hatte fest mir vorgenommen
An Weihnachten zu dir zu kommen
Hab das Geschenk so schön verpackt
Das war der reinste Liebesakt

Hab schön geduscht, mich fein gemacht
Dass du mich siehst in voller Pracht
Mit Deospray mich eingesprüht
Ein Duft, als ob ein Garten blüht

Die Schuhe spiegelblank poliert
Die Haare stundenlang frisiert
Das Hemd gewaschen und gestärkt
So toll, dass jeder es bemerkt

Die Vorbereitungen warn zu Ende
Das fiel mir noch was in die Hände
Ein Fläschlein allererster Güte
Das führte ich mir zu Gemüte

Man weiß es doch: Vor allen Dingen
Ist beste Stimmung mitzubringen
Das darf bei Festen aller Arten
Von einem Gast man wohl erwarten

Drum trank ich mir viel Stimmung an
Damit zu dir ich kommen kann
Um gute Laune zu verbreiten
Und auch viel Spaß nach Möglichkeiten

Die Flasche war recht schnell geleert
Ich dachte, es ist nicht verkehrt
Wenn ich´s nicht bei der einen lasse
Es schmeckte ja auch wirklich klasse

Am Ende warn´s, ich schwöre dir
An Flaschen nicht viel mehr als vier
Ich trank sie aus mit Hochgenuss
Doch gleich danach sagte ich: "Schluss!

Ich hab ja heut noch etwas vor"
So ging ich zum Garagentor
Stieg in mein Auto sehr beschwingt
Doch das gehorchte nur bedingt

Statt rückwärts fuhr es an die Wand
Bei deren Bau war nicht geplant
Dass sie ´nen Stoß aushält mit Wucht
Da hab ich schon etwas geflucht
Zumal die Decke sich nun senkte
Und freien Blick nach oben schenkte

Ich dachte dann: Das ist nicht wichtig
Wahrscheinlich ist es jetzt wohl richtig
Dass ich zu Fuß den Weg antrete
Und mich auch möglichst nicht verspäte

Zu meinem Unglück war es kalt
Und meine Schuhe waren halt
Für Schnee und Eis nicht erste Wahl
So kam ich ziemlich schnell zu Fall

Doch tapfer kämpfte ich mich dann
Noch meterweise schön voran
Und irgendwann, ich weiß nicht wie
Wahrscheinlich bei ´ner Rutschpartie
Verlor ich das Geschenk für dich
Das ärgert mich heut unheimlich

Von dem, was weiter mir geschah
Ist die Erinnerung nicht da
Ein Herr und eine nette Dame
Die brachten mich zur Notaufnahme

So hat man es mir dann erzählt
Es ist schon seltsam auf der Welt
Man gibt sich Mühe beispielhaft
Und wird vom Schicksal so bestraft

Es wird ja bald Silvester sein
Du lädst mich doch ganz sicher ein



Der Weihnachtsmann

Er ist schon alt, der Weihnachtsmann
Und weil er sehr schlecht sehen kann
Hilft ihm die Brille wirklich sehr
Und ohne sie geht gar nichts mehr

Doch nun war plötzlich, welch ein Schreck
Besagte Brille einfach weg
Er suchte sie, mal hier, mal dort
Vergeblich, sie war einfach fort

So ging er ohne auf die Tour
Die er seit Jahren ja schon fuhr
Die Elche kannten alle Ziele
Geschenke gab es auch sehr viele

An jedem war ein Zettelein
Für wen das Päckchen sollte sein
So wäre alles gut gewesen
Doch kann der Weihnachtsmann nichts lesen

Er langte in den Sack und nahm
Was grad ihm in die Finger kam
Da wurden alle Augen groß
Was macht der Weihnachtsmann da bloß?

Das Aftershave fürs Töchterlein
Das kann doch wohl nicht richtig sein

Der Modeschmuck gefällt dem Sohn
Nicht unbedingt, das ahnt man schon

Die Barbie-Puppe für den Vater?
Da macht Klein Lisa wohl Theater

Die Mutter kriegt ein Ballerspiel
Da wird der Spaß nun doch zu viel

Und Opa soll mit 80 Jahren
Nun plötzlich auf dem Skateboard fahren?

Der Eine oder and´re ahnt
Das war wohl nicht ganz so geplant
Es wird auch schwer Kritik geübt
Was unsern Weihnachtsmann betrübt

Es also an der Brille liegt
Wenn man zum Fest das Falsche kriegt
Und wer es hat, das gute Stück
Der gibt´s, verdammt noch mal, zurück!



Schenkt mir einen Klon!

Alle üblichen Geschenke
Hab ich mittlerweile schon
Schenkt mir, was ich dringend brauche
Schenkt mir bitte einen Klon

Denn es gibt Situationen
Die man lieber sich erspart
Und mit gut gemachten Klonen
Wäre man davor bewahrt

Aufstehen schon in aller Frühe
Ist zum Beispiel eine Last
Und es kostet sehr viel Mühe
Dass die Zeit du nicht verpasst

Also schickt man die Vertretung
Schläft sich selber richtig aus
Trotzdem gibt es nie Verspätung
Und man ist aus allem raus

Braucht man eine Ruhepause
Weil die Arbeit zu sehr stresst
Bleibt man einfach ganz zu Hause
Räkelt sich im warmen Nest

Will der Chef mir überbraten
Eine Arbeit, die mir stinkt
Dann verlass ich still den Laden
Schick den Klon, der es dann bringt

Für zu Hause dann desgleichen
Gibt es da mal viel zu tun
Würde ich ganz still entweichen
Er malocht , und ich kann ruhn

Ab und zu müsste ich schauen
Dass er keine Zicken macht
Mancher mit zu viel Vertrauen
Ist schon unsanft aufgewacht

Also prüf ich still und leise
Immer mal, was er so treibt
Ob das Geld auch beispielsweise
Schön auf meinem Konto bleibt

Hab ich Lust auf Abenteuer
Geh ich auf Geheimmission
Ist der Frau was nicht geheuer
Dann besänftigt sie mein Klon

Doch ich möchte dabei hoffen
Allzu nah kommt er ihr nicht
Irgendwie wär ich betroffen
Übernähm er meine Pflicht

Und je mehr ich überlege
Fallen mich doch Zweifel an
Wenn ich´s ganz genau erwäge
Ist mein Klon ja auch ein Mann

Ist wie ich er ziemlich helle
Dreht den Spieß er vielleicht um
Und tritt voll an meine Stelle
Ja, das wäre etwas dumm

Also dann vergesst die Sache
Weil sie doch gefährlich ist
Nichts mit Klonen und ich mache
Weiter selber jeden Mist




Steuerliche Überprüfung

Denkt Euch ich habe das Christkind gesehen,
es war beim Finanzamt zu betteln und fleh`n.
Denn das Finanzamt ist gerecht und teuer,
verlangt vom Christkind die Einkommenssteuer.

Das Amt will noch wissen, ob es angehen kann,
dass das Christkind so viel verschenken kann.
Das Finanzamt hat so nicht kapiert,
wo von das Christkind dies finanziert.

Das Christkind rief: "Die Zwerge stellen die Geschenke her",
da wollte das Finanzamt wissen, wo die Lohnsteuer wär..
Für den Wareneinkauf müsste es Quittungen geben,
und die Erlöse wären anzugeben.

"Ich verschenke das Spielzeug an Kinder" wollte das Christkind sich wehren,
dann wäre die Frage der Finanzierung zu klären.
Sollte das Christkind vielleicht Kapitalvermögen haben,
wäre dieses jetzt besser zu sagen.

"Meine Zwerge besorgen die Teile,
und basteln die Geschenke in Eile"
Das Finanzamt fragte wie verwandelt,
ob es sich um innergemeinschaftliches Gewerbe handelt.

Oder kämen die Gelder, das wäre ein besonderer Reiz,
von einem illegalen Spendenkonto aus der Schweiz?
"Ich bin doch das Christkind, ich brauche kein Geld",
Ich beschenke doch die Kinder in der ganzen Welt."

"Aus allen Ländern kommen die Sachen",
mit den wir die Kinder glücklich machen."
Dieses wäre ja wohl nicht geheuer,
denn da fehle ja die Einfuhrumsatzsteuer.

Das Finanzamt von diesen Sachen keine Ahnung,
meinte dies wäre ein Fall für die Steuerfahndung.
Mit diesen Sachen, welch ein Graus,
fällt Weihnachten dieses Jahr wohl aus.
Denn das Finanzamt sieht es so nicht ein,
und entzieht dem Christkind den Gewerbeschein.

Man muss sich schon wundern, warum wir an unseren Erwartungen festhalten.
Das Erwartete ist das, was uns in der Balance hält... aufrecht... ruhig.
Was wir erwarten, ist nur der Anfang.
Das, was wir nicht erwarten ist das, was unser Leben verändert.


Hubs

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Antw:lustiges Gedicht / lustige Weihnachtsgeschichte
« Antwort #2 am: 14. Dezember 2015, 19:44:36 »
Vielen Dank Sonina!
Hubs mit den beiden Buben *04/2009 *01/2012



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