Autor Thema: Krankmeldung Kinderarzt - Vorgehen  (Gelesen 2986 mal)

Emelie

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Krankmeldung Kinderarzt - Vorgehen
« am: 27. Juni 2016, 11:52:27 »
Hallo :)

Ich brauche mal eure Meinung. Ich bin ehrlich gesagt gerade etwas stinkig auf unsere Kinderarztpraxis.
A. kämpft seit Freitag mit starken Kopfschmerzen, Fieber und Halsschmerzen. Sonntagabend fiel mir dann zusätzlich ein Ausschlag auf dem Bauch auf und mein Verdacht auf Scharlach hat sich damit erhärtet. Als es ihr dann immer schlechter ging sind wir mit meiner Mutter ( ich habe gerade kein Auto) in die Wochenend- Notfallpraxis gefahren, die befindet ich bei uns in der nächsten Kinderklinik. Da wurde auch nochmal mein Verdacht bestätigt, dass es Scharlach ist. Sie wurde untersucht und hat ein Antibiotikum verschrieben bekommen und einen gelben Schein auf dem ganz klar der behandelnde Arzt, die Symptome, Diagnose und das Medikament stehen.
Ich habe dann heute morgen gleich beim Kinderarzt angerufen wegen einer Krankmeldung (ich brauche Kindkrankschein wegen der Ausbildung). Die meinten wir müssten Abends nochmals in die Sprechstunde kommen und Zeit mitbringen weil sie komplett voll seien. Ich meinte dann, dass sie doch schon untersucht worden wäre - wäre egal also nochmal für minimum eine Stunde heute Abend in die Praxis - zwischen weitere kranke Kinder -  hab ich nicht eingesehen. Vertrauen die ihrem Kollegen nicht oder wollen die nochmal abrechnen? Ich muss dazu sagen, dass wir im Ort keinen Kinderarzt haben. Ich hätte jetzt mit einem Scharlach- Kind heute Abend mit den öffentlichen nochmals in die Stadt fahren müssen um nochmal in eine überfüllte Arztpraxis sitzen müssen. Was soll das? Ich das nicht totaler Schwachsinn?
Ich habe dann bei meinem Hausarzt im Ort angerufen und der meinte ich soll einfach kurz vorbeikommen, hat den Schein dann angeschaut, kurz gefragt, ob sie das Antibiotikum verträgt und Krankenschein ausgestellt. Beim Kinderarzt wäre das so abgelaufen: Ankommen erst einmal kein Platz im Wartezimmer, dann 1-2 Stunde warten zwischen kranken Kindern, dann nochmal halbe bis dreiviertel Stunde im Behandlungsraum - damit die Ärztin ihr nochmal in den Hals schaut ( 30 Sekunden) und uns dann verabschiedet........ :-(
Hättet ihr das eingesehen?

Januar2012

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Antw:Krankmeldung Kinderarzt - Vorgehen
« Antwort #1 am: 27. Juni 2016, 12:32:42 »
Bei uns läuft es auch so. Der Notfallarzt gibt meist einen Brief mit und wenn man dann eine Krankschreibung braucht, untersucht der Arzt das Kind noch mal. Hab ich noch nie angezweifelt. Wenn ich so nachdenke, dann muss das sicherlich in der Praxis lückenlos dokumentiert werden, wenn Eltern krank geschrieben werden. Da geht es ja richtig um Geld, weil die Krankenkassen den Lohnausfall teilweise ersetzen. Ist vielleicht für die Patienten nervig, aber es würde mich nicht so aufregen.





Januar2012

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Antw:Krankmeldung Kinderarzt - Vorgehen
« Antwort #2 am: 27. Juni 2016, 13:08:50 »
Bei uns läuft es auch so. Der Notfallarzt gibt meist einen Brief mit und wenn man dann eine Krankschreibung braucht, untersucht der Arzt das Kind noch mal. Hab ich noch nie angezweifelt. Wenn ich so nachdenke, dann muss das sicherlich in der Praxis lückenlos dokumentiert werden, wenn Eltern krank geschrieben werden. Da geht es ja richtig um Geld, weil die Krankenkassen den Lohnausfall teilweise ersetzen. Ist vielleicht für die Patienten nervig, aber es würde mich nicht so aufregen.




Muse

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Antw:Krankmeldung Kinderarzt - Vorgehen
« Antwort #3 am: 27. Juni 2016, 13:10:41 »
Ich hatte auch schon eine ähnliche Situation und da ich bei unserem KiA auch mit Termin gerne bis zu 3 Stunden warten darf (sehr lustig bei U Untersuchungen da zumindest meine Kinder dann meist keinen Bock mehr haben) gehe ich mit sowas wie auch normalen Krankheiten konsequent zu unserem Hausarzt. Dort bekomme ich soetwas ohne Probleme. Und er ist dazu wesentlich einfühlsamer als der durchhetzende KiA.  s-:)
« Letzte Änderung: 27. Juni 2016, 13:12:12 von Muse »

~Netti~

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Antw:Krankmeldung Kinderarzt - Vorgehen
« Antwort #4 am: 27. Juni 2016, 13:16:16 »
Ich hätte es ganz genau so gemacht wie du und wäre zum Hausarzt gegangen und hätte den überfüllten Kinderarzt umgangen, sofern es möglich wäre.

Januar2012

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Antw:Krankmeldung Kinderarzt - Vorgehen
« Antwort #5 am: 27. Juni 2016, 14:06:24 »
Ich muss noch ergänzen, dass unsere Kinderärztin offenbar die absolute Ausnahme ist. Gerade heute:  hab um 8.30 angerufen, für 10.45 die Richtzeit bekommen. Wir konnten sofort ins Behandlungszimmer und waren inkl Bluttest um 11.20 wieder draußen. Die Praxis ist einfach super organisiert und Wartezeiten sehr selten. Und das liegt nicht daran, dass sie keine Patienten haben. Im Gegenteil. Seit 4 Jahren sind sie so voll, dass sie nur noch Geschwister neu ab Geburt aufnehmen können




BiDi

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Antw:Krankmeldung Kinderarzt - Vorgehen
« Antwort #6 am: 28. Juni 2016, 05:52:44 »
Ob Schwachsinn oder nicht, das sind die Regeln. Notfallpraxen oder Krankenhäuser dürfen keine Krankmeldungen ausstellen und Arztpraxen dürfen keine Krankmeldungen ausstellen, ohne den Patienten untersucht zu haben.

Mein Mann kam am Mittwoch aus dem Krankenhaus mit einer dedizierteren Diagnose, als ein Hausarzt sie jemals stellen könnte und musste trotzdem am Donnerstag zum Hausarzt um sich krankschreiben zu lassen.

Das in der Kinderarztpraxis Land unter war, ist ein anderes Problem. Ich bin übrigens nicht unglücklich, wenn unser Kinderarzt den Diagnosen des kinderärztlichen Notdiensts nicht ungesehen Glauben schenkt. Manchmal schieben da Ärzte Dienst, die eher würfeln denn diagnostizieren.

Grüsse
BiDi 
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Emelie

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Antw:Krankmeldung Kinderarzt - Vorgehen
« Antwort #7 am: 28. Juni 2016, 07:49:17 »
Bei uns läuft es auch so. Der Notfallarzt gibt meist einen Brief mit und wenn man dann eine Krankschreibung braucht, untersucht der Arzt das Kind noch mal. Hab ich noch nie angezweifelt. Wenn ich so nachdenke, dann muss das sicherlich in der Praxis lückenlos dokumentiert werden, wenn Eltern krank geschrieben werden. Da geht es ja richtig um Geld, weil die Krankenkassen den Lohnausfall teilweise ersetzen. Ist vielleicht für die Patienten nervig, aber es würde mich nicht so aufregen.
Ich glaube ich würde auch nicht darüber nachdenken, wenn es so laufen würde wie bei meinem Hausarzt. Kind kurz angucken und innerhalb von 20 Minuten fertig. Kinderarzt ist bei uns für kranke Kinder eine Tortur. Wir müssen erst mit Bus fahren und dann mit der Bahn weiter und dann 15 Minuten zu Fuß zur Praxis.Und dann dort nochmals 1-2 Stunden sitzen. Ich würde auch keine Selbstdiagnose stellen und dann Krankmeldung oder Medikamente verlangen - aber einen Zettel auszustellen, damit die Mutter zu Hause bleiben kann  :-\ Wenn ich Hausfrau wäre, hätte die Diagnose ja auch keiner kontrolliert, weil ich keinen Schein gebraucht hätte.

Ich hatte auch schon eine ähnliche Situation und da ich bei unserem KiA auch mit Termin gerne bis zu 3 Stunden warten darf (sehr lustig bei U Untersuchungen da zumindest meine Kinder dann meist keinen Bock mehr haben) gehe ich mit sowas wie auch normalen Krankheiten konsequent zu unserem Hausarzt. Dort bekomme ich soetwas ohne Probleme. Und er ist dazu wesentlich einfühlsamer als der durchhetzende KiA.  s-:)

So geht es mir mittlerweile auch.  :-\ Ich würde schon gerne mit ihr zum Kia, aber mit krankem Kind eine 3-4 Stunden-Tour zu machen, ist mir meist zuviel.


Ob Schwachsinn oder nicht, das sind die Regeln. Notfallpraxen oder Krankenhäuser dürfen keine Krankmeldungen ausstellen und Arztpraxen dürfen keine Krankmeldungen ausstellen, ohne den Patienten untersucht zu haben.

Mein Mann kam am Mittwoch aus dem Krankenhaus mit einer dedizierteren Diagnose, als ein Hausarzt sie jemals stellen könnte und musste trotzdem am Donnerstag zum Hausarzt um sich krankschreiben zu lassen.

Das in der Kinderarztpraxis Land unter war, ist ein anderes Problem. Ich bin übrigens nicht unglücklich, wenn unser Kinderarzt den Diagnosen des kinderärztlichen Notdiensts nicht ungesehen Glauben schenkt. Manchmal schieben da Ärzte Dienst, die eher würfeln denn diagnostizieren.

Grüsse
BiDi 

Das seltsame ist, A. kam schon zweimal aus dem Krankenhaus und da habe ich allein durch einen Anruf die Krankmeldung einfach so bekommen - obwohl sie da weitaus schwerer krank war als "nur" Scharlach.
Zu deinem letzten Satz. Nochmal die gleiche Antwort wie bei Januar......wäre ich zu Hause und hätte den Schein nicht benötigt, hätte keiner die Diagnose in Frage stellen können und wenn es um Medikamente gegangen wäre, würde ich es ja verstehen, aber eine Krankmeldung schadet dem Kind ja nicht, wenn man diese ausstellt ohne da Kind gesehen zu haben. Auch wenn ich die Meinung des Arztes angezweifelt hätte. wäre ich nochmals zum Arzt, aber das habe ich nicht. Die Notfallärzte sind hier auch keine Unbekannten, sondern wir wohnen in einer dörflichen Gegend und hier haben sich die Arztpraxen selbst zusammen geschlossen und kennen sich untereinander.

« Letzte Änderung: 28. Juni 2016, 07:51:16 von Emelie »

dasmuddi

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Antw:Krankmeldung Kinderarzt - Vorgehen
« Antwort #8 am: 28. Juni 2016, 09:45:00 »
Ob Schwachsinn oder nicht, das sind die Regeln. Notfallpraxen oder Krankenhäuser dürfen keine Krankmeldungen ausstellen und Arztpraxen dürfen keine Krankmeldungen ausstellen, ohne den Patienten untersucht zu haben.


Grüsse
BiDi

nicht ganz richtig

Mein Sohn hat vom Notarzt eine Krankmeldung und Sportbefreiuung bekommen weil wir auf Grund vom Schulunfall eben nicht zum Hausarzt konnten

oder bei seinen Sehnenriss im Daumen hat der Notarzt der Rettungsstelle auch eine Sportbefreiung und Krankenschein ausgestellt




BiDi

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Antw:Krankmeldung Kinderarzt - Vorgehen
« Antwort #9 am: 29. Juni 2016, 05:46:43 »
@dasmuddi:
Dann scheint es da regionale Unterschiede zu geben. Bei uns geht das nicht. Da wird die Notfallversorgung gemacht und für alles Weitere an den Haus- oder Kinderarzt verwiesen.

Grüsse
BiDi
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Emelie

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« Antwort #10 am: 29. Juni 2016, 08:19:36 »
@dasmuddi:
Dann scheint es da regionale Unterschiede zu geben. Bei uns geht das nicht. Da wird die Notfallversorgung gemacht und für alles Weitere an den Haus- oder Kinderarzt verwiesen.

Grüsse
BiDi

Bei uns leider ja auch so. Wir haben aber zusätzlich das Problem, das wir hier einen richtigen Kinderarztmangel haben. Als eine Freudin von mir hier her gezogen ist, hat sie fast ein halbes Jahr keinen Arzt für die Kinder gefunden, weil alle nur Säuglinge aufnehmen. Sie stand dann auf der Warteliste und musste warten bis jemand weg zieht. Und dementsprechend sind leider auch die Wartezeiten :-[

A.n.j.a

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Antw:Krankmeldung Kinderarzt - Vorgehen
« Antwort #11 am: 29. Juni 2016, 08:31:23 »
Ich versteh Dich vollkommen, Emelie.
Und finde das auch Schwachsinn und tendenzielles Honorar-Abgreifen; wenn ich mit meinem Kind in einer Notfallpraxis/KH war und eine klare Diagnose habe, dann wüsste ich nicht, was der KiA einen Tag später anders oder besser belegen soll.

Auch aus diesem Grund meide ich Kinderärzte wo es nur geht und behandle meine kids - bei harmlosen Sachen - selber. Da ich das Gück habe, Teleheimarbeit machen zu können, bin ich auf Krankschreibungen Kind nicht angewiesen bzw. als privat Versicherte kriege ich gar kein "kinderkrank". Dass es ein ziemlicher Stiefel ist, mit krankem Kind ordentlich zu arbeiten von daheim, ist dann halt mein Problem.

Gute Besserung Deiner Maus.

LG
Anja


~Netti~

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Antw:Krankmeldung Kinderarzt - Vorgehen
« Antwort #12 am: 29. Juni 2016, 08:52:20 »
In diesem Punkt ticken wir 100% gleich, Anja.  ;D
Ich geh auch nur zum Kinderarzt, wenn es sich gar nicht umgehen lässt. Musste ich zB für Ergotherapie Verordnungen. Und das war auch total bescheuert. Vor einer neuen Verordnung musste ich jedes mal zum KiArzt, zwei Stunden Wartezimmer, damit die Ärztin das Kind eine Minute anguckt. Wirklich. Rein ins Zimmer, das Kind einmal angucken, drei Worte mit mir sprechen, Verordnung ausstellen, fertig.
Sie schickte mich dann zum SPZ, weil Budget und so....Kind braucht eine Diagnose sagte man mir. Als ich nun die Überweisung zum SPZ abholen wollte, sollte ich das Kind wieder einmal kurz vorstellen. Die Ärztin müsse das Kind einmal angucken, bevor man eine Überweisung ausstellen würde. Da hab ich Terror geschoben und meine Überweisung nach etwas hin und her so bekommen.  :P
Hätte das nicht geklappt, wäre ich zu unserem Hausarzt gegangen und hätte meine Überweisung dort bekommen. Die spinnen doch.
« Letzte Änderung: 29. Juni 2016, 08:54:30 von ~Netti~ »

Fliegenpilz

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Antw:Krankmeldung Kinderarzt - Vorgehen
« Antwort #13 am: 29. Juni 2016, 09:49:46 »
Nein, da gehe ich nicht konform, Netti.

Du sagst selbst, dass du selten bis nie zum Kinderarzt gehst - wieso also sollte der Kinderarzt eine Verordnung ausstellen ohne das Kind wirklich zu kennen. So doof es klingt, der Kinderarzt muss sich sogar vergewissern, dass es das Kind (noch) gibt und ob es dem Kind so weit gut geht. Und ja - das ist auch in einer Minute möglich.

Zudem finde ich es gut, wenn der Hausarzt keine Ergotherapie für Kinder ausstellt. Es gibt nicht grundlos Kinderärzte.

~Netti~

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Antw:Krankmeldung Kinderarzt - Vorgehen
« Antwort #14 am: 29. Juni 2016, 09:56:15 »
Na der Kinderarzt kannte das Kind ja nun mittlerweile. Klar, vor der ersten Verordnung, das ist ja logisch. Aber dann zu jeder weiteren? Dass es das Kind noch gibt, erfährt er über die Berichte, die nach jeder Verordnung von der Ergotherapeutin an den Kinderarzt gehen.  :P
Und wenn man nicht immer 2-3 Stunden mit einem gesunden Kind mit hustenden und schniefenden Kindern zusammen warten müsste, sähe ich das vielleicht auch noch anders. Aber das nervte mich doch sehr.
Dass der Hausarzt das nicht ausstellt ist ja erstmal völlig ok.

Hier gehen aber die meisten nur mit den ganz kleinen Kindern zum Kinderarzt und dann zum Hausarzt. Liegt einfach daran, dass wir keinen Kinderarzt in der nahen Umgebung haben, man muss da immer mit dem Auto hin. Sogar die U's machen hier alle Hausärzte die ich kenne. Und selbst die Kinder in unserer Einrichtung bei mir auf Arbeit gehen zum normalen Hausarzt.

Ps: Jetzt bekomme ich die Verordnung dann öber das SPZ oder eben auch nicht. Ich persönlich würde sagen er braucht keine Ergo mehr. Aber lass mich überraschen. 
« Letzte Änderung: 29. Juni 2016, 10:03:40 von ~Netti~ »

Nipa

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Antw:Krankmeldung Kinderarzt - Vorgehen
« Antwort #15 am: 29. Juni 2016, 13:32:28 »
@Emelie: Naja, provokant gesagt kann der Kinderarzt ja nix für Euren langen und komplizierten Anfahrtsweg, zudem scheint es mir so, dass er ein großes Einzugsgebiet hat und wohl dann eben auch überdurchschnittlich viele Notfallpatienten hat.

Die Regel besagt: Ein Krankenhaus kann keinen Krankenschein ausstellen, auch keinen Kindkrank-Schein. Eine Notfallpraxis kann das meist (zumindest hier ist es so, da das ja Hausärzte mit Praxis sind, die nur an einem sonst nicht geöffnetem Tag Dienst tun).

Und dass ein Arzt niemanden krank schreibt, den er nicht selbst gesehen hat, das kann ich auch verstehen. Er hält ja da auch seinen Kopf hin.

Der Weg über den Hausarzt ist doch eine gute Möglichkeit...



lisa81

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« Antwort #16 am: 29. Juni 2016, 13:56:30 »
Naja Nipa, aber wenn mein Kind heute abend Fieber hat, darf ich morgen und übermorgen nicht arbeiten. Da kann es morgen topfit sein, der Arzt wird mir die Krankschreibung ja geben müssen, weil ICH sage, dass es Fieber hatte völlig egal was er sieht.
Das gleiche bei MD Infekten. Kind hat im KiGa Durchfall, die sagen, sie darf zwei Tage nicht kommen. Ich gehe also mit topfittem Kind zum Arzt, weil es vielleicht nur Zuviel Saft getrunken hat, und brauche die Krankschreibung.

Von daher finde ich es allerdings sowieso schwachsinnig, dass man eine Krankschreibung braucht und nicht einen Wisch von der Betreuung, wo drinsteht, dass das Kind die Einrichtung x Tage nicht besuchen darf  s-:)
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Nipa

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« Antwort #17 am: 29. Juni 2016, 14:06:44 »
Bei letzterem gebe ich Dir Recht.

Aber auch wenn das Kind wegen Spucken, etc. krank ist, dann finde ich dennoch gut, dass der Arzt das Kind anschaut. Und in den meisten Praxen kann man dann mit dem Empfang sprechen, so dass man zum Anfang/Ende der Sprechstunde kommt und eben nicht Stunden im Wartezimmer sitzt.

Aber gerade wenn das Kind woanders ein Medikament bekommen hat und man als Arzt das Kind krankschreiben soll, wie ja hier bei Emelie beschrieben, da fände ich es fast fahrlässig wenn er das macht ohne das Kind gesehen zu haben.

Man darf ja auch nicht vergessen was hinterher ist. Lass ein Kind in der Nacht versterben, wenn der Arzt es nicht angeschaut hat, dann sind die Eltern, die jetzt sagen "wie nervig" vermutlich die ersten, die ihn verklagen...  :-X



lisa81

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« Antwort #18 am: 29. Juni 2016, 14:11:23 »
Aber der Arztbesuch wird ja ausschließlich gemacht um den Zettel zu kriegen, er dient ja nicht der Kontrolle.

Also ich sehe ein, dass der Arzt niemanden krankschreiben möchte, den er nicht gesehen hat. Aber wie gesagt, im Grunde muss er so oder so krankschreiben, weil das Kind ja nicht in die Betreuung darf. Und damit übernimmt er ja auch keine Verantwortung für ein Medikament das er nicht verordnet hat?
« Letzte Änderung: 29. Juni 2016, 14:13:39 von lisa81 »
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Hrefna

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« Antwort #19 am: 29. Juni 2016, 14:18:16 »
Aber der Arztbesuch wird ja ausschließlich gemacht um den Zettel zu kriegen, er dient ja nicht der Kontrolle.

Den Zettel unterschreibt der Arzt aber mit seinem Namen. Und wenn er ein ungeprüftes und damit evtl. unrichtiges Gesundheitszeugnis auf Zuruf ausstellt, dann kann er sich vor Gericht anschnallen.

~Netti~

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« Antwort #20 am: 29. Juni 2016, 14:24:20 »
Hier auf dem Dorf, wo jeder jeden kennt, bekomme ich auch einen Krankenschein ohne dass ein Arzt mich zu Gesicht kriegt. Anruf, fertig.  ;)
Genauso normale Medikamente, wie zb Hustensaft oder sowas. Deswegen setze ich mich in kein Wartezimmer. (Meist zahl ich es eh selber, weil ich wegen den 7€ keine Lust hab die Versichertenkarte zum Arzt zu bringen.) Ich muss nicht mal zum Arzt hin, außer eben er braucht die KK-Karte. Geh inne Apotheke, hol den Hustensaft, ruf beim Doc an, Rezept geht automatisch zur Apotheke.
Die Ärzte werden schon wissen was sie tun, haftungstechnisch.

Hrefna

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« Antwort #21 am: 29. Juni 2016, 14:33:12 »
Klar. Kann jeder Arzt letztlich handhaben wie er will. Im schlimmsten Fall ist er halt dran.  :)

Fliegenpilz

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« Antwort #22 am: 29. Juni 2016, 14:49:02 »
@Netti
Ich habe zu den U-Untersuchungen denke ich eine andere Einstellung als die Mehrheit - in meinen Augen sollte sie verpflichtend sein und zudem auch wirklich nur von Kinderärzten ausgeführt werden dürfen.

Hier in Belgien gibt es das System (leider) gar nicht in dieser Form. Dafür Schuluntersuchungen alle 2 Jahre, da fahren die Kinder mit dem Bus und der Klasse alleine hin ab Kindergartenalter - und nach nun zwei Kindern, die dort waren, halte ich das System für sehr fragwürdig!


@lisa81
Das mit dem Durchfall sehe ich etwas anders, einfach weil der Begriff zu einfach genutzt wird - denn Durchfall nach Definition: "eine Stuhlmasse von über 200–250 g bei mehr als drei Stuhlgängen pro Tag und hohem Wasseranteil (über 75 Prozent)" ... und der Kindergarten ruft an, wenn das Kind einmal flüssigen Stuhlgang hatte und das Kind diesen ggf. nicht halten konnte. Hat das Kind wirklich Durchfall und ich weiß, dass ich eine Krankmeldung für meinen Arbeitgeber brauche, dann müsste ich eigentlich sofort nach dem Kindergartenbesuch beim Kinderarzt aufschlagen - mit dem erkrankten Kind.

Ebenso bei Fieber. Da gibt es Zeitspannen von 12 - 48 Stunden fieberfrei vor dem weiteren Besuch des Kindergartens bzw. der Schule. Generell denke ich, dass es aber nicht an einer Faustregel abzuleiten ist und zudem befinden sich die Einrichtungen da in einem sehr schwammigen Terrain bzgl. Gesetzeslage.


Nipa

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« Antwort #23 am: 29. Juni 2016, 15:08:13 »
@netti: Hustensaft für Erwachsene und Antibiotikum fuer Kindern ist ja auch ein bisserl was anderes - bei letzterem will er sicher auch in Deinen Hals schauen   ;)

@lisa: den Zettel gibt es weil die Krankheit weiter besteht - auf dem Zettel im KKH steht auch "für den WEITERBEHANDELNDEN Arzt"

Ich finde man muss die Ärzte auch mal verstehen wenn sie ihren Job und ihre Verantwortung ernst nehmen statt dann zu meckern dass man selbst Unannehmlichkeiten hat.

@fliegenpilz: auch in D gehören in meinen Augen die Us standardisiert. Ich hab schon alles gehört/erlebt an Bandbreite, wie die ablaufen, wie lang sie dauern, usw...



Fliegenpilz

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« Antwort #24 am: 29. Juni 2016, 15:12:01 »
@Nipa
Ich habe bisher ausschließlich gute Erfahrungen gemacht mit den U-Untersuchungen in Deutschland - wirklich ausschließlich und würde mir wünschen, dass das mir so bekannte System Pflicht ist und jedes Kind in den Genuss kommt ... bei einem Kinderarzt.

 

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