Hallo und guten Morgen,
wir haben hier gerade im Büro das Thema Knochenmarkspende...ausgelöst durch folgenden Link den ich per Mail zugeschickt bekommen hab: www punkt helft-maxi.de/
Ich muss dazu sagen, ich bin registriert. Vor 7 Jahren war ein Kind aus unserer Nachbarschaft an Leukämie erkrankt und die haben ne rießen Spenden- und Hilfsaktion ins Leben gerufen. Es kamen gut 500.000 Euro zusammen und ganz ganz viele haben sich typisieren lassen.
Ich wurde nie wieder von der dkms angeschrieben... ja... bis dann am Anfang des Jahres ein Röhrchen mit der Post ins Haus geflattert ist, mit der Bitte, mir zwecks einer genaueren, feineren Typisierung meines Blutes Blut abnehmen zu lassen.
Ich hab erstemal so

geguckt, weil ich damit überhautp nicht mehr gerechnet habe, war verunsichert, war kurz hin und her gerissen, wollte mir dann aber das Blut abnehmen lassen.
Leider kam da dann unser großer Umzug zeitgleich dazwischen und irgendwie hab ich das dann total vergessen.... bis eben der Link in meine Mailbox geflattert ist. Ich hatte sofort ein schlechtes Gewissen, hab mir gedacht vielleicht war das damals auch ein Baby dem ich hätte helfen können und wegen meinem blöden Umzug hatte ich in diesem Moment nicht mal die 15 Minuten um zum Doc zu gehen

Jedenfalls habe ich sofort bei der dkms angerufen. Ich habe mich erstmal entschuldigt und meine neue Adresse angegeben. Ich habe von meinem schlechten Gewissen erzählt und die Dame, die super nett, war hat mich erstmal beruhigt. Es ging bei der Blutabnahme im Feb. nicht um eine Lebensrettung, sonder nur um eine Feintypisierung die so nach und nach bei allen registrierten Spendern vorgenommen wird, damit die Suche nach einem Spender schneller von Statten gehen kann.
Das hat mich erstmal beruhigt - es hätte aber ja auch "Erstfall" sein können und dann wäre evtl. ein Mensch gestorben dem ich hätte helfen können. Naja jetzt bin wieder beruhigt, die schicken mir erneut ein Röhrchen zu und diesmal werde ich Blut abnehmen lassen.
So, jetzt kam hier die Diskussion zwischen mir und meiner Kollegin auf - wieso ich typisiert bin und sie nicht. Ich denke mir halt, wenn es mich trifft, im schlimmsten Fall mein Kind oder jemanden in der Family wären wir auch heil froh wenn sich über die dkms ein Spender finden lassen würde und dieser Spender dann auch die 15 Minuten "opfert" und sein Blut testen lassen würde. Klar stellt eine Knochenmarkspende auch Risiken dar, aber ich würde mir auch trotz der Risiken, Knochenmark "abzapfen" lassen. Einfach aus dem Grund, dass wenn uns mal so ein Schicksalsschlag treffen würde, wir auch auf einen Menschen hoffen müssten und angewiesen wären, dass dieser sich trotz der Risiken bereit erklärt sein Knochenmark für uns zu spenden.
Sie kanns jedenfalls nicht nachvollziehen und sie möchte dann lieber Sterben als einen Spender zu bekommen.

Ich sagte ihr dann das es ja vielleicht nicht um sie sondern vielleicht auch um ihren Mann oder ihr Kind (hat noch keins, will aber) gehen kann. Da meinte sie nur: Ja dann würd sie es auch machen, aber sonst nicht.
Ich will hier keinen verurteilen. Jeder wie er mag, aber so krasse Antworten von ihr bin ich garnicht gewöhnt.
Wie seht ihr das? Seit ihr typisiert? Hat schonmal jemand gespendet? Oder war sogar schonmal jemand auf einen Spender angewiesen? Würde mich über Erfahrungsberichte freuen

LG Schnukkel